Über das ach so tolle Rats-RP

Es gibt ja nach wie vor liebe Mitmenschen, die die Simulation eines goreanischen Stadtrats für eines der tollsten Rollenspielelemente überhaupt halten und gar nicht verstehen können, wie man darauf nicht abfahren kann, so geil ist das doch. Sollte es dann auf einer Sim/Gruppe mit einer Stadt keinen besetzten Rat geben, dann reagieren sie nur mit ungläubigem Entsetzen darüber und arbeiten häufig stetig daran, einen solchen zu etablieren.

Am Liebsten würde ich solche Leute dann nur mal kurz beiseite nehmen, kräftig durchschütteln bis sie zur Vernunft kommen und sie fragen: “Ja hallo, geht’s denn noch? Sonst noch Wünsche?”

Grundsätzlich bedarf eine Stadt natürlich einer Führung, das ist klar. Dazu gehört, dass man sich in regelmäßigen Abständen zusammensetzt und über die wichtigen Themen innerhalb der Gruppe spricht. Erfahrungsgemäß gehen für eine solche eine Veranstaltung immer ein bis zwei Stunden drauf, da auf einmal viele den Mund aufmachen, die ansonsten vom Typus her einem Fisch zu ähneln scheinen.

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Noch ein kleines Lydius-Update

In Lydius war man nach den vorgestrigen, unerfreulichen Ereignissen fleißig und machte sich daran, die entstandenen Lücken zu schließen und sich vom Gründervater zu emanzipieren.

Inzwischen ist auch deutlicher klar was überhaupt passiert war. Der Bann selber stammte laut Aussage des Gründervaters von keinem aus dem Besitzerteam Lydius, sondern von einem der Erbauer der Sim. Vorangegangen war der Geschichte ein Disput zwischen Beiden, aus der dann letztendlich der Bann resultierte. Hätte der Gründervater vorher nachgefragt, was sich eigentlich so gehört und die vernünftige Möglichkeit gewesen wäre, wäre viel Schaden gar nicht erst entstanden. Aber so nahm das Unheil bekanntlich ja seinen Lauf für dass die Lydianer absolut nichts konnten.

Später ruderte der Gründervater dann öffentlich zurück und bot an, dass man die Sim einfach mittels eines Rollbacks in den Ursprungszustand zurückversetzen sollte, seine Zustimmung dafür hätten sie. Er entschuldigte sich dabei allerdings nicht wirklich dafür, wie er handelte, sondern spielte es nach dem Motto “Ist ja alles nicht so schlimm und menschlich gewesen” herunter. Damit zeigte er nur begrenzte Einsicht und es ist leider so, dass der sichtbare Schaden weniger das Problem ist sondern dabei gehörig Vertrauen verspielt wurde. Diesen Schaden kann man nicht sehen, aber er ist natürlich existent. Wie man bei Zasta allerdings nachlesen kann gingen die Lydianer offensichtlich auf das Angebot nicht ein und zogen es vor die freien Flächen und Lücken nun selbst zu füllen. Es wurden eigene Schiffe gekauft und aufgestellt und der fehlende Wald in Eigenarbeit neu aufgeforstet.

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Adolphine und der Pumuckl

Es gab ja gestern den ersten Zusammentreff von der holden Lady mit dem schönen Namen Adolphine, einer Schreiberin aus dem schönen Ort Belenus nahe des Vosk-Delta mit dem Administrator Zasta von Lydius im Teehaus der Stadt. Zasta, den unsere Frauen weil rothaarig, große Nase und klein gewachsen auch gerne mal liebevoll als Pumuckl titulieren, war vom Anblick der holden Maid sowas von der Rolle, dass er wie ein scheues Reh kaum ein Wort aus dem Munde rausbekam und dann innerlich frohlockte, als sie das Teehaus gen Herberge verliess. Sowas aber auch.

