Kommt die Halfprimsim?

Momentan ist ja eines der beständigeren Gerüchte, dass Linden Lab bald einen neuen Simtyp einführen will.

Momentan gibt es ja folgende Simarten:

  • Fullprim mit 15.000 Prims,
  • Lowprim/Homestead mit 3.750 Prims sowie
  • Openspacessim mit 750 Prims.

Die Openspacessim ist im Grid mit 0,1% allerdings eindeutig sehr wenig verbreitet.

Als neues Produkt soll den Gerüchten nach ein Simtyp mit 7.500 Prims eingeführt werden, also eine Sim, genau zwischen Homestead und Fullprim. Wirtschaftlich gesehen macht das viel Sinn, denn viele Simbesitzer und auch sonst klagen im Grunde schon seit langem über die viel zu hohen Mietgebühren für eine Sim, aber bisher gibt es dazu ja keine Alternative (und nein, ich sehe Opensimulator bis für einige, wenige Unerschrockene nicht als passable Alternative an).

Eine Halfprimsim könnte dabei das Problem recht geschickt lösen und dank der Verfügbarkeit von Mesh und inzwischen sehr gut gestalteten Meshprodukten mit recht geringem Land Impact (vormals Primcount) könnte man diese sicherlich mit ein wenig Übung auch sehr ansprechend bebauen. Die Frage ist dann nur, wieviele Avatare maximal gleichzeitig auf einer solchen Sim aktiv sein könnten.

Eine solche Sim also könnte, wenn man sie einführt, eine echte Lücke im Angebot von Linden Lab füllen und macht auch sicherlich wirtschaftlich Sinn. Die Frage ist nur, ob Linden Lab sie wirklich einführen wird oder eben nicht.

Linden Lab arbeitet an einer neuen, virtuellen Welt

Da ich das bisher komischerweise noch nicht in der deutschen Blogosphäre gelesen habe, eben nun hier: Linden Lab arbeitet nach eigenen Aussagen an einer neuen, virtuellen Welt (oder nennen wir es Plattform).

Diese soll closed source sein, und viele der Fehler von Second Life beheben. Das bedeutet nicht das Ende von Second Life, sondern beide Plattformen werden lange Zeit parallel existieren. Ein Import der Daten von Second Life in diese neue Welt ist nicht vorgesehen und mit einer Beta irgendwann im Jahr 2015 zu rechnen. Die Mehrheit der Programmierer Linden Labs würde inzwischen an dieser neuen Welt arbeiten, außerdem stellen sie gerade zusätzliche Programmierer ein.

In Sluniverse gibt es dazu einen inzwischen sehr langen Thread, in dem sich auch Ebbe Altberg bereits mehrfach dazu geäußert hat, auch hat er diese Meldung offiziell bestätigt. Ein Ziel der neuen Plattform wird definitv auch die Möglichkeit sein, sie mit mobilen Geräten benutzen zu können.

Ebbe Altberg ist der neue CEO von Linden Lab

Das ging ja mal schnell: kaum ist Rod Humble von Linden Lab gegangen, gibt es heute schon die offizielle Pressemitteilung, dass Linden Lab in Ebbe Altberg einen neuen CEO gefunden hat. Wow!

Er hat über 25 Jahre Erfahrung in der Softwareindustrie, vor allem im Aufbau von Teams und bei Microsoft, Ingenio und zuletzt Yahoo gearbeitet. Sein Profil bei Linkedin findet man hier. Zuletzt war er also Chief Operations Officer bei Branchout.

Über einen Hintergrund in der Spieleindustrie scheint er nicht zu verfügen. Es gab von ihm das übliche, kurze Statement dass er sich freue, zum Wachstum beizutragen. Warten wir es mal ab, was nun noch kommen wird, denn irgendwie scheint er in virtuellen Welten bisher keinen Background zu haben. Die Frage ist also, was seine Ziele sein werden.

Cloud Party geht, Rod Humble ging bereits

Machen wir es kurz: Cloud Party wird bald Geschichte sein. Yahoo hat das Entwicklerteam eingekauft, damit die zukünftig bei denen an irgendwas arbeiten werden, jedenfalls wird Ende Februar Cloud Party offline gehen. Sie haben inzwischen Anleitungen online gestellt, wie man seine Kreationen exportieren kann und wünschen ihren bisherigen Kunden alles Gute. Schade, aber da war wohl der Geschäftsbetrieb einfach zu unsicher und Yahoo muss wohl mit so viel Geld in Richtung der Inhaber gewedelt haben, dass die einfach keine Lust mehr hatten, Cloud Party weiter zu betreiben. Verständlich.

Die andere Nachricht ist, dass Rod Humble (auch bekannt als Rodvik Linden) bereits seit letzter Woche seinen Hut als Geschäftsführer von Linden Lab genommen hat. Angeblich will er an einem neuen Kunstprojekt arbeiten und hat daher seinen Hut nach drei Jahren genommen. Ungewöhnlich ist jedenfalls die Art und Weise, wie es passierte, denn es gab dazu von Seiten Linden Labs keinerlei Pressemitteilung noch sonst etwas, sondern von Rod Humble nur private Statements in Facebook, dass er letzte Woche seinen Hut genommen habe.

