Billige Argumente, heute: "Der ist ja nur auf Klicks aus!"

Meine Meinung über Tanzgruppen in Second Life wurde unter anderem bei Ziu von dieser aufgegriffen und ein wenig erweitert. Mir ging es da weniger um Tanzwettbewerbe von Kajirae an sich, sondern eben Gruppen, die sich wo hinstellen und tanzen. Ich finde einfach solche Darbietungen strunzlangweilig in Second Life, eben weil sie meistens sich nur in einer Auswahl entsprechender Kostüme und mehr oder weniger synchronen Darstellung von gekauften Tänzen beschränken. Und so 4-8 gleich gekleidete, auf Posebällen rumhoppelnde Avatare sind einfach nichts, was mich persönlich zu Begeisterungsstürmen hinreißen würde, da die meisten Sachen ja problemlos von jedem zusammen gekauft und montiert werden können.

Das ist meine Meinung und dazu stehe ich nach wie vor, dass ich so etwas einfach in Second Life strunzlangweilig finde, da mir da zu wenig eigene Phantasie drin steckt. Andere finden eben anderes langweilig. So.

Bei Ziu dann hat eine gewisse Deka geschrieben, sie habe sich bei mir nur deswegen verkniffen zu kommentieren, da - Zitat - “den ich weis er sucht nur klicks.” Das ist mal wieder eines dieser herrlichen Totschlagargumente, die supertoll klingen und auf die man im Grunde gar nichts erwidern kann, denn die passen ja immer und da können sich dann alle fröhlich immer einfinden, genau in dieses Argument zu blasen.

[Mehr]
Kategorien: personal  Stichwörter: personal  second-life 

3000

3000

Da bin ich doch gestern glatt 3000 Tage alt geworden - und bemerke es erst heute. Irgendwie verpenne ich in letzter Zeit alle interessanten Ereignisse meines Avatars.

Kategorien: personal  Stichwörter: personal  second-life 

Die Anstalt: Festung Europa

Ich war heute auf “Terra Nostra” von Nea und Beric unterwegs; als ich mich dort genauer umblickte, da musste ich an die kürzliche Sendung der Anstalt vom 18. November denken, die genau das zum Thema hatte, um was es auf der Installation geht - und die Verlogenheit der EU gnadenlos anprangerte.

Ohne weitere Worte daher:

Kategorien: personal  Stichwörter: personal 

Witzischkeit kennt keine Grenzen

Durch Zufall habe ich neulich die 1993 erschienene Satire “Kein Pardon” sehen können. Der Inhalt ist schnell erzählt: Paul Schlönzke (Hape Kerkeling), schüchtern und Mamasöhnchen, wurde mit der Fernsehsendung der Nation “Witzischkeit kennt keine Grenzen” von Kanal 1 groß. Diese Sendung wird vom abgehalfterten und tyrannischen Moderator Heinz Wäscher (Heinz Schenk) präsentiert, der Schlönzkes Held und Vorbild ist. Durch Zufall wird Schlönzke bei Kanal 1 Kabelhilfe und entdeckt so die Wahrheit hinter der biederen und schönen Fassade der Sendung: Wäscher ist ein Tyrann, wie er im Buche steht, der seine Umgebung mit seinen Allüren einfach nur noch nervt, dazu noch jedem Rockzipfel herjagt und von seinem Publikum absolut nichts hält. Schlönzke selber bekommt recht schnell einen unfreiwilligen Karriereschub, indem er den lustigen Glückshasen spielen darf.

[Mehr]
Kategorien: personal  Stichwörter: filme  personal 

An alle, die gerne per Teamspeak, Skype&Co. kommunizieren: kauft euch endlich mal ein gescheites Headset!

Ich bin in letzter Zeit wieder häufiger im Skype und Teamspeak unterwegs, und es ist leider so, dass man ab einer gewissen Gruppengröße gerade zu axiomatisch fordern kann, dass es mindestens einen Teilnehmer gibt, der meinetwegen über die in seinem Notebook eingebauten Lautsprecher und Mikrofon kommuniziert. Du Arsch, du Vollpfosten, du Trottel, du Nervensäge!

Denn was passiert, wenn ich ein empfindliches Mikrofon nahe genug an Lautsprecher halte, die den gerade aufgenommenen Ton des Mikrofons wiedergeben? Richtig: es macht ganz böse FIEEEP, weil der neue Einstein das Phänomen der Rückkopplung für sich entdeckt hat!

Wisst ihr eigentlich, wie nervig das ist, wenn man auf einmal euch doppelt hört? Wenn man, weil euer im Notebook eingebautes Ranz-Mikrofon keine gescheite Charakteristik nur eure Sprache aufzunehmen hat, noch brühwarm mitbekommt, was bei euch im Raum so abgeht, welche Musik ihr hört, euer Kind schreit oder gerade der Nachbar vögelt? Aber mal echt, das sind alles Sachen, die keiner hören will noch hören muss!

