Es ist Gor und ab heute sogar in Farbe!

Momentan ist ja in der Bloggeria die große Jammerwelle ausgebrochen. Alles ist schlecht, alles nur arschig, früher war sowieso alles besser und auch ansonsten scheint es nur noch von hirntoten Zombies und Scheintoten bevölkert zu sein. Halleluja!

Meine Fresse, da frage ich mich wirklich, was ich falsch mache, denn irgendwie berührt mich das gar nicht. Ich bin seit August 2010 mit Belnend in einer netten Gruppe, da gut integriert und meistens komme ich da inzwischen wieder kaum von der Sim runter, denn so tobt da gerade das Leben. Ich habe - ja, man mag es kaum glauben! - tatsächlich RP und auch dann, wenn ich da bin und ansonsten auch, und was noch wichtiger ist: ich habe meinen Spaß daran.

Wenn ich über etwas reflektiere, dann fülle ich das ins Blog, wenn ich spiele, spiele ich, da wird nicht groß diskutiert sondern mehr gemacht und fertig. Damit bin ich bisher sehr gut gefahren.

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Der goreanische Frauenüberschuss

Ich weiß nicht, wie es in vielen Gruppen aussieht, aber bei den Gruppen (ohne Panther jetzt, weil da prinzipbedingt), die ich momentan kenne, gibt es in der Mehrheit einen gewaltigen Frauenüberschuss. Woher dieser kommt kann ich nur erahnen, wirklich griffige Theorien darüber habe ich nicht, aber er ist durchaus vorhanden.

Nun ist mit Frauenüberschuss genauer gemeint, dass in einer Gruppe die Anzahl der weiblichen Avatare egal in welcher Rolle (freie Frau, Sklavin, …) überwiegen und die Männer in der Unterzahl sind. Es könnte ja sein, dass die Mehrheit der Männer lieber als Panther unterwegs ist und sie daher fehlen. Dass die Rolle des Mannes auf Gor beschränkter in der Bandbreite ist als die der Frau ist ja hinlänglich bekannt.

Nun bringt ein solch gewaltiger Frauenüberschuss auch immer gewisses Konfliktpotential mit sich. Keiner spielt auf Dauer wirklich gerne alleine, ein neuer Mann wenn er sich in der Stadt oder gar Gruppe blicken lässt wird erst einmal zum Kampfobjekt für alle “ledigen” Frauen, um das man sich mitunter regelrecht auch mit teilweisen unschönen Mitteln balgt und mutiert zum Hahn im Korb. OOC ist dabei einiges mit drin, wie Neid, Eifersuchtsdramen und Versuche, bei X den Mann Y auszuspannen. Die Eifersuchtsdramen sind dabei besonders weit gefächert, das beginnt schon damit, wenn es die freie Gefährtin ihrem Manne krumm nimmt, wenn er mit einer freien Sklavin der Gruppe Spaß haben will, über die Gefährtin gibt auch die Sklavin ihres Mannes bis zu “Sag mal X, wieso blockierst du eigentlich deinen Gefährten so, du hast ihn nun lange genug gehabt, löse doch mal die Gefährtenschaft endlich auf.” und vieles mehr. Frauen sind da ja sehr kreativ, was solche Sachen anbelangt und manche haben wirklich ein sehr großes Dramenpotential.

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Gor als Wunschkonzert

Georg beschrieb es schon bei sich drüben und auch Zasta hat etwas in der Richtung (nur inzwischen wieder gelöscht): manche betreiben Gor als eine Art Wunschkonzert, ob nun unabsichtlich oder nicht. Fakt ist, die Bücher lassen natürlich eine Menge Interpretationsspielraum zu und vor allem wird sicherlich nicht jeder Furz darin beschrieben, wieso auch, das wäre ja langweilig und würde keinen interessieren. Bücher wollen verkauft werden, also rein mit Sex, Sex und noch mehr Sex - fertig ist die Laube.

Schwierig wird es nur, wenn man beginnt, die Grenzen des Plausiblen stark zu dehnen, denn dann wird es auf einmal nahezu beliebig, was man sich alles auf Gor vorstellen könnte, weil - und jetzt kommt das Totschlagargument - es ist ja denkbar. Damit kann man selbst den hanebüchensten Schwachsinn noch auf Gor einführen und es wird daraus eben irgendwas, aber nicht mehr Gor.

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Kurz notiert...

Maya-Tempel.
Maya-Tempel.

