Etwas aus dem Bereich der Betriebssysteme

Das wird euch nun sicherlich allesamt mindestens genauso überraschen wie mich auch: laut einer Statistik der Firma Net Applications verkaufte sich Windows 8 seit seinem Launch noch schlechter als das damals ungeliebte Windows Vista. Der Marktanteil von Windows 8 liegt bei 1,6%, im Vergleich dazu lag der von Vista seinerzeit bei 2,2% zwei Monate nach seinem Erscheinen.

Damit ist Windows 8 das neue Vista und Windows 7 das neue XP. Windows 7 wird uns noch einige Zeit erhalten bleiben, vielleicht hält mit Windows 9 ja wieder dann der gesunde Menschenverstand bei Microsoft Einzug.

Windows 8 kurz angetestet 1

Ich bin in der (glücklichen?) Lage, über die Firma kostenlos einen Key für Windows 8 Professional bekommen zu haben. Also was lag näher daran, das Ding mal direkt auf dem heimischen Rechner zu installieren und auszutesten? Gesagt, getan!

Das Mittel der Wahl war bei der Installation kein Upgrade des bisherigen Windows 7, sondern Verkleinerung der alten Windowspartition und daneben habe ich dann Windows 8 parallel installiert. Das ist einfach besser so für den Fall der Fälle.

Ja, und die Installation dauerte 30 Minuten, dann war es auch schon betriebsbereit. Flott, flott!

Windows 8 startet deutlich schneller als Windows 7 und fühlt sich richtig flott an. Mehr Ressourcen als Windows 7 verbraucht es auch nicht, eher im Gegenteil. Es wirkt stabil, modern, aufgeräumt und wie eine Brise frischer Luft.

Dumm nur, wenn man die frische Luft dann nicht wirklich leiden mag. Mein Hauptproblem mit Windows 8 ist nach wie vor der fehlende Desktop. Was Microsoft abgeliefert hat ist als Betriebssystem eine Chimäre, die gleichermaßen gut auf Tablets als auch Desktops funktionieren können soll. Auf Tablets tut Win 8 das, da bin ich mir sicher.

Aber auf dem Desktop ist es die reinste Katastrophe. Nun ist es nicht so, als hätte man Microsoft nicht lange genug im Vorfeld davor gewarnt bzw. darum gebeten, noch einen gescheiten Desktopmodus einzubauen. Das haben sie aber nicht, warum auch immer.

Was man vor den Latz geknallt bekommt ist ein Undesktop, der es in sich hat. Schade eigentlich, denn der Rest ist wirklich sehr gut und brauchbar, aber was nützt das einem wenn der Oberbau nicht zum Unterbau passt? Eben!

Damit ist für mich nun klar: Windows 7 ist das neue Windows XP, weil man dort noch das altgediente Bedienkonzept hat. Microsoft wird zwar mit aller Gewalt versuchen, Windows 8 durchzudrücken, aber die meisten Benutzer werden sich Windows 8 verweigern, solange es nur irgendwie geht — oder M$ dann doch noch wieder einen gescheiten Desktop rein patcht.

Es gibt auch Anbieter wie Stardock, die mit “Start 8″ in die Bresche springen und mit einem Preis von 4,99 US$ ist das auch nicht wirklich teuer. Nur muss man es eben dazu kaufen, und eigentlich sollte M$ fähig sein, sein GUI selbst so zu gestalten. Eigentlich.

Aber man stellt sich ja stur, und da wird dann der momentane Kampfpreis von 29,99€ für die Professionallizenz bis Ende Januar 2013 auch nicht für wirkliche Akzeptanz sorgen. Leider.

Windows 8 Evaluierungsversion steht ab sofort zum Download bereit

Ab sofort steht bei Microsoft die kostenlos nutzbare Evaluierungsversion von Windows 8 zum Download bereit. Diese muss nach zehn Tagen aktiviert werden und läuft insgesamt genau 90 Tage, danach kann man sie nicht mehr weiter benutzen. Sie durch Kauf einer Lizenz in eine dauerhaft nutzbare Version umzuwandeln ist unmöglich.

Gedacht ist diese Version für Interessierte, die Windows 8 für Firmen, privat und auch sonst testen wollen, ob sich der Einsatz bereits lohnt oder nicht, die keinen Zugriff auf MSDN und TechNet haben. Microsoft gibt an, Windows 8 habe genau dieselben Hardwareanforderungen wie Windows 7 und empfiehlt die Installation wahlweise in einer eigenen Partition oder aber virtuellen Maschine.

