Linden Lab? Nein, Linden Research!

Der Titel sagt schon alles: es ist interessant, wie viele Leute immer noch von Linden Lab sprechen, dabei wurde die Firma schon vor einigen Monaten in Linden Research umbenannt. Das muss eben die Macht der Gewohnheit sein. ;)

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Linden Research macht mit Apps inzwischen gutes Geld

Vor einigen Wochen bereits gab’s bei New World Notes einen interessanten Artikel zu den diversen Apps, die Linden Research für iOS und Android verbreitet. James Au machte darin eine konservative Schätzung, welchen monatlichen Umsatz damit die Firma so in etwa fahren dürfte. Interessanterweise fand ich darüber bisher aber wenig in der deutschen Blogosphäre, also hole ich das damit nun einmal nach.

Seine Schätzung für die App Blocksworld bei 200.000 US$ pro Tag. Ob sie nun stimmt oder nicht, sei mal dahin gestellt, sie ist aber einigermaßen plausibel. Wenn diese Zahl stimmen sollte, dann wäre das vermutlich täglich mehr Umsatz mit dieser App alleine als durch Second Life. Und das ist beachtlich.

So oder so, ziemlich sicher ist aber, dass die Firma Linden Research nicht mehr länger alleine auf Second Life als Standbein angewiesen ist, sondern nun auf mehreren Pfeilern ruht. Das ist auch für uns Benutzer von Second Life eine gute Sache, denn es verschafft Linden Research mehr Luft für Arbeiten und Innovationen an Second Life, vielleicht auch irgendwann einen Spielraum für Preissenkungen bei den Mieten.

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SSA im Selbstversuch

Diese Woche Dienstag hat ja Linden Research endlich nach langer Wartezeit das neue Feature namens “Serverside Appearance” aus dem Projekt Sunshine gridweit ausgerollt. Wer damit nichts anfangen kann: das Aussehen der Haut eines Avatars wird fortan grundsätzlich auf Rechnern von Linden Lab berechnet und nicht mehr, wie bisher, auf dem Client des jeweiligen Benutzers. Wer noch mit einem veralteten Viewer unterwegs sein sollte, der diese Umstellung nicht beherrscht, der sieht nur noch graue Avatare in Second Life.

In der Theorie soll es dazu führen, dass man das Aussehen eines Avatars quasi sofort betrachten kann. Vorher dauerte es ja je nach Region durchaus eine Weile, bis der Avatar gerezzed war, manchmal blieb auch eine Hälfte gar grau, wenn der Upload vom Client nicht klappte. Hält aber diese Theorie der Praxis auch stand?

Um das herauszufinden hilft nur ein Selbstversuch. Also habe ich mir den neuesten Firestormviewer geschnappt und installiert, einen Clean Install gemacht und den Cache geleert. Eingeloggt habe ich dabei auf einer Wassersim und gewartet, bis mein Avatar normal geladen war und dann ging es ab auf äußerst belebte Sims, wo sich sehr viele Avatare gleichzeitig tummeln, denn da kann man nunmal eben genau den Unterschied am Besten begutachten.

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Creeping featurism

Bei Linden Research ist die Featuritis ausgebrochen: momentan gibt es so viele unterschiedliche Projektviewer wie schon seit Ewigkeiten nicht mehr.

Einerseits ist das natürlich eine gute Sache, so zeigt es doch, dass man zu technischen Verbesserungen und Innovationen bereit ist und diese auch voran treiben will.

Andererseits aber ist es wiederum schlecht, wenn man zu viele Baustellen gleichzeitig hat und sich so verzettelt. Momentan scheint das bei Second Life der Fall zu sein. Und was noch schlimmer ist, es macht gerade die Arbeit von Entwicklern der alternativen Viewer nicht gerade unbedingt einfacher. Einerseits sollen sie die “shared experience” garantieren, aber wie sollen sie andererseits mit diesem Featuredschungel da noch gerade teilweise mithalten können?

So schön neue Features wie CHUI, SSA, das Materialsystem und weitere (wie der parametrische Meshdeformer) sein mögen, momentan scheint es doch ein wenig zu viel des Guten zu sein. Und so treten sich teilweise gerade alle Arbeiter gegenseitig auf den Füßen herum.

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Class of 2003

Dieses Jahr feiert ja Second Life sein offizielles, zehnjähriges Jubiläum. Wobei: ist es wirklich zehn Jahre alt? Im Grunde ist es sogar noch etwas älter, denn man feiert nicht die Gründung des Grids - das existierte schon einige Zeit vorher - sondern die Zeit ab der offizellen Beta im April 2003. Natürlich muss man aber irgendwo einen Punkt setzen, und so wurde eben dieser gewählt.

Zehn Jahre also nun sind es bereits und was war das nicht bisher für eine Fahrt auf der Achterbahn. Second Life und ehemals Linden Lab nun Linden Research gibt es, trotz aller Unkenrufe, bis heute. Was wurde nicht schon das Grid und die dahinter stehende Firma dauernd und in Serie tot gesagt, aber allen Schwarzsehern zum Trotze konnte es sich bis heute halten. Das zeigt letzten Endes doch, dass trotz diverser CEO-Wechsel und Strapazen und Querelen zuminedst die Grundrichtung der Firma nach wie vor stimmt.

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Uneinheitliches Bild bei Third Party Exchanges

Nur der Vollständigkeit halber und um es mal langsam abzuschließen: das Bild, welches sich bei den Third Party Exchanges abzeichnet, ist uneinheitlich. Während manche von Linden Lab offenkundig klipp und klar gesagt bekam, dass sie nicht mehr tauschen dürfen steckt Virwox nach eigenem Bekunden in Verhandlungen mit Linden Lab, auch weiterhin seinen Geschäftsbetrieb aufrecht erhalten zu können. Sie bekamen von Seiten Linden Labs einen Vorschlag und schauen nun, was daraus werden wird.

Too big to vanish? Wer weiß. Für die Kunden von Virwox ist es eine gute Sache, wenn es denn klappen sollte, für den Rest - adieu. Schade, ist dann aber so und das Vertrauen kommt so und so eben nicht so schnell wieder.

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