Fracking für den Weltfrieden

Die illusorischen Träume von Reportern und Politikern dieser Tage sind nicht mehr zum Aushalten. Die Eskalation der Lage um die Krim und Ukraine treibt sehr seltsame Blüten, fernab der Realität. Die alten, kalten Krieger sind froh, dass sie ihr Lieblingsfeindbild - den Russen - in Form von Putin wieder haben und wittern Morgenrot, dass es nur so kracht.

Zunächst einmal: Putin muss einem persönlich nicht gefallen, wie er herrscht und was er macht. Persönlich finde ich, dass Wladimir Putin und Angela Merkel erstaunlicherweise sich sehr ähnlich sind, denn beides sind nämlich rational kalkulierende Realpolitiker, die ihr jeweiliges Ziel vor Augen haben und für ihren Machterhalt alles tun. Während Putins Ziel aber vor allem der Erhalt und die Stärkung der Russischen Föderation ist - immerhin ist es sein Verdienst, dass die Einnahmen der Rohstoffe dem Staat zugute kommen und nicht mehr irgendwelchen Privatfirmen - ist Merkels Ziel die Verwirklichung der marktkonformen Demokratie. Schon alleine für dieses Wort hätte sie schon zigfach abgewählt gehört.

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Der Norden nervt einfach

Es ist mal wieder soweit: der Norden im Deutschgor nervt einfach wieder tierisch, eigentlich nervte er ja schon immer gehörig.

Genauer: es nervt einfach, dass es überall Met gibt und dass die selbsternannten Nordmänner, die sich für Nordmänner halten aber wie grenzdebile Dark-Urban-Trottel herumlaufen, die man nicht ernst nehmen kann, ernst genommen werden wollen und mit ihrem Pseudomachowikingergetue sowie dem Lied “Südwürmer sind alles Schwächlinge” allen nur furchtbar auf die Nerven gehen.

Das zeigt einfach wieder einmal nur, dass bei denen nur ein beschränktes Rollenspielsverständnis Marke “auf der Sim gibt es nur die Leute, die als Avatar vorhanden sind” existiert.

Nehmen wir mal Kasra, dort habe ich es in letzter Zeit selbst erlebt, wie drei Pseudonordmanntannen da auf großen Zampano machten, weil sie sich sicher fühlten und damit gehörig selbst blamierten. Wenn man nur die Punkte auf der Karte zählt, dann kann man das vielleicht so machen.

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Gute Filme: der große Diktator

Charles Spencer Chaplin, besser bekannt unter dem Namen Charlie Chaplin mit Melone und Bambusstock, wurde am 16. April 1889 geboren. Vier Tage später kam Adolf Hitler in Braunau am Inn auf die Welt. Die Biographie beider Personen weist einige deutliche Parallelen auf, während Chaplin aber zum Komiker und Weltstar wurde, wurde Hitler zum Diktator des dritten Reichs. Beiden gemeinsam war der zu kleine Schnurrbart und sicher eine gegenseitige Abneigung.

1938 begann Chaplin mit den Planungen für einen Film, der sich um die Nazidiktatur drehen sollte und schonungslos als das entlarven, was sie ist: menchenverachtend, unberechenbar, gewalttätig und gefährlich. Der Film war für ihn eine Premiere, weil es sein erster Tonfilm überhaupt war, obwohl die Technologie schon seit ca. 1930 verfügbar war. Da 1938 in den USA viele noch sich bei Hitler anbiedern wollten, Hollywood inklusive, finanzierte Chaplin den Film komplett selbst, denn in der Form hätte das kein Studio übernommen oder ihm zu sehr verwässert. Chaplin spielte dabei in einer Doppelrolle einen namenlosen, jüdischen Friseur und den fiktiven Diktator Adenoid Hynkel unter dem Zeichen des Doppelkreuzes.

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Gute Filme: 2001 - eine Odyssey im Weltraum

Heute fange ich etwas Neues an, nämlich eine lose Reihe von Filmen, die ich als besonders gut erachte und warum. Den Anfang macht der Science Fiction Klassiker “2001 - eine Odyssey im Weltraum” vom amerikanischen Regisseurgott Stanley Kubrick.

Kubrick alleine ist schon ein Faszinosum an sich: ein US-Bürger, der aber später lieber in Europa lebte und die Fliegerei hasste wie die Pest. Wann immer es für Außenaufnahmen wie in Full Metal Jacket ging, suchte er sich lieber passende Drehorte in einer Umgebung, als an Originalschauplätze zu fliegen. Kubrick galt als Perfektionist, und einen eben solchen Ruf haben auch seine Filme inne. Innerhalb von 45 Jahren (1953 bis 1999) drehte er gerade einmal 13 Filme. Er konnte es sich also aussuchen, welche Filme er drehte.

1968 drehte er den Science Fiction Klassiker “2001 - eine Odyssey im Weltraum”, der auf einer Geschichte von Arthur C. Clarke  basierte. Dieser Film ist absolute “hard science fiction”, also steht im Einklang mit der Physik und vor allem der Weltraum wird vollkommen lautlos dargestellt, was sonst in kaum einem Film seitdem geschah. Ironischerweise ist die bekannteste Figur aus dem Film der intelligente Schiffscomputer HAL-9000, wobei HAL für “heuristischer Algorithmus” gelten soll und nicht als Seitenhieb auf IBM. Nach wie vor ist dies einer der besten Science-Fiction-Filme aller Zeiten, wenn nicht gar nach wie vor der Beste.

