Gor ist tot - revisited

Eine meiner aktiveren Hinterlassenschaften auf Slinfo.de ist der “Gor ist tot”-Thread. Eigentlich als transparenter Trollversuch gedacht, so hat er doch ein bis heute  inzwischen sehr interessantes Eigenleben entwickelt. Er zuckt mal immer wieder auf vor Aktivität und danach ist eben wieder längere Zeit einfach Ruhe.

Seit ein paar Tagen zuckt er wieder massiv, seitdem Sleen mit einem Beitrag begann, in dem er das neue RP der Pyranas kritisierte. Naja. Irgendwie kommt er mir manchmal wie ein Biologe vor, der vor lauter Wissenschaft keine Blumen, sondern nur noch Pflanzenbestandteile aller Art sieht und vor lauter Analyse unfähig geworden ist, eine Blume noch als Ganzes wahrzunehmen.

Die Pyranas und die Leute in Turmus haben einfach Spaß am Spiel und was geschaffen, dass sogar Georg das Spiel der Pyranas lobte, was viele vorher auch versuchten und ihnen aber nicht gelang. Das ist eine gute Sache, und gerade so etwas einzufädeln und am Laufen zu halten ist alles andere als einfach. Es zeigt sich da eben auch, dass nur weil jemand sich als guter Kritiker sehen mag, er deswegen noch lange nicht automatisch ein guter Macher sein muss.

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Alles so schlecht hier und überhaupt

Die Firestorm Version 4.4 stößt bei vielen gerade auf wenig Gegenliebe. Der einfache Grund: sie ist relativ fehlerhaft und macht keinen Spaß. Das kann bei einem Opensourceprojekt schon mal vorkommen, vor allem wenn die Firma Linden Research eben Druck macht und man gewisse Sachen einfach drin haben muss, wenn sie den Schalter umschalten.

Nun gibt es dazu passend auch den entsprechenden Heulthread in Slinfo. Sehr schön.

Was ich bei all diesen Sachen immer nie verstehe, ist folgendes: wenn alles so schlecht ist, und dieser Viewer so furchtbar - wieso benutzt man ihn dann noch? Es gibt genügend andere Viewer, die man genau so gut benutzen kann und wenn man mag, kann man ja auch die ältere Version benutzen. Alles kein Problem.

Und wer meint, Second Life sei voller Fehler und nur noch schlecht - was macht er dann noch hier? Warum ist er nicht schon gegangen? Es zwingt einen keiner dazu, Second Life zu benutzen, wenn man es nur noch unerträglich findet und es zwingt einen keiner dazu, einen Viewer zu benutzen, den man nicht mag.

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Class of 2003

Dieses Jahr feiert ja Second Life sein offizielles, zehnjähriges Jubiläum. Wobei: ist es wirklich zehn Jahre alt? Im Grunde ist es sogar noch etwas älter, denn man feiert nicht die Gründung des Grids - das existierte schon einige Zeit vorher - sondern die Zeit ab der offizellen Beta im April 2003. Natürlich muss man aber irgendwo einen Punkt setzen, und so wurde eben dieser gewählt.

Zehn Jahre also nun sind es bereits und was war das nicht bisher für eine Fahrt auf der Achterbahn. Second Life und ehemals Linden Lab nun Linden Research gibt es, trotz aller Unkenrufe, bis heute. Was wurde nicht schon das Grid und die dahinter stehende Firma