Overwatch, ein überschätztes Spiel

2014 schlug die Nachricht von der Blizzcon, dass Blizzard sein erstes völlig neues Universum seit 17 Jahren in Form eines teambasierten Egoshooters veröffentlichen wird, gelinde gesagt ein wie eine Bombe. Overwatch, so heißt das Spiel, das aus den Resten des eingestellten Next-Gen-MMORPGs Titan geformt wurde. Es gab diverse Betas seit November 2015, die offene Beta endete diese Woche und am 24. Mai wird es nun offiziell für Windows, PS4 und Xbox One veröffentlicht. Die kleinste Version für Windows kostet dabei 40€, die Konsolenversion gibt es ab 60€.

Ich selber war seit der Beta im November 2015 mit von der Partie, brachte es auf ca. 1000 Spiele und 100 Stunden im Spiel. Zeit also für ein Fazit, was das Spiel nun anbelangt.

Zunächst einmal: was, bitte genau, ist nun Overwatch? Overwatch ist ein teambasierter Shooter mit der festen Teamgröße von genau sechs Spielern, in dem es eine Aufgabe zu meistern gilt. Es gibt genau vier Spielmodi, nämlich die Einnahme von Kontrollpunkten, Kontrolle (King of the hill), Eskorte einer Fracht und kombiniert Angriff/Eskorte. Insgesamt gibt es aktuell 12 Maps und 21 Helden, also Klassen, die man spielen kann. Die Klassen teilen sich dabei in die übliche Trinität von MMORPGs ein, nämlich Heiler, Tanks und Schadensmacher (offensiv/defensiv).

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Overwatch

Wenn sich jemand fragen sollte, was ich stark in letzter Zeit so getrieben habe, das ist schnell erklärt: ich habe ein wenig Overwatch gespielt. Ich bin einer derjenigen, die einen Betazugang zur geschlossenen Beta haben und dementsprechend aktuell spielen können.

Nun könnte ich eine Menge zu diesem Shooter von Blizzard schreiben, aber ich mache es kurz: es ist eine Beta und es sind knapp noch zwei Monate, bis das Spiel erscheint. Vieles ist schon recht rund, anderes noch nicht und an der Balance wird noch gearbeitet.

Es gibt eine ganze Menge an nervigen Dingen in dem Shooter, die in der Summe dazu führen, dass ich es mir zunächst einmal nicht kaufen werde, wenn die nicht geändert werden sollten. Wäre es ein F2P-Spiel, dann würde ich es mir besorgen, aber 40€ für etwas zu bezahlen, wo einem viele Dinge am Gameplay einfach nicht gefallen, das werde ich sicherlich nicht tun.

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Über Geisterrealms, Großstädte und ärgerliche Warteschlangen

Die großen Realms von World of Warcraft sind besonders seit der Veröffentlichung von Patch 5.4 mit einem Phänomen geplagt, das man da vor einem Jahr schon lange nicht mehr oder nur vom Hörensagen kannte: elend lange Warteschlangen. Wer inzwischen abends auf einen der richtig großen Realms wie Blackmoore oder Antonidas einloggen will, der plant besser einiges an Wartezeit ein, denn eines ist sicher: dein Feind, die Warteschlange, ist schon da und wartet nur darauf, dich mal wieder zu nerven!

Auf solchen Realms ist spätestens ab 19 Uhr inzwischen zuverlässig mit einer Warteschlange im Bereich von 500 und mehr zu rechnen, häufig auch größer 900. Das bedeutet nichts anderes, als dass der Zeitpunkt vom Moment, wo man sich einloggen wollte bis zum Zeitpunkt, wo der Login dann auch tatsächlich stattfindet, 30 bis 60 Minuten auseinander liegen. Unschön!

Nun haben es die Spieler von WoW ja in Meisterschaft perfektioniert, den blizzardtypischen Fanboi zu geben und sagen: “Selber Schuld, was kann Blizzard denn dafür?” Das mag für Leute zutreffend sein, die gerade jetzt auf solche Realms transferieren, aber auf die alteingesessenen Hasen nicht. Für die klingen solche Worte einfach nur wie blanker Hohn und mehr sind die auch nicht.

