Die Kathedrale und der Basar und wie Fragmentierung einem Projekt mehr schadet als nützt

Eric S. Raymond verfasste und veröffentlichte 1996 einen der grundlegenden Essays zum Thema Opensource: “Die Kathedrale und der Basar.” In diesem beleuchtet er genauer die unterschiedlichen Vorgehensweisen zwischen kommerzieller Softwareentwicklung und Opensource.

Herkömmliche Softwareentwicklung ist dabei für ihn die Kathedrale: es gibt einen Chefarchitekten, der genau bestimmt, in welche Richtung hin sich die Entwicklung bewegen wird, und dieser leitet das Projekt unangefochten.

Im Gegenzug meint er, dass Opensourcesoftware nach einem anderen Modell entwickelt wird, das er den Basar nennt: da jeder zu einem Projekt beitragen kann, gibt es wenn die Entwicklerbasis für ein Projekt groß genug ist, verschiedene alternative Ansätze zur Lösung desselben Problems, aus denen sich der Projektleiter das seiner Meinung nach am Besten geeignete rauspicken kann - oder man baut einfach beide gleichzeitig ein. Nach Raymonds Meinung ist der Basar wegen seiner Vielfalt der Kathedrale deutlich überlegen. Als erfolgreiche Bestätigung für dieses Modell sieht er den Linux-Kernel an.

[Mehr]
Kategorien: programming  Stichwörter: bsd  gpl  licence  opensim  opensource  recht