Ich war kurz zu Besuch auf der Sim Scagnar. Die beiden vorherigen Gruppen (Outlaws&Thorvaldsländer) sind woanders hingezogen, jetzt haust dort ein Pantherstamm. Die Sim hinterlässt dabei für mich ein extrem zwiespältiges Bild.

Einerseits ist der Wald wirklich sehr gut gemacht, andererseits hat der Stamm offensichtlich eine sehr starke Liebe zu Maya-Tempeln, anders kann ich mir das nicht erklären, wieso der frühere Maya-Tempel nun dort noch gleich einen Zacken bombastischer und prestigeträchtiger hingebaut wurde.

Keine Frage, es sieht sehr schön aus und ist mal etwas jenseits der üblichen Festungen, obwohl man auch sicher aus dem eine gute Festung machen kann, aber so etwas ist für mich nicht Gor.

Andererseits könnte Norman noch irgendwann mal die Mayas auf Gor einführen (wer weiß, wie lange der rüstige Schreiberling noch seine Fans mit neuen Büchern beglücken wird), und dann ja dann, obwohl - nein, für mich passt das trotzdem von vorne bis hinten nicht.

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Der Egoplayer

Der gemeine Egoplayer oder: bin ich nicht schön?
Der gemeine Egoplayer oder: bin ich nicht schön?

In einer Diskussion ob buchnah und was das zu bedeuten hat oder auch nicht entstand neulich ein neuer Begriff: der Egoplayer.

Gemeint ist mit dem Begriff jemand, der mit aller Gewalt zu seinem Spiel kommen will und zwar in der Art und Weise, wie er/sie es haben will und wenn seine Art nicht zieht sorgt er meistens dafür, dass sich seine Art irgendwie durchsetzt. Das bedeutet wenn er/sie online geht, und sei es nur für eine halbe Stunde, dann kann und will er/sie ohne RP nicht sein und schreit lautstark rum, wenn sich um ihn herum absolut nichts tut.

Dazu kommt, dass es für ihn nur eine Vorstellung von Rollenspiel gibt, nämlich die seine, alles andere ist ja nur Mumpitz. Das deckt sich dann mit buchnah, aber der Egoplayer geht ja noch darüber hinaus. Der Egoplayer an sich geht nicht unbedingt dann das wahre Gor predigend durch die Lande, aber wenn ihm etwas missfällt, dann macht er das längst nicht nur in character aus, sondern meldet sich auch oft meistens sehr schnell in IMs und teilt einem das OOC mit, was er gerne hätte. Mitunter dient er sich auch regelrecht an, was beim Spielpartner nicht unbedingt auf ungeteilte Gegenliebe stoßen mag. Es kann auch sein, dass der Egoplayer noch RPs verbiegt oder ignoriert, wenn ihm etwas nicht wirklich in den Kram passt, aber das ist nicht zwingend noch wird das jeder Egoplayer tun. Die Pflege des eigenen Egos steht dabei vielmehr wirklich im Vordergrund.

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Der eigentliche Tod des Tods im Rollenspiel ist zu viel OOC-Trouble!

Wir alle kennen das Spannungsfeld zu Genüge: einerseits heißt es ja, Gor sei eine drakonische Welt, auf der die Todesstrafe durchaus alltäglich ist und jeden treffen kann. Also ist es eine Sache, mit der man im RP durchaus rechnen muss, sofern es der Charakter zu bunt treibt, aber sonst auch. Andererseits aber wird ein Tod, selbst wenn er einvernehmlich sein sollte, wirklich kaum ausgespielt. Das liegt vor allem daran, dass solch ein RP in mindestens 50% der Fälle zuverlässig längere, enervierende Diskussionen nach sich zieht, die sich mitunter über Tage hinziehen können und die wirklich keinem richtig Spaß machen.

Das RP selber hat man vielleicht in zwei Stunden locker durch, aber die Diskussion danach kommt tröpfchenweise immer mal wieder und wieder über mehrere Tage. Dabei passiert es dann oft genug, dass man sich erklären muss, wie man nur so barbarisch sein kann, sowieso und überhaupt - was mit der Hauptgrund ist, warum so etwas wirklich kaum richtig ausgespielt wird.

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Lebe mit den Folgen deines Handelns!

