Der Aufsichtsrat des glücklosen, früheren Internetpioniers Yahoo! überlegt gerade, das Internetgeschäft abzugeben und alles, was sich noch irgendwie lohnt, zu verkaufen. Das kommt nicht überraschend, wenn man sich überlegt, dass Yahoo! seit Jahren nicht mehr richtig in die Pötte kommt, was Innovation und Gewinn angeht. Sollte es zur Zerschlagung kommen, dann ist die interessante Frage, wo die noch funktionierenden Internetangebote von Yahoo! landen werden und ob sie wie bisher weiter betrieben werden oder möglicherweise wieder Geld kosten. Konkret denke ich da an Flickr, die seinerzeit von Yahoo! gekauft wurden und früher Geld kosteten. Sollte es zur Zerschlagung kommen, dann ist Flickr einer der besten Verkaufskandidaten überhaupt.
Spiel und Spaß mit der Telekom!
Früher in den 90ern gab’s die wunderbar und unterhaltsame Verbrauchersendung “Wie bitte?!?”, die von Gert Müller-Geerbes moderiert wurde und die alltäglichen Ärgernisse von Verbrauchern mit bockigen Firmen, Behörden und ähnlichem gekonnt auf die Schippe nahm. Die realen Geschichten wurden von einem Stamm von drei bis vier Schauspielern in Form von Sketchen vorgetragen und meistens reichte die Erwähnung der Sendung aus, dass diese Firmen und Behörden sich dann bewegten.
Stammgast in dieser Sendung waren “die drei mit den Mützen”, die deutsche Telekom. Drei total unfähige Mitarbeiter, die ihrer Chefin (dargestellt von April Hailer) mächtig auf die Nerven gingen und sie fast immer am Ende des Sketches zielgenau in eine Ohnmacht manövrierten. Und so sah damals das Ganze dann beispielsweise aus. Die Telekom war, wen wundert es bei einem solch großen und kundenfreundlichen Konzern, Stammgast in der Sendereihe, keine Sendung ohne die Telekom.
[Mehr]Das Internet der Zukunft Marke Telekom
http://www.youtube.com/watch?v=m8WPRMq5Obk
Es ist zwar eine Satire, könnte aber so oder so ähnlich wahr werden, wenn denn die Telekom ihr Pläne ungehindert verwirklichen darf.
Klassiker des Usenets: die Merkbefreiung
Früher, in den Zeiten als die Datenautobahn noch bestenfalls ein Datentrampelpfad gewesen ist und man sich noch mittels analoger Modems in klassische Mailboxen einwählte, man das Internetz bestenfalls vom Hörensagen kannte und das höchste der Gefühle Diskussionsnetze wie das Fidonet oder das klassische Usenet gewesen sind, ja früher in diesen guten, alten Zeiten sind durchaus einige Klassiker des Spasses entstanden, die bis heute nachwirken.
Wer zum Beispiel kennt denn nicht die Bielefeldverschwörung? Seit 1994 geistert diese nach wie vor als putzmuntere Leiche durchs Netz, ist inzwischen sogar verfilmt worden und der Urheber der Verschwörung, Achim Held, mit einer kleinen Rolle bedacht worden. Andere Netzlegenden wie Kris Köhntopp waren wiederum schon 2004 so sehr vom bleibenden Erfolg der Verschwörung angenervt, dass er sinngemäss “Baut euch gefälligst eigene Legenden!"in seinem Blog schrieb. Zwecklos, die Bielefeldverschwörung treibt bis heute munter als urbane Legende ihr Unwesen.
[Mehr]