Mesh Jira SH-2374 läuft unter "ferner liefen"

Die Featureidee von Maxwell Graf für einen Parametric Mesh Deformer wurde von Linden Lab bearbeitet und der Idee wurde kommentarlos der Status “Maybe”, also Vielleicht irgendwann einmal verpasst. Das ist schlecht.

Kurz für alle, die nicht wissen worum es geht, nochmal eine Erklärung: das Hauptproblem bei Meshkleidung besteht darin, dass diese sich nicht automatisch dem Avatarshape anpasst. Die Designer liefern daher die Kleidung meistens in mehreren Größen aus, aber mitunter bleibt es dennoch nicht aus, dass man seinen Shape verändern muss, damit die Kleidung nicht komisch aussieht. Das bedeutet für Kunden und Designer einen Haufen Mehrarbeit, für manche Kunden ist es sowieso ein absolutes No Go, ihren Avatar an Kleidung anpassen zu müssen, waren sie es doch bisher umgekehrt gewohnt. Für viele ist der Shape wichtiger Bestandteil der virtuellen Identität und wird nicht einfach mal so über Bord geworfen.

All das könnte man ändern, wenn es diesen “Parametric Mesh Deformer” gäbe. Diesen zu implementieren ist eine Sache von Linden Lab. Linden Lab aber zeigt nun offen mit dieser Einstufung überhaupt gar kein gesteigertes Interesse daran, dieses Problem beheben zu wollen, im Gegenteil. Dabei zeigt Blue Mars, dass es anders geht, denn dort ist genau solch ein Deformer implementiert und erspart den Kunden und Designern viel unnötige Arbeit.

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Wollt ihr bessere Meshkleidung? Stimmt für Jira SH-2374!

Meshes machen sich langsam in Second Life breit. Ein großes Problem dabei bei Avataren ist, dass man den Shape des eigenen Avatars bisher ans Mesh anpassen muss - und nicht umgekehrt. Technisch kommt das daher, weil die Meshes am Bone des Avatarskeletts getragen werden und sich um die Beschaffenheit des Shapes überhaupt nicht kümmern. Dadurch bewegen sich die Meshes zwar bei jeder Bewegung des Avatars super mit, es hat aber zur Folge, dass die Kleidungsdesigner wenn sie Mesh einsetzen verschiedene Größen ausliefern müssen. Der Kunde wiederum muss dann die Größe wählen, die seinem Avatar am ehesten passt und entweder seinen Shape leicht anpassen oder mit Alphalayern arbeiten.

Nun ist es aber so, dass für viele der eigene Shape ja ein wesentlicher Bestandteil der virtuellen Identität ist, etwas, was man nicht wirklich ändern will. Entsprechend gehen bei Meshkleidung daher auch die Reaktionen auseinander. Wer darüber mehr lesen will, der wird bei Rowan Derryths Post mit vielen Bildern fündig, in dem sie die Probleme detailliert schildert.

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Das Problem mit Meshkleidung

Second Life lebt davon, dass wir (fast) alle versuchen, unser idealisiertes Selbst zu bauen. Viele von uns verbringen Stunden und mehr damit, ihren Shape zu perfektionieren, Kleidung zu kaufen, Accesoires zu basteln, und und und… manche verfallen in SL regelrechten Kauforgien und der virtuelle Kleiderschrank ist bestens gefüllt. Davon lebt in SL ein ganzer Wirtschaftszweig gut, und man ist darauf bedacht, die Kundschaft zu bedienen und ihr immer etwas Neues bieten zu können, die Fashion-Blogs und ihre Vielzahl spricht darüber Bände.

Nun ist es also so, dass es die erste Kleidung gibt, die auf Meshes basiert. An und für sich eine gute Sache, das erste Mal kann man - sofern der Rechner und die Grafikkarte potent genug ist - einen realistischen Schattenwurf auf der Kleidung sehen, diese bewegt sich ordentlich mit dem Avatar, und und und… wenn, ja wenn da nicht ein doch recht grosser Wermutstropfen wäre: die Meshgebilde passen sich nicht automatisch dem eigenen Shape an. Das liegt einfach daran, dass Meshes in der Logik des Viewers direkt am Bone, also Knochen des Avatars getragen werden. Damit können sie sich besser als alles bisher mit dem Avatar bewegen, aber der Shape interessiert die Meshes nicht die Bohne.

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Meshupload mit Drittviewern

Meshes sind ja nun langsam dabei, sich im Grid auszubreiten und werden mehr und mehr Standard werden, einfach weil sie massive Vorteile haben, auch wenn sie sicherlich noch mit einigen Problemchen behaftet sind. Wer mit veralteten Viewern wie Phoenix sich Meshes am Avatar anschaut, der sieht beispielsweise statt einer Hose nur einen Mann ohne Unterleib mit einer komischen Kugel. Aber ich bin mir sicher, da der Druck nun vorhanden ist, wird eine Vielzahl an Benutzern sehr schnell Viewer bei sich installieren wollen, die Meshes darstellen können.

Bisher gibt es folgende Viewer, die Meshes darstellen können:

Weiterhin wird die nächste Version des Firestorm-Viewers Mesh offiziell unterstützen, dazu kommt noch bereits angekündigt der Singularity Viewer. Alles in allem sieht es gar nicht so schlecht aus, die Vielfalt des Viewerzoos wird erhalten bleiben und läuft Mesh in einem der 1.xer-Viewer erstmal gut genug, werden sicherlich auch andere bereitwillig den Code bei sich einbauen und übernehmen.

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Endlich: Meshes sind auf dem Maingrid angekommen!

Was lange währt, wird endlich gut - oder so ähnlich: jedenfalls sind seit einigen Tagen Meshes auf dem Maingrid angekommen und jeder, der will, kann von nun an damit bauen. Damit man Meshes hochladen kann, muss im SL-Konto eine Zahlungsinformation hinterlegt sein (Payment Info) und man muss einen kleinen Quiz von zehn Fragen auf Englisch absolvieren, der einen Crashkurs in Sachen Urheberrecht darstellt. Keine Angst, das geht in unter fünf Minuten und Linden Lab gibt genügend Hilfestellung, den nicht zu bestehen ist unmöglich.

Danach kann man also, einen aktuellen Viewer 3 oder Kirstens Viewer vorausgesetzt, Meshes nach Second Life hoch laden und/oder selber nutzen. Die Benutzer von Phoenix, Firestorm Beta, Imprudence, Cool Viewer und was es sonst noch so alles gibt, schauen dabei momentan in die Röhre, sie sehen die Meshes nur bestenfalls als komische Dreiecke, mehr auch nicht. Hoch laden ist mit den Viewern bisher auch nicht möglich.

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