Woher kommen aber nun die Namen? Adolphine ist der Name der weiblichen Hauptfigur einer kleinen Geschichte von Heinrich Clauren aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts, die dem romantischen Kitsch zugeordnet wird. Belenus wiederum ist einer der Stammesgötter von Asterix und Obelix, der andere wäre Teutates. Allerdings war auch Adolphine durchaus ein gängiger Frauenname im 19. Jahrhundert gewesen. Ach ja, und der erste Teil des Textes geht dann so:

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Ein Hunt und das Ergebnis...

Im GIC gibt es bis Freitag noch den Halloween-Hunt. Irgendwie finde ich zwar immer viel, aber greife von Vigo meistens Frauenkrempel ab. Heute auch so wieder, diverse Roben für Schreiberinnen und Heilerinnen, ich kann damit inzwischen locker einige Avatare ausrüsten. Also kann man das Zeug doch auch mal anziehen und was damit anfangen, wenn man es schon umsonst nachgeworfen bekommt.

Gesagt, getan und so sieht das Ergebnis aus, ein bekannter Männeravatar in Frauenklamotten im Hafen von Lydius im Tower, wie es sich gehört und mit einigen Freien am Plaudern, bitte sehr:

In der Robe liegt die Kraft!
In der Robe liegt die Kraft!

Und was sonst noch so daraus werden wird, das werde ich bald feststellen. :D

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Piratten mal wieder...

Es gab heute mal wieder einen der nun doch eher seltener stattfindenden Besuche der Black Shark. Die griffen in der Überzahl an, sie gingen dann sogar ohne Gefangene davon, zeigen sich also in einem gewissen Grad lernfähig.

Für mich ist die Sache einfach: wenn ich online gehe und auf dem Kanal mitbekomme, dass diese Genossen mal wieder wüten, dann gehe ich erst gar nicht nach Belnend hin. Dafür ist mir einfach meine Zeit zu schade. Etwas anderes ist es, wenn ich in Belnend das spielen anfange und die dann eben angreifen, das gehört zum Wohnort durchaus dazu und muss man auch mal in Kauf nehmen. Das heißt ja nicht, dass man dann dennoch unbedingt länger als nötig mit denen spielen muss.

Jedenfalls wurde einer der Piraten in eine Diskussion verwickelt, eine der freien Frauen wollte wissen, ob er eigentlich über freie Frauen und Kastenwesen Bescheid wisse. Der meinte nur lapidar, weil er Pirat ist, zähle das alles sowieso nichts.

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Hoch lebe das Mittelmaß!

Richtig gelesen, das oft unterschätzte und viel geschmähte Mittelmaß, es lebe hoch, hoch, hoch!

Was wären wir nur alle ohne das Mittelmaß, welches hoffentlich auf einer gewissen, guten Basis steht? Man könnte einerseits nicht nach unten sehen, um sich von diesen Bereichen abzugrenzen, andererseits aber auch nicht die Elite bewundern oder das, was sich für die Elite hält bzw. man für die Elite hält. Wenn es ständig nur Höchstleistungen gäbe, dann würden diese Höchstleistungen das neue Mittelmaß und es wäre ungleich schwerer, noch neue Höchstleistungen zu erreichen. Das ist ein Problem, mit dem übrigens inzwischen seit einigen Jahrzehnten ja der Spitzensport zu kämpfen hat, der biomechanische Bewegungsapparat Homo Sapiens hat einfach gewisse theoretische Maximalgrenzen, die in vielen Sportarten schon erreicht worden sind und ohne Doping ist da mit dem Verschieben der Meßlatte nach oben kaum noch etwas zu erreichen.

Natürlich benötigt man in vielen Bereichen ein gesundes Mittelmaß, und seien wir ehrlich, wir wollen es sogar und profitieren alle davon. Nicht jeder will zum Beispiel in diversen Rollenspielsettings dauernd täglich Höchstleistungen abliefern müssen. Manchmal ist es auch einfach schön, nur ein wenig abzuschalten, das Spiel fließen zu lassen und es einfach zu konsumieren. Warum auch nicht! Auch so können durchaus interessante Begebenheiten entstehen.

