Der Black Dragon Viewer macht einen auf Microsoft

Was ist das Feature von Windows 10, an dem sich die meisten Geister derbe scheiden? Richtig: das automatische Update, welches man nur verschieben, aber nicht beliebig aufschieben kann. Irgendwann muss man einfach das Update fahren, ob es nun für einem Sinn macht oder eben nicht! Die einzige Abhilfe ist es, seinen Rechner ohne Internet zu betreiben, aber wer macht das heute noch?!?

Sicherheitsexperten fanden diese Änderung einfach toll, weil so der Benutzer endlich gezwungen wird, wichtige Sicherheitsaktualisierungen relativ zeitnah einzuspielen. In Wirklichkeit aber ist diese Funktion ein Riesendesaster und hat zu einer Menge an Unmut gegenüber Microsoft geführt, weil das Update entweder immer genau dann gefahren wird, wenn man es am wenigsten braucht oder aber möglicherweise ein größeres Update erst einmal ungefragt gewisse Treiber und Programme kaputt macht. So oder so, es entreißt dem Benutzer ein gutes Stück der Kontrolle über den eigenen Rechner und ist in der Praxis einfach nur eine richtig üble Idee.

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Der Cliqz-Browser, oder: der Wolf im Schafspelz

Aktuell schwappt ja durch die deutschen Qualitätsmedien eine Welle der Berichterstattung über einen ach so tollen Webbrowser auf deutschen Landen, der es Google mal so richtig zeigen soll. Wer nicht gerade blind durch’s Web surft, der wird das sicherlich mitbekommen haben, es handelt sich dabei um den neuen Browser CliqZ.

Cliqz ist kostenlos verfügbar, gut. Mit dem Verkauf von Webbrowser kann man schon seit mindestens 15 Jahren kein Geschäft mehr machen, daher ist das nicht weiter verwunderlich, wer seinen Webbrowser unters Volk bringen will, der muss diesen kostenlos abgeben, sonst kann er es nämlich gleich sein lassen!

Cliqz ist dabei softwaretechnisch nichts anderes als ein Fork von Mozilla Firefox. Man hat also die Basis von Firefox genommen und entsprechend umgearbeitet, was erlaubt ist. Das Meiste an Features, was Cliqz so bietet, kann man übrigens auch problemlos bei jedem anderen, modernen Webbrowsern durch Erweiterungen problemlos nachrüsten. Die Erweiterungen von Firefox kann man jedenfalls mit Cliqz nicht nutzen, da der Entwickler das abgeschaltet hat.

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Der Weg der Software oder: auf den Schultern von Riesen stehen

Die moderne Entwicklung von Software hat es so an sich, dass die Programmierer oft das Rad nicht mehr neu erfinden müssen, sondern sich bereits existierender Programmbibliotheken für alle möglichen Bereiche, wie beispielsweise Verschlüsselung, dem Abspielen von MP3s, Videos u.v.m. bedienen können. Der Entwickler nutzt die Schnittstellen der entsprechenden Bibliothek und baut sie in sein Produkt ein, fertig. Natürlich muss er damit auch ab und an sein Projekt der Bibliothek anpassen, wenn sich diese ändern sollte.

konqueror-web-browser

Das hier, werte Leser, ist Konqueror. Der Mehrzahl von euch wird Konqueror nichts sagen, es handelt sich dabei um den alten Dateimanager des Desktop Environments KDE unter *nix. Konqueror war schon immer fähig, als Webbrowser zu fungieren und hatte dazu eine eigene, kleine Websiterenderingengine namens KHTML eingebaut plus eine Javascriptengine namens KJS. KHTML war recht flott, leichtgewichtig und einfach in eigene Programme einzubauen.

KHTML kennt heute kaum noch einer, es wird auch nicht mehr weiter entwickelt. Als Apple im Jahre 2003 seinen eigenen Webbrowser namens Safari vorstellte, ging ein Raunen durch die Webszene. Denn in dieser Email meldete sich ein gewisser Don Melton bei den KDE-Entwicklern und verkündete der erstaunten Welt in der Mailingliste, dass Apples neuer Webbrowser auf einem Fork von KHTML mit KJS basieren würde. Dieser Fork, also eine auf Grundlage von KHTML unabhängige Weiterentwicklung trug damals den Namen WebCore, das Gesamtprojekt hörte auf den Namen Webkit.

