Bitcoin ist so gut wie tot

Ich hatte schon sehr lange nichts mehr über meinen Lieblingshype Bitcoin, also muss da mal wieder etwas her. Ich selber halte Bitcoin für ein interessantes Experiment, dessen Bedeutung aber völlig überschätzt wird, für hochspekulativ und absolut nicht reif für den ernsthaften Einsatz, um mal meine Position abzustecken. Die dezentrale Bezahlfunktion zeigt, dass es dafür Bedarf gibt, aber die Implementierung mit dem Mining ist die totale Katastrophe, ebenso die feste, maximale Geldmenge.

Wie auch immer - Mike Hearn hat nun das Bitcoinprojekt verlassen, das aber nicht, ohne vorher noch einen langen Kommentar darüber zu schreiben, warum er aktuell Bitcoin für gescheitert hält. Ihr kennt Mike Hearn nicht? Nun, er hat die letzten fünf Jahre Vollzeit an Bitcoin gearbeitet und die Implementierung auf Smartphones ist weitestgehend sein Werk. Er weiß also recht genau, wovon er spricht.

Was ist das Problem? Das Grundproblem sieht er darin, dass eine der Grundlagen von Bitcoin, die sog. Block Chain, langsam aber sicher an die Grenzen ihrer bisherigen Implementierung stößt, und so das System langsam wird und unzuverlässig. Die Block Chain ist dabei das Journal aller bisherigen Bitcointransaktionen. Das Problem liegt nach seiner Darstellung daran, dass pro Block maximal ein Megabyte als Speicherbegrenzung vorgesehen ist und diese Grenze langsam erreicht wird.

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Bitcoin revisited

exchange
Ich hatte ja schon länger nichts mehr über die virtuelle “Währung” Bitcoin gehabt, damit ist der Artikel hier längst überfällig und ich hole es hiermit nun nach. Also. Das obige Diagramm zeigt die Wertentwicklung eines Bitcoin, wenn man ihn in US-Dollar umtauscht, von April 2013 bis jetzt.

Selbst dem dümmsten Laien muss dabei auffallen, dass innerhalb von gerade mal sechs (!) Wochen, nämlich von Anfang Oktober bis Mitte Dezember, ein Bitcoin einen ungeheuren Wertzuwachs bis zeitweilig über 1000 US$ bekam, und Mitte Februar diesen Jahres kam dann ein massiver Einbruch. Der Bitcoin erholte sich zwar etwas davon und der Wert pendelte sich für einige Wochen auf einem gewissen Niveau überhal von 500 US$ ein, aber seitdem fällt er langsam, aber stetig.

Nun ist die einfache Frage, wenn man sich den Verlauf dieser Kurve von Oktober bis heute anschaut, doch diese: ist dies eine Währung, mit der man seine Waren und Dienstleistungen bezahlen will? Natürlich nicht!

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Bitcoin - blablabla

Bitcoin ist ja gerade ein Hype, wie er im Buche steht und das wird momentan immer schlimmer. Angeblich zittern ganze Staaten vor dieser digitalen Wunderwährung, die sie nicht kontrollieren können und was weiß ich noch alles. Alles Käse - Bitcoin ist ein interessantes Experiment ohne besonders praktischen Wert, nicht mehr, aber auch nicht weniger.

Doch was ist Bitcoin eigentlich? Zum einen eine nach oben hin künstlich gedeckelte digitale “Währung”, zum anderen ein verteiltes Finanztransaktionsprotokoll im Bereich Micropayments. Die Transaktionen sind dabei der eigentlich interessante Teil, denn für so etwas gibt es nun wirklich Bedarf und hier ist ein Weg gezeigt worden, wie das geht. Die Frage dabei ist natürlich, wie gut das für zig Millionen skalieren würde, das wäre vermutlich ein Desaster.

Die Währung dagegen ist ein astreiner Fehlschlag. Bitcoin hat eine eingebaute Deflation, weil die maximale Geldmenge künstlich gedeckelt ist. Warum heute eine Ware für 1 Bitcoin kaufen, wenn man sie in vier Wochen auch für 0,50 Bitcoins bekommen könnte? Also hocken viele lieber auf ihren Coins, anstelle sie auszugeben.

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Ich hatte schon lange nichts mehr zu Bitcoin...

Mein letzter Blogpost zum Thema “Bitcoin - Sinn und Unsinn” ist ja nun schon Monate her, trotzdem diskutiere ich da ja munter weiter.

Meine Meinung zum Thema Bitcoin ist ganz einfach diese: es ist eine interessante Idee und vor allem technisch ein interessanter Ansatz, der da getrieben wird. Mehr aber auch nicht, das Mining von Bitcoins ist extrem energieaufwendig und trägt zur Umweltverschmutzung bei, auch ansonsten ist in dem Bereich längst nicht alles Gold, was da so glänzt.

Nun lese ich seit einiger Zeit den englischen Blog “Naked Capitalism”, und in diesem hat sich heute der BWL-Professor Yanis Varoufakis von der Universität in Athen mal genauer zum Thema Bitcoin geäußert. Der Titel sagt schon im Prinzip alles, nämlich “Bitcoin und die gefährliche Phantasie unpolitischen Geldes.”

Zunächst einmal ist Bitcoin als System ja dezentral ausgelegt, die maximale Menge an Coins auch begrenzt und wird irgendwann wohl 2020 herum erreicht sein. Dafür kann man die Coins in extrem kleine Teile runterbrechen, damit auch weiterhin Transaktionen möglich sind. Bitcoin selber ist die Idee eines Japaners namens Satoshi Nakamoto, von dem keiner wirklich weiß, ob es diesen nun wirklich gibt, es nur ein Pseudonym ist oder eine Gruppe, die sich die Algorithmen ausgedacht hat.

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Die Lächerlichkeit der Diskussion über Bitcoin als mögliche Währung für virtuelle Welten

Zugegeben, die Überschrift ist ein wenig sperrig, der Inhalt ist aber schnell erklärt: es gibt bei Hypergrid Business und New World Notes einige Posts der Autoren dort, die sich mit dem Thema beschäftigen, ob Bitcoin als Währung für virtuelle Welten geeignet ist oder nicht. Ihr Urteil fällt dabei unisono gleichsam vernichtend aus, Bitcoin ist ihrer Meinung dazu gänzlich ungeeignet, womit sie Recht haben. Das missfällt nun den Fanboys, die Bitcoin so hat, und folgerichtig haben sie sich dort einige böse Kommentare eingefangen.

Dabei ist der wirkliche und einfache Hauptgrund, warum Bitcoin gänzlich ungeeignet ist, in beiden Blogs nicht genannt und dabei ist er so simpel: die Mehrheit der Menschen will einfache Lösungen haben, die “out of the box” einfach funktionieren! Der L$ tut das, und andere virtuelle Währungen auch, Bitcoin dagegen muss man erst mühsam installieren und ohne bösartig sein zu wollen sage ich, dass die richtige Installation und Handhabung des dazu notwendigen Bitcoin-Clients viele einfach überfordern dürfte.

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