Faszinierend...
Geschrieben am November 3, 2011 | 1 min | 46 Wörter | bart | 2
Es gibt ja Blogs, die hält man wenn man sie liest zuerst für eine Satire, bis einem doch die erschreckende Erkenntnis dämmert: hoppla, der könnte es doch in der Tat ernst meinen. Was dabei die Wahrheit ist oder auch nicht, das weiß dann letzten Endes der Betreiber des Blogs nur selber.
Nun gibt es da ein Blog, dessen Betreiber sich für einen begnadeten Rollenspieler hält und ansonsten es nicht gerade unbedingt so mit der Sim Jorts Fähre hat, dazu kommt noch eine nette Tüte voller Schimpfworte. Gut, das gibt es, ich habe es auch nicht mit jeder Gruppierung unbedingt, die auf Gor existiert, aber es macht immer noch letzten Endes der Ton die Musik und den hat jeder selbst in der Hand.
Nun schreibt also der Autor dieses Blogs über einen erneuten Besuch in Jorts Fähre folgendes (die wichtige Stelle ist von mir rot umrandet und bewusst nur als Screenshot ohne Link):
[Mehr]Ja, früher als die Gummistiefel aus Holz waren, da war angeblich noch alles besser. Jedenfalls ist das Niveau der allgemeinen “Gor geht gerade unter”-Jammerei mal wieder besonders interessant, es findet besonders oft und häufig statt, Recht machen kann man es sowieso komplett niemandem mehr.
Persönlich habe ich ja auch eine rollenspielerische Entwicklung durchgemacht, man entwickelt sich im Laufe der Zeit und so ist das auch bei mir geschehen. Bei mir äußert sich dass darin, dass ich CM-Kampf im Gor-RP in Second Life eindeutig für überbewertet halte. Die Plattform ist nun mal nicht wirklich für Kampf ausgelegt, insofern ist es beachtlich, was die Skripter dennoch da rausgeholt haben. Aber da die Mehrheit der Kämpfe in irgendwelchen OOC-Diskussionen enden, habe ich darauf keine allzu große Lust mehr.
Dazu kommt, dass ich inzwischen unangekündigte Kämpfe einfach nur noch als das RP viel zu sehr störend empfinde, denn man muss das RP ja sofort schlagartig unterbrechen und alle sich um die Angreifer kümmern, und wenn sich mal wieder der Pöbeltrupp des Tages am Landepunkt sammelt, meistens schon auf dem Weg ins Haus bin und dann weg bin. Diese Leute haben dann ja auch oft sehr krude Ansichten wie “Wir haben euch ja nicht angegriffen, um Kampf zu haben, sondern wegen des RPs!”, das klingt für mich wie “Wir kriegen selbst nichts im RP auf die Reihe, also greifen wir euch mal kurz an und schon bespasst ihr uns zuverlässig, das finden wir toll!” Lieber schaue ich dann in der Zeit mir einen guten Film an, spiele etwas anderes oder krame einen Alt raus, denn wie ich meine Zeit verbringe und mit wem, ist immer noch meine Entscheidung.
[Mehr]Einige alte, bekannte Rollenspieler haben etwas großes vor. Lurch Swindlehurst, Haron Strom, Marthy Mesmer und Hoshy Rhapsody planen im auf Opensimulator basierenden German Gri d einen goreanischen Kleinverbund namens Brundisium.
Im Endausbau wird dieser aus sechs Sims bestehen und ausschließlich dieser Stadt gewidmet sein. Es soll buchnahes Spiel betrieben werden, Combat Meter wird es keinen geben und Kämpfe werden nach noch zu findenden Regeln ausgewürfelt werden. Wer daran teilnehmen will, und das wird wohl für Viele ein Showstopper sein, wird irgendwie rechtsverbindlich wegen des Jugendschutzes seine Volljährigkeit nachweisen müssen. So etwas heißt in Deutschland Verfahren wie Postident, Kopie des Personalausweises schicken, persönliches Treffen oder anderes mehr, wie das genau aussehen soll, ist ebenfalls noch in der Diskussion, auch der Nachweis über Xing- oder andere Accounts ist im Gespräch.
Das Spiel selber in Brundisium soll einem moderierten Hauptstrang folgen und es sind ein, später zwei feste Spieltage in der Woche geplant. Alles in allem handelt es sich dabei also um ein sehr ambitioniertes Projekt für Leute mit ordentlich Pioniergeist, weil man seine lieb gewonnenen Objekte aus Second Life nicht mit hinüber nehmen kann. Man fängt im German Grid bei Null an, und wird sich erst einmal damit umtun müssen, sich mit den notwendigen Items auszustatten. Es ist unwahrscheinlich, dass die großen Hersteller für die RP-Klientel nun ausgerechnet im kleinen German Grid deswegen eine Dependance aufmachen werden.
[Mehr]Es musste einmal gesagt werden und nun ist es raus: ihr Para-RPer (role play in paragraphs oder Rollenspiel in ganzen Absätzen), die die Güte eines Rollenspiels alleine daran messen, wie gut man es schafft, möglichst lange Satzungetüme voller nichtssagender Worte in Serie zu produzieren, ihr NERVT! Ständig, tierisch, überall, ihr seid die neue Krätze des Rollenspiels, ihr seid die neuen Attention-Whores des RPs, eure virtuellen Schwanzvergleiche mag so langsam keiner mehr lesen noch mitmachen, und da ihr euch noch seuchenartig zu verbreiten scheint, braucht ihr alle endlich mal eine gehörig auf den Deckel.
