Lavabit macht zu

Nun wird euch der Name Lavabit absolut nichts sagen und von euch dürfte keiner wissen, was diese Firma getan hat. Da ist Abhilfe angesagt.

Lavabit war ein Freemailanbieter in den USA, der von einigen Leuten geschrieben worden ist, die mit dem Datenschutz von Gmail unzufrieden waren. Gmail speichert ja alles im Klartext und scannt Emails durch zur Anzeige nach Emails. Nun speichert Lavabit zwar prinzipbedingt auch alle EMails auf seinen Servern, verschlüsselt diese aber automatisch für die Benutzer. Wenn jemand nur die Server in die Hand bekommt und kennt das Passwort zum Öffnen des Schlüssels nicht, dann hat er lange zu tun, denn die benutzen da Schlüssel in Militärstärke.

Und so jemand sind eben nun die NSA. Edward Snowden hatte Lavabit eingesetzt, und da es eine US-Firma ist, sprachen die entsprechenden Behörden eben mal mit dem Hammer vor. Wer noch glauben sollte, die USA seien da auch nur in irgendeiner Art und Weise so etwas wie ein Rechtsstaat, der irrt.

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Stichtag fürs Server Side Appearance Rollout: 9. Juli!

Das hier ist ein Datum, das sich jeder Benutzer von veralteten Viewern wie Phoenix und dergleichen gut merken sollte: der 9. Juli 2013.

Wie vom gewöhnlich gut unterrichteten Firestorm-Entwicklungsteam zu erfahren ist, plant Linden Research die endgültige Einführung des lange angekündigten Features der Server Side Appearance (SSA), einer Verbesserung im Rahmen des Project Sunshines, ab den 9. Juli 2013 oder kurz danach.

Wer ab diesem Datum also noch immer einen Viewer wie Phoenix benutzen sollte, der die dazu notwendigen Programmroutinen nicht enthält, wird fortan auf dem Grid nur noch haufenweise graue Avatare sehen. Es kann also keiner sagen, er wisse nicht Bescheid, denn SSA ist schon lange genug in der Mache und Linden Research hat schon lange genug angekündigt, was SSA bedeuten wird und dass es kommen wird.

Nun sind offensichtlich alle bösen Bugs eliminiert und SSA ist bereit für seinen großen Auftritt. Man darf gespannt sein, ob die Verbesserung der Qualität wirklich so drastisch ausfallen wird, wie Linden Research sich das erhofft und angekündigt hat.

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Alles so schlecht hier und überhaupt

Die Firestorm Version 4.4 stößt bei vielen gerade auf wenig Gegenliebe. Der einfache Grund: sie ist relativ fehlerhaft und macht keinen Spaß. Das kann bei einem Opensourceprojekt schon mal vorkommen, vor allem wenn die Firma Linden Research eben Druck macht und man gewisse Sachen einfach drin haben muss, wenn sie den Schalter umschalten.

Nun gibt es dazu passend auch den entsprechenden Heulthread in Slinfo. Sehr schön.

Was ich bei all diesen Sachen immer nie verstehe, ist folgendes: wenn alles so schlecht ist, und dieser Viewer so furchtbar - wieso benutzt man ihn dann noch? Es gibt genügend andere Viewer, die man genau so gut benutzen kann und wenn man mag, kann man ja auch die ältere Version benutzen. Alles kein Problem.

Und wer meint, Second Life sei voller Fehler und nur noch schlecht - was macht er dann noch hier? Warum ist er nicht schon gegangen? Es zwingt einen keiner dazu, Second Life zu benutzen, wenn man es nur noch unerträglich findet und es zwingt einen keiner dazu, einen Viewer zu benutzen, den man nicht mag.

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Opensim: mit Volldampf in die Vergangenheit!

Opensimulator hat ein schönes Feature namens Hypergrid. Das bedeutet kurz gesagt, dass egal wo man hingeht immer sein eigenes Inventar mitnehmen kann und - mehr noch - externe Sachen im eigenen Inventar landen. Das ist eine nette Sache und funktionierte anfangs recht gut.

Die Implementierung stammt von Diva Canto und die erste Version hieß Hypergrid 1.0. Diese war als Proof of Concept gedacht und lief dafür schon recht gut. Sie hatte allerdings einen konzeptionellen, großen sicherheitstechnischen Fehler: der fremde Simulator sah das komplette Inventar des Besuchers und der Assetserver des Besuchers arbeitete treudoof ohne die Überprüfung der Legitimität jedwede Anweisung des fremden Simulators ab. Das konnte einfach das Einpacken eines neuen Objektes sein, aber auch Löschanweisungen.

