SteamOS ist ziemlich sicher tot

Die Spielefirma Valve und ihren CEO Gabe Newell dürften so ziemlich alle kennen, denn deren Spiele wie Counterstrike, Team Fortress 2 oder Half-Life kennt fast jeder. Valve drängt es ja seit einiger Zeit in die heimischen Wohnzimmer und das dazu auserkorene Mittel der Wahl war bisher eine eigene, auf Debian basierende Linuxdistribution namens SteamOS, an der Valve seit etwas über zwei Jahre arbeitet. Die Gründe dafür waren unter anderem die Offenheit von Linux, die Möglichkeit, einen eigenen Steamcontroller anzuschließen und die Kontrolle über das System. So sagte jedenfalls Gabe Newell.

Viele sahen das ja als den Durchbruch für Linux Gaming an und freuten sich, selbst Linus Torvalds war recht begeistert. Das Problem an Linux ist ja die Fragmentierung und wenn Valve eine Plattform für Spiele für alle bereit stellt, fällt das weitestgehend in dem Bereich weg. Andere Probleme waren und sind allerdings die manchmal grottige Performance von OpenGL, sowie dass unter Linux die Grafikkarten von Nvidia deutlich schneller als die von ATI laufen. Ein weiteres Problem ist, dass natürlich auch diverse Game Engines an Linux angepasst und optimiert werden müssten .Wenn man es richtig macht, dann sind Frameraten möglich, die mit Windows gleichauf sind oder sogar noch schneller, nur wird diesen Aufwand längst nicht jeder Entwickler oder jedes Studio betreiben, wie Valve das mit der Source Engine getan hat.

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Btrfs sucks

Btrfs wird ja unter Linux als das nächste, große Standarddateisystem angesehen. Es ist so eine Art “running gag”, jedenfalls ist es noch in der Entwicklung und wird als in zwei bis drei Jahren als möglicherweise stabil genug für den Alltagseinsatz angesehen.

Btrfs ist dabei ein Copy on write-Dateisystem und die Featureliste liest sich so, als habe man da fröhlich bei ZFS von Sun abgekupfert. Btrfs wurde ursprünglich von Oracle entwickelt, dann kauften die Sun und haben seitdem auch die Rechte an ZFS, nun wird es extern entwickelt. Wie auch immer.

Btrfs liest und fühlt sich wie eine schlechte Kopie von ZFS an. Da kann man auch besser gleich zum Original greifen, das stabiler ist, mehr Features hat und für den Produktionseinsatz bereit ist.

Beispiele gefällig, wieso ZFS saugt?

  • df unter Btrfs lügt und zeigt nicht den freien Plattenplatz an. Dumm aber, wenn es Skripte/Programme geben sollte, die auf die Ausgabe von df vertrauen. Der notwendige Befehl lautet “btrfs filesystem df /”. Ein Unding.
  • Btrfs ist im Vergleich zu Ext4/XFS in den meisten Fällen schnarchlangsam.
  • Btrfs ist für den Betrieb von Datenbanken oder virtuellen Maschinen denkbar ungeeignet. Dafür nimmt man besser Ext4 oder gleich XFS.
  • Tree Balancing, also das Verteilen von Daten über mehrere Festplatten, kann durchaus einen Tag oder länger dauern.
  • Es besteht noch immer die geringe Möglichkeit, dass sich wenn ein Fehler gefunden werden sollte, das On-Disk-Format geändert werden muss.

Wirklich ein dolles Ding, dieses Btrfs. Wer unter Linux solch ein Dateisystem nutzen will, der sollte besser gleich zu ZFS on Linux greifen.

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Kleiner Exkurs: Dateisysteme unter Linux

Einfach mal so, gerade weil mir danach ist, ein kleiner Exkurs zum Thema “Dateisysteme unter Linux.” Das sind die Arbeitspferde, die im Hintergrund eines Betriebssystems hoffentlich unbeachtet ihren Dienst tun. Sollten sie mucken, dann ist es wie Zahnschmerz: besser, man hat ihn nicht.

Zunächst einmal: was ist ein Dateisystem? Das ist eine Ablageorganisation für Dateien auf einem Datenträger (Festplatte, Bandlaufwerk, CD-Rom, Diskette…) des Computers. Es ist eine Abstraktionsschicht zwischen der Hard- und der Software: Dateien/Ordner müssen angelegt, umbenannt und gelöscht werden können. Die Dateien können dabei von sehr klein (einige wenige Bytes) bis sehr groß (mehrere Gigabyte und mehr wie bei Videos) im selben Dateisystem schwanken. Für unterschiedliche Einsatzzwecke gibt es dabei unterschiedliche Systeme.

Linux als quelloffenes Betriebssystem kommt dabei, im Unterschied zu Windows das im Grunde nur mit NTFS arbeitet, von Hause aus mit einer Myriade an unterschiedlichen Systemen daher. Hier nun in einigermaßen chronologischer, kurzer Auflistung die Wichtigsten.

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Rant: GNOME 3.0 saugt unendlich!

Für einen Großteil meiner Arbeit nutzte ich GNOME unter Linux, das neben KDE eines der beiden großen Desktop Environments ist. GNOME 2.X war zum Arbeiten einfach eine Freude, es war stabil und hatte ziemlich genau die Konfigurationsmöglichkeiten und Features, die man erwartet und braucht, ohne dabei überladen zu wirken noch stand es einem bei der Arbeit groß im Weg. Dabei ist es mir völlig egal, dass manche diese Version nicht sexy fanden oder zu sehr Windows ähnlich, denn mal ehrlich: seit dem Macintosh 1984 und Windows 95 hat sich doch in Hinsicht auf die am Computer verwandte Bedienungsphilosophie sich wenig geändert. Sie mag zwar nicht unbedingt der Weisheit letzter Schluss sein, aber sie ist wohlbekannt und funktioniert!

Irgendwie ist aber in letzter Zeit der Zug der Zeit, dass die Entwickler der Software der Meinung sind, besser zu wissen was die Anwender wirklich für ihre tägliche Arbeit benötigen und haben wollen als die Anwender selber! Diese Geisteshaltung führt dabei zu den merkwürdigsten Entscheidungen und häufig dazu, dass sich Entwickler und Benutzerbasis voneinander stark entfremden, die Benutzer die Entwickler bestenfalls als arrogant empfinden und sich nach Alternativen umsehen, ggf. diese starten und selbst entwickeln.

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The power of Linux

Heute mal etwas völlig anderes: man kennt das ja, da hat man eine externe Festplatte, die man unbedingt frei haben muss, um sie mit neuem Zeug zu füllen und muss sie mindestens für ein, zwei Tage auf dem eigenen Rechner speichern können. Auf der externen Festplatte sind vielleicht 300 GB an Daten und auf dem eigenen Rechner sind noch 350 GB an Plattenplatz frei. Dumm nur, dass sich diese 350 GB auf drei Festplatten verteilen und auf der ersten 200 GB frei sind, auf der zweiten 100 und der dritten ebenfalls.

Was also tun? Man könnte versuchen, den Inhalt von einer Platte auf die andere interne zu kopieren, um so zumindest auf einer genügend freien Platz zu schaffen - aber das dauert und besonders einfach ist das auch nicht immer. Nein.

Praktischer ist es dabei, sich ein billiges Raid-0 (Striping) über Loop-Devices zu basteln, deren Imagedateien auf den drei Festplatten liegen, das man dann mit einem beliebigen, geeigneten Dateisystem formatiert und die externe Festplatte wird darauf gesichert. Das geht standardmässig mit jedem einigermaßen, aktuellen Linux recht einfach.

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Linden Lab schenkt uns zu Weihnachten ein stabiles Second Life...

…aber bis dahin werden wir es ab sofort mit einer heftigeren Welle von Rolling Restarts als üblich zu tun bekommen, dadurch unsere Geduld auf eine harte Probe gestellt werden und wir werden nicht wirklich mit einem zuverlässigen Betrieb rechnen können. Als ob ein zuverlässiger Betrieb überhaupt schon jemals wirklich stattgefunden hätte, denn irgendwas ist doch immer.

Linden Lab selbst teilt dies in einem Posting dazu mit:

[Posted 9:23 AM PST, 01 December 2011] Starting today we will be upgrading our simulator system software on the Agni main grid, which will require an extended period of region restarts. We expect this maintenance to be completed by December 25, 2011. We will update this when work begins, as well as throughout the process. The first round of upgrades will begin shortly.

Das bedeutet auf gut Deutsch:

Wir werden ab heute unsere Simulator System Software auf dem Agni Main Grid aktualisieren, dies wird eine längere Periode von Neustarts der Regionen nach sich ziehen. Wi rechnen damit, dass diese Wartung am 25. Dezember beendet sein wird. Wir wirden diesen Post aktualisieren, wenn die Arbeiten beginnen, und während des gesamten Vorgangs. Die erste Runde von Upgrades wird in Kürze starten.

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