Der Krieg um Lydius, Teil II
Lydius befindet sich unerwartet wieder im Krieg. Diesmal geht es aber nicht gegen die Kassler, wie sie die Kassauer intern liebevoll gerne bezeichnen, sondern gegen den Gründervater der Sim überhaupt, Schweini Spitteler. Es handelt sich um einen ausgewachsenen OOC-Konflikt.
Über die Gründe kann man nur spekulieren, der Stein des Anstoßes aber ist gewesen, dass Schweini Spitteler nach eigenem Bekunden nach Port Lydius teleportieren wollte und erstaunt feststellte, dass das nicht mehr ging, da er auf einmal dort gebannt ist. Über die Gründe des Banns und dergleichen ist auch öffentlich nichts bekannt, aber es ist immer eine schlechte Idee, ausgerechnet denjenigen Avatar zu bannen, dem grob gesagt nach wie vor die Hälfte der verbauten Prims auf der Sim gehört und noch diverse andere zur Sim gehörenden Sachen, wie das Forum oder die Lesergruppe zur Zeitschrift “Drei Monde.”
Es kam so, wie es kommen musste, Spitte war extrem sauer und reagierte entsprechend. In der Lesergruppe von Drei Monde ging eine Nachricht von ihm herum, dass das Magazin für ihn ab sofort Geschichte sei und er die Gruppe bald auflösen werde. Bedanke solle man sich bei denen, die zwar wissen, was alles koste aber nicht, was es wert sei.
[Mehr]Adolphine und der Pumuckl
Es gab ja gestern den ersten Zusammentreff von der holden Lady mit dem schönen Namen Adolphine, einer Schreiberin aus dem schönen Ort Belenus nahe des Vosk-Delta mit dem Administrator Zasta von Lydius im Teehaus der Stadt. Zasta, den unsere Frauen weil rothaarig, große Nase und klein gewachsen auch gerne mal liebevoll als Pumuckl titulieren, war vom Anblick der holden Maid sowas von der Rolle, dass er wie ein scheues Reh kaum ein Wort aus dem Munde rausbekam und dann innerlich frohlockte, als sie das Teehaus gen Herberge verliess. Sowas aber auch.
Woher kommen aber nun die Namen? Adolphine ist der Name der weiblichen Hauptfigur einer kleinen Geschichte von Heinrich Clauren aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts, die dem romantischen Kitsch zugeordnet wird. Belenus wiederum ist einer der Stammesgötter von Asterix und Obelix, der andere wäre Teutates. Allerdings war auch Adolphine durchaus ein gängiger Frauenname im 19. Jahrhundert gewesen. Ach ja, und der erste Teil des Textes geht dann so:
[Mehr]Ein Hunt und das Ergebnis...
Im GIC gibt es bis Freitag noch den Halloween-Hunt. Irgendwie finde ich zwar immer viel, aber greife von Vigo meistens Frauenkrempel ab. Heute auch so wieder, diverse Roben für Schreiberinnen und Heilerinnen, ich kann damit inzwischen locker einige Avatare ausrüsten. Also kann man das Zeug doch auch mal anziehen und was damit anfangen, wenn man es schon umsonst nachgeworfen bekommt.
Gesagt, getan und so sieht das Ergebnis aus, ein bekannter Männeravatar in Frauenklamotten im Hafen von Lydius im Tower, wie es sich gehört und mit einigen Freien am Plaudern, bitte sehr:
Und was sonst noch so daraus werden wird, das werde ich bald feststellen. :D
Die Grenzen der Moderation
Ich bin ein bekennender Vielschreiber. Neben meinen regelmäßigen Beiträgen in meinem Blog hier, in Slinside.com sowie Slinfo.de, wo ich mit irgendwas um die 558 positiven Bewertungen sicher kein unbeschriebenes Blatt bin, kommen diverse Nebenforen wie das Fairforum und meine schreibende Tätigkeit bei Virtual World Info. Zu letzterem kam ich, weil mich seinerzeit Linda Paine darauf ansprach. Ich schreibe also durchaus viel, je nach Lust und Laune.