Eigentlich ist es ganz einfach: man hat es grossteils selbst in der Hand und entsprechende Aktionen erzeugen fast immer irgendwelche Reaktionen. Nur hat man es bei den Reaktionen nicht immer in der Hand, wie diese ausfallen, noch gefällt es einem mitunter, was man da auf einmal für einen rauen Gegenwind geliefert bekommt. Oft kann das um einige Zacken heftiger sein als das, was man sich persönlich erhofft oder erwünscht hätte, aber das wird man niemals völlig regulieren noch gar bremsen können.

Wenn einem so etwas mitunter nicht gefällt, dann sollte man einfach wirklich seine anfänglichen Handlungen lassen und gut ist es, denn man wird ja nicht gezwungen, so zu agieren. Wenn man es dann doch tut, so sollte man auch die Folgen seines Handelns ertragen und gut ist es. Alles andere ist nicht unbedingt konsequentes Rollenspiel, sondern mehr Spiel unter dem Motto “Wünsch Dir was!” und nicht immer wirklich gut.

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Thing vorbei, neuer High Jarl: Sheridan

Das Thing ist nun vorbei und als neuer High Jarl wurde mit beeindruckender Mehrheit Sheridan gewählt. Schön, schön. Die meisten Wettbewerbe gewann Mel, das verwundert so wohl auch kaum einen wirklich.

Nun stehen auf den Sims die Aufräumarbeiten an und die eigens fürs Thing angemietete sowie angedockte Sim Playground - ich liebe diesen Namen, er passt einfach wirklich - wird wieder von Hrungnir verschwinden, was auch kein Wunder ist, da sie nicht mehr gebraucht werden wird.

Was bleiben wird ist die Erinnerung an eine RP-Veranstaltung, die es in dieser Größe und Länge bisher kaum gegeben haben dürfte sowie der neue High Jarl natürlich. Es war eine friedliche Veranstaltung mit sehr mächtigen Bildern, auch wenn man sich bei vielen selbsternannten Thorvaldsländern schon fragen musste, in wessen Kleiderschrank diese denn gewütet hatten, da das alles andere als nach Thorvaldsland aussah. Aber gut, das hat schon Georg bei sich drüben auch noch um einiges länger beschrieben. Man kann es auch so sehen: endlich hatten diese Freizeitthorvaldsländer mal Gelegenheit am lebenden Beispiel zu sehen, wie man sich wirklich nordisch akkurat kleidet, und vielleicht färbt das ja auf den einen oder anderen doch ab. :)

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Sie lernen es einfach nie...

Gerade gab es mal wieder eine der typischen Standarddiskussionen auf GaD, wo darüber diskutiert wurde, ob eine freie Frau als Söldnerin buchnah sei. Dazu wurde mal wieder das Schlagmichtotzitat rausgekramt, das da lautet:

I turned my attention to the auburn-haired girl. “Are you well paid?” I asked. “Yes,” she said. “Do you understand the nature of the cause in which you work?” I asked. “Of course,” she said. “I labor in the cause of Sidney Anderson.” “You are a true mercenary,” I smiled. “Yes,” she said, proudly, “I am a mercenary.” She loked at me. “Do you think a woman cannot be a mercenary?” “No,” I said, “I see no reason why a woman cannot be a mercenary.”

Was soll man dazu schon noch sagen ausser das, was ich dann auch im Kanal abliess?

Also es gibt ein Zitat, das bei weiblichen Söldnern immer hochgehalten wird, die 10000 anderen gefühlten Seiten beschreiben darüber, wie Männer auf Gor kämpfen und das beherrschen. Da soll sich jeder selbst mal ausmalen, wie relevant das ist.

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Einige grundlegende Thesen zum Rollenspiel an sich

Rollenspiel bedeutet Kopfkino. Alle wollen es gerne haben, aber nicht jeder beherrscht es gleich gut noch sind die Auffassungen darüber gleich. Aus meiner nun inzwischen reichlichen Erfahrung einige grundlegende Thesen zum Rollenspiel an sich:

