Ich bin der Neue... oder Talboter Memoiren Teil 4

Auch ein Talbot, aber diesmal die französische Automarke.
Auch ein Talbot, aber diesmal die französische Automarke.

Natürlich schlug die Nachricht vom Freitag morgen, dass es gegen aller Erwartung auf einmal doch einen Käufer gab, der die Sim in der Form sogar weitestgehend erhalten wollte, wie eine Bombe ein. Keiner kannte den Grafen bisher wirklich bis auf Saba, noch war er groß in Erscheinung getreten. Man wusste, er hatte auf der Nachbarsim im Osten eine Burg, aber das war auch schon mehr oder minder alles. Er war für die Talboter Bürger ein unbeschriebenes Blatt gewesen, und nun soll er auf einmal der neue Simbesitzer sein? Da blieben viele Zweifel und offene Fragen bestehen.

Der Graf stellt sich vor

Also machte man das einzig Richtige: eine OOC-Sitzung mit ihm so schnell als möglich. Als Termin war dafür der Sonntag, 18. Januar 2009, anberaumt gewesen. Fast alle erschienen inklusive der Hauptperson und so stellte er sich eben vor. Er erzählte allen seine Geschichte und er kam gut an. Alle möglichen Zweifel konnten ausgeräumt werden, und so blickte man wieder optimistisch in die Zukunft.

[Mehr]
Kategorien: personal  Stichwörter: gor  history  role-lay  second-life 

Spruch des Tages

Du magst sehr groß sein, Nordmann. Aber körperliche Größe sagt nichts über dein Können aus und was sehr groß ist, das kann auch tief fallen.

Quelle unbekannt

Kategorien: general  Stichwörter: fun  wisdom 

Ein Prozeß außerhalb

Gestern gab es - seit August mal wieder - einen Prozess, dieses Mal außerhalb von Belnend.

Die Anklage vertrat ein Schreiberling, und diese lautete kurz auf sklavenhaftes Benehmen sowie Mordversuch. Tja, wer eine freie Frau, egal ob fremden Heimsteins oder auch nicht, zuerst ordentlich abfüllt und dann ihr noch ein lustförderndes Mittel unterjubelt, eine Spritze beim Heiler stiehlt und ihr Zeugs injiziert, der muss sich danach nicht wundern, wenn sie nach Rückkehr all ihrer geistigen Kräfte sich bei ihm für die Freundlichkeit entsprechend bedankt.

Es gab Vernehmungsprotokolle der Anklage, er gebrauchte darin so goreanische Wörter für die Kleidung der freien Frau wie “Strapse”, “BH” und “Tanga” - was für eine grandiose Steilvorlage.

Das vorher gelaufene RP war so etwas von dürr und hanebüchen, dass man darüber wirklich nur mit dem Kopf schütteln konnte. Da war und ist man von dieser Sim eindeutig besseres gewohnt. Aber was soll’s, man kann ja auch aus jeden Mist noch irgendwie mit was gutem Willen ein einigermaßen gutes RP zaubern oder es gütlich zum Abschluss bringen, so war es dann auch hier.

[Mehr]
Kategorien: role-play  Stichwörter: gor  role-play  second-life 

High Noon in Talbot oder: der Memoiren 3. Teil

Die alles entscheidende OOC-Sitzung

Die OOC-Sitzung vom 15. Januar 2009.
Die OOC-Sitzung vom 15. Januar 2009.

Am Donnerstag, den 15. Januar 2009 war zur alles entscheidenden OOC-Sitzung eingeladen worden (wer es ganz genau mag, kann sich die längliche Einladung, die zugleich als virtuelle Tischvorlage diente, hier in Ruhe bei Google Docs nachlesen). Die wichtigsten Ideen waren bereits bekannt, teilweise wurde schon eifrig vorgebaut und auch zur Finanzierung gab es vor allem die Idee des Solidaritätsprinzips, was blieb uns auch anderes übrig? Es hatte im Dezember schon mal mehr als gut geklappt, wieso sollte es nicht auch für den Februar 2009 und darüber hinaus klappen?

