Glanz und Elend der Wikipedia oder: Der König ist tot, lang lebe der König!

Mir schwirren gerade diese Gedanken im Kopfe herum, nachdem ich ja schon über den Schwachsinn von Blogs als Forenkillern schrieb. Bei demokratisch und pseudodemokratisch legitmierten Systemen ist es früher oder später häufig der Fall, dass sich eine Art innerer Zirkel der Macht bildet, der oft abgehoben über allem schwebt und - obwohl vielleicht nur mit den besten Absichten bewaffnet - genau dafür sorgt, dass der Karren gehörig gegen die Wand fährt. Das Paradebeispiel dafür nach wie vor ist und bleibt vor allem die deutschsprachige Wikipedia.

In der Wikipedia sind alle gleich, aber manche sind gleicher was häufig für gehörigen Frust bei Autoren sorgt. Eine Elite von etwa 500 gewählten Administratoren sorgt theoretisch dafür, dass die Wikipedia funktioniert, in der Praxis aber häufig leben sie reinsten Bürokratismus aus. So passiert es häufig, dass ein neuer Autor stolz stundenlang einen Artikel über etwas für ihn wichtiges schreibt, und das erste, was man kassiert ist ein - na, was wohl? Richtig! - Löschantrag wegen Irrelevanz.

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