Stell dir vor, es ist Krieg und keiner bereitet sich drauf vor...

Zwischen Lydius und Kassau brodelt es schon seit Wochen. Die Anspannungen werden immer heftiger, IC spricht man in den Städten auch von kaum was anderem als dem bald kommenden Krieg mehr und OOC ist auch bekannt, wann die Schlacht genau geschlagen werden soll. Man kann also den Pfeilhagel schon förmlich sehen, die gut geölten Schwerter riechen und die Tarns fast schon fliegen sehen sowie den Rauch der Vernichtung. Da sollte man meinen, dass eine Stadt IC dann dafür sorgt, dass die Verteidigung auch entsprechend steht.

Das bedeutet eigentlich: man spannt Tarnnetze auf, so dass die Tarnreiter nicht mit ihren Riesenvögeln in der Stadt landen können, man errichtet an strategisch wichtigen Punkten zusätzliche Verteidigungsstellungen mit Ballisten und vielleicht sogar Bligen,  jedenfalls macht sich das normal deutlich im Stadtbild bemerkbar und natürlich üben die Krieger dann erst recht wie de Blöden.

In Lydius ist davon komischerweise nichts, bisher aber auch rein gar nichts zu sehen, die Stadt zeigt sich überhaupt nicht wehrhaft und steht da wie auf dem silbernen Präsentierteller. Gäbe es sie in Wirklichkeit, dann wäre sie bei den goreanischen Kampftechniken eine leichte Beute.

Kategorien: role-play  Stichwörter: gor  kassau  lydius  role-play  second-life 

Second Life und World of Warcraft - ein kleiner Vergleich

In den letzten Tagen habe ich mit der Streamingversion von World of Warcraft einen Probeaccount gespielt. Das klappte sehr gut, der Download des Clients war recht kurz und die nötigen Daten auch flott auf dem Rechner übertragen. Nun ist WoW ja ein Erfolgsmodell ohnegleichen, es gibt über 11 Millionen monatlich zahlende Spieler und die Firma Blizzard verdient sich daran dumm und dämlich. Schätzungen zufolge erzeugt WoW etwa eine Milliarde US$ Umsatz im Jahr.

Von der technischen Seite her gesehen ist die Serverseite um einiges einfacher als bei Second Life. Es gibt zwar Streaming bei einigen, aber die Welt ist genormt. Durotar sieht nunmal auf jedem Bildschirm gleich es, ebenso die Waffen, Geräusche etc., was dafür sorgt, dass die Server sich normal nur darum kümmern müssen, die Bewegungen und Zauber der einzelnen Avatare zu bearbeiten, sie müssen nicht noch ellenlang irgendwelche Objekte oder gar Texturen streamen. Das bedeutet, dass auf einem Server sicherlich tausende Spieler gleichzeitig unterwegs sein können, ohne dass er in die Knie geht und die Leute haben dennoch ihren Spaß.

[Mehr]
Kategorien: role-play  Stichwörter: second-life  wow 

Wie man Rollenspiel moderiert

Dies ist eine Zusammenfassung einer auf Englisch abgehaltenen Klasse über RP-Moderation von Jarvis Quan.

Es gibt einige grundlegende Irrtümer über die Moderation von Rollenspiel:

  1. Fairness hat absolut gar nichts damit zu tun.
  2. Obwohl es das erklärte Ziel einer RP-Moderation ist, ein Rollenspiel wieder in Gang zu bringen, muss dieser Vorgang rein OOC geschehen.
  3. Sei niemals ängstlich dabei, alle verfügbaren Werkzeuge zu benutzen, damit man die Lage unter Kontrolle hat.

Ein typischer Vorfall sieht dabei folgendermaßen aus:

1. Der Moderator wird angefordert.

Wenn diese Nachricht bei einem ankommt, egal ob persönlich oder über die Gruppe, hat das RP gestoppt, das OOC entgleitet meist in den Austausch beliebiger Schimpfwörter und es gibt normalerweise mindestens zwei oder mehr Personen, die aufgeregt und verrückt an ihren Tastaturen sitzen. Jeder nimmt sein Rollenspiel dabei viel zu ernst.

Frage denjenigen, der dich anfordert, nach folgenden Details: die Namen der beteiligten Personen, die Art des in Frage gestellten RPs und wo gerade alle sind. Lasse es nicht zu, dass sie dir erzählen, was geschehen ist, besonders dann nicht, wenn es sich dabei um eine der beteiligten Parteien handelt. Warum nicht? Weil dies immer nur eine Seite der Medaille beleuchtet und deine eigene Sichtweise einschränken würde - und dann viel Glück damit.