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CDN und was es bedeutet

Second Life bekommt aktuell Unterstützung für CDNs, also Content Delivery Networks, eingebaut. Aktuell gibt es einen Projektviewer dazu und rund 28 Regionen auf dem Mainland, die das unterstützen.

Das Problem daran ist nur: viele können sich unter einem CDN absolut nichts vorstellen, aber sie benutzen es täglich. Was also ist ein CDN und warum ist es gut?

Ein CDN ist, wie der Name schon sagt, ein Netzwerk, das Inhalte verteilt. Nehmen wir mal an, ín meiner Gegend gibt es zwei ALDI-Filialen, die eine ist drei Kilometer von mir entfernt und die andere zehn. Nehmen wir weiter an, ich als ökonomisch handelnder Mensch kaufe immer dasselbe Toilettenpapier bei ALDI, das es in jeder Filiale als Eigenmarke vorrätig gibt. Wohin werde ich natürlich fahren? Richtig: zu der Filiale, die näher an meinem Wohnort ist, denn das Angebot in dem Fall ist ja in allen ALDI-Filialen gleich und es gibt für mich absolut keinen vernünftigen Grund, in die weiter entfernte Filiale zu fahren.

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The new kid on the block

Es gibt mal wieder einen neuen Second Life Viewer, mit dem keiner rechnete, namens Replex. Dahinter steckt Latif Khalifa, seinerseits absolut kein Unbekannter, sondern der Autor vom Radegast-Client und einigen anderen Sachen.

Replex kommt einem dabei von Anhieb seltsam bekannt vor, und das ist kein Wunder, handelt es sich doch schließlich bei diesem 1er-Viewer um einen Fork vom Singularity Viewer. Replex basiert dabei auf dem letzten Alphacode von Singularity, enthält aber einen Haufen an Verbesserungen im Vergleich zu Singularity 1.8.5. Allerdings stammt die Mehrheit davon vom Singularity-Team selber, der bisherige Beitrag von Latif Khalifa liest sich dann doch recht bescheiden:

  • Added Replex skin (Latif)
  • Bundle Replex, Gemini and Silver skins (Latif)
  • Windows 64 viewer now supports parcel media (QuickTime) (Latif)
  • gtp chatbar command now allows omitting height. (Latif)

Im Grunde ist also Replex eine leicht veränderte Version des aktuellen Singularity-Alpha-Codes plus einigen, wenigen Änderungen von Latif Khalifa.

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War es ein Fehler von Linden Lab, die Entwicklung von Opensimulator zu dulden?

Es gibt ja manche Leute, die es als einen der Kardinalfehler in den Geschäftsentscheidungen von Linden Lab der letzten Jahre ansehen, dass sie die Entwicklung von Opensimulator geduldet und nichts dagegen getan haben.

Zunächst einmal hätten sie wohl sowieso nicht viel dagegen unternehmen können, denn wer selber seinen Viewerquellcode und damit alle Protokolle offenlegt, der muss auch damit rechnen und nimmt dies in Kauf, dass die Serverkomponente nachgebaut wird. Gut, im Falle von Opensimulator gab es schon vorher die Bibliothek für die Second Life Protokolle durch Reverse Engineering, aber die Veröffentlichung des Viewerquellcodes 2007 gab dem ganzen einen gehörigen Schub.

Und selbst wenn Linden Lab etwas dagegen hätte tun können - was hätte es gebracht?

Damit Opensimulator wirklich Linden Lab gefährlich werden könnte, müsste es massiv an der Benutzerbasis von Second Life knabbern und Landmasse abziehen, und das seit Jahren.

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Ist TrueCrypt unsicher?

Momentan hat die freie Softwareszene ein gewaltiges Beben erschüttert, und keiner weiß so recht, woran man wirklich ist. Einige kennen vielleicht das freie Verschlüsselungsprogramm TrueCrypt: man kann damit Dateien oder komplette Festplatten verschlüsseln, es läuft unter Windows, Mac OS X und Linux gleichermaßen gut und vor allem auch so, dass man es portabel installieren kann sowie es einfachst zu bedienen ist. Viele Menschen benutzen es weltweit, um sensible Daten zu schützen, wie zum Beispiel der Sicherheitsexperte Bruce Schneier (genauer: er nutzte es) oder Edward Snowden.

