Sansar, oder: die Entdeckung der Langsamkeit

Gestern ist Project Sansar, Linden Labs neue virtuelle Welt - eigentlich besser gesagt Plattform - in die offene Betaphase gegangen. Jeder, der nun einen einigermaßen schnellen Rechner hat und es will, kann sich nach einer kurzen Anmeldung darin umtummeln. Es nennt sich zwar die Creator Beta, aber jeder der mag, kann rein.

Danach muss man sich den Client herunter laden; diesen gibt es nur für Windows und sonst gar nichts. Das liegt daran, dass Sansar sich stark VR auf die Fahnen geschrieben hat und unter dem Macintosh einfach die Grafikkartentreiber nur grottig schlecht sind, abgesehen es davon kaum Macs mit wirklich potenten Grafikkarten gibt und Linux als Markt deutlich zu fragmentiert und zu klein ist.

Zunächst muss man sich ein kleines Installationsprogramm herunterladen, das ca. 1-2 MB hat. Dieses lädt nach dem Start dann den “Sansar Updater” herunter, der ca. 80 MB benötigt - und der Sansar Updater lädt nach dem Start dann den eigentlichen Client, der ca. 1 GB auf die Waage bringt.

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Sansar Experiences werden im Voraus geladen

Heute fand ich in den Kommentaren von “New World Notes” eine sehr wichtige Information, die bisher bei all der Berichterstattung über Sansar völlig unterging.

Es handelt sich dabei um diesen Kommentar von Bujfe:

The minimum spec about connection for Sansar is 5 mb minimum, at least 10 recommended. For sure this user think that Sansar is SL, with progressive download and relative lag… but no. You donwload the experience, then she stay in your computer and all become very fast (or slow, if the pc don’t meet minimum requirements).

Das bedeutet nichts anderes, als dass Sansar im Hinsicht auf die Experience wie früher Blue Mars arbeitet: die Daten müssen erst vollständig auf den eigenen Rechner geladen werden, erst dann kann man die Experience betreten. Dass Sansar so funktioniert, darin sind sich die Kommentatoren alle einig. Damit funktioniert es nicht anders als aufwendig PC-Spiele, wie “The Witcher III”, die auch all ihre Daten mitbringen und direkt laden.

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Sansar wird ein Freemium-Modell bekommen

Sansar, die virtuelle Welt der nächsten Generation von Linden Lab, wird als Geschäftsmodell ein Freemium-Dienst, wie beispielsweise Evernote, werden: eine gewisse Grundfunktionalität ist kostenlos, wer mehr will, der kann sich für eine monatliche Gebühr in noch nicht bekannter Höhe bestimmte Zusatzleistungen einkaufen.

Wie hoch diese Kosten genau sein werden, und um welche Leistungen es geht, das wird erst in diesem Sommer in der offenen Betaphase bekannt gegeben.

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Was geht, was bleibt

Wer nicht gerade hinter dem Mond lebt, der dürfte inzwischen mitbekommen haben, dass Linden Lab schon seit mindestens zwei Jahren an der Inkarnation der nächsten, virtuellen Welt arbeitet, nämlich Sansar.

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Linden Lab fährt dabei ein ziemlich rigides Regiment: die aktuellen Tester werden per Hand verlesen und müssen dabei eine knüppelharte Verschwiegenheitserklärung mit empfindlichen Strafen unterzeichnen. Nur so bekommen sie darauf Zugriff, aktuell sollen sich knapp 10.000 Tester darin befinden, die meisten davon sind 3D-Designer. Diese Vertragswerke scheinen gut zu funktionieren, denn es gibt wirklich so gut wie keine Informationslecks bisher.

Sansar wird dabei als virtuelle, soziale Erfahrung angepriesen, überhaupt sind alles nun Erfahrungen oder Englisch Experiences. Eine Experience ist eine nahezu beliebig große Welt, in die man rein oder rausgehen kann, die der Ersteller pflegt und man tummelt sich darin. Grafisch legt man Wert auf Bombast, denn schließlich sollen die hippen VR-Brillen auch was bieten, auf dem PC alleine aber soll es auch erfahrbar sein.

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