Ich hatte schon lange nichts mehr zu Bitcoin...

Mein letzter Blogpost zum Thema “Bitcoin - Sinn und Unsinn” ist ja nun schon Monate her, trotzdem diskutiere ich da ja munter weiter.

Meine Meinung zum Thema Bitcoin ist ganz einfach diese: es ist eine interessante Idee und vor allem technisch ein interessanter Ansatz, der da getrieben wird. Mehr aber auch nicht, das Mining von Bitcoins ist extrem energieaufwendig und trägt zur Umweltverschmutzung bei, auch ansonsten ist in dem Bereich längst nicht alles Gold, was da so glänzt.

Nun lese ich seit einiger Zeit den englischen Blog “Naked Capitalism”, und in diesem hat sich heute der BWL-Professor Yanis Varoufakis von der Universität in Athen mal genauer zum Thema Bitcoin geäußert. Der Titel sagt schon im Prinzip alles, nämlich “Bitcoin und die gefährliche Phantasie unpolitischen Geldes.”

Zunächst einmal ist Bitcoin als System ja dezentral ausgelegt, die maximale Menge an Coins auch begrenzt und wird irgendwann wohl 2020 herum erreicht sein. Dafür kann man die Coins in extrem kleine Teile runterbrechen, damit auch weiterhin Transaktionen möglich sind. Bitcoin selber ist die Idee eines Japaners namens Satoshi Nakamoto, von dem keiner wirklich weiß, ob es diesen nun wirklich gibt, es nur ein Pseudonym ist oder eine Gruppe, die sich die Algorithmen ausgedacht hat.

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Prost!

Komische Tage gibt’s gefühlt ja inzwischen viel zu viele, heute aber ist der Tag des Deutschen Bieres. Warum? Weil am 23. April 1516 das Reinheitsgebot erlassen wurde, das ist nun schon 497 Jahre her. In dem Sinne: Prost!

 (Quelle: Daniel Schneider, Bierglasblog.de - Lizenz: CC by-nc-nd-2.0).

(Quelle: Daniel Schneider, Bierglasblog.de - Lizenz: CC by-nc-nd-2.0).

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Es ist für Phoenix-Benutzer mal langsam an der Zeit über einen neuen Viewer nachzudenken

Wir erinnern uns: Phoenix ist seit Anfang des Jahres tot wie ein Dodo. Da kann und wird keinerlei Weiterentwicklung stattfinden, da Firestorm nun das einzige Projekt der Macher ist. Ich kann sie gut verstehen, dass sie ihren Zombie endlich beerdigt haben und froh darum sind.

Nun macht Linden Lab mit seinen Änderungen im Simulatorbereich langsam, aber sicher ernst, und erste neue Features wie die neuere HTTP-Bibliothek sind bereits auf gewissen Servern live. Da wird es auch nicht mehr lange dauern, bis das Serverside Baking (SSB) kommt und damit dann veraltete Viewer wie Phoenix die Avatare nur noch in schickem Grau sehen werden.

Also ist es langsam aber sicher für die Phoenix-Benutzer an der Zeit, ihren Phoenix in den wohlverdienten Ruhestand zu schicken und über einen geeigneten Ersatz nachzudenken. Wer sich mit Firestorm und dem Interface nicht anfreunden kann (obwohl es ein Phoenix-Skin hat!), der sollte sich mal den Cool Viewer von Henri Beauchamp oder Singularity Viewer 1.8.0 anschauen. Beide sind auf diese kommenden Änderungen nämlich vorbereitet und werden ihre Benutzer da nicht im Stich lassen.

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Flickr considered harmful

Es gibt ja viele Blogger und SL-Fotografen, die ihre Bilder gerne bei Flickr reinstellen und dort bewundern lassen. Flickr gehört nun schon seit Ewigkeiten zu Yahoo! und ist ein typischer Freemiumdienst: die Basisleistung - 200 Bilder pro Konto - ist kostenlos und wer dort mehr hosten will, der muss eben 20 US$/Jahr berappen.