Zum Download von Microsoft geht es hier entlang, das Ding dürfte ca. 3 Gigabyte im Download betragen, dauert also ein Weilchen. Wer also bisher zu Windows 8 noch keine Meinung hat, aber es nun legal und kostenlos testen will um zu sehen, ob es ihm gefällt oder eben nicht, der kann das ab sofort mit der finalen Version von Microsoft höchstselbst bereitgestellt tun.

Der Download ist in Deutsch, Englisch und weiteren Sprachen erhältlich.

Windows 8 Release Candidate oder: geht es dem Esel zu gut, dann geht er auf’s Glatteis! 5

Ich habe heute ein wenig mit dem Release Candidate von Windows 8 herumgespielt. Dieser Status der Entwicklung bedeutet schlicht und einfach, dass man mit allen möglichen Arbeiten am System durch ist und hofft, diesen Stand als Gold Release ins Presswerk geben zu können, also es ändert sich bis aufs Beseitigen einiger Fehler nicht mehr viel daran.

Die Installation in der VirtualBox lief flott und unkompliziert von der Hand, da kann man nicht meckern. Ansonsten aber ist es so, dass Microsoft offenkundig Desktop-PC-Benutzer mit Tablet-Benutzern verwechselt und hat Windows auf eine komplett neue Oberfläche namens Metro umgestellt. Metro wurde mit Windows Phone 7 eingeführt, dort und auf Tablets mag es auch Sinn machen, aber so sieht es dann auf dem Desktop aus:

Ich bin dein neuer Desktop, Luke!

Schick, nicht wahr? Herausragendstes Merkmal von Metro sind dabei die Kacheln, die mitunter auch noch animiert wenn das Programm läuft ständig neue Informationen anzeigen und dabei eine Unruhe erzeugen können, dass es einem graust. Man sieht der Oberfläche an, dass sie für Touchscreen gedacht ist, dort funktioniert sie auch, aber mit der Maus? Weia. Keine Ahnung, was Microsoft sich dabei wieder gedacht hat, mal einen auf Apple machen zu wollen, der Unterschied dabei ist nur: Apple hat Kreative und Gläubige als Kunden, die sich wirklich einreden lassen, dass diese Oberfläche, die jeder besseren Registrierkasse munter Konkurrenz macht, die Zukunft sei, Microsoft aber hauptsächlich Geschäftskunden und die verstehen bei solch radikalen Abkehren bisher gewohnter Arbeitsweisen keinen wirklichen Spass.

Man hat es Microsoft während der offenen Tests wirklich lange und breit genug gesagt, sie mögen das bitte ändern — nö, tut Microsoft nicht wirklich. Aber Hauptsache, man hat nun noch einen eingebauten Store im Betriebssystem, so etwas braucht ja heutzutage jeder, da ist die Welt doch in Ordnung!

Metro also kann man nicht abschalten, Metro ist der Desktop — man kann nicht zwischen dem alten Desktop und Metro wählen. Was es allerdings gibt ist eine Desktop-App, für alte Programme, die das Verhalten des alten Desktops abbildet und das sieht dann so aus:

Ich bin fast ein Desktop!

Na, da fühlt man sich doch fast schon heimisch, aber auch nur fast, denn leider leider leider kann dieser eben nicht alle Aufgaben des gewohnten Windows-7-Desktops übernehmen. Das beginnt schon damit, dass es kein Startmenü mehr gibt, weil: das übernimmt nun die freundliche Metrooberfläche, die ja liebend gerne für uns so viel Platz verschwendet. Wer Windows 8 nutzt, der darf sich schon mal an den Gedanken gewöhnen, dass er sehr viel horizontal Scrollen wird. Na, wem’s gefällt… und überhaupt hat Microsoft angedroht, den Desktop noch mehr an Metro anzugleichen. Es gibt zwar Apps und Hacks, die das Startmenü nachbilden aber da ist nicht sicher, ob bis zum Erscheinen Microsoft diese Möglichkeit noch gar explizit ausbauen wird.

Naja, das Geschrei höre ich jetzt schon — es ist ein mutiger Schritt, den Microsoft da wagt, aber auch ein verdammt dummer. Das, was Microsoft da gerade produziert, wirft mal eben radial die gewohnten Windowseigenheiten seit 1995 komplett und schonungslos über den Haufen. Ich bin mir sicher, viele Benutzer werden diesen Schritt nicht gehen wollen, solange es möglich ist, und sich lieber Windows 8 verweigern.

