Und da sind sie nun, die neuen Terms of Services, mit denen jeder von uns die neuen Regelungen zum Thema “Skill Gaming” abnicken muss - oder gehen kann. Da diese ab 1. August in Kraft treten, war dies zu erwarten.
Neues vom Lab: verpflichtende Regelungen zum Skill Gaming
Linden Lab ist mal wieder dabei, einen Haufen neuer Regelungen zum Thema “Skill Gaming” zu erlassen. Es wird spannend zu sehen, welchen Einfluss dies haben wird.
Da stellt sich zunächst einmal die Frage: was ist eigentlich bitte “Skill Gaming” genau? Das Lab definiert dies nun genau so:
“Skill Game” refers to any game: 1) whose outcome is determined by skill and is not contingent, in whole or in material part, upon chance; 2) requires or permits the payment of Linden Dollars to play; 3) provides a payout in Linden Dollars; and 4) is legally authorized by applicable United States and international law.
Also ein “skill game” ist ein Spiel, dessen Ausgang einzig und alleine von der eigenen Fähigkeit beeinflusst wird, das Spiel zu meistern und nicht zur Gänze oder in Teilen vom Zufall abhängt, welches zum Spielen die Einzahlung von Lindendollars erfordert oder optional ermöglicht, einem Lindendollar auszahlt und von den US-Gesetzen bzw. internationalem Recht her erlaubt ist.
[Mehr]Der Slink Mesh Body ist ab sofort verfügbar
War es ein Fehler von Linden Lab, die Entwicklung von Opensimulator zu dulden?
Es gibt ja manche Leute, die es als einen der Kardinalfehler in den Geschäftsentscheidungen von Linden Lab der letzten Jahre ansehen, dass sie die Entwicklung von Opensimulator geduldet und nichts dagegen getan haben.
Zunächst einmal hätten sie wohl sowieso nicht viel dagegen unternehmen können, denn wer selber seinen Viewerquellcode und damit alle Protokolle offenlegt, der muss auch damit rechnen und nimmt dies in Kauf, dass die Serverkomponente nachgebaut wird. Gut, im Falle von Opensimulator gab es schon vorher die Bibliothek für die Second Life Protokolle durch Reverse Engineering, aber die Veröffentlichung des Viewerquellcodes 2007 gab dem ganzen einen gehörigen Schub.
Und selbst wenn Linden Lab etwas dagegen hätte tun können - was hätte es gebracht?
Damit Opensimulator wirklich Linden Lab gefährlich werden könnte, müsste es massiv an der Benutzerbasis von Second Life knabbern und Landmasse abziehen, und das seit Jahren.
[Mehr]Der Wowmeh Body wurde gelöscht
Irgendjemand hat gegen den Wowmeh-Meshbody eine DMCA-Beschwerde eingereicht und er ist damit erst einmal komplett gelöscht, sowohl im Marketplace als auch in Second Life selber. Na, das kann noch heiter werden…
Gibt es in Second Life einen Markt für reife Frauenskins?
Ich hockte gerade eben im Black Heaven Dreams und wir hatten eine leidenschaftliche Diskussion darüber, dass die Frauenskins in Second Life immer jünger würden und das nicht jedem gefallen würde, es würde an Skins um die 40 Jahre herum fehlen. Nun war man dort der Meinung, dies sei eine rentable Marktlücke und wenn nur ein Hersteller es mal schaffen würde, solch einen Skin zu bauen, dann würde sich das sicherlich rentieren, denn es gäbe sicher sofort genug Nachfrage dafür und es sei schade, dass das bisher kein Hersteller gewagt habe.
Ich war da gänzlich anderer Meinung, nämlich dass wenn dafür genug Nachfrage da wäre, es zumindest einen Hersteller gäbe, der so etwas im Programm hätte. Also haben wir hier das typische Henne-Ei-Problem und was zuerst da war.
Nun bin ich der Ansicht, dass dies eine Nische ist, es gäbe sicher einige, die sich solch einen Skin kaufen würden. Die Frage ist aber, ob es genügend gäbe, die sich solch einen Skin kaufen würden, damit mal ein Skindesigner wirklich sich hinsetzt und das Arbeiten anfängt. Ich bin da der Meinung: nein, die gibt es nicht wirklich. Anders gesagt: das Angebot macht nicht die Nachfrage, sondern die Nachfrage das Angebot und solange die Nachfrage danach zu gering ist, gibt es eben kein Angebot. Second Life ist nunmal Turbokapitalismus pur und genau so funktioniert das im Bereich der Skindesigner inzwischen.
[Mehr]Spiel und Spaß mit Inkassobüros
Bei einem Freund von mir schlug kürzlich eine Rechnung eines Inkassobüros auf, die man getrost als Phantasierechnung betrachten kann: die Forderung an sich inklusive Zinsen lag irgendwo grob um die 20 Euro und die Inkassogebühr bei satten 81 Euro. Dazu kommt das übliche Drohgebilde mit Schufa blablabla, und bitte direkt an sie überweisen.