An und für sich ist das Modell auch eine gute Sache, denn so kann man sich sicher sein, dass der Betreiber nicht so schnell pleite macht oder den Dienst dicht macht, weil er keinen Profit macht. Das Problem an Flickr ist aber, dass man seine Daten einem US-Unternehmen in den Rachen kippt und das mitunter eben auch Entscheidungen treffen kann, die in unserem Kulturkreis ein wenig merkwürdig aufgefasst werden könnten.

Eine Sache dabei sind eindeutig die Richtlinien zu “pornografischen Inhalten”, also Flickr hat da früher immer mal wieder gerne Bilder zensiert, die bei uns offen in Form der BILD-Zeitung bei jedem Bäcker aufliegen. Da kann man geteilter Meinung darüber sein, aber es muss ja nicht jedem gefallen.

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Es ist soweit: die Telekom führt kaputtes Internet ein!

Es gab ja vor kurzer Zeit Spekulationen darüber, ob die Deutsche Telekom nicht vorhabe, die bisherigen DSL-Zugänge ähnlich im Mobilfunkbereich zu drosseln, so ganz nach dem Motto: ein gewisses Kontingent ist im Tarif mit enthalten, wer aber mehr verbraucht, dessen Leitung wird künstlich gedrosselt oder er darf eben für den Rest des Monats mehr zahlen!

Was damals folgte, das war ein mehr als halbherziges Dementi, und heute ist es nun soweit: die Telekom hat ihre Pläne in der Tat nun veröffentlicht und will solche künstlichen Drosseln nun auch im Festnetzbereich einführen. Die offizielle Pressemitteilung dazu kann man hier lesen.

Nun ist das Mittel von virtuellen Spielewelten ja meist die Übertragung und von Second Life ganz besonders, und ich glaube kaum einer möchte da wirklich nun mit einer Art Verbrauchszähler im Hinterkopf entscheiden müssen, was er im Internet macht oder eben nicht. Bei allen neuen Verträgen bis 16 Mbit/s soll die Drossel nach 75 GB greifen.

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Das Zitat der Woche

Das Zitat der Woche kommt für mich von Devlin aus der Gruppe der Hammaren. Die Hammaren sind seit kurzem wieder im Rollenspiel aktiv und hinterlassen überall wie in Jorts Fähre nun ihre Duftmarken, wo der olle Griesgram Beowulf sich prächtig besoff und dann “Gebt mir eine Frau und ich zeuge Helden!” von sich gab. Göttlich!

Aber nun zu Devlin, die da schrieb:

[…] aber was ich ganz schlimm finde ist, die Bauweise auf vielen Sims. Liebe Leute, zuerst war das Land da, DANN kam der Mensch und passte sich dort an, richtete sich ein, er hat keine Berge verschoben, und linealgerade unüberwindbare Abgründe geschaffen, nur um andere abzuhalten, zum RP zu erscheinen. Da habts wohl erst die Festung gebaut, dann das Land drumrum? Na, Hauptsache, ihr habt dann auch Spass, da so unter euch, so unangreifbar. Ich kann nur sagen, wenn ich schon irgendwo erst klingeln muss in einem normalen Dorf oder Stadt, dass erst jemand kommen muss, um mir die Tür zu öffnen, habe ich schon keinen Bock mehr. Jeder, wie er mag.

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Sag mir wo die Männer sind, wo sind sie geblieben?

Erstaunlicherweise gibt es den allerorten beklagten Männermangel längst nicht nur im Gor-RP zu beobachten, sondern auch in Kennys Chicago. Das ist also, wie es aussieht, ein genreübergreifendes Dilemma.

Woher kommt’s? Einfache Erklärungen dafür gibt es wohl nicht und generell kann man es auch nicht sagen, es kommt immer auf die Sim und deren Spielerschaft drauf an. Unfrei meint in den Kommentaren an der Männerfixiertheit vieler Frauen und den damit verbundenen Zickenkriegen. Naja. Eine mögliche Erklärung, kann so sein muss aber nicht.

Generell ist es aber so, wenn Männer irgendwo in einem RP auf Tauchstation gehen, dass es schon eine gewisse Wahrscheinlichkeit gibt, dass sie da gewissen Dramen einfach aus dem Weg gehen wollen. Das kommt dann eben auch davon, wenn manche Rollenspielszenarien gleich welcher Art vor allem als Datingagentur für sich ansehen sollten.