Inzwischen ist er auf lindenlab.com/about auch als CEO entfernt worden, daher gehe ich davon aus, dass diese Meldung ebenfalls stimmt. Die Frage ist nun, wer Humble nachfolgen wird. Dass es wieder Rosedale wie Kai aus der Kiste sein wird halte ich für eher unwahrscheinlich, wo der doch inzwischen mit High Fidelity an der nächsten Generation der virtuellen Welten auf Basis einer Voxelengine arbeitet, die bald in die geschlossene Alphaphase startet. Damit dürfte der mal im Gegensatz zu früher wohl kaum die Zeit dafür haben.

Humble war im Vergleich zu anderen Geschäftsführern von Linden Lab sicherlich einer der besseren gewesen, mit einer Vision für die virtuelle Welt an sich, einem Gefühl an sich, aber auch genügend Geschäftssinn und Erfahrung in der Spieleindustrie. Die spannende Frage ist nun, wer denn nun Humble nachfolgen wird.

Linden Lab setzt bei 3rd Party Exchanges die Axt an

Es ist mal wieder der Fall eingetreten, dass es neue Terms of Services, also Nutzungsbedingungen, gibt, die mit einer bisher lieb gewonnenen Sache aufräumen (sollen?), alles rennt nun panisch durch die Gegend und keiner weiß gerade so recht, was nun Sinn, Zweck und Ziel ist und nun wirklich werden wird.

Konkret geht es nun wohl den von dritter Seite betriebenen Linden Dollar Tauschbörsen an den Kragen. Die Motivation dahinter könnte ein neues US-Richtlinie zu virtuellen Währungen sein und dass so Linden Lab auf der rechtlich sicheren Seite ist. Der Text ist jedenfalls klar, L$ außer auf der LindeX tauschen ist ab sofort verboten. Was denn dann Linden Lab tatsächlich durchsetzen wird, das steht auf einem anderen Blatt.

Somit ist nun auf allen bekannten Tauschbörsen wie Eldex, Virwox usw. ein entsprechender Hinweis, dass sie nun nicht genau wissen was Sache ist und sie die Lindens um Klarstellung bitten wollen.

Schlimmstenfalls setzt es Linden Lab so um, wie es geschrieben steht. Wer dann keine Kreditkarte hat, der sollte sich besser eine Prepaid-Kreditkarte zulegen, um noch L$ tauschen zu können.

Alles so grau hier

Du weißt, dass Linden Lab mal wieder massiv am Basteln ist, wenn du online gehst und nach 10 Minuten ist die ganze Sim immer noch grau. So ging es mir jedenfalls heute bei meinem Abspecher ins Black Heaven Asylum. Die Prims luden teilweise, aber keine Texturen noch Height Maps bei Sculpties, es sah einfach nur gruselig aus und so schlimm wie schon lange nicht mehr.

Am Viewer kann es jedenfalls nicht gelegen haben, es war der Singularity 1.8.0 und aktuelle Firestorm. Beide haben nur so herrlich rumgesponnen, dass es krachte. Ich hoffe mal, dass Linden Lab diesen Mist relativ bald wieder in den Griff bekommt, denn Spaß machte das nun wirklich mal gar keinen.

Der Mensch ist ein Gewohnheitstier

Linden Lab macht langsam mit Sunshine ernst und bald kommen die Änderungen am HTTP-Transfersystem für Assets und dergleichen mehr. Maddy beschreibt das bei sich sehr schön.

Damit wird es auch nicht mehr allzu lange dauern, bis alle Sims auf dem Maingrid darauf umgestellt sein werden. Das Ergebnis wird sein, dass die Bewohnerschaft mal wieder zweigeteilt sein wird: während die einen, die noch immer technisch veraltete Viewer wie den Phoenix benutzen, jammern werden warum sie nur noch graue Avatare und anderes Zeug mehr sehen, werden sich diejenigen, die modernere Viewer benutzen einer besseren Geschwindigkeit erfreuen.

Aber man kann es nun einmal nie allen Recht machen und diese Änderungen sind sinnvoll. Nur das Gejammer wird trotzdem kommen.

Ja, wo isser denn? Wo isser denn, der PMD?

Diese Frage stellte sich mir unwillkürlich, als ich mal wieder Meshklamotten sah und dabei an das von der Community finanzierte und in Zusammenarbeit mit Linden Lab verzapfte, vermeintliche Allheilmittel namens Parametric Mesh Deformer denken musste.

Es wird nun schon über ein Jahr und drei Monate an dem Ding programmiert, es gibt auf Seiten Linden Labs immerhin einen Projektviewer - und das war's.

Ansonsten ist die Informationslage eher dürftig, und es beschleicht mich der Verdacht, dass Linden Lab es absolut nicht besonders eilig damit hat, dass dieses an und für sich sinnvolle Feature endlich serienreif wird und zum Einbau in jedem Viewer freigegeben wird.

Wenn ich mir so Nalates Blog durchlese, dann zieht das Projekt momentan langsam aber stetig unterirdisch seine Bahnen und seine Eltern sind zunehmend frustriert.

Woran es liegt, dass es nicht weiter ist? Angeblich, weil Linden Lab noch immer auf Shapes und Kleidungsstücke wartet, um daran Feinjustierungen vornehmen zu können und an mangelnden Ressourcen auf Seiten Linden Labs, die Oz einfordern will.

Was so finde ich nur eines deutlich macht: Linden Lab sieht die Notwendigkeit nicht, dass es überhaupt in den Viewer reinkommt, da halten ein bis zwei Programmierer von Linden Lab intern die Flagge hoch, dass es überhaupt was wird.

Ehrlicher wäre es da doch gleich, Linden Lab würde sagen "Nein, wollen wir nicht!" - und fertig, anstelle es immer weiter so zu verschleppen. Oder?