Heute auf Tuliptree
Geschrieben am Oktober 3, 2013 | 1 min | 34 Wörter | bart | 7
In den Medien gibt es momentan ein viel gerittenes Modewort, das mit einer gewissen Wollust gesprochen wird: Work-Life-Balance! Klingt gut, klingt toll und ist dabei ein total alter Hut. Glaubt ihr nicht? Dann schaut euch mal das Plakat hier an, was der DGB in den 50ern brachte:
Ja, Samstags, da gehört der Vati mir! Das war eine Kampagne, die der DGB in den 50ern gegen den Umstand erfolgreich fuhr, dass für viele Arbeiter in den 50ern der Samstag noch ein ganz normaler Arbeitstag war. Wenigstens einen Tag neben dem Sonntag aber sollte der Vater mal völlig alleine dem Sohnemann gehören und nicht bis in die Puppen malochen müssen. 1950 betrug die durchschnittliche Arbeitszeit die Woche noch 48 Stunden, und da kann sich jeder ausrechnen, was das denn so für eine Familie bedeutet hat. 1956 erfolgte dann allmählich der Übergang zur 40-Stundenwoche.
[Mehr]Es gibt ja seit einiger Zeit eine neue Bewegung in der Blogosphäre, weg von dynamischen Blogengines, die eine Datenbank und PHP/Perl/Python/Whatever benutzen wie MySQL, hin zu statischen Seiten. Die Idee dahinter ist einfach die folgende: statische Seiten werden viel schneller vom Webserver ausgeliefert (i.d.R. 1/10 der Zeit, die man für das Generieren einer Seite wie hier benötigt, daher nutzt dieses Blog auch einen Cache), was statisch ist, kann nicht gehackt werden und es ist viel einfacher zu sichern.
Also gibt es nun einen Haufen von Generatoren für statische Seiten wie Octopress, Jekyll, Pelican und viele, viele mehr. Meist ist diesen Generatoren gemein, dass die Seiten lokal auf dem Rechner des Benutzers gerendert und dann per FTP hoch geladen werden. Manche benutzen Git als Speichersystem, andere nur das Dateisystem und bei vielen dieser Programme werden die Artikel in striktem Markdown geschrieben. Im Prinzip also erst einmal eine schöne Sache.
[Mehr]Was ist eigentlich an Second Life das Interessante? Doch nicht die Plattform an sich. Die Plattform stellt uns lediglich die Möglichkeiten zur Verfügung, Inhalte zu bauen, anzubieten und zu genießen. Nein, das Interessante an Second Life ist der Schaffensdrang des menschlichen Geists!
Wie bei einer leeren Leinwand, so ist Second Life auch erst einmal nur das und erwacht durch den menschlichen Schaffensdrang zum Leben, wird lebendig, ein pulsierendes Panoptikum der Phantasie. Und genau diese, die man hier in all ihren Facetten bewundern, bestaunen und manchmal auch nur einfach komisch finden kann, ist es, die in Wirklichkeit Second Life nach wie vor interessant macht. Gäbe es das alles nicht mehr, dann wäre Second Life schon längst Geschichte.
So aber ist jeder sein eigener Held in seinem eigenen Film, mancher auch mit mehreren Rollen, und schreibt an seiner eigenen Geschichte. Und das kann dauern.
Da war ich letzten Freitag mal wieder im Dark Refuge und denke mir: “Oh, da ist ja Kristina Simon… endlich mal jemand, der in Second Life noch älter ist als ich.” - und dachte dabei, irgendwas habe ich vergessen, aber was? Kurz ins eigene Profil geschaut und - richtig - ich hatte am Mittwoch, den 25.9. meinen 7. Rezzday. Ja, soweit kommt es schon mit Opa.
Anstelle des üblichen Salbaders und Blablabla zu dem Thema nur so viel: es war schön bisher, und ich denke, es wird auch die nächste Zeit in Second Life schön sein. Ich werde es erleben!
Nach der Wahl am Wochenende kann ich gar nicht so viel essen, wie ich gerne kotzen würde. Angela Merkel geht unangefochten in ihre dritte Amtszeit und ist nun endgültig Chefin im Ring, das ist nun genau das, was Europa und Deutschland nicht gebraucht hat: Madam Lahmhand, die die Krise weiter verschleppt und ausbaut, indem sie allen ihre total deplazierte Austeritätspolitik aufzwingt anstelle sie zu beseitigen. Hossa.
