Die Gilde Bloodlust auf Blackmoore, oder: ist der Ruf erst ruiniert lebt es sich recht ungeniert

Es gibt in WoW eine spezielle Hilfe für ansonsten talentmäßig unterbelichtete Spieler, die im PVP was reißen wollen aber auf normalem Wege nicht können, die sich Multiboxing nennt. Wer mit dem Begriff nichts anzufangen weiß: da leistet sich ein Spieler eben nicht einen, sondern gleich fünf Accounts und bezahlt 5*13 = 64 Euro im Monat an Abogebühren. Multiboxing selber ist eine spezielle Software, die seine Tastendrücke dann vervielfältigt und an fünf gleichzeitig von ihm eingeloggte Charaktere schickt. Im Funk nennt man so etwas einfach Multiplexing.

Frei nach dem Motto: wenn ein Charakter von mir alleine nichts reißen kann, dann rüste ich eben fünfe aus und jage die gleichzeitig auf einen Spieler. Viel hilft viel. Wird schon schiefgehen, und meistens klappt das recht gut, vor allem wenn es die dafür gut geeigneten Klassen sind wie Schamanen und ähnliche.

Multiboxer selber sind dabei eine Sache, die in der Spielerschaft zwiespältig gesehen werden. Blizzard selber hat nichts dagegen, also sind grundsätzlich erlaubt, das ist die eine Seite der Medaille. Die andere Seite ist aber, dass man nur weil etwas erlaubt ist es noch lange nicht automatisch als gut betrachten muss.

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Einfach nur lächerlich

Nur ein kurzer Kommentar zum aktuellen, politischen Zeitgeschehen: die NSA hat millionenfach in Deutschland Verbindungsdaten abgegriffen. Damit hat unsere Regierung kein Problem, sind ja nur die dummen, doofen, trotteligen Bürger. Wer sich dazu die Kommentare von Hans-Peter Friedrich, seines Zeichens Bundesinnenminister, durchliest wird auch zum Eindruck kommen: da ist doch nichts schlimmes passiert. Der sagt ja, die NSA hält sich an deutsches Recht auf deutschem Boden.

Das stimmt sogar! Denn die Schnüffelinstallationen der NSA sind, wenn in Botschaftsgebäuden und diese sind staatsrechtlich Hoheitsgebiet der USA. So einfach geht das.

Aber nun ist ja passiert, was nicht passieren darf: man hat Muttis geliebtes Mobiltelefon ebenfalls abgeschnorchelt. Da wird die Sache denn auf einmal anders und man zitiert den US-Botschafter daher, um ihn zu maßregeln.

Da sage einer nochmal, die Prioritäten lägen nicht inzwischen deutlich verquer…

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Endzeitstimmung im wirklichen Leben

Vielen Rollenspielideen in Second Life und auch sonst liegt ja eine Endzeitidee zugrunde: es gibt einen Staat, Nation, Gesellschaft, die vormal gut funktionierte und aus welchen Gründen auch immer - Erdbeben, Krieg, nukleare Katastrophe, biologische Waffen und dergleichen mehr - zusammenbrach. Es gibt dann ein Häufchen Überlebender, das irgendwie versucht, über die Runden zu kommen und das spielt man.

Nun werden all die Schreiber solcher Szenarien gerade von der Wirklichkeit massiv überholt, denn in den USA passiert etwas, was so wohl bisher kaum jemand für möglich gehalten haben dürfte: das selbstständige Abschalten des Staates. In den USA ist der Fall eingetreten, dass der Staat - genauer der Bund - wegen der Schuldenobergrenze bald zahlungsunfähig sein wird. Das bedeutet, dass er ab diesem Zeitpunkt seinen Arbeitnehmern mit ziemlicher Voraussicht nach nur noch verminderte oder keine Gehälter mehr bezahlen kann.

Sollte dieser Zustand dann zudem lange anhalten, dann sind dies die besten Voraussetzungen für den Zusammenbruch des Staates in seiner jetzigen Form. Unruhen, Plünderungen und vieles mehr könnten die Folge sein. Es ist im Grunde etwas, was man so nicht erleben will, aber wir bald möglicherweise erleben müssen. Perfiderweise könnte sich natürlich jetzt die hohe Ausrüstung der US-Bürger mit Waffen mal als Vorteil erweisen, die haben ja auch das geflügelte Wort “an armed society is a polite society”, und bewaffnet sind sie nun wirklich genug.

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WoW Mists of Pandaria: The good, the bad and the ugly - ein Fazit zur aktuellen Erweiterung

World of Warcraft 5.4 ist nun in seiner endgültigen Raidsaison angelangt, mit der ebenfalls eine neue PVP-Saison eröffnet wurde. Ein Patch 5.5 zur Vorbereitung auf die kommende Erweiterung - vermutlich erscheint die Ende 1. Quartal oder irgendwann 2. Quartal 2014 - ist noch ziemlich sicher. Danach war es dann erst einmal mit Pandaria und der Zirkus zieht weiter. Zeit also, mal ein kleines Fazit zu ziehen, was denn nun an der Erweiterung “Mists of Pandaria” gut und was denn schlecht war.