  1. Es gibt kein Rollenspiel auf Knopfdruck! Seien wir ehrlich, gäbe es das, dann wäre alle Welt froh und glücklich, jede Sim stark bevölkert und keine Konkurrenz, sondern nur ein Miteinander.
  2. Keiner hat einzig und alleine darauf gewartet, dass du zu ihm kommst noch muss sich jedes RP nur um dich drehen! Wenn du gerade wo dazustösst, wird keiner nur darauf gewartet haben, dass du als rollenspielerischer Heiland die Leute von ihrer Langeweile erlöst, sondern diese werden sich auch anderweitig beschäftigen zu wissen. Warte einfach ab, bis du an die Reihe kommst!
  3. Wir spielen alle Mit-, nicht Gegeneinander! Das bedeutet, dass man auch mal verlieren können sollte, denn zum nur ständigen Gewinnen braucht es kein Rollenspiel.
  4. Beherrsche das Setting und kleide dich entsprechend! Eigentlich, so sollte man meinen, ist das eine Selbstverständlichkeit, aber häufig ist das leider nicht der Fall, dazu gehört auch, dass man sich in seiner Rolle auskennt - z.B. wird im direkten Zweikampf gegenüber einem Krieger ein Schreiber fast immer verlieren.
  5. Bastele dir zu deinem Charakter eine passende Hintergrundgeschichte! Keine Rolle wird wie Kai aus der Kiste geboren, erfinde eine kleine Geschichte woher er kommt, wie er wurde, was er ist usw.usf., darauf lässt sich dann aufbauen.
  6. Superhelden sind strunzlangweilig, also gönne deinem Charakter ein paar Macken! Makellos glatte Rollen sind doof und auf Dauer wird mit denen keiner spielen wollen, gönne deinem Charakter einige, interessante Macken, darauf lässt sich aufbauen.
  7. Du hast kein Recht oder gar einen Anspruch auf Rollenspiel! Anders gesagt: wenn dir jemand lieber aus dem Weg geht, dann musst du damit leben und umgekehrt, keiner kann von dir fordern, dass du mit jemandem unbedingt spielen musst, umgekehrt aber gilt auch dasselbe.
  8. Trenne IC und OOC ausreichend! Eine Rolle ist genau das: eine Rolle. Lerne sie als das anzusehen, und nimm nicht alles, was dir dann im RP passiert, OOC persönlich. Das sind zwei völlig verschiedene Ebenen, also sei zu deinem Gegenüber OOC immer höflich, auch wenn er dich IC übelst beleidigt hat, das sind zwei völlig verschiedene Ebenen!
  9. Wähle deine Limits mit Bedacht, zu viele Limits stören das Spiel gewaltig! Völlig IC und OOC zu trennen ist ja unmöglich, daher gibt es Limits, was sinnvoll ist. Eigentlich ist das daher auch ganz einfach verstehen: zu viele Limits stören das Spiel anderer, z.B. wenn du gefangen bist und hast als Limit “Kein Collar/kein Haarschnitt”, was soll dann die Panther mit dir machen? Solch ein eingebauter Gottmodus wird von vielen Leuten mit Recht äußerst ungern gesehen, verzichte lieber also darauf. Wenn dir wirklich etwas gegen den Strich läuft, dann sag das deinem Gegenüber per IM rechtzeitig, redet darüber und lenkt wie vernünftige Erwachsene, die wir alle sein sollten, das Spiel in eine Richtung, mit der du leben kannst und euch beiden machbar erscheint.
  10. Jeder sollte genau die Rolle spielen, die ihm gefällt, wähle sie daher sorgfältig! Wer z.B. ein Problem hat, als Sklavin zu dienen, der sollte besser eine freie Frau sein. Eigentlich ist das auch eine Selbstverständlichkeit, aber nicht immer gegeben.
  11. Zu viel OOC zerstört jedes Rollenspiel, also so wenig wie nötig! Auch ganz simpel, aber es passiert hin und wieder eben doch, zur Not spricht man nach dem Spiel darüber und gut ist es. Man ist schließlich nicht im RP, um OOC alles kurz und klein zu debattieren, die Mehrheit hat darauf auch keine Lust und schaltet dann extrem schnell auf Durchzug.
  12. Passe deine Emotes der Situation an! Die neueste Mode bei manchen ist ja “Roleplay in Paragraphs”, also Rollenspiel in ganzen Absätzen oder kurz Para-RP. Während das für das Spiel zu zweit und zu dritt ganz nett sein kann, Mehrzeiler rauszuhauen und die Atmosphäre verdichten mag, ist das z.B. in einer Taverne mit zehn Avataren um einen herum völlig unangebracht und da nur störend. Außerdem mag nicht jede diese Art von Spiel leiden, es braucht immer einen dazu passenden Gegenüber, und die Fähigkeit alleine, solche Absätze zu schreiben macht noch keinen guten Rollenspieler aus, also passt euch immer der Situation an und gut ist es!