Mal im Ernst: die Idee hinter Para-RP ist, die Situation möglichst dicht und stimmig zu beschreiben. Die Idee hinter Para-RP ist nicht, in einen Literaturwettbewerb um den längsten Ömmel einzutreten, den Leuten, die diese Art des RPs nicht mögen es zu verleiden und mit Emotes biblischer Breite, die auf dem Bildschirm dann nur noch wie hingerotzte Kotzbrocken erscheinen und dabei so zäh lesbar wie Teer erscheinen, das RP unnötig in die Länge zu ziehen und für ale zu erschweren.
[Mehr]Es kennen sicher noch viele Kendrick McMillan, der früher mal mit seiner faszinierenden Stimme Buchlesungen in Second Life hielt, lange Zeit mit Thentis, Logstor und dergleichen auch goreanische RP-Orte hatte, bis er damit aufhörte und fortan andere Settings ausprobierte.
Onkel Kenny, wie er sich damals selbst nannte, hat nun etwas Neues am Start. Keine Sorge, es ist nichts Goreanisches, sondern eine antike Gladiatorenschule, ein Ludus. Die Szenerie ist dabei der englischsprachigen Serie “Spartacus - Blood and Sand” nachempfunden. Gespielt werden dabei dann - logisch - Gladiatorenkämpfe und das Leben im Ludus als solches. Es selber findet auf 1/8-Fullprimsim in einer Skybox statt, da Gladiatoren auch natürlich ab und an kämpfen, wird das GM als Combat Meter eingesetzt. Die Bauten sind dabei old school gehalten, aber in sich stimmig und passen einfach.
Starten soll das RP am kommenden Samstag, den 29. Oktober, um 20 Uhr, geplante feste Spieltage sind Mittwochs, Freitags und Sonntags die Gladiatorenkämpfe, wobei sich das auch noch ein wenig verschieben kann natürlich. Mehr dazu befindet sich in Onkel Kennys Blog “Brot und Spiele” oder ihr nehmt das Taxi hier und geht einfach mal hin. Keine Sorge, noch herrscht da kein Spielbetrieb und man kann sich alles in Ruhe anschauen, ohne Angst laufen zu müssen, wen zu stören.
[Mehr]Mal in kurzer Reihenfolge ein paar Beobachtungen:
Der Krieg wütet nach wie vor, ein langer, zäher und verbitteter Kampf ist dies, der auf dem Feld der Ehre ausgetragen wird und manche zeigen auch schon gewisse Anzeichen eines Lagerkollers. Naja, jetzt weiß ich mal so langsam aus eigener Erfahrung, wie sich ein buchnaher Pantherstamm in etwa in seinem Wald fühlt.
Beim Besuch des Gor-Hubs heute morgen fand ich in einem Profil diesen Textbaustein, der mal Rollenspielers Rechte definiert:
1. You have the right to be respected. No matter what role you play, everyone is equal OOC. 2. You have the right to be an active part of role play, and to lead a scene. 3. You have the right to not be punished IC for something that happens OOC. (Metagaming) 4. You have the right to decline un-Gorean role play. 5. You have the right to “fade to black” in a sex scene. Just because someone wants to use your character doesn’t mean you have to cyber. 6. You have the right to take your time in writing out your emote. If people can’t be patient you should not be punished IC. 7. You have the right to go afk, to log, to leave the city to shop, or to go out of Gor without obtaining permission first. 8. You have the right to contact a Mod if role play is questionable. 9. You have the right to decline any requests for pictures, voice, cam or real life information. 10. You have the right to voice an opinion about Gor and how Rp should work in an out of character setting.
[Mehr]
Wer sich fragt, was ich gerade so tue und es noch nicht mitbekommen habe sollte, obwohl Gors Buschtrommeln normal da sehr flott sind: es ist Krieg! Kasra hat Belnend den Krieg erklärt und wird seit einigen Tagen von Kriegern Kasras zusammen mit der Roten Hand belagert, die irgendwo ein Feldlager aufgeschlagen haben. Es gibt schwerste Gefechte, den Einsatz von Belagerungswaffen, gespannte Tarnnetze und auch Tarns, die fröhlich durch die Gegend fliegen. Ausgang: ungewiss, aber der Weg ist ja bekanntlich das Ziel und wer siegen wird, ist gar nicht mal so wichtig. Da die Sim belagert wird, werden durch den Sonderfall Krieg normale Raids auf Ivalo nicht angenommen. Logisch, das würde dieses Spiel kaputt machen.
Berichtet wird darüber mehr oder weniger u.a. im Post “Es beginnt!” bei Georg, in “Krieg ist gut fürs Geschäft” bei Nasty, “Seltsames in Belnend” bei Fredi und “Im Feldlager” bei Nea. Weitere Posts werden sicher noch folgen.
[Mehr]Es ist Zeit und nötig, eine kleine Nachlese zu den beiden Festungsartikeln zu bringen, da die dort abgebildeten Lager der Gruppen so nicht mehr existieren.
Die Viltur Mercs haben ihre Sim komplett umgepflügt und das alte Simdesign dabei endgültig entsorgt. Herausgekommen ist nun dabei eine sehr offene Sim, die nicht mehr diesen ultrastarken Festungscharakter inne hat und auch noch sehr hübsch anzusehen ist. Sicherlich gibt es hier und da einige Vorteile für die Bewohner, aber es ist alles im üblichen Rahmen und fair gebaut.
Die Black Shark Piraten mussten umziehen und wohnen nun auf einer anderen Sim. Dort haben sie sich in die Simecke ein Piratenlager hingestellt, das nun direkt von hochgezogenem Terrain beschützt wird. Dazu ist alles nach wie vor eben, es hat nicht mehr so viele Details zur Befestigung wie die alte Behausung, aber ist nach wie vor kein leicht einzunehmendes Gebilde, da die verbauten Maßnahmen dafür allemal ausreichen.