Unter der Haube selber gibts an Windows 8 nichts zu mäkeln, das ist eine Weiterentwicklung des stabilen Windows 7, aber dieses Bedienkonzept, welches so tut, als sei eine Maus auf einmal ein Touschscreen ist einfach nur komplett daneben. Sollte Microsoft wirklich diesen Mist in die Produktion geben, dann wird das deren nächstes Vista, glaubt mir: bis auf die PC-Verkäufe und den gebündelten Lizenzen will nämlich so einen Mist bei sich auf dem Desktop keiner haben.

Aber irgendwie ist Microsoft da nicht alleine, auch Apple verwechselt mit Mountain Lion zunehmend den Desktop mit dem Tablet und über GNOME 3 muss ich hier nun wirklich nicht weiter reden… es scheint gerade eine fatale Modeerscheinung in der Softwarebranche zu sein, sich gegenseitig darin übertrumpfen zu wollen, wer sein bisher funktionierendes und über Jahre gewachsenes Desktop-Paradigma am Radikalsten über den Haufen wirft und so für den Endverbraucher am Unbrauchbarsten machen kann.

Ob sich die Geschichte wohl wiederholt…?

Über die Defragmentierung von Festplatten

Fast jeder Windowsbenutzer hat es schon einmal gehört: an solle im Laufe der Zeit ab und an seine Festplatte defragmentieren, dies würde die Systemleistung erhöhen und auch dem Cache zugute kommen. Ebenfalls, als weiterer Tipp wird oft empfohlen, den Viewercache auf einer anderen Festplatte (nicht Partition!) als das Systemlaufwerk anzulegen, um zusätzliche Leistungssteigerungen zu erreichen.

Manche löschen sogar ihren Cache vor jedem Start, weil sie meinen, dies würde dem Viewer gut tun, aber natürlich muss so jedes Mal alles (Inventar/Texturen) über das Internet neu auf den heimischen Rechner geholt werden. . Die Frage bei all dem ist aber: wo liegt denn genau die Wahrheit? Die Antwort darauf ist, wie immer, kompliziert.

Die Grundlage der Speicherung: meine Festplatte, das unbekannte Wesen

Als Festplatte bezeichnet man eine oder mehrere sich extrem schnell mit einer magnetisierbaren Schicht überzogenen Scheiben, die von einem mittels Stellmotor betriebenen, auf einem Luftkissen dahingleitenden Schreib-Lese-Kopf beschrieben oder gelesen werden. Wichtig dabei ist, dass diese mechanische Vorrichtung pro Sekunde nur eine gewisse Anzahl an Sprüngen zulässt. Dies ist der wichtigste, limitierende Faktor dabei, nämlich die Anzahl der Suchläufe (Seeks) pro Sekunde, auch gerne Input Output Operations per Second (IOPS) genannt.

Die Entwicklung der letzten Jahre ist dabei (wie hier bei Microsoft in der ersten Grafik gut zu sehen) drastisch gewesen: während die Prozessoren immer schneller und schneller geworden sind, dümpelt die klassische Festplatte weiterhin bei ca. 250 IOPS herum. Die Grafik ist dabei nicht ganz sauber, zeigt aber eines: die Festplatte hinkt heute gehörig der Prozessorentwicklung hinterher, dafür bieten sie inzwischen nie geahnte Speichermöglichkeiten.

Was genau ist Fragmentierung?

Fragmentierung tritt meistens bei größeren Dateien auf. Der Idealfall einer geschriebenen Datei auf der Festplatte ist nämlich, dass diese an einem Stück geschrieben werden kann. Nur so kann die Festplatte ihre theoritische Maximalgeschwindigkeit auch in der Praxis erreichen. Fragmentierung bedeutet aber, dass die Datei in verschiedenen Bereichen der Festplatte geschrieben worden ist, es also dazwischen Sprünge gibt, die für zusätzliche Seeks des Schreib-Lese-Kopfs sorgen und somit die Gesamtleisung herabsetzen. (weiterlesen …)

Wenn Phoenix unter Windows nicht starten will…

…und beim Start nur abstürzt, dann sollte man sich mal einfach diesen offiziellen Fix runterladen, diesen installieren und normal klappt es dann.