  13. Gib deinem Gegenüber genügend Zeit zur Reaktion! Eigentlich auch eine Selbstverständlichkeit, aber nicht immer gegeben. Nicht jeder muss unbedingt so schnell tippen wie du selber (ich selber schaffe je nach Tagesform 4-500 Anschläge in der Minute und bin damit wohl schon im oberen Drittel von der Schreibgeschwindigkeit her anzusiedeln), außerdem muss er erst einmal deinen Satz auch lesen, verstanden haben und noch eine Reaktion durchdenken. Gib deinem Gegenüber die Zeit, denn genau das ist eines der Fundamente guten Rollenspiels!
  14. Ertrage die möglichen Folgen deines Handelns und wenn du diese nicht ertragen willst, dann handle anders! Das ist auch ganz einfach: man sollte den Gegenwind und die Reaktionen auf das eigene Handeln ertragen können. Wenn man damit ein Problem haben sollte, sollte man von Anfang an sein Spiel anders gestalten und es nicht dazu kommen lassen.
  15. RP soll Spaß machen! Wir sind alle freiwillig hier, und wenn einem RP auf Dauer nur noch frusten sollte, dann ist es vielleicht mal an der Zeit, seine eigene Spielweise, Ansprüche an sich und andere kritisch zu überdenken oder zu schauen, woran es noch liegen könnte, schlimmstenfalls eben mit dem RP an sich aufzuhören.
  16. Nicht längst alles, was im Setting theoretisch denkbar ist, ist auch wirklich gut spielbar! Auch das ist eine einfache Sache, ein Beispiel: angenommen es würde ein US-Marine in voller Kampfmontur mitsamt Maschinengewehr nach Gor entführt werden, er wacht dann dort auf und verschießt erstmal seine gesamte Munition. Ist das denkbar? Ja. Ist es aber gut spielbar? Nein.
  17. Keep it simple, stupid! Oder anders gesagt, KISS, ein Prinzip aus der Softwareentwicklung. Handle nicht zu kompliziert, so dass die Mehrheit Mühe hat, dir zu folgen noch gar mitzuspielen, sondern gerade aus den einfachsten Sachen und Gegebenheiten können die spannendesten Plays entsehen. Das bedeutet auch, dass überdrehte Charaktere ab und an schön sind, aber oft die Mehrheit überfordern und auch das Spiel so stören können. Je einfacher, desto besser, so trifft es meistens zu.
  18. Es gibt kein RP nach Drehbuch! RP an sich ist nicht wirklich planbar, man kann zwar Sachen anstoßen und den Groben Rahmen vorgeben, aber RP ist ein dynamischer Prozess, der sich gemeinsam entwickelt und gerade deswegen ist es ja spannend. Also muss man damit leben, dass sich ein Spiel auch in eine Richtung entwickelt, die man so nicht wollte, aber genau das macht nun einmal RP aus! Also meckere oder jammere nicht, falls das passieren sollte, sondern akzeptiere es.
  19. Spiele logisch, plausibel und so real wie möglich oder: gebrauche deinen gesunden Menschenverstand! Ein Avatar kennt keinen Schmerz, so liegt es selbst an einem, gewisse Sachen eben auszuspielen. So ist ein Sprung aus dem 10. Stock eines Hochhauses fast immer tödlich, auch wenn man in SL das überlebt, ein Avatar hungert nicht, die Rolle mitunter aber sicher schon, kaum einer wird wirklich aus einer gut gesicherten Gefängniszelle einfach so ausbrechen können während das mit Teleport kein Problem ist, usw.usf., kurz: man sollte seine Taten gut durchdenken. Das bedeutet auch, dass man nicht den Superman gibt! Wenn dir jemand Ohrfeigen verpassen will, wirst du es nicht ständig schaffen können, diesen auszuweichen und vieles, anderes mehr, also nimm auch solche Aktionen vom Gegenüber mal ruhig an, denn mit Supermännern spielt keiner auf Dauer gerne (Notabene: es sei denn, man ist in einem Superhelden-RP.) .
  20. Gib deinem Gegenüber genügend Möglichkeiten zur Reaktion und nimm dessen Reaktion nicht vorweg! Das bedeutet: werdet nicht große Denker, also vermeidet Denk-RP das fast immer nur zu schlechtem Stil führt und Force-RP kommt auch immer schlecht. Lasst eurem Mitspieler genügend Möglichkeiten offen, angemessen auf euch zu reagieren.
  21. Wenn dir was gefällt, dann sage auch mal ruhig Danke! Das brauchen wir ab und an alle, und hat noch nie jemandem geschadet.
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