Dein Ziel und einziges Ziel ist es dafür zu sorgen, dass das RP wieder in Gang kommt, nicht aber den Konflikt als solchen zu lösen. Konflikte erzeugen Geschichten und treiben Rollenspiel voran. Es ist nicht deine Aufgabe zu entscheiden, wer mehr BTB spielt oder ein größeres Arschloch ist, oder wer im RP richtig oder falsch liegt. Dein Ziel ist es dafür zu sorgen, dass das RP wieder in Gang kommt.

Wenn man als Moderator selbst in ein Spiel involviert ist und an den Punkt gelangt, wo man einen Moderator benötigt: bearbeite die Sache nicht selbst, sondern lass jemand anderen da ran - und sicher nicht deinen Alt.

Wenn es auch nur die entfernteste Chance gibt, dass man sich einen Fall nicht wie ein Aussenstehender betrachten kann, sondern Sympathien für eine der Seiten hat - dann lass es sofort bleiben und übergebe es an einen anderen Moderator.

Man muss als Moderator immer brutalst möglich objektiv sein, und man wird möglicherweise in einer solchen Situation die hässlichste Seite seiner Freunde erblicken.

[Mehr]
Kategorien: building  Stichwörter: general  moderation  role-play 

Vier Jahre in SL

Inzwischen habe ich ja nun in Second Life vier Jahre auf dem Buckel und gehöre damit zu der kleineren Anzahl von Deutschen, die vor dem großen Hype bereits in Second Life anfingen. Die Mehrzahl fing in der ersten Jahreshälfte 2007 an. Oh Junge, und was habe ich da nicht alles erlebt… manches passiert stetig und immer wieder, andere Sachen blieben einzigartig.

Als ich im September 2006 anfing war gerade die Aufregung um den ersten bekannten Copybot riesig. Die Befürchtungen bezüglich des Schadens an der Wirtschaft waren riesig, das was damals Linden Lab unternahm war vielen wie so oft zu wenig und die ersten “Copy Bot Protectors” schossen wie Pilze aus dem Boden. Diese Dinger funktionieren schon längst nicht mehr, inzwischen ist der Bot mit dem Viewer verschmolzen, wer sie noch einsetzen sollte, der nervt damit nur unnötig seine Kundschaft. Flexi Prims gab es übrigens damals schon.

[Mehr]
Kategorien: personal  Stichwörter: essay  personal 

Allwissende goreanische Müllhalde

Allwissende goreanische Müllhalde.
Allwissende goreanische Müllhalde.

Zasta war mal wieder wie gewohnt inspiriert und machte diese Fotomontage, die ich sein soll. Höchst interessant und die Fraggles lassen grüßen. :D

Kategorien: general  Stichwörter: fun  second-life 

Happy Rezday to me!

Und somit feiere ich heute meinen vierten Rezday. Oder eigentlich gar nicht, denn er ist mir herzlich egal. Wenn Linden Lab allerdings so weitermacht ist es wirklich langsam fraglich, ob ich den fünften auch noch erleben werde…

Kategorien: general  Stichwörter: general  rezday 

Phoenix&Co., Kakadu, Linden Lab und der Rest...

Linden Lab ist mal wieder auf Kriegspfad, so sehen es jedenfalls viele Verschwörungstheoretiker. Deren Meinung ist ganz einfach diese: Linden Lab verfolge eine Strategie, alle wichtigen alternativen Viewer uninteressant zu machen, so dass man geradezu gezwungen ist, den unglücklichen Viewer 2.x von Linden Lab zu benutzen. Diese Theorie ist weit verbreitet und macht immer wieder die Runde, was die Vertreter dabei allerdings  übersehen ist der einfache Fakt, dass das Linden Lab herzlich egal ist, mit welchem Viewer man auf das Grid zugreift, Hauptsache man greift darauf zu und lässt sein Geld dort. Das Geschäftsmodell von Linden Lab basiert nämlich nach wie vor Großteils auf der Landvermietung und nichts anderem, der Viewer der Wahl ist dabei wirklich herzlich egal.

Nun ist es so, dass alle Texturen in Second Life auf dem Bildformat JPEG2000 basieren (nähere Erklärung in diesem Blogpost von mir). JPEG2000 ist eine sehr stark verlustbehaftete Bildkomprimierung und benötigt sehr viel Rechenzeit.

[Mehr]
Kategorien: business  Stichwörter: jpeg2000  kakadu  openjpeg  phoenix  second-life  tpv  viewer 

ASL, please...

Ich dachte bisher, dass die alte Form des ersten Beschnupperns namens “Age, Sex, Language please” vorbei sei - aber habe mich geirrt. Heute habe ich mit jemandem gimmt, und derjenige wollte auch zuerst “Woher kommst du genau?” und “Wie alt bist du?” wissen.

