Gefangen

Der Titel sagt es schon: in character bin ich momentan gefangen und harre der Dinge, die da kommen und erlebe dabei Sachen, die Zeusel sich im Grabe umdrehen lassen würden, wäre er schon tot, vielleicht der momentan ja stark gelangweilte Zeusel aber auch interessant finden würde. Keine Ahnung.

Dabei gingen die Angreifer relativ trickreich vor: sie schickten eine als Weinhändlerin getarnte Frau samt zwei vermutlich ebenfalls getarnten Sklavinnen vor, die uns ein Fall Wein schenken wollte, aus welchen Gründen auch immer. Sie kam mir schon von Anfang an ein wenig seltsam vor (OOC wusste ich schon am Tag vorher, was da anrollt), welche Frau noch dazu mit einer solchen Ladung reist ohne Eskorte so viele Tausend Pasang? Immerhin gibt es einige Krieger auf Asperiche, die einem gerne begleiten und auch beim typischen Smalltalk über Asperiche ging es nicht allzu sehr in die Tiefe. Wäre sie auf Zack gewesen, hätte sie einfach behauptet, die Eskorte ist am Schiff/Wald/irgendwo einen heben und fertig, das geht ja immer problemlos. Es gab von den Leuten nahe des Stadttores erschreckende Beobachtungen, nämlich viele verdeckte Bewegungen im Wald durch Jägerinnen, die man aber sah, aber seltsamerweise standen die dort auch nur mehr wie die Ölgötzen rum und warnten keinen. Also kurz und gut: es roch nach einer derben Falle.

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Glanz und Elend der Wikipedia oder: Der König ist tot, lang lebe der König!

Mir schwirren gerade diese Gedanken im Kopfe herum, nachdem ich ja schon über den Schwachsinn von Blogs als Forenkillern schrieb. Bei demokratisch und pseudodemokratisch legitmierten Systemen ist es früher oder später häufig der Fall, dass sich eine Art innerer Zirkel der Macht bildet, der oft abgehoben über allem schwebt und - obwohl vielleicht nur mit den besten Absichten bewaffnet - genau dafür sorgt, dass der Karren gehörig gegen die Wand fährt. Das Paradebeispiel dafür nach wie vor ist und bleibt vor allem die deutschsprachige Wikipedia.

In der Wikipedia sind alle gleich, aber manche sind gleicher was häufig für gehörigen Frust bei Autoren sorgt. Eine Elite von etwa 500 gewählten Administratoren sorgt theoretisch dafür, dass die Wikipedia funktioniert, in der Praxis aber häufig leben sie reinsten Bürokratismus aus. So passiert es häufig, dass ein neuer Autor stolz stundenlang einen Artikel über etwas für ihn wichtiges schreibt, und das erste, was man kassiert ist ein - na, was wohl? Richtig! - Löschantrag wegen Irrelevanz.

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Blogs als Forenkiller? Nein, Mods als Forenkiller!

Dala denkt drüben bei sich über “Blogs als Forenkiller” nach und wieso DAS Forum im Vergleich zu früher viel weniger frequentiert ist. Neben ihren Analysen, die ich richtig finde, mal dazu noch genauer hier meine Meinung.

Niemand kann dazu gezwungen werden, seine Inhalte nun in ein Forum oder Blog zu kippen, jeder wählt für sich die Plattform seiner Wahl selber aus. Ein Blog hat den Vorteil, das man selbst verantwortlich ist und bestimmt, worüber es geht, in einem Forum ist man auf den Betreiber angewiesen. Ein Blog dient dabei meistens hauptsächlich dazu, über eigene Standpunkte zu schreiben und vielleicht entsteht daraus eine Diskussion, dazu müssen es aber genügend lesen - ein Forum dient dagegen immer der Diskussion. Das ist der Hauptunterschied zwischen den Plattformen - hier Blog als Tagebuch, dort das Forum als Diskussionswerkzeug.

Ein Forum ist dabei etwas, um das herum eine Community entsteht. Lässt man ein Forum lange genug laufen, so ergibt sich das von ganz alleine. Nun ist aber das, was die Forensleitung gerne hätte, nicht immer das, was die Community machen will - und umgekehrt. Solange der Forumsbetreiber mit der Community pfleglich umgeht, transparent ist und auf seine Benutzer hört, ist alles kein Problem. Beginnt er aber abzuheben und komische Aktionen durchzuziehen, dann sind Teile der Community äusserst beweglich, holen sich woanders ein Forum und wandern dorthin.