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Ich hatte schon verdammt lange nichts mehr über Unheilig...

…was nur bedeutet, dass es um die Gruppe in letzer Zeit recht still wurde und man auch dankenswerterweise im Radio weitestgehend vom Kommerzschmalz des Grafen verschont blieb.

Aber nun ist es wieder soweit: Unheilig ist zurückgekehrt! Und zwar will Unheilig nun in diesem Jahr zum Eurovision Song Contest (früher: Grandprix) nach Dänemark reisen, um da Deutschland zu vertreten. Angeblich hätten die Fans von Unheilig dafür gestimmt! Zunächst aber einmal müssen sie den Vorentscheid bestehen und gewinnen.

So, was sagt uns das? Abstimmungen im Netz sind nichts wert, da kann man immer dran drehen. Unheilig ist nun endgültig im Mainstream angekommen, wer sich dort bewirbt, der ist Mainstream. Entweder wollen sie das Geld, oder brauchen nur die Werbung. Wie auch immer.

Es zeigt nur, dass sich Unheilig von seiner ursprünglichen Fanbase so weit entfernt hat, wie es nur irgend geht, und zwischen den Beiden wird das auch nie mehr was im Leben werden. Damit sind sie zum Erfolg in der aktuellen Lage verdammt.

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Die Piraten - klarmachen zum Kentern!

Liebe Piraten,

eine Zeit lang war es ja wirklich schön mit euch. Ihr hattet tolle Ideen, die richtigen Ideale und wolltet viel in der Politik bewegen. Ihr habt frischen Wind in die verkrustete Politiklandschaft Deutschlands gebracht, es aus dem Stand sogar in viele Landesparlamente geschafft, Netzpolitik, das war euer Ding, Basisdemokratie, genau, Liquid Feedback und ihr wolltet alles besser, transparenter, schöner machen als der Rest der etablierten Parteien.

Eine Zeit lang ist euch das auch gelungen, und ihr hattet für eine junge, politische Kraft eine beachtenswerte Siegesserie in den Länderparlamenten gehabt. Eure Gründung jährt sich in diesem Jahr zum achten Mal, und von dem anfänglichen Schwung und Elan ist leider nicht mehr viel übrig geblieben.

Ihr habt leider bis heute nicht verstanden, dass die eigenen Vorstellungen und Ideen noch so gut sein können, wie es nur geht, solange man keine vorzeigbaren Köpfe hat, die diese medial gut präsentieren können, geht man irgendwann eben unter. Oder noch schlimmer, wenn man die falschen unvorzeigbaren Köpfe hat, die sich aber nur allzu gerne zeigen, dann macht einen der politische Gegner nur zu leicht fertig, wo es nur geht. Diesen unvorzeigbaren Kopf gab es leider bei euch und sein Name ist Johannes Ponader. Dieser Mann hat euch, eurer Partei und euren Ideen mehr geschadet, als euch lieb sein kann und ihr habt wahrscheinlich bis heute überhaupt nicht begriffen wie sehr, denn ansonsten hättet ihr den längst nicht solange in seinem Parteiamt machen lassen.

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Back to the future

Fraglos ist das Parlament als ‚Legislative‘ und als Körperschaft, in der Volksinteressen gesetzgeberisch Ausdruck finden sollten, gegenüber der ‚Exekutive‘ bis zur Bedeutungslosigkeit herabgesunken. Es ist nicht mehr in der Lage, selbständig Entscheidungen zu treffen, da es als Ganzes nicht mehr an den konkreten Vorbereitungen der Gesetze und an der Aufarbeitung des Materials beteiligt wird.

Auch im Parlament bilden sich oligarchische Zentren, die den größten Teil der Abgeordneten aus dem engeren Informationskreis ausschließen und so den Eintritt in den eigentlichen Entscheidungsmechanismus verwehren. …

Überall in der westlichen Welt kann - hinter der Fassade verfassungsmäßig ausgewogener Gewalten- und Kompetenztrennungen - eine weitgehende Symbiose der Parlamentsführung mit den Spitzen des Exekutivapparates beobachtet werden… Der ‚harte Kern‘ des Parlaments wird jedoch nicht entmachtet. Nicht alle Entscheidungen werden ‚anderswo‘ getroffen, da ein Teil der entscheidenden Gruppen wenn nicht als Parlament, so doch im Parlament wirkt. …

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Ach diese bösen Schweizer...

Wat sind wir Deutsche nun darüber empört, ja EMPÖRT!, dass die Schweizer mit uns Deutschen verfahren wollen wie die Deutschen sonst gerne mit Leuten aus Rumänien&Co. verfahren würden. Ha ha und ha.

Im Grunde will die Initiative das, was Deutschland auch gerne hätte, aber sich bisher zu schade ist, das wirklich zu praktizieren: eine gelenkte Zuwanderung. Nicht mehr und nicht weniger. Das macht das Land weder per se ausländerfeindlich, überhaupt sollte da Deutschland bei sowas lieber schön ruhig sein (man schaue sich nur mal die Kampagne gegen Griechenland im Stürmer v2, also der BLÖD an), noch sonst was. Das Volk hat entschieden und da soll man nun mal nicht so einen Bohau darüber machen.

Interessanter als das, was in der Schweiz passiert, ist für mich gerade die Frage, was man bei uns politisch vertuschen will und deswegen lässt man das gerade so hoch kochen. Irgendwelche Ideen außer den neuen Stromtrassen?

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