Da es keinerlei Sicherheitsüberprüfungen gab, war und ist es mit dem Stand von Hypergrid 1.0 möglich, dass ein fremder, bösartiger Server mein komplettes Inventar mal eben so löscht und ich selber bekomme das gar nicht mit. Nun sagen viele: weit hergeholt und davon habe ich noch nie etwas gehört. Tja, aber Jungs und Mädels, nur weil ihr es noch nicht erleben musstet heißt das noch lange nicht, dass es unmöglich ist. HG 1.0 hat einfach sicherheitstechnisch genau dieses riesengroße Loch in Form eines offenen Scheunentors, und ich bin mir sicher, keiner wird dafür die Hand ins Feuer legen, dass nicht doch irgendwo da draußen solche Simulatoren sein könnten und wenn man die dann besuchen sollte, dann hat man eben Pech gehabt!

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Designing Skyrim

Joel Burgess hat bei sich einen extrem interessanten Artikel auf Englisch veröffentlicht, wie Bethesda Game Studios beim Entwerfen von Skyrim modular vorgeht. Wer schon immer mal wissen wollte, welche Art von Baukastensystem da vorherrscht und welchen Aufwand man dafür betreiben muss, der sollte es unbedingt mal in einem ruhigen Moment lesen. Es ist höchst interessant, wie da ein mit 90 Personen recht kleines Team eine solch große Spielewelt gestalten konnte, wofür andere Spiele deutlich größere Entwicklungsteams beschäftigen.

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Einige Details zu High Fidelity

Philip Rosedale baut ja nun an der nächsten Generation von virtuellen Welten mit einem neuen Startup, das er “High Fidelity” getauft hat. High Fidelity oder auch kurz Hi-Fi ist bisher ein im Audiobereich bekannter Begriff, der eine besondere Wiedergabetreue des Verstärkers mit Abspielgerät plus Lautsprecher von Aufzeichnungen kennzeichnet. Festgelegt wurde dieser Standard als DIN 45500 in den 60ern, früher war er etwas besonderes, heute dagegen erreicht jede Noname-Soundkarte für 20 Euronen bereits mühelos diesen Bereich!

Das Neue an Rosedales Projekt sind vor allem zwei Dinge: erstens will er mit Voxeln arbeiten und zweitens soll es eine Art verteiltes, dezentrales Netz werden, an dem jeder teilhaben kann und für das Bereitstellen von Rechenzeit dann sich so virtuelle Münzen verdienen können. Bitcoin und Peer to Peer lassen grüßen!

Beide Techniken sind an und für sich schon ein alter Hut und verteile Währungen so ein Thema für sich, was aber ist das interessante an Voxeln? Voxel selber sind ein alter Hut in der Spielebranche, es gab durchaus eine Reihe von Spielen, die diese einsetzten, wie 1992 beispielsweise Comanche, eine Hubschraubersimulation bei der Voxel die Landschaft zeichneten. Gehalten haben sich die Voxel bisher in der Medizintechnik, während sie in der Spielebranche lange Zeit ein Nischendasein fristeten, weil die gängige Grafiktechnologie auf Polygone setzt und Voxel im Einsatz so einige Probleme mit sich bringen.

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Warum braucht Second Life eigentlich Serverside Baking?

Dazu äußerte sich Oz Linden wie folgt:

There are so many possible failure modes and performance bottlenecks in client-side baking that solving one of them is almost insignificant

Auf Deutsch: es gibt so viele Fehlerquellen und Leistungsengpässe im clientseitigen Baking, dass es nicht ausreicht nur einen davon zu beheben.

Anders gesagt: das bisherige System ist solch ein Mist, dass es einfacher ist es komplett rauszurupfen und durch ein neues zu ersetzen als daran einzelne Fehler zu beheben, denn das wäre nur Flickschusterei.

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Es ist für Phoenix-Benutzer mal langsam an der Zeit über einen neuen Viewer nachzudenken

Wir erinnern uns: Phoenix ist seit Anfang des Jahres tot wie ein Dodo. Da kann und wird keinerlei Weiterentwicklung stattfinden, da Firestorm nun das einzige Projekt der Macher ist. Ich kann sie gut verstehen, dass sie ihren Zombie endlich beerdigt haben und froh darum sind.

Nun macht Linden Lab mit seinen Änderungen im Simulatorbereich langsam, aber sicher ernst, und erste neue Features wie die neuere HTTP-Bibliothek sind bereits auf gewissen Servern live. Da wird es auch nicht mehr lange dauern, bis das Serverside Baking (SSB) kommt und damit dann veraltete Viewer wie Phoenix die Avatare nur noch in schickem Grau sehen werden.

Also ist es langsam aber sicher für die Phoenix-Benutzer an der Zeit, ihren Phoenix in den wohlverdienten Ruhestand zu schicken und über einen geeigneten Ersatz nachzudenken. Wer sich mit Firestorm und dem Interface nicht anfreunden kann (obwohl es ein Phoenix-Skin hat!), der sollte sich mal den Cool Viewer von Henri Beauchamp oder Singularity Viewer 1.8.0 anschauen. Beide sind auf diese kommenden Änderungen nämlich vorbereitet und werden ihre Benutzer da nicht im Stich lassen.

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