Es ist und blieb eben das Prinzip Hoffnung, auf das man setzte. Wäre das Geld nicht zusammengekommen, dann hätte die Besitzerin spätestens nach dem kommenden Sonntag die Sim zum Verkauf ausgeschrieben gehabt.

[Mehr]
Kategorien: building  personal  Stichwörter: business  gor  history  personal  role-play  second-life  sims  talbot 

Die Invasion der kleinen Hungerhaken

Die Venus von Willendorf oder: die Blaupause des goreanischen Schönheitsideals.
Die Venus von Willendorf oder: die Blaupause des goreanischen Schönheitsideals.

Nichts unterliegt in Second Life so stark dem Wandel wie das Aussehen von Avataren. Waren früher mal Nekos supermodern und gefragt, während sie heute eine schon längst fast ausgestorbene und vergessene Gattung sind, kamen danach die Elfenohren, Na’vi aus dem Avatar-Roleplay und vieles, vieles mehr.

Die meisten Avatare sehen dabei ja auch aus wie direkt vom Laufsteg weggezerrt, es gibt kaum ältere Avatare und dergleichen, für diese wird es richtig schwer, Skins zu finden. Die Mehrheit will eben schön, jung und knackig aussehen - so ist nun mal die Welt. Eine weitere Spezies dabei, die ja ebenfalls öfters aus diversen Gründen (meistens ist es “Ich hab kein Hirn und mache gerne Hexenjagden auf alles, was anders ist!”) angefeindet wird, sind dabei Kindavatare. Junge, was kann man nur als Kindavatar in Second Life alles falsch machen.

[Mehr]
Kategorien: general  Stichwörter: apperance  avatar  fashion  rant  second-life 

Talboter Memoiren, Teil 2

Der letzte Teil der Geschichte endete damit, dass ich gerade frisch, fromm, fröhlich und frei im jugendlichen Leichtsinn (naja, nicht wirklich) die Leitung der Sim Talbot übertragen bekommen hatte.

Die Ausgangslage

Talbot im Dezember 2008 vor dem großen Umbau, den Mittelzylinder gab es nach dem großen Umbau nicht mehr.
Talbot im Dezember 2008 vor dem großen Umbau, den Mittelzylinder gab es nach dem großen Umbau nicht mehr.

Nach der Übernahme des Amtes des Administrators Anfang Januar 2009 gab es für mich mehr als reichlich zu tun. Die Sim stand auf der Kippe, die damalige Simbesitzerin Saba Collas wollte diese schnellstmöglich kostenfrei an jemand anderes, nämlich den damaligen Schatzmeister Diabolus Svenska, übertragen und loswerden. Talbot als Sim bestand mindestens bereits seit dem 24. Januar 2008, wie man hier an dieser Ankündigung bei Slinfo nachlesen kann. Wie man ebenfalls im dortigen Thread nachlesen kann, war zu der Zeit Lurch Swindlehurst der Wirt in Talbot gewesen und ganz zu Anfang Haron Strom, der später Torcodino eröffnete, einer der ersten Administratoren der Stadt gewesen. Lurch war ja später im Torcodino von Haron eine Institution gewesen. Auch startete die damalige Heilerin Viktoria Lannock eine viel beachtete Pilgerreise durch Gor, die bis heute unvollendet geblieben ist.

[Mehr]
Kategorien: personal  Stichwörter: business  gor  history  role-play  second-life  talbot 

Breaking News: es sind Hosen!!!

Norman hat endlich mit allen armen Kleinen ein Einsehen und gesteht es in seinem neuesten Buch “Swordsmen of Gor” (bisher nur auf Englisch erhältlich) den Sklavinnen endlich zu, sich im Winter auch an den Beinen warm zu bekleiden. Und womit? Mit Hosen!!!