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Telefone und endlos lange Warteschlangen im Supermarkt

Die Feiertage sind inzwischen fast alle rum, und in der Zeit habe ich so einige Videos bei Youtube gesehen. Eines stach mir dabei besonders ins Auge, eine echte kleine Perle von einem gewissen Bill Hammack, der sich “The Engineer Guy” nennt. Hier ist es:

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Innerhalb von 3 Minuten erklärt er sehr gut, was die endlos langen Warteschlangen im Supermarkt mit dem Telefonnetz gemeinsam haben, nämlich die Warteschlangentheorie. Angenommen ein Supermarkt hat drei offene Kassen, dann ist die Wahrscheinlichkeit im Falle von Wartezeiten das meine Schlange die schnellste sein wird bei 1/3. Man könnte das Problem sogar ganz einfach beheben, indem man die Warteschlange kombiniert, wie man es von Freizeitparks und dergleichen kennt, und die Leute nur einzeln auf die Kassen loslässt, aber das sorgte in den Supermärkten für schlechtes Karma. Die Kunden wollten es nicht, sie wollen lieber selbst bestimmen und nicht diesen Zwang haben, also müssen sie damit leben.

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ƤΔ HΔ GШΔΓHΔLLΔ LΔLLΔ

…oder Spaß mit Displaynamen. Momentan sieht meiner in SL so aus, das sollen griechische Buchstaben sein. ƤΔ HΔ GШΔΓHΔLLΔ LΔLLΔ ist dabei nichts anderes als der alte Name “Pa Ha Gwarhalla Lalla”, nur auf griechisch eben. Nett, was mit Dsplaynamen so alles geht.

Wer sich selber komisch aussehende Namen basteln will, der wird beim Knuddelesel Schriftgenerator mehr als fündig, aber besser vorher ausprobieren, weil mans ja nur einmal die Woche ändern kann. :)

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Learning by doing

Ich habe neulich ein längeres Gespräch mit einem kompletten Gorneuling gehabt, der gerade mal so etwa vier Wochen im RP unterwegs ist und das bisher auch nur in ein und derselben Gruppe. Dieser hatte von Gor keine richtige Ahnung gehabt, Bücher sowieso keine gelesen und als RP vorher nur Vampire gespielt. Ich nahm mir den mal beiseite und sagte dem OOC einfach, was so die Grundpfeiler Gors sind (Heimstein, Kaste, natürliche Ordnung), erklärte so einige Rollenbilder und die Miene wurde lang und länger. Dazu kam, dass der Neuling alles, was man nur falsch verstehen konnte, in den falschen Hals auch bekam und sich am Ende nicht mehr willkommen fühlte, nur weil man ihm mal OOC in Ruhe einige Rollenbilder beschrieb. Letzten Endes war die ganze Sache eine riesige Zeitverschwendung gewesen, dann meldete sich aber noch des Neulings Mentor und es ging in die zweite Runde, also wurde nochmal alles bis zum Exzess erneut aufgedröselt.

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Rückblick und Ausblick

Das Jahr 2011 steht vor der Tür, also ist es ein guter Zeitpunkt, kurz einen Blick auf das vergangene Jahr zu werfen und auch meine Kristallkugel anzuschmeissen, um darin zu erblicken, was 2011 wohl bringen mag. Auf geht’s.

2010, was ist da so passiert, mir fällt dazu einiges ein:

  • Die Spielerschaft und Landfläche für Gor-RP blieb weitgehend stabil. Sims und Gruppen kamen und gingen, schneller als manchem lieb ist, Bestand vom Neuen hatte und hat nur wenig.
  • Combat wurde in SL noch ekliger, als er ohnehin schon gewesen ist. Mit wirklichem Kampf oder Spass hat es ab einer gewissen Anzahl an Avataren sowieso nichts mehr zu tun, mehr mit reinem Glücksspiel.
  • Das GM hat sich nach der kurzen Hypephase um den ML 2009 weiterhin als Standardmeter für Kampf in SL behauptet und wird es auch in Zukunft bleiben.
  • Das NLS dümpelt nach wie vor auf gleichbleibendem Niveau vor sich hin und wird niemals alle Spieler restlos überzeugen.
  • Es gab und gibt eine zunehmende Spaltung der Spielerschaft in den Typ Nur Kampf und den Typ “Ich will in Ruhe mein Rollenspiel durchziehen”, der sich meist auf BtB-Sims oder was sich dafür hält tummelt.
  • Es gab kurze Phasen, in denen Mambas, Kurii und die roten Wilden Hype waren, aber das ist schon lange vorbei.
  • Die Diskussionen um Gor haben sich weitestgehend in gruppeneigene Foren sowie Weblogs wie dieses verlagert. Foren tragen zur Meinungsbildung deutlich weniger bei als vor zwei Jahren, und große Diskussionen sind nur noch dann zu erwarten, wenn Norman neue Bücher rausbringt (von denen er noch einige in der Pipeline zu haben scheint), die mit manchem alten Bild von Gor gründlich aufräumen.
  • Das Aussehen hat sich grundlegend gebessert und es gibt immer bessere und vor allem stilgerechtere Kleidung, allerdings auch nach wie vor viel Schrott.