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Noch ein Schwachsinnslimit: Piercings sind OOC!

Es gibt ja nichts, was es nicht gibt, und sei es noch so schwachsinnig. Dabei gibt es aber dennoch immer wieder Zeitgenossen, die es schaffen die untere Messlatte weiter nach unten zu verschieben und das will schon etwas heißen. Manche kommen dabei auf Ideen, die so hirnverbrannt und schwachsinnig sind, dass man mit normaler Denkweise gar nicht erst auf so etwas kommt.

Heute las ich im Profil eines RP-Avatars das: “Piercings sind OOC.” Ja, wat denn nu? Bisher hielt man es aus gutem Grund im RP noch immer so, dass alles, was man an einem Avatar sieht, auch IC verwendet werden kann. Wenn man es nicht im RP einbezogen sehen will, dann trägt man es einfach nicht und fertig, denn wer mag schon 30 Leuten erklären, dass diese Ohrringe da OOC sind und nicht anzeigen sollen, dass man früher mal Sklavin gewesen ist?

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Buchnahes Spiel: ja bitte, aber nicht zu eintönig!

Jedes Rollenspiel besitzt gewisse Grundtypen an Rollen, die man spielen kann. Diese Grundtypen sind dabei mehr oder minder gut beschrieben und voneinander auch unterscheidbar. Häufig ist ja eines der Grundprobleme im Rollenspiel das Prinzessinnen-Problem: wenn man schon im reellen Leben der Meinung ist, nichts zu sein, dann will man wenigstens im Rollenspiel mal so richtig die Sau rauslassen, sei es als Räuberhauptmann, Superheld oder gar König. Für scheinbar schlichte Rollen werden sich viel weniger Spieler auftreiben lassen können, die diese dann mit Begeisterung dauerhaft ausfüllen als für diese Extreme.

Ein weiteres Problem ist, und da fallen viele nur zu gerne schnell herein: die Grundtypen sind so etwas wie Rahmenvorgaben. Sie geben den Spielraum vor, innerhalb dessen sich die eigene Rolle bewegen kann, aber nicht auch in der Konstellation bewegen muss. Rollen, die allzu glatt oder zu mächtig sind, sind dabei meistens ein Problem und einfach langweilig. Wirklich interessant wird eine Rolle meistens erst dann, wenn man ihr einige Macken spendiert, die ins Rollenbild passen. So kann ein Krieger, der seine Tochter durch Feinde verloren hat, zum Beispiel zu einem desillusionierten Säufer mutieren und sich mächtig gehen lassen. Die Bäckerin betüttelt vielleicht alles, was auch nur entfernt wie Tier aussieht und kann da die Finger nicht davon lassen. Jemand drittes meint vielleicht, dass die Tiere zu ihm sprechen, und und und…

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Einige Gedanken zu World of Warcraft

Nachdem ich einige Zeit lang mal WoW ausprobierte, dazu meine persönlichen Gedanken zu dem Spiel. Es macht ja stark das Wort von der WoW-Sucht die Runde; sicher, diese Leute gibt es durchaus, das Schwierige an der Sache ist dann aber erst einmal, wie man diese Leute erreicht. Solange sie nicht selber zur Einsicht gelangen, dass mit ihnen etwas nicht stimmt, ist jeder Hilfsversuch vergeben.

WoW als Spiel ist von Blizzard so gestaltet worden, dass man als Normalo einige Zeit braucht, um das Ziel (Level 80, ab Anfang Dezember Level 85) auch zu erreichen. Je länger der Kunde sein Abonnement von 12 € pro Monat aufrecht erhält, desto mehr Geld verdient man natürlich mit ihm und die drei Erweiterungen (The Burning Crusade, Wrath of the Lich King und Cataclysm) wollen schließlich auch an den Mann gebracht werden.

Dabei ist das Levelsystem geschickt gemacht, der Aufstieg geschieht am Anfang recht einfach, aber danach wird der Abstand von Level zu Level natürlich mehr. Die Erfahrungspunkte wachsen nicht linear, sondern steiler als das.

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