The slaves were now warmly garmented, though not, of course, as might have been free women. The robes of concealment in winter are much like those of gentler weathers, save for darker colors, more absorptive of, and retentive of, heat, heavier materials, some additional layering, and such. In the case of the slave, a short, long-sleeved jacket, coming high on the hips, its length resembling that of a slave tunic, is worn over an undershirt. They are also put in trousers, belted with binding fiber. Whereas in the case of the free woman her legs are concealed within her enclosing garmenture, in the case of the slave, even in the winter, it is clear, however warmly they may be clothed, that she has legs, and that this is to be obvious to the scrutiny of men. The wrappings of the legs and calves is wool, over which leather is wrapped. The last garment is a warm, hooded cloak, which may be held closely about the body. Her face is commonly bared, except in severe weather, and, in any case, there is no mistaking her status, given her garmenture…Their collars, of course, even in the winter, are kept on the slaves. They remain collared. They are slaves.

[Mehr]
Kategorien: role-play  Stichwörter: gor  role-play  second-life 

Es war einmal... oder: meine Talboter Memoiren Teil 1

Werbung für das alte Talbot mit dem altem Aretai vor dem Bau der Riesenmauern im Hintergrund.
Werbung für das alte Talbot mit dem altem Aretai vor dem Bau der Riesenmauern im Hintergrund.

Es war einmal eine Sim namens Talbot… so könnte ein Märchen beginnen, aber mir ist gerade danach, ein wenig meine persönliche Historie zu schreiben, so gut ich es noch zusammenbringe und wie ich ins deutsche Gor geriet. Wer also Fehler/Korrekturen hat, bitte her damit in den Kommentaren, in SL per IM oder auch gerne Mail.

Zuvor spielte ich nämlich mindestens hauptsächlich drei Monate lang auf englischsprachigen Sims und nannte Port Kar meine Heimat. Port Kar war schon damals eine der ältesten goreanischen Sims der Amis gewesen, strikt BtB, eine Schreiberhochburg vor dem Herren und mehr oder minder alle Schreiberkoryphäen der Amis waren zu dem Zeitpunkt dort versammelt gewesen. Für eine Piratenstadt war es sicherlich viel zu viel zivilisiert gewesen, hätten die jemals eine der typisch deutschen Piratenhorden mitbekommen, hätten sie nur ihre Hände ächzend vor dem Kopfe zusammengeschlagen. So durchlief ich bei der damaligen Headscribe Melisande Moisant dort eine Art Freestyle-Schreiberausbildung und wurde dann später von Dark Starr, dem First Captain (und ehemaligen Schreiberkastenoberhaupt der Gruppe “Blue Caste of Gor” sowie Simbesitzer) dort schließlich zum “fully fledged scribe” ernannt. Ab und an aber besuchte ich auch deutsche Sims, vor allem das Südland und ab Mitte November 2008 auch sporadisch Talbot und so nahm dann die Geschichte ihren Lauf.

[Mehr]
Kategorien: personal  Stichwörter: business  gor  history  role-play  second-life  talbot 

Und es war in GaD...

…das wieder einmal die berühmt-berüchtigte Diskussion “Ach, was ist deutsches Gor so Scheiße” aufkam. Einfach ein herzerwärmender Evergreen, ich möchte da am Liebsten jedes Mal nur noch mit einem Holzhammer losrennen und auf alles draufschlagen, er bringt mich immer wieder in romantische Verzückung.

Irgend jemand bisher nicht besonders offen in Erscheinung getretener jammerte sich da sein Herz aus, und da ich in der entsprechenden Laune war, gab’s mal entsprechend zurück. Das ging dann ungefähr sinngemäß so ab:

Jammerlappen: Das, was hier gespielt wird, ist doch kein Gor! Ich habe das Gefühl, es nur mit Teenies zu tun zu haben, die keine Ahnung haben, aber dafür ballern können. Da wundert es mich nicht, dass das deutsche Gor nicht mehr ist, was es einmal war, sorry, musste das mal loswerden. Ich: Nur die Harten kommen in den Garten.

