Frisch aus dem Archiv: die cineastischen Vier! (Oder: früher war alles besser).

cine4

Es gab bis ins Jahr 2003 oder 2004 herum eine spaßige Seite, erreichbar unter www.cine4.de - die cineastischen Vier. Dort wurden recht bissig Filme besprochen und kritisiert, es war ein Kreis von vier nicht näher genannten Filmliebhabern.

Dieser erlauchte Kreis hatte eine durchaus erkleckliche Fangemeinde, und sie hatten eine eigene Rubrik namens “Deutschdümelei”, die sich einzig und alleine der Fernsehunterhaltung der 70er Jahre widmete.

In dieser Rubrik wurde so ziemlich alles besprochen, was das Fernsehen dieses Jahrzehnts hergab, und das war doch etliches.

Sei es nun darum, dass das Wirken vom ewigen Assistenten Derricks, Harry Klein, groß und breit diskutiert wurde, man sich mit der sonoren Stimme vom 7. Sinn, Egon Hoegen, auseinander setzte oder einfach alle Nummer 1 Platzierungen der Hitparade auflistete. Ebenso sprach man über den ewigen Zweikampf zwischen Max Greger und James Last, fulminierte darüber, ob Peter Alexander nun ein Charmeur oder Schleimbeutel sei (damals lebte er noch), nahm mal die Mitgliederliste der Les Humphreys Singers auseinander oder entdeckte gute, aber niemals vollendete Fernsehserien wie “Diamantendetektiv Dick Donald” mit Götz George wieder.

[Mehr]
Kategorien: personal  Stichwörter: fernsehen  fun  personal 

So wahr...

Gestern war in München wieder der Starkbieranstich mit dem üblichen Derblecken plus Singspiel. Derblecken ist eine knapp einstündige Rede, in der eine fiktive Figur wie Bruder Barnabas oder aktuell Mutter Bavaria den anwesenden Politikern ordentlich die Leviten liest. Gut, die Rede selber war dieses Jahr in Ordnung hätte aber noch schärfer sein können, aber eine Luise Kinseher ist nunmal kein Django Asül oder Michael Lerchenberg oder Bruno Jonas, die da deutlich besser kamen.

Dafür war das Singspiel von Thomas Lienenlüke unter der Regie von Marcus H. Rosenmüller das Beste seit langem. Es war wieder ein Singspiel ohne viel technischen Tralala, das alleine durch die Leistungen der durchweg sehr guten Schauspieler glänzte.

Mein Lieblingsspruch dabei ist der folgende, dem man Seehofer in den Mund gelegt hat:

Die Grünen, das ist im Grunde Schwarz für Farbenblinde. Der neue Grünenwähler, der ist konservativ bis ins Mark. Das einzige Grüne, was der noch kennt, ist der Edelschimmel auf seinem Biokäse.

[Mehr]
Kategorien: personal  Stichwörter: derblecken  fernsehen 

Ja der Lanz der kann's...

http://farm9.staticflickr.com/8167/7537248836%5F995b9f35c3%5Fc.jpg

Gestern war es wieder einmal soweit: der große Fernsehunterhaltungsdampfer des ZDF namens “Wetten dass…?” lud zu einer Kreuzfahrt durch die seichten Gewässer der gediegenen Familienunterhaltung deutscher Samstagabendshowdinosaurier ein.

Es war die zweite Ausgabe nach Gottschalk, präsentiert wurde es wieder vom sich besser benehmenden und besser aussehenden Südtiroler Markus Lanz und man sah: das Format ist stark genug, dass es auch ohne Gottschalk funktioniert. Schön für das ZDF.

Und wie war die Sendung? Mit einem Wort: Schnarch! Stinklangweilig war’s. So langweilig, dass man glatt vor der Kiste geneigt war einzuschlafen - und daher ging’s knapp eine Stunde nach Beginn der Sendung direkt ins Bett. Denn: wenn schon schlafen, dann aber bitte auch gleich richtig!

Mir ist es rätselhaft, wie die Journaille heute diese Sendung in Spannungshöhen schreiben kann, die sich mir dort nicht offenbarten. Lanz, das fleischgewordene Schlafmittel, sollte folgerichtig in Zukunft seine Sendung wie früher Gottschalk von einem Sponsor bewerben lassen, der zu ihm passt.

[Mehr]
Kategorien: personal  Stichwörter: fernsehen  schnarch  zdf