Nun entstand im Forum Slinside eine Diskussion über ein monatlich erscheinendes Magazin namens “iFace”, welches nur in Second Life direkt in Form eines HUDs verfügbar ist und ein breites Feld an Themen abdeckt. Eigentlich ist so ein Magazin eine schöne Sache, es muss viel Arbeit in ein solches rein gesteckt werden, es sind gewisse Zeiträume einzuhalten, und und und. Wirkliches Geld verdienen kann man damit sowieso nicht, es ist und bleibt ein Hobbyprojekt. Aber auch mit einem Hobbyprojekt kann man Erfahrungen sammeln, die einem im späteren Leben oder im Berufsleben sowieso dann zugute kommen können.
Dazu kommt natürlich auch der einfache Fakt, dass wer ein Magazin herausgibt, derjenige auch mit öffentlicher Kritik rechnen kann und muss. So ist das hier geschehen, BukTom Bloch kritisierte zu Recht das bestenfalls mehr als offensichtlich schludrig durchgeführte Lektorat des gesamten Magazins und auf einmal war die Hölle los. Es entstand eine wunderbar anzusehende Diskussion, die einmal mehr die in Foren herrschende Dynamik beispielhaft aufzeigt. Es kam, wie es kommen musste, die Diskussionen kochten schnell hoch und es kam dabei auch zur Gruppenbildung. Während die einen der Meinung sind, es sei ja alles gar nicht so schlimm und nur Hobby, also solle man sich nicht haben, vertrat die andere Fraktion die Meinung, dass das Magazin gute Ansätze habe, aber so die Umsetzung gelinde gesagt unter aller Sau ist.
Was davon stimmt nun? Ich denke, beides. Einerseits ist es natürlich ein Hobby, und im Endeffekt spielt es für die Autoren dabei keine Rolle, ob und wie sie ein Lektorat ihrer Publikation betreiben oder auch nicht. Es erwachsen ihnen daraus erst einmal keine nennenswerten Nachteile.
Andererseits ist so eine Publikation aber auch immer ein Projekt von vielen, etwas an das gewisse Maßstäbe angelegt werden, welches man vorzeigen können will und über das man schließlich auch stolz “Hey, das habe ich/wir geschafft!” sagen kann. Bei diesen Maßstäben gehört einfach ein gut durchgehaltenes Layout sowie korrekte Grammatik und Rechtschreibung hinzu. Wer diese Kritik nicht aushalten kann oder will, der sollte sich dann wirklich fragen, wozu er das Magazin publiziert. Eine gewisse Sorgfältigkeit und Ernsthaftigkeit gehört einfach zu so einem Vorhaben dazu, selbst wenn man es nur als Hobby betreibt, schließlich soll es ja gelesen werden und gerade an diesen Maßstäben wird man gemessen. Dazu kommt, das Magazin will auch Anzeigenkunden werben und diese schauen sich natürlich ebenfalls das Werbeumfeld genau an. Sollte es in den Augen des potentiellen Werbekundens zu dilettantisch sein, dann lässt er es eben bleiben und wird woanders seine Kohle los, es gibt vielleicht ja einen Wettbewerber, der es besser kann.
Wenn dann natürlich aber, wie in diesem Thread geschehen, der Vertreter des Magazins anstelle dass er die Kritik einfach zur Kenntnis nimmt mit dem Finger auf den Rest der Mitleser deutet und sinngemäß nur “Rabäääh! Ihr schreibt hier auch nicht besser, im Gegenteil!” ablässt, dann läuft da gleich mehrfach etwas schief. Erstens ist ein Forum eine Sache, die eben mal so geschieht, und an einen schnell geschriebenen Forumseintrag kann man einfach nicht dieselben Maßstäbe wie an den Artikel in einem Magazin anlegen. Das sind zwei ganz verschiedene Sachen und dann auf die vermeintlichen Fehler der anderen zu zeigen ist gleich nochmal ein viel schlechterer Stil. Zweitens aber zeugt das von einer gewissen Eingeschnapptheit, und wenn er dann noch meint, die Diskussion solle besser in world anstelle im Forum stattfinden kann ich nur noch sagen - Tschüss. Sayonara, so ist kein Staat zu machen, der Meinung kann man zwar sein, aber man sollte sie tunlichst nicht so offen sagen.