Ich bin nicht in SL, um das jeden unbedingt direkt auf die Nase zu binden und dementsprechen kreatief können meine Antworten dann auch schon mal ausfallen… ;)

Kategorien: general  Stichwörter: first-contact 

OOC-Admins, RP-Moderatoren und was sie ausmacht

Diesen Artikel schreibe ich wegen Zasta, der gerade als OOC-Admin einen mächtigen Blues vor sich herschiebt und sich gerade daran richtig aufzureiben scheint, aus überwiegend eigener Erfahrung. Ich war über ein Jahr lang OOC-Admin auf einer Rollenspielsim gewesen und habe da nun wirklich alles mitgemacht, was man so mitmachen konnte.

Auf jeder Rollenspielsim in Second Life gibt es, oftmals in Personalunion, mindestens einen OOC-Admin und einen RP-Moderator. Zu 90% der Fälle ist also ein OOC-Administrator auch gleichzeitig RP-Moderator und führt auch dessen Tätigkeiten aus. Besser ist es natürlich, man bekommt im Laufe seiner Karriere diese Herrschaften möglichst erst gar nicht zu Gesicht, denn eine Faustregel sagt, dass für viele ein RP bereits gelaufen und hoffnungslos verloren ist, wenn nach dem OOC-Administrator gerufen wird.

Worum geht es aber bei den beiden Jobs und was sind die Unterschiede? Fangen wir einmal mit dem RP-Moderator an. Moderator kommt vom lateinischen Verb “moderare”, das wörtlich “mäßigen”, “steuern” und “lenken” bedeutet. Es geht also um eine Person, die eine gewisse Lenkungsfunktion inne hat. Ein RP-Moderator ist jemand, der dazu hauptsächlich dazu da ist, festgefahrene Plays wieder flott zu machen und bei kleineren Streitereien diese zu schlichten. Voraussetzung dazu ist, dass beide Parteien dazu natürlich willens sind, diesen anzurufen und dann dessen Ratschlag auch zu befolgen.

[Mehr]
Kategorien: role-play  Stichwörter: administration  role-play  second-life 

Begegnungen der sonderbaren Art im Hypergrid

Gestern war es mal wieder soweit, ich fuhr meine Opensim Barthausen hoch und ging dann im Hypergrid auf Entdeckungstournee. Schließlich blieb ich auf einer Freebiesim hängen und es entstand in einer Höhle spontan mit insgesamt vier Leuten eine kleine Gesprächsrunde, die es in sich hatte.

Mit dabei war jemand, der jede Verschwörungstheorie, und sei sie noch so mistig und unbewiesen, in sich aufgesogen hatte wie ein Schwamm und ständig ohne Nachdenken dann in einer Tour wiederholte. Das war faszinierend, man merkte, er hatte überhaupt keine Ahnung, sondern plapperte alles nur wie eine Schallplatte mit Sprung nach und wenn man Fragen stellte, die in die Tiefe gingen, dann war da nichts, bestenfalls ignorierte er sie, ansonsten machte er lieber gleich das nächste Thema auf. Aber es war interessant, einmal so viel geballte Inkompetenz in einer Person konzentriert beobachten zu können.

Klimawandel? Fehlanzeige, wenn die Sonne hustet, ist die Erde eh weg und vor 500 Jahren gab es schon Bauernhöfe in Grönland. Von Zwischenwarmzeiten und dergleichen hat der gute Mann nie was gehört gehabt. Atomkraftwerke? Unverzichtbar, nur dass irgendwann das Uran ausgehen wird, war ihm total neu. Erdöl? Das erneuert sich ständig selbst, nur warum einer der Väter der abiotischen Genesetheorie des Erdöls nach seiner eigenen Methode bei Probebohrungen nichts fand, darauf wusste er auch nichts zu sagen, ebenso wenig, wie er dann sog. Biomarker im Erdöl erklären solle noch wusste er überhaupt, was Biomarker sind und wieso man bei der Erdölsuche Geologen einsetzt, tja, das war ihm auch fremd. Solarzellen? Laut seiner eigenen Berechnung in der Herstellung aufwendiger als alles, was sie jemals an Energie erzeugen werden, nur Pech, dass sämtliche andere Berechnungen zur energetischen Amortisation was anderes sagen. So ging das in einer Tour, ich fragte dann immer nur noch ständig nach “Quelle?”, entweder kam Fernsehen oder gleich überhaupt gar nichts.

[Mehr]
Kategorien: general  Stichwörter: doh  hypergrid  opensim 
Beiträge