Das einzig erfreuliche am Wahlausgang ist, dass die unsägliche Selbstbereicherungspartei FDP verdient aus dem Bundestag geflogen ist. Die haben bekommen, was sie verdient haben.
Ebenfalls verdient sind die Piraten nicht in den Bundestag gekommen. Nachdem sie es geschafft haben, sich wegen der Debatte um ihren damaligen arbeitslosen Geschäftsführer Ponader selbst zu zerlegen, dem sie kein Gehalt zahlen wollten und danach nicht wieder neu zu formieren, haben sie bekommen, was sie verdient haben.
Die Grünen haben ebenfalls verdient Stimmen abgeben müssen, und hoffentlich bleibt uns nun die dauerempörte Schreckschraube Claudia Roth fortan im Fernsehen erspart.
[Mehr]Dieser freundliche Rapper hier ist MC Fitti (gesprochen Ämm Si Fitti), die Neuentdeckung des Jahres. Oder so. Angeblich ist das hier der Sommerhit 2013. Nun ja, bisher lief das völlig an mir vorbei, aber es hat bei Youtube schon über zwei Millionen Klicks. Der gute Mann ist übrigens gelernter Elektroinstallateur. Sollte sein Ruhm also mal vorbei sein, dann fällt er immerhin in kein berufsmäßiges Loch.
Damals, als die Atombombe noch neu war, da waren die Politiker und auch viele Wissenschaftler davon überzeugt, dass diese nicht nur für das Militär nützlich sei, sondern sich auch zivil einsetzen lasse. Man hatte große Pläne für eine zivile Nutzung der Atombomben und schmiedete einen Haufen, mehr oder minder heutzutage leicht schon größenwahnsinnig anmutender Pläne, wie man denn mit Hilfe von Atombomben die Zukunft um einiges schöner gestalten könne.
Natürlich mag man da einwenden: was ist an einer Bombe schon großes dran? Es macht Bumm und das Ding geht in die Luft. Richtig. Aber die Planung, was man mit den Folgen der Explosion anrichten kann, waren dann doch schon interessant.
Project Chariot Die Amerikaner beispielsweise wollten 1958 durch Zündung einer Reihe von nuklearen Sprengkörpern in Alaska einen künstlichen Hafen schaffen. Project Chariot nannte sich der Plan, der Teil einer größeren, nationalen Anstrengung namens Operation Plowshare (Plugschar) war.
[Mehr]…oder: warum, oh warum hat Linden Research Annmarie Otoole nicht schon längst mit allen Zugängen aus Second Life rausgeworfen?
Fakt ist: die Frau ist mit ihren automatischen Vehikeln auf dem Mainland seit Jahren bereits ein extrem großes Ärgernis. Was sie macht ist höchst fragwürdig und Linden Research ändert sogar den Servercode, um ihre Vehikel zu unterbinden.
Vermutlich wird es danach nicht lange dauern bis sie eine neue Lücke gefunden haben wird, ihre Vehikel weiterhin auf Reisen schicken zu können. Das ist der Wettlauf zwischen dem Hasen und dem Igel, nur dass komischerweise die Lindens freiwillig den Igel spielen, wo sie problemlos der Hasenschlächter sein könnten.
Fakt ist auch, dass andere Benutzer schon für deutlich weniger Banns bis Sperren bekommen haben.
Daher die Frage: was hält die Lindens davon ab sie endlich rauszuwerfen?
Und das isser, Peer Steinbrück, der King of Kotelett, bitte sehr:
Nun jut. Das TV-Duell Steinbrück gegen Merkel war so unterhaltsam und informativ wie Prinz Valium gegen Prinz Valium. Routinierte Schwurbelpolitiker, die einfach nur ihre einlullenden Thesen unters Volk bringen und zahme Kuschelhündchen, die sich Politjournalisten schimpfen dabei aber in Wahrheit den Politikern aus der Hand fressen.
Stefan Raab als Exot, der damit nicht sein Geld verdient und auch unabhängig von den Politikern ist, konnte es sich leisten, ein wenig ausfallend zu werden. Die Erwartungen an ihn waren recht gering, dabei ist der Mann durch und durch Profi und bereitet sich auf alles, was er anfasst, vor.
Dazu kommt das hämische Herumreiten in den Medien darauf, dass er ja “nur” Metzgergeselle sei. Dass er auch einige Semester Jura studiert hat wird dabei mal eben so locker unter den Tisch fallen gelassen.
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