Einfach nur lächerlich

Nur ein kurzer Kommentar zum aktuellen, politischen Zeitgeschehen: die NSA hat millionenfach in Deutschland Verbindungsdaten abgegriffen. Damit hat unsere Regierung kein Problem, sind ja nur die dummen, doofen, trotteligen Bürger. Wer sich dazu die Kommentare von Hans-Peter Friedrich, seines Zeichens Bundesinnenminister, durchliest wird auch zum Eindruck kommen: da ist doch nichts schlimmes passiert. Der sagt ja, die NSA hält sich an deutsches Recht auf deutschem Boden.

Das stimmt sogar! Denn die Schnüffelinstallationen der NSA sind, wenn in Botschaftsgebäuden und diese sind staatsrechtlich Hoheitsgebiet der USA. So einfach geht das.

Aber nun ist ja passiert, was nicht passieren darf: man hat Muttis geliebtes Mobiltelefon ebenfalls abgeschnorchelt. Da wird die Sache denn auf einmal anders und man zitiert den US-Botschafter daher, um ihn zu maßregeln.

Da sage einer nochmal, die Prioritäten lägen nicht inzwischen deutlich verquer…

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Tja, die Welt ist verrückt... wann war sie es mal nicht?

Nach der Wahl am Wochenende kann ich gar nicht so viel essen, wie ich gerne kotzen würde. Angela Merkel geht unangefochten in ihre dritte Amtszeit und ist nun endgültig Chefin im Ring, das ist nun genau das, was Europa und Deutschland nicht gebraucht hat: Madam Lahmhand, die die Krise weiter verschleppt und ausbaut, indem sie allen ihre total deplazierte Austeritätspolitik aufzwingt anstelle sie zu beseitigen. Hossa.

Das einzig erfreuliche am Wahlausgang ist, dass die unsägliche Selbstbereicherungspartei FDP verdient aus dem Bundestag geflogen ist. Die haben bekommen, was sie verdient haben.

Ebenfalls verdient sind die Piraten nicht in den Bundestag gekommen. Nachdem sie es geschafft haben, sich wegen der Debatte um ihren damaligen arbeitslosen Geschäftsführer Ponader selbst zu zerlegen, dem sie kein Gehalt zahlen wollten und danach nicht wieder neu zu formieren, haben sie bekommen, was sie verdient haben.

Die Grünen haben ebenfalls verdient Stimmen abgeben müssen, und hoffentlich bleibt uns nun die dauerempörte Schreckschraube Claudia Roth fortan im Fernsehen erspart.

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King of Kotelett

Und das isser, Peer Steinbrück, der King of Kotelett, bitte sehr:

kingofkotelett

Nun jut. Das TV-Duell Steinbrück gegen Merkel war so unterhaltsam und informativ wie Prinz Valium gegen Prinz Valium. Routinierte Schwurbelpolitiker, die einfach nur ihre einlullenden Thesen unters Volk bringen und zahme Kuschelhündchen, die sich Politjournalisten schimpfen dabei aber in Wahrheit den Politikern aus der Hand fressen.

Stefan Raab als Exot, der damit nicht sein Geld verdient und auch unabhängig von den Politikern ist, konnte es sich leisten, ein wenig ausfallend zu werden. Die Erwartungen an ihn waren recht gering, dabei ist der Mann durch und durch Profi und bereitet sich auf alles, was er anfasst, vor.

Dazu kommt das hämische Herumreiten in den Medien darauf, dass er ja “nur” Metzgergeselle sei. Dass er auch einige Semester Jura studiert hat wird dabei mal eben so locker unter den Tisch fallen gelassen.

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Yes, minister!

Von 1980 bis 1988 lief in der BBC die Serie “Yes, Minister!”, in der ein fiktiver Premierminister des Vereinigten Königreichs immer von einem Staatssekretär beraten wurde und so intime Einblicke in die Politik und ihre Gründe der Briten bekam. Vieles davon ist, obwohl es nur eine Serie war, ohne Zweifel nach wie vor die treibende Kraft der Politik der Briten.

Und dies sagten sie damals zu der Europäischen Gemeinschaft, heute natürlich die EU:

Sir Humphrey: Minister, Britain has had the same foreign policy objective for at least the last five hundred years: to create a disunited Europe. In that cause we have fought with the Dutch against the Spanishwith the Germans against the Frenchwith the French and Italians against the Germans, and with the French against the Germans and Italians. Divide and rule, you see. Why should we change now, when it’s worked so well?

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