TrueCrypt wurde dabei von einem Team an Entwicklern verfasst, deren Identität weitgehend unbekannt ist und sich nur selten in der Öffentlichkeit oder per Email zu irgendetwas äußern. Es ist seit über 10 Jahren bereits verfügbar und sein Quellcode offen verfügbar. TrueCrypt stand bisher im Ruf, weitgehend vertrauenswürdig und sicher zu sein, auch ist gerade momentan eine kommerzielle Sicherheitsprüfung des Quellcodes auf Schwachstellen und mögliche Hintertüren im vollen Gange, die bisher nichts schlimmes zu Tage förderte.

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What's wrong with Windows 8

Hier mal ein Debattenbeitrag zu dem Thema, was mit Windows 8 nicht stimmt. Er ist zwar inzwischen drei Jahre alt, aber viel geändert hat sich bis heute nicht daran.

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Der traurige Zustand von OpenGL

OpenGL, so sollte man meinen, habe eine prachtvolle Zukunft vor sich: immerhin ist es ein offener Industriestandard, auf jeden Fall aber der Standard auf jedem Iphone/Ipad, Android-Telefon und Macintosh. Damit wird es zahlenmäßig gesehen an Microsofts DirectX (Xbox, Windows und Windows-Phones) weit vorbeiziehen. Aber weit gefehlt!

Ein Entwickler von Valve, Rich Geldreich, befasst sich aktuell in seinem Blog genauer zum Zustand von OpenGL und dessen Treibern. Das ist interessant, da Valve ja zum Bau seiner eigenen Konsole Steam Box auf Linux und damit OpenGL setzt - die haben also nichts gegen OpenGL, im Gegenteil, die finden es toll und liefern momentan ein Opensource-Produkt nach dem anderen ab, um damit besser arbeiten zu können.

In dem Artikel “Dinge, die mich bei OpenGL in den Wahnsinn treiben” schreibt denn auch Geldreich sehr plastisch, wo es denn bei OpenGL hakt. Das ist auf Englisch geschrieben, aber durchaus mal das Lesen wert.

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Btrfs sucks

Btrfs wird ja unter Linux als das nächste, große Standarddateisystem angesehen. Es ist so eine Art “running gag”, jedenfalls ist es noch in der Entwicklung und wird als in zwei bis drei Jahren als möglicherweise stabil genug für den Alltagseinsatz angesehen.

Btrfs ist dabei ein Copy on write-Dateisystem und die Featureliste liest sich so, als habe man da fröhlich bei ZFS von Sun abgekupfert. Btrfs wurde ursprünglich von Oracle entwickelt, dann kauften die Sun und haben seitdem auch die Rechte an ZFS, nun wird es extern entwickelt. Wie auch immer.

Btrfs liest und fühlt sich wie eine schlechte Kopie von ZFS an. Da kann man auch besser gleich zum Original greifen, das stabiler ist, mehr Features hat und für den Produktionseinsatz bereit ist.

Beispiele gefällig, wieso ZFS saugt?

  • df unter Btrfs lügt und zeigt nicht den freien Plattenplatz an. Dumm aber, wenn es Skripte/Programme geben sollte, die auf die Ausgabe von df vertrauen. Der notwendige Befehl lautet “btrfs filesystem df /”. Ein Unding.
  • Btrfs ist im Vergleich zu Ext4/XFS in den meisten Fällen schnarchlangsam.
  • Btrfs ist für den Betrieb von Datenbanken oder virtuellen Maschinen denkbar ungeeignet. Dafür nimmt man besser Ext4 oder gleich XFS.
  • Tree Balancing, also das Verteilen von Daten über mehrere Festplatten, kann durchaus einen Tag oder länger dauern.
  • Es besteht noch immer die geringe Möglichkeit, dass sich wenn ein Fehler gefunden werden sollte, das On-Disk-Format geändert werden muss.

Wirklich ein dolles Ding, dieses Btrfs. Wer unter Linux solch ein Dateisystem nutzen will, der sollte besser gleich zu ZFS on Linux greifen.

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