Bitcoin ist so gut wie tot

Ich hatte schon sehr lange nichts mehr über meinen Lieblingshype Bitcoin, also muss da mal wieder etwas her. Ich selber halte Bitcoin für ein interessantes Experiment, dessen Bedeutung aber völlig überschätzt wird, für hochspekulativ und absolut nicht reif für den ernsthaften Einsatz, um mal meine Position abzustecken. Die dezentrale Bezahlfunktion zeigt, dass es dafür Bedarf gibt, aber die Implementierung mit dem Mining ist die totale Katastrophe, ebenso die feste, maximale Geldmenge.

Wie auch immer - Mike Hearn hat nun das Bitcoinprojekt verlassen, das aber nicht, ohne vorher noch einen langen Kommentar darüber zu schreiben, warum er aktuell Bitcoin für gescheitert hält. Ihr kennt Mike Hearn nicht? Nun, er hat die letzten fünf Jahre Vollzeit an Bitcoin gearbeitet und die Implementierung auf Smartphones ist weitestgehend sein Werk. Er weiß also recht genau, wovon er spricht.

Was ist das Problem? Das Grundproblem sieht er darin, dass eine der Grundlagen von Bitcoin, die sog. Block Chain, langsam aber sicher an die Grenzen ihrer bisherigen Implementierung stößt, und so das System langsam wird und unzuverlässig. Die Block Chain ist dabei das Journal aller bisherigen Bitcointransaktionen. Das Problem liegt nach seiner Darstellung daran, dass pro Block maximal ein Megabyte als Speicherbegrenzung vorgesehen ist und diese Grenze langsam erreicht wird.

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Kategorien: programming  Stichwörter: bitcoin  hype