4000!
Geschrieben am Mai 30, 2014 | 1 min | 10 Wörter | bart | 4
Ich habe neulich den ersten Teil des Romanzyklus “Nemesis”, nämlich “Wolfsbraut” von Chris Dell gelesen. Chris Dell ist ein Pseudonym für einen Autor, der hauptsächlich im BDSM-Bereich angesiedelte Romane schreibt. Diese sind auf seiner Homepage kostenlos als PDF; teilweise auch als illustriertes PDF, verfügbar und erfreuen sich offenkundig in der Szene recht guter Beliebtheit.
Das Thema ist der Sadomasoschismus, naja ein starker Anteil daran. Der Autor will keine große Literatur schreiben, das sagt er in seinem Vorwort, sondern anregende Geschichten und ein paar ernstere Betrachtungen provozieren. “Wolfsbraut” selber ist ein Sado-Maso-Roman, und soll eher entspannend als stressig sein, aber gerne anregend.
Das sind schon immerhin gewisse Ansprüche, die der Autor an sich stellt und erfüllen will.
Worum geht es um Wolfsbraut? Kurz gesagt ist die Grundgeschichte das Märchen vom hässlichen Entlein, das unerwartet seine Erfüllung findet und dann zum stolzen Schwan mutiert, der mit sich und seiner Welt im Einklang ist.
[Mehr]Ich habe heute mal seit längerem wieder den Fehler gemacht und mir eine Audiozeitschrift, die neuerdings auch ihre Weisheiten für den Videobereich zum Besten gibt, gelesen. In dieser Zeitung wurde ein HDMI-Kabel der Firma Oehlbach als Referenz gepriesen, das auf schlappen 5 Metern um die 80 Euro kostet, also der Meter stolze 16 Euro.
Das Kabel kann in Sachen HDMI zwar so ziemlich alles übertragen, was der Standard gerade hergibt, ist aber auch sonst massiv ausgestattet, um das Signal ja überaus “qualitätsvoll” zu übertragen: Goldkontakte, PVC-Umschirmung und allen anderen möglichen Schnickschnack, damit das arme Signal ja keinerlei Qualitätsverluste erleiden muss. Und die Leute meinen dann, dass sie mit so einem Kabel ein besseres Bild bekommen als mit einem Vergleichskabel, das bei zwei Metern gerade mal zehn Euro kostet.
Ernsthaft: wer so viel Geld für ein Kabel von Oehlbach ausgibt, der hat die digitale Signalübertragung nicht verstanden! Digital bedeutet, entweder es wird ein Signal übertragen oder eben keines, und um solche Informationen gut zu übertragen, braucht es keinen Voodoo irgendwelcher Art auch immer.
[Mehr]Heute ist es ja mal seit langem wieder zu einer längeren, ungeplanten Störung des Second Life Grids gekommen.
Eigentlich zeigt mir das nur, wie zuverlässig und stabil inzwischen Second Life als Plattform läuft, denn die letzte derart gravierende Störung dieser Art ist Wochen, wenn nicht gar Monate her. Früher dagegen gab es so etwas mindestens einmal die Woche und zwar immer genau dann Mittwochs, wenn für den Patchday das komplette Grid runtergefahren wurde, um die neue Serverversion aufzuspielen. Und dieser Patchday dauerte oft gerne einige Stunden länger als geplant, das war völlig normal, dass man da Wetten darüber abschloss, wann das Grid denn nun wirklich wieder online ist.
Das war vor der Erfindung des Rolling Restarts. Auch wenn der manchmal etwas nervig ist, so sorgt er dennoch dafür, dass im Falle eines Updates das Grid oben bleiben kann und nur ein kleiner Teil kurzzeitig nicht erreichbar ist. Damit kann ich verdammt gut leben.
Überall in Second Life, sei es allgemein oder in diversen Rollenspielen, hört man ja ständig, stetig und überall immer von der weiblcihen Seite die Standardklage:
Sag mir, wo die Männer sind, wo sind sie geblieben?
Besonders aber in Rollenspielen, in denen es härter zur Sache gehen sollte, aber nicht nur da, herrscht meistens immer massiver Frauenüberschuss und radikaler Männermangel. Woran aber liegt das?
Ich sehe im wesentlichen drei Hauptgründe dafür, dass dies heutzutage so für die Frauen so schwer geworden ist, die zu finden. Das erhebt keinen Anspruch auf Richtigkeit, sondern sind nun nur meine Gedanken zu dem Thema.
1. Die heutige Gesellschaft an sich
Der erste Grund liegt in der heutigen, modernen Gesellschaft an sich. Früher gab es ein klares Rollenbild und eine klare Rollenverteilung, die man ja auch gerne als KKK bezeichnete: Kinder, Kirche, Küche. Also das klassische Bild vom Mann, der recht früh eine Arbeit nimmt, sich eine Frau sucht, heiratet und Kinder mit ihr bekommt, wobei sie die Kinder dann hauptsächlich erzieht. Von diesem Rollenbild hat sich unsere Gesellschaft ja stark weg entwickelt.
[Mehr]Das ist nun auch schon wieder zehn Jahre alt. Wow!
Jeder hat im Laufe seines Daseins in Second Life etliche Sims kennengelernt, die irgendwann einfach den Weg alles Irdischen gingen und verschwanden. Sei es nun Rollenspielsims oder normale. Auch bei mir ist das natürlich nicht anders.
Hier als nun eine unvollständige und völlig subjektive Liste an Sims, die ich einfach vermisse. Man könnte manche sicher auch wieder aufbauen, aber ohne die damalige Community ist es dann auch meistens nicht dasselbe.
Zu neuern Sims wie den deutschen Port Kars, Ar, Turmus und wie sie alle heißen mögen, hatte ich nie einen wirklichen Bezug gehabt, falls die jemand vermissen möge, denn wie schon geschrieben: die Liste ist rein subjektiv.
Mein Lieblingskoch Marco Pierre White, einer der begabtesten Köche der letzten Jahrzehnte und auch sonst eine sehr interessante Persönlichkeit, sagte einmal dies:
Strategy can compensate for lack of talent, but talent nevers compensates for lack of strategy.
Herrlich, der Mann ist immer für solche in leicht verständliche Sätze komprimierte Lebensweisheiten gut. Dies bedeutet: man braucht zum Kochen eine gewisse Strategie, eine Vorgehensweise. Eine gute Strategie und damit handwerkliches Können kann einen Mangel an Talent ausgleichen, aber umgekehrt kann Talent niemals einen Mangel an Strategie ausgleichen.
Was für die Küche gilt, das gilt erst Recht für’s Singen. Jeder von uns wird mit einer einmaligen Stimme geboren, für die er nichts kann, aber mit der er arbeiten muss plus einem gewissen Talent.
Ein mittelmäßiger Sänger, so wie Robbie Williams beispielsweise, kann durch gute Strategie, Ausbildung, handwerkliches Können diesen Mangel an sanglichem Talent durchaus wett machen; umgekehrt aber reicht Talent alleine nicht aus, einen Mangel an Ausbildung auszugleichen.
[Mehr]Ich habe mir gestern die RTL-Dokumentation vom “Team Wallraff” über Burger King angesehen. Alle sind ja nun so entsetzt darüber, wie da gearbeitet wird, dabei war das leider abzusehen.
Dazu nun ein passender Kommentar von Gernot Hassknecht vom Magen-Darm-Rundfunk zu einem ähnlichen Thema, aber eben passend:
“Hauptsache billig und viel, das ist alles, was euch interessiert!” - Recht hat der Mann.
PS: ich frage mich gerade, was da bei RTL los sein mag, denn solche Berichterstattung dort kennt man ja kaum und erst vor knapp 2 1/2 Jahren wurde in der Serie “Undercover Boss” eine einzige Lobeshymne auf Burger King gesungen, als deren Deutschlandchef Andreas Bork in diversen Filialen undercover anheuerte und dann noch den gönnerhaften Firmenchef gab. Faszinierend.