The good

Eindeutig gut waren an der Erweiterung die Schlachtzüge, die sich im Gegensatz zu Drachenseele äußerst ansprechend gestaltet und auch vor allem als nicht allzu leicht zeigten. Das begann schon mit Mogushangewölbe und dem Gruppenfilter Steinwache sowie Elegon darin, ging weiter mit dem Thron des Donners und gipfelte nun im Schlachtzug “Schlacht um Orgrimmar”, in dem man Garrosh höchst selbst verprügeln darf. Am Ende rettet denn sogar Varian Wrynn Garrosh das Leben, damit dem in Pandaria der Prozess gemacht werden kann und der Häuptling der Dunkelspeere, Vol’jin, wird zum neuen Kriegshäuptling der Horde gewählt.

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Heute auf Tuliptree

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Preisfrage: was will das obige Foto uns sagen? Richtig: die komischen Vehikel von Annmarie Otoole sind nach wie vor in Second Life. Was Linden Lab daran hindert, sie endlich zu entsorgen? Das weiß keiner.

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Auswurf: "Work-Life-Balance" my ass!

In den Medien gibt es momentan ein viel gerittenes Modewort, das mit einer gewissen Wollust gesprochen wird: Work-Life-Balance! Klingt gut, klingt toll und ist dabei ein total alter Hut. Glaubt ihr nicht? Dann schaut euch mal das Plakat hier an, was der DGB in den 50ern brachte:

DGB-Plakat

Ja, Samstags, da gehört der Vati mir! Das war eine Kampagne, die der DGB in den 50ern gegen den Umstand erfolgreich fuhr, dass für viele Arbeiter in den 50ern der Samstag noch ein ganz normaler Arbeitstag war. Wenigstens einen Tag neben dem Sonntag aber sollte der Vater mal völlig alleine dem Sohnemann gehören und nicht bis in die Puppen malochen müssen. 1950 betrug die durchschnittliche Arbeitszeit die Woche noch 48 Stunden, und da kann sich jeder ausrechnen, was das denn so für eine Familie bedeutet hat. 1956 erfolgte dann allmählich der Übergang zur 40-Stundenwoche.

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Peinlich, peinlich...

Da war ich letzten Freitag mal wieder im Dark Refuge und denke mir: “Oh, da ist ja Kristina Simon… endlich mal jemand, der in Second Life noch älter ist als ich.” - und dachte dabei, irgendwas habe ich vergessen, aber was? Kurz ins eigene Profil geschaut und - richtig - ich hatte am Mittwoch, den 25.9. meinen 7. Rezzday. Ja, soweit kommt es schon mit Opa.

Anstelle des üblichen Salbaders und Blablabla zu dem Thema nur so viel: es war schön bisher, und ich denke, es wird auch die nächste Zeit in Second Life schön sein. Ich werde es erleben!

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Tja, die Welt ist verrückt... wann war sie es mal nicht?

Nach der Wahl am Wochenende kann ich gar nicht so viel essen, wie ich gerne kotzen würde. Angela Merkel geht unangefochten in ihre dritte Amtszeit und ist nun endgültig Chefin im Ring, das ist nun genau das, was Europa und Deutschland nicht gebraucht hat: Madam Lahmhand, die die Krise weiter verschleppt und ausbaut, indem sie allen ihre total deplazierte Austeritätspolitik aufzwingt anstelle sie zu beseitigen. Hossa.

Das einzig erfreuliche am Wahlausgang ist, dass die unsägliche Selbstbereicherungspartei FDP verdient aus dem Bundestag geflogen ist. Die haben bekommen, was sie verdient haben.

Ebenfalls verdient sind die Piraten nicht in den Bundestag gekommen. Nachdem sie es geschafft haben, sich wegen der Debatte um ihren damaligen arbeitslosen Geschäftsführer Ponader selbst zu zerlegen, dem sie kein Gehalt zahlen wollten und danach nicht wieder neu zu formieren, haben sie bekommen, was sie verdient haben.

Die Grünen haben ebenfalls verdient Stimmen abgeben müssen, und hoffentlich bleibt uns nun die dauerempörte Schreckschraube Claudia Roth fortan im Fernsehen erspart.

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30 Grad

Dieser freundliche Rapper hier ist MC Fitti (gesprochen Ämm Si Fitti), die Neuentdeckung des Jahres. Oder so. Angeblich ist das hier der Sommerhit 2013. Nun ja, bisher lief das völlig an mir vorbei, aber es hat bei Youtube schon über zwei Millionen Klicks. Der gute Mann ist übrigens gelernter Elektroinstallateur. Sollte sein Ruhm also mal vorbei sein, dann fällt er immerhin in kein berufsmäßiges Loch.

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