Ein dummer oder eingeschüchterter Mensch bezahlt so etwas sofort; ein vernünftiger Mensch stellt sich erst einmal die Frage “Woraus setzt sich denn da die Inkassogebühr zusammen und ist diese in der Höhe überhaupt gerechtfertigt?” Immerhin ist sie um den Faktor vier größer als die Forderung selber.
Rechtsanwalt vs. Inkassounternehmen
Es gibt dabei einen einfachen Grundsatz, um die Höhe solcher Gebühren zu beurteilen: was wäre gewesen, wenn der Gläubiger sich an einen Rechtsanwalt gewandt hätte und wieviel darf dieser maximal an Gebühren verlangen.
Inkasso darf in Deutschland jeder machen, der gewisse Voraussetzungen erfüllt, dazu bedarf es keiner gesonderten Berufsausbildung. Ein Rechtsanwalt dagegen hat meist deutlich mehr Zeit und Mühen in seine Ausbildung investiert, ein Studium hinter sich und dazu noch zwei Staatsexamina. Wenn also das, was der Rechtsanwalt nach RGV maximal verlangen darf, niedriger ist als das, was das Inkassobüro will, dann ist das Büro nur auf schnelles Geld aus und hofft auf die Unwissenheit seines Opfers.
[Mehr]Bitcoin revisited

Selbst dem dümmsten Laien muss dabei auffallen, dass innerhalb von gerade mal sechs (!) Wochen, nämlich von Anfang Oktober bis Mitte Dezember, ein Bitcoin einen ungeheuren Wertzuwachs bis zeitweilig über 1000 US$ bekam, und Mitte Februar diesen Jahres kam dann ein massiver Einbruch. Der Bitcoin erholte sich zwar etwas davon und der Wert pendelte sich für einige Wochen auf einem gewissen Niveau überhal von 500 US$ ein, aber seitdem fällt er langsam, aber stetig.
Nun ist die einfache Frage, wenn man sich den Verlauf dieser Kurve von Oktober bis heute anschaut, doch diese: ist dies eine Währung, mit der man seine Waren und Dienstleistungen bezahlen will? Natürlich nicht!
[Mehr]Facebook kauft Oculus VR
Einer der Heilsträger der Spielebranche des letzten Jahres, nämlich die Firma Oculus VR, wurde von Facebook für zwei Milliarden US$ aufgekauft. Das ist ein herber Schlag, denn Oculus ist momentan so ziemlich die erste und einzige virtuelle Realitätsbrille, die in der Entwicklung ist und deren Testgeräte wirklich brauchbar sind.
Viele Firmen, wie auch Linden Lab, sehen in dem Gerät einen möglichen Game Changer und arbeiten bereits seit längerem daran, ihre Programme damit kompatibel zu machen. Bis jetzt eben.
Denn jetzt, da Oculus VR ab sofort zu Facebook gehört, dürfte für viele das Produkt vergiftet sein, denn wer vertraut schon wirklich Facebook? Die Reaktionen bleiben abzuwarten, der Minecraft-Entwickler Markus Persson jedenfalls schrieb schon dies auf Twitter:
We were in talks about maybe bringing a version of Minecraft to Oculus. I just cancelled that deal. Facebook creeps me out.
Also kein Minecraft mehr für Oculus und Persson führt das in seinem Blog noch genauer aus, warum er Facebook mißtraut. Und so wie er dürften viele, weitere Spieleentwickler auch denken und ticken. Ich persönlich halte diesen Verkauf für einen herben Rückschlag.
Adblocker als Sicherheitsrisiko - brahaha
Man kann es kaum glauben, wie tief GMX und Web.de gerade gesunken sind; auf der Seite www.browsersicherheit.info, die ein wenig wie die Einstellungsseiten von Chrome designed sind, behaupten sie allen Ernstes, dass Adblocker aller Art ein Sicherheitsrisiko darstellen würden und liefern ausführliche Anleitungen dazu, wie man sie abschaltet.
Da schwimmen wohl einigen Firmen die Felle weg; gut, man sollte nicht gerade Adblock Plus einsetzen, die es sich zum Ziel gemacht haben, Werbetreibenden Geld dafür abzuknöpfen, dass sie auf die Whiltelist kommen, aber das ist denn auch eindeutig zu viel des Guten.
Dazu noch Verweise auf Pressestimmen wie Computerbild, 1&1 (die laut Impressum auch die Seite betreiben, also totsicher subjektiv!) sowie GMX. Meine Fresse. Wer noch immer da seine Mails liegen hat, der sollte schnellstmöglich von dort weg.
Wie wäre es beispielsweise mit Posteo? 2 GB Mailspace mit einem Haufen Features zum reellen Preis von 1 Euro/Monat, zusätzlich erweiterbar. Oder wenn man etwas versierter ist, bastelt man sich selbst seinen eigenen Server dafür bei Uberspace. Möglichkeiten gibt es viele.