Was erwarte ich von 2011?

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Tage heissen nicht Finger!

Aus der Abteilung: “Das musste einmal gesagt werden.” Es nervt wirklich so langsam und selbst BtB-Sims sind davor nicht gefeit, wann hört das nur endlich auf, wann nur oh wann?

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Zeugs mal wieder

Die Feiertage bringen es wohl mit sich, momentan sind die Nachdenkwochen Programm. Alles denkt über irgend etwas nach und das kommt dabei unter anderem heraus:

  • Zeuselchen beklagt mal wieder die Tendenz dazu, das RP-Setting zu verwässern und weist zu Recht darauf hin, dass gewisse Entwicklungen (wie z.B. Schießpulver) dank des außerirdischen Einflusses im Hintergrund unmöglich sind. Es fehlte in seinem Post nur noch der für ihn typische Rant über Torvaldsland an sich. Überhaupt ist es ihm viel zu zivilisiert (da ist er mit mir in guter Gesellschaft), voll falsch verstandener Toleranz und und und…
  • Zeuselchen hält auch BtB für keine Lösung und sieht es als das an, was es ist: ein Etikett, nicht mehr und nicht weniger und vermutet eine Legion von Schreibtischperversen unter den Gründern des goreanischen RPs in SL, WWW und wo sonst noch. Für ihn ist BtB zu einer Art von langweiligem Alltags- und Handels-RP verkommen, in dem der Aufrege der Woche bestenfalls der winterliche Schneefall ist, mehr aber auch nicht mehr. Wer also Zeusel mal den nötigen Kick geben will, damit er von seiner nun länger andauernden Litanei wieder runterkommt, sollte ihn einfangen, einige Wochen gefangen nehmen und versklaven. :D
  • Muffin stellt eine Liste auf, in der man sich die Entwicklung der letzten drei Jahre mal gut vor Augen halten kann und berichtet über Dinge, wie den Sklavenpapierhalter, die inzwischen fast völlig verschwunden sind und Dinge, die von ihr aus verschwinden könnten. Manche Sachen würden durchaus noch heute Sinn machen, wie z.B. strikte Simadmins, die fast verschwunden zu sein scheinen. Andere sind es weniger, je nach Sim trägt die dortige Spielerschaft auch heute noch schwarz, je nach Gruppe gibt es ein unterschiedliches Verhältnis zu Alts und der GLM als Meter wäre auch noch heute interessant, hätten mal die Macher ihn nicht mit ihrem Riesenego kaputt gemacht und so dem GM aus den Löchern verholfen.
  • Zasta plaudert mal wieder OOC aus dem Nähkästchen, neben Zustimmung zu Zeusels Thesen gibt er heute die allseits beliebte Folge “Nein, ich bin nicht euer Kindergärtner!” - nur dürfte das die werten Mitspieler, die ihn als ihren Kindergärtner adoptiert haben, nicht sonderlich weiter stören. Für die ist er es eben und aus, von einem solchen Blogpost alleine lassen die sich sicherlich nicht beeindrucken.
  • Ansonsten gab es zwischen Zeusel und Zasta, die beide ja ohnehin Top sind (ZZ Top?) eine Diskussion über den kaum ausgespielten Unterschied zwischen erstem und zweiten Wissen sowie darüber, dass selbst jeder Kleinbauer von der Erde weiss und sowieso lesen und schreiben kann.
  • Und gestern war mal wieder Gor auf Deutsch so ein richtig schönes Zirkuszelt und man handelte mehr oder weniger alle Dauerbrennerthemen ab. Das begann mit “Wo sind nur all die Männer hin?” über Frauen und Waffen bis sonstwas.
  • Wo ich schon dabei bin, noch eines: Met wird in Torvaldsland nicht körperwarm serviert. Erstens ist das eine Riesensauerei, bei der vom Met mehr verloren geht als getrunken wird und zweitens ist Met dafür ohnehin viel zu wertvoll. Met wird einfach in Hörnern zum Trinken gereicht und das ist alles, beim Zastel habe ich mal einige entsprechende Stellen sogar rausgesucht. Der Ursprung dafür scheint im englischen AOL Gor zu liegen, wer’s nicht glaubt, einfach mal hier lesen.
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