Die illusorischen Träume von Reportern und Politikern dieser Tage sind nicht mehr zum Aushalten. Die Eskalation der Lage um die Krim und Ukraine treibt sehr seltsame Blüten, fernab der Realität. Die alten, kalten Krieger sind froh, dass sie ihr Lieblingsfeindbild - den Russen - in Form von Putin wieder haben und wittern Morgenrot, dass es nur so kracht.
Zunächst einmal: Putin muss einem persönlich nicht gefallen, wie er herrscht und was er macht. Persönlich finde ich, dass Wladimir Putin und Angela Merkel erstaunlicherweise sich sehr ähnlich sind, denn beides sind nämlich rational kalkulierende Realpolitiker, die ihr jeweiliges Ziel vor Augen haben und für ihren Machterhalt alles tun. Während Putins Ziel aber vor allem der Erhalt und die Stärkung der Russischen Föderation ist - immerhin ist es sein Verdienst, dass die Einnahmen der Rohstoffe dem Staat zugute kommen und nicht mehr irgendwelchen Privatfirmen - ist Merkels Ziel die Verwirklichung der marktkonformen Demokratie. Schon alleine für dieses Wort hätte sie schon zigfach abgewählt gehört.
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