Festzuhalten bleibt: das Problem ist weder neu noch wird es jemals aus der Welt verschwinden, die Spielerschaft von Sims ist immer im Fluss und Spieler welcher Art auch immer kann man nunmal nicht aus Holz schnitzen. Schön wäre es, das würde viele Probleme schlagartig lösen.

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Gleich und gleich gesellt sich gern, denn Gegensätze ziehen sich bekanntlich nicht an

Es gibt zwei alte Sprichwörter, nämlich “Gleich und gleich gesellt sich gern” sowie “Gegensätze ziehen sich an.” Während das erstere oft genug zutrifft, so ist das Letztere einfach nur Mumpitz.

Das Ergebnis einer solchen Flockung von Leuten ist, dass man irgendwann nur noch in seiner eigenen, kleinen hübsch anzusehenden Wahrnehmungsblase gefangen ist, aber dabei gleichzeitig oft völlig unfähig, noch überhaupt über den eigenen Tellerrand hinaus zu sehen. Aber das ist völlig in Ordnung, denn so lebt man eben in seiner eigenen, kleinen Welt und man kennt sich da ja.

Solch ein sich selbst verstärkender Mechanismus kann denn entweder positiv ausfallen, sofern man auf ein gemeinsames Ziel hinarbeitet oder auch negativ, wenn die ganze Welt nur noch eine ach so traurige Bühne ist, alles so rundum furchtbar und einem am Ende nicht mehr viel als der eigene Spott bleibt, weil man einfach so einen gewissen Weltschmerz pflegt, am Leben selbst schier nur noch zu verzweifeln scheint und wenn man gewisse Sachen ertragen mag, dann nur noch mit Sarkasmus, Spott und Galgenhumor.

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Rollenspielerische Akkuratesse

Es gibt eine Sache, die ich in all den Jahren meines mehr oder weniger aktiven Rollenspiels in Second Life nicht verstehe, die mit der Einstellung vieler Spieler quer durch alle Rollenspielwelten zu tun hat und dort anzutreffen ist.

Wer eine Rolle spielt und sich dafür eine Hintergrundgeschichte (Dark Urban, Mittelalter usw.) ausgesucht hat, der muss sich doch zumindest ein bisschen mit dieser auseinander setzen und seine Rolle entsprechend gestalten, dass sie in das Szenario hinein passt.

Aber genau das ist es, was viele Spieler trotz aller möglichen Beteuerungen nicht bringen wollen. Sie wollen einfach irgendwas spielen, dehnen, biegen und brechen das Szenario, so dass es kracht und sind mit ihrer Freestyleinterpretation höchst zufrieden. Mehr noch, wenn dann andere die eben ein einigermaßen akkurates Einhalten des Szenarios vorziehen, darauf pochen, dann schreit diese Spezies an Freestylespielern immer sofort lautstark nach Toleranz und fühlt sich ach so diskriminiert, wenn sie diese Toleranz eben nicht bekommt.

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Braucht es eigentlich für alles eine Messe?

Der Gedanke kam mir, als ich von der “Whore Couture Fair” und der “Big Boobies Fair” las. Schon alleine “Whore Couture” als Wortschöpfung ist ein Unding, denn wer bitte würde sich ernsthaft das Etikett “Nuttenschneiderei” an die Backe kleben wollen?

Nun gibt es noch die “Fantasy Faire”, und was kommt denn als nächstes? Die Eierkocher-Messe? Mehr Küchen braucht das Land, Toiletten sowieso, wieso nicht gleich sowas? Oder eine kleine Golfermesse, Brummifahrermesse, Fußballmesse?

Ich weiß es nicht, nur gefühlt wird die Schlagzahl an allen möglichen und unmöglichen vermeintlich verkaufsfördernden Messen in Second Life immer höher und immer absurder. Wirklich schön finde ich das nicht mehr, aber ob man dann hingeht oder auch nicht muss ja auch jeder wieder für sich selbst entscheiden.

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