[Mehr]
Kategorien: personal  Stichwörter: personal  rant 

Interstellare Reisen und die Zeit

Die Zeit ist, so wissen wir seit Albert Einstein, ja etwas, was man stauchen oder dehnen kann, jedenfalls ist sie relativ. Nun habe ich mir mal wieder eine der Sendungen mit Harald Lesch zum Thema “Interstellare Reisen” und was das für den Besuch möglicher Aliens bei uns bedeutet. Man kann es auch als eine Art Faktencheck verstehen, wieviel von interstellaren Reisen in Science Fiction in Wirklichkeit zu halten ist.

In fast allen SciFi-Werken ist das überlichtschnelle Reisen mittels diverser Tricks kein Thema, und auch die Besiedlung ganzer Galaxien durch die Menschheit ist dabei ja kein Thema mit munteren Reisen zwischen den Sternensystemen zu Lebzeiten der Menschen.

Leider sieht die Realität trostloser als das aus. Zunächst einmal ist die Lichtgeschwindigkeit eine absolute Konstante für jedwede Materie; mehr als gerundet 300.000 km/s sind praktisch einfach mit konventionellen Schubantrieben nicht drin und in Wirklichkeit nicht einmal diese, denn je näher sich Materie der Lichtgeschwindigkeit nähert, desto schwerer wird sie und desto mehr Schub benötigt man für eine weitere Beschleunigung, was sich wiederum in mehr Treibstoffbedarf niederschlägt. Das ist also ein Teufelskreis. Viele Wissenschaftler gehen daher ja auch nicht von Reisen mit Lichtgeschwindigkeit, sondern von Reisen mit annähernd Lichtgeschwindigkeit aus, da die Beschleunigung von Materie auf Lichtgeschwindigkeit physikalisch gesehen ja unmöglich ist.

[Mehr]
Kategorien: personal  Stichwörter: aliens  personal  scifi 

Das Intentionalitätsproblem

Cogito, ergo sum.

“Ich denke, also bin ich.” - so sagte der französische René Descartes. Was aber steckt genau dahinter? Nichts anderes als die Frage, was eigentlich den Menschen antreibt und den Mensch zum Menschen macht.

Denn wenn man sich den Menschen rein wissenschaftlich betrachtet, dann gibt es ein Problem: der Mensch ist eine Anhäufung von Materie, in der ständig mehr oder weniger komplexe Reaktionen und elektrochemische Vorgänge passieren. Den stofflichen Aufbau des Menschen begreift man inzuwischen sehr gut, ebenso viele der im Organismus statt findenden Prozesse.

Genau so wissenschaftlich kann man sich denn auch die Aktivitäten des Gehirns betrachten, und hierbei beginnt dann das Problem: keiner wird jemals auf die Idee kommen, das beispielsweise ein Stuhl aus Holz etwas denkt, empfindet oder gewisse Absichten hat. Der Mensch ist stofflich gesehen eine wandelnde Anhäufung von Biomatsch, mehrheitlich Wasser, dazu kommt dann noch Eiweiß, Fette und andere Bausteine.

[Mehr]
Kategorien: personal  Stichwörter: personal  philosophie 

Tarifeinheit mal anders herum gedacht

Früher war es in den meisten Betrieben einfach: es gab die Stammbesetzung, diese wurde hoffentlich meistens anständig bezahlt und das war es dann gewesen. Lange Zeit funktionierte dieses System recht ordentlich und sicherte den Wohlstand vieler Facharbeiter. Dann aber begannen in den 90ern die Verwerfungen und eine neue Dienstleistungsbranche trat auf den Plan, die Zeitarbeitsfirmen.

Und mit Hilfe dieser Firmen und später dem Verrat der SPD an ihrer Wählerschaft, nämlich den Hartz-Reformen, ist diese innerbetriebliche Sache massiv aufgebrochen worden. Zuerst hat man vielen Mitarbeitern gesagt, man könne sie nicht mehr länger beschäftigen, weil die Profite des Betriebs in Gefahr seien, aber es gäbe da diese Zeitarbeitsfirma, da könnten sie dann für zwar deutlich weniger Geld immer noch im selben Betrieb schaffen, und das sei allemal immer noch besser, als auf das Sozialsystem angewiesen zu sein.

So kam es dann, dass in vielen Betrieben die Belegschaft inzwischen zwiegespalten ist, ein Teil ist nach wie vor als Stammbelegschaft tariflich bezahlt, der andere Teil leistet zwar dieselbe Arbeit, aber das für deutlich weniger Lohn. Der Mensch als Wegwerfware, und oh du magst nicht mehr zu diesem Lohn arbeiten? Ja Pech gehabt, hinter dir stehen schon mindestens zehn Leute, die aber sowas von scharf auf deinen Arbeitsplatz sind, solltest du es noch nicht gemerkt haben, also gebe ich dir einen freundlichen Rat: überlege es dir besser dreimal, was du tust, denn in die tarifliche Entlohnung kommst du in diesem Betrieb hier jedenfalls nicht mehr.

[Mehr]
Kategorien: personal  Stichwörter: gewerkschaften  personal