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Es ist nicht so gut, wie es sein könnte aber auch nicht so schlecht, für wie manche es halten

Was ich damit meine ist ganz einfach die Entwicklung der bezahlten Abos von World of Warcraft. Nachdem es mit dem offiziellen Erscheinen der Erweiterung “Mists of Pandaria” am 25.9.2012 gelang, endlich wieder über die magische Grenze von über 10 Millionen Abos zu gelangen - man war offiziell bei genau 10,2 Millionen, ein Plus von 1,2 Millionen gegenüber dem Ende von Cataclysmus - so kennt seitdem die Entwicklung nur noch eine Richtung: ab in den Keller. Im 4. Quartal 2012 gab es denn noch knapp 9,6 Millionen Abos und im 1. Quartal 2013 sank die Zahl nochmal umso schneller auf momentan 8,3 Millionen. Dies ist also ein Minus von 1,3 Millionen Abos innerhalb der ersten drei Monate des Jahres 2013.

Erklärungsversuche Nun ist da die interessante Frage ja: woher bitte genau kommt dieser doch massive Rückgang? Eine Firma wie Blizzard ist ja nicht dumm, die rechnen immer nach dem Erscheinen mit ein wenig Schwund, viele pausieren auch zwischen Patches oder spielen zwischendurch was anderes, außerdem gibt es ja auch in WoW das allseits bekannte Sommerloch.

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Blizzard reagiert halbwegs auf die CRZ-Kritik

In den US-Foren gab’s heute vor genau fünf Stunden einen offziellen, blauen Post zu der massiv aufgelaufenen Kritik am neuen Feature der Cross Realm Zones. Dieser fiel, wie es zu erwarten war, ein wenig länglich aus - da man möglichst viel von der Kritik erschlagen will.

Wenn ich mir den Post so durchlese, dann muss ich sagen: er ist enttäuschend. Die Kritik am Feature ist halbwegs bei Blizzard angekommen, aber die Art und Weise, wie sie nun das lösen wollen, entspricht nicht dem, was viele gerne hätten.

Aber nun einmal der Reihe nach, was Blizzard denn nun so genau von sich gegeben hat…

Cross-realm zones are a new technology that allows players in underpopulated areas of the world to meet, group up, and adventure with players from other realms. This technology effectively populates low-level zones and other previously uninhabited areas, resulting in a livelier game world. Cross-realm zones allow players to form a group with other players from within a select pool of realms in order to quest just like they normally would, while still allowing the social structures of their home realms to remain intact.

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Blizzards Epic Fail des Tages (mindestens): realmübergreifende Zonen!

World of Warcraft leidet ja bekanntermaßen an schwindenden Kundenzahlen. Das hat zur Folge, dass die Bevölkerung mancher Realms hoch ist, anderer zu niedrig und Blizzard sich genötigt sah, da etwas daran zu tun. Man wollte wohl wieder mehr Bevölkerung auf die Server bringen und überlegte sich, wie man das schaffen kann.

Eine Möglichkeit wäre ja, dass man einfach einige Server schließt und zusammenlegt, wie das beispielsweise bei SWTOR der Fall gewesen ist. Das hat man aber nicht getan, das wäre wohl zu einfach - man hat sich etwas anderes ausgedacht, was unter dem Begriff realmübergreifende Zonen firmiert und heute auf die erstaunte Spielerschaft losgelassen worden ist.

Die Idee dahinter ist dabei grob die folgende: angenommen im Realm Arthas ist im Startgebiet “Wald von Elwynn” vor den Toren Sturmwinds wenig los, es sind nur ein paar Spieler unterwegs und das wars gewesen. Dann greift seit heute ein Automatismus, der von die Spieler von mehreren unterschiedlichen Realms desselben Serverpools meinetwegen nach Arthas verfrachtet. Das System achtet beispielsweise dabei immerhin noch darauf, dass zum Beispiel nicht PvE-Spieler auf einem PvP-Realm landen.

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