Später hat er allerdings gesagt, er wird daran arbeiten, also ist Einsicht vorhanden und hätte er früher die Kurve gekriegt, wäre es sicherlich nicht so hochgekocht, wie es eben kam.
[Mehr]Piratten mal wieder...
Es gab heute mal wieder einen der nun doch eher seltener stattfindenden Besuche der Black Shark. Die griffen in der Überzahl an, sie gingen dann sogar ohne Gefangene davon, zeigen sich also in einem gewissen Grad lernfähig.
Für mich ist die Sache einfach: wenn ich online gehe und auf dem Kanal mitbekomme, dass diese Genossen mal wieder wüten, dann gehe ich erst gar nicht nach Belnend hin. Dafür ist mir einfach meine Zeit zu schade. Etwas anderes ist es, wenn ich in Belnend das spielen anfange und die dann eben angreifen, das gehört zum Wohnort durchaus dazu und muss man auch mal in Kauf nehmen. Das heißt ja nicht, dass man dann dennoch unbedingt länger als nötig mit denen spielen muss.
Jedenfalls wurde einer der Piraten in eine Diskussion verwickelt, eine der freien Frauen wollte wissen, ob er eigentlich über freie Frauen und Kastenwesen Bescheid wisse. Der meinte nur lapidar, weil er Pirat ist, zähle das alles sowieso nichts.
[Mehr]Dumme Fragen und passende Antworten
Gor auf Deutsch ist eine Gruppe mit mehr als 2000 Mitgliedern in SL und genau definiertem Fokus. Nun gibt es aber einige Leute, die des Denkens nicht mächtig oder willens sind jedenfalls nerven sie ständig mit den komischsten Fragen, auf deren Antworten man mit ein wenig gutem Nachdenken selbst kommen könnte. Diese Leute handeln offenbar nach dem Motto “Wozu denken, wenn ich auch denken lassen kann.”
Heute kam jemand mit der Frage, nennen wir den Fragesteller mal Flo: “Ist beim Mieten einer Sim eine Woche eine Woche oder 5 Tage?” Gna.
Erstens nervt genau diese Person sowieso in einer Tour, dass man sie grundsätzlich auf Mute haben sollte - doofe Neuinstallation hier, muss ich glatt mal nachholen - aber selbst wenn sie auf Mute ist, nervt sie dann noch dadurch, dass sofort X Leute auf die Frage anspringen und ihr helfen wollen. Mute alleine hilft nicht, eigentlich sollte man ihr die Chatrechte sperren und fertig, da sie ständig die Gruppe mit irgendwelchem völlig belanglosen Mist belämmert.
[Mehr]Hoch lebe das Mittelmaß!
Richtig gelesen, das oft unterschätzte und viel geschmähte Mittelmaß, es lebe hoch, hoch, hoch!
Was wären wir nur alle ohne das Mittelmaß, welches hoffentlich auf einer gewissen, guten Basis steht? Man könnte einerseits nicht nach unten sehen, um sich von diesen Bereichen abzugrenzen, andererseits aber auch nicht die Elite bewundern oder das, was sich für die Elite hält bzw. man für die Elite hält. Wenn es ständig nur Höchstleistungen gäbe, dann würden diese Höchstleistungen das neue Mittelmaß und es wäre ungleich schwerer, noch neue Höchstleistungen zu erreichen. Das ist ein Problem, mit dem übrigens inzwischen seit einigen Jahrzehnten ja der Spitzensport zu kämpfen hat, der biomechanische Bewegungsapparat Homo Sapiens hat einfach gewisse theoretische Maximalgrenzen, die in vielen Sportarten schon erreicht worden sind und ohne Doping ist da mit dem Verschieben der Meßlatte nach oben kaum noch etwas zu erreichen.
Natürlich benötigt man in vielen Bereichen ein gesundes Mittelmaß, und seien wir ehrlich, wir wollen es sogar und profitieren alle davon. Nicht jeder will zum Beispiel in diversen Rollenspielsettings dauernd täglich Höchstleistungen abliefern müssen. Manchmal ist es auch einfach schön, nur ein wenig abzuschalten, das Spiel fließen zu lassen und es einfach zu konsumieren. Warum auch nicht! Auch so können durchaus interessante Begebenheiten entstehen.
[Mehr]Money makes the world go round
Ein einfaches Gedankenspiel: wieviel interessanter, schöner und vor allem unbeugsamer könnte Rollenspiel in SL sein, wenn die monatlichen Finanzierungskosten für eine Sim nicht so schrecklich hoch wären, und man meinetwegen für 60 Euro im Monat vier Fullprimsims bekäme? Man hätte auf einmal die Möglichkeit, Sims komplett anders zu gestalten, ohne sie ständig von Monat zu Monat retten zu müssen, könnte bei der Aufnahme seiner Mitspieler pingeliger sein, wäre nicht mehr von so vielen Mitmenschen abhängig, und und und…
Sicher, gut aussehen will man natürlich auch, also bräuchten alle nach wie vor ihre Lieblingsausstatter, aber das zu zahlen ist man ja gewohnt, es würde so auf einmal viel mehr Geld frei werden, das man auch wenn man will fürs Tieferlegen des Avatars benutzen könnte.
So oder so wird das in Second Life wohl nicht kommen, aber Opensimulator wird in der Hinsicht immer interessanter. Mit Hilfe des Hypergrids ist eine zuverlässig funktionierende Intersimkonnektivität möglich, erste Rollenspielausstatter wie z.B. Dragansvarg haben auch bereits dorthin einen Großteil ihrer Inhalte verfrachtet und verkaufen sie nun dort. Schlecht aussehen muss also im Hypergrid keiner mehr, der nicht will.
[Mehr]Wie mache ich eine Sim bekannter?
Aus aktuellem Anlass und meinem Erfahrungsschatz ein paar Gedanken, wie man seine eigene RP-Sim bekannter machen kann oder auch nicht:
- Schreibe darüber. Klar, allerdings ist es besser, man bloggt darüber als dass man in einem einschlägigen Forum, wo die Hackordnung sowie Gruppenzugehörigkeit recht statisch ist, alleine schreibt. Ein Blog hat etwas persönliches, eigenes, das kommt immer gut. Die Gefahr besteht allerdings darin, dass man über Sachen bloggt, die man besser nicht ins Internet ziehen sollte und man sich ggf. auch RP verbaut, weil manche dann Plots und dergleichen nicht mehr weiter verfolgen werden.
- Mach eine Homepage/Forum auf. Klingt zuerst zwar sehr gut, aber bei der üblichen Fluktuation in Gruppen ist das auch ein Haufen Arbeit und die Leute, die die Homepage lesen werden, sind meistens nicht die, die man erreichen will. Neue Mitspieler kann man primär nur in world abgreifen und muss man dort irgendwie herkarren. Es ist also aus der Kategorie “Schad nix, aber nützt auch nix.”
- Startet Plots und reist als Gruppe durch die Gegend. Das ist eine Sache, die wirklich Früchte bringen kann. Aber man muss sie natürlich auch durchziehen.
- Sei einfach regelmässig auf der Sim. Das versteht sich von selbst, wenn selbst abends niemals Punkte auf der Sim sind, dann kommt auch keiner mehr zum Spielen.
- Sei dir stets im Klaren, dass du auch immer ein Botschafter für deine Gruppe bist und handle entsprechend! Wer gutes Spiel abliefert, poliert den Ruf der Gruppe auf und wird auch mal gerne zuhause besucht.
- Mach in world Wettbewerbe. Das bringt direkt erstmal nicht neue Mitspieler, aber festigt ungemein den Ruf.
- Mach in world irgend etwas regelmäßig, was sonst noch keiner macht. Auch eine Möglichkeit… nur so viele Sachen gibt es da nicht mehr.
- Rekrutiere Leute an Sammelpunkten (Newbiecenter fürs RP und dergleichen, Hilfestellung auf Kanälen).
- Mach Werbung mit Plakaten.
- [bitte noch sinnvolles einsetzen]
Das wär’s.