Der technische Hintergrund: das System versteht aller Wahrscheinlichkeit nach die Visual Studio C++ 2005 SDK dlls ohne diesen Fix nicht.

GTA IV sucks golfballs through a garden hose

I’ve purchased the PC version of “GTA IV” on Steam at the holiday price action. This means, I had to pay around 8€ for that game, while you still have to pay around 40€ in different kind of shops. Well, it helped me to keep my temper down — a lot. Here’s why.

First, GTA IV is really a great game. Graphics, story telling, looks, you name it, it got it. The high ranking ratings and well received critics don’t come from nowhere. But the stuff surrounding the game just really sucks golfballs through a garden hose. The game, even one year after its launch on the PC platform, is full of annoyances.

Which kind of annoyances, you might ask? Well, here they are:

  1. The sheer amount of computing power under your desk you need to play it nicely. Better have a decent quad core, at least, and a very good graphics card, 512 MB of memory is the minimum, better yet 1 GB, if you want to play it on the highest detail level. This is something that’s going to wane down in the future when more and more potent computers are becoming wide spread.
  2. One word: Microsoft. It just plain sucks. What the game has to do with Microsoft, you might ask? Well…
    1. You are unable to make any saves of the gaming progress at all, when you are not signing up for Microsoft Live. What the bloody fucking hell have the developers thought about that? I don’t need no stinking membership in there, when I want to save a game, it should happen without that kind of stuff and shit, period! And believe me, since you are going to play it for a long time, membership is really a crucial need for you. This just plain rotten stinks!
    2. Support for 3rd party Controllers, namely gamepads. The first version of the game, released in 2008, only supported one type of gamepads, namely the ones from Microsoft for the Xbox 360. Why in the name of bloody hell should I buy a gamedpad for around 50$, just because the developers are forcing me to do that? Games on Windows have always been open for a broad range of hardware, there are enough cheaper and almost as good controllers around for PCs, anyway, and I am not going to buy a stinking Microsoft controller just because the developers have made the game that way. With later patches they introduced a somewhat broader support for other controllers, but still the support is severly lacking and leaves much in the dust.
      I repeat: this has just been a decision to make people go to Microsoft and buy their stuff. Hell, I for sure really dislike that kind of attitude!
  3. DRM. You need to activate the game once over the internet. If you bought the DVD-Version, you are only able to launch it if DVD #1 is in your dvd drive. You for sure cannot start the game without always first launching up that application named “Rockstar Social Games Club”, because it is part of the DRM. There is no way to get rid of it. You can start the game with that application, but when you are not a member of that club you are always getting reminded in a very annoying dialog box that you are unable to publish your acchievements on that club website as long as you are not signing up there. Hell, why should I want to do that? This is just another plain and annoying part of the customer being treated like a child and not a grownup at all. Bummer.

So, since I bought that game on budget, I am content with most of that stuff, though. But, if I would have bought it in a shop, I would have returned it, because of all that annoyances. They suck great lengths! Don’t get me wrong, though: the game itself is great, but all that stuff makes it really an annoying pain in the ass. No customer likes to be treated as a child as much as this game did and still sometime does!

Feeddemon now free as in free beer

I rarely comment on other software than Second Life here at all, this here is one of the rare cases.

Feeddemon, argueable the best RSS aggregator for Windows out there, is now free as in free beer. The company that bought it from Nick Bradbury a while ago, Newsgator, is now giving the fully enabled version away for free since the beginning of January. Before that you had to buy this version for 25 US$, which was also quite a good price if you take a look at the features and sheer speed this beast offers to you. You want a feature? Bet that in 99.9% of the cases Feeddemon has it and much, much more!

If you are really a news junkie, then this is the only program you’ll ever need! The same goes now for NetNewsWire, the standard RSS aggregator for Mac OS X, backed up by the same company.

Vista is shit, part two

Microsoft has reacted to the demand on the market and now has created two new options for purchasing XP:

  1. It allows big manufacturer now to offer their customers of computers with Windows Vista a free downgrade to Windows XP. Consider this — buying a new computer with Vista and you got the option to downgrade to it’s predecessor! This has as far as I know never been around before.
  2. They extended the availabilty of XP OEM versions from 31. January 2008 to 30. June 2008 to “give the people more flexibility.”

So the market has spoken and the market doesn’t want Vista. It’s really easy. Is there a greater way to admit that your software is bad and that you’re not content with its sales pitch?