Jammerlappen: Es ist lächerlich und vor allem kein RP mehr, wenn man einen Raid auf eine Sim 24 oder 48 Stunden mindestens vorher ankündigen muss. Wo bleibt da der Überraschungseffekt? Ich: (gedacht: genau solche Typen wie dich wollen sie da nicht haben, getroffene Hunde bellen eben!) geschrieben: Es ist lächerlich, einem Simbesitzer vorschreiben zu wollen, wie er die Regeln seiner Sim zu gestalten hat.

[Mehr]
Kategorien: general  Stichwörter: gor  role-play  second-life 

Der kleine Thorvaldsland-Führer

Aus aktuellem Anlaß einer kleinen Diskussion im Kanal “Gor auf Deutsch” über diverse Onlineismen einige Anmerkungen:

  • Bondmaids (Bond sagt keiner) sind nicht besser oder schlechter als Kajirae. Es ist keine Auszeichnung, eine Bondmaid zu sein noch etwas besonderes. Eine Bondmaid ist wie die Kajira eine Sklavin, allerdings in kulturell anderer Ausprägung und sie wird mitunter härter bei der täglichen Arbeit rangenommen. Das Einzige, wo sie vielleicht noch anders tickt, ist dass sie sexuell freizügiger agiert als eine Kajira (sofern das möglich ist). Viele verwechseln anhand der Stelle allerdings, dass eine Bondmaid ungestraft frecher sein darf als eine Kajira, das ist nicht so. Ansonsten gilt der Grundsatz, sie wird sich je nach geographischer Lage der Herrschaft anpassen müssen oder untergehen. Es mag natürlich sein, dass Bondmaids die Kajirae als verweichlicht betrachten, aber was online gespielt wird ist häufig jenseits von gut und böse.
  • Es gibt kein spezielles Ritual, nachdem man erst zu einer Bondmaid wird. Es geht vielmehr ganz einfach: reingehen oder reingeworfen in den Bondkreis und schon ist es geschehen, das ist wirklich alles und geht in Sekundenbruchteilen, die Welt kann so erschreckend simpel sein. Es gab früher in manchen Gruppen Notecards (Inhalt einer solchen am Schluß des Postings), in denen von einem speziellen Ritual gesprochen wurde. Das ist Quatsch. Wer so etwas in der epischen Breite durchzog, der hatte einfach Lust an genau diesem Spiel, notwendig ist es absolut nicht und steht schon gar nicht in der Art und Weise in den Büchern drin.
  • Es gibt Jarls, aber keine Jarla. Frauen werden in den Büchern von Bondmaids nur mit “Herrin” angesprochen. Der Jarl ist so etwas wie das Dorfoberhaupt in der Hackordnung der Thorvaldsländer, und die Dorfbewohner können ihn auch mit “mein Jarl” ansprechen, die Bondmaids benutzen “Jarl” gegenüber jedem Manne sowieso. Es ist eine typische Sache, die Lange nicht genug durchdacht hat oder es war ihm wurscht, denn im skandinavischen Sprachgebrauch, aus dem er das Jarl her hat, gibt es natürlich auch als passendes Gegenstück Jarla.
  • “Es kann nur einen geben!” war das Motto vom Film Highlander, und beim High Jarl in Thorvaldsland ist es nicht anders. Es gibt genau einen, und dieser wird auf einer Versammlung, dem sog. Thing, gewählt.
  • Es gibt auch kein spezielles Gefährtenschaftsritual im Norden, also macht man entweder goreanisches 08/15 oder denkt sich etwas eigenes vor dem Hintergrund der dortigen Hauptreligion (Odin/Thor) aus.
  • Es ist Unsinn, dass Kajirae in den Bondkreis geworfen werden, um sie vom Kajiratum zu befreien. Sklavin sind sie sowieso schon, sie werden sich einfach anpassen ooder untergehen, fertig.

Und hier noch das, was viele fälschlicherweise als Bondmaidritual betrachten:

[Mehr]
Kategorien: role-play  Stichwörter: gor  role-play  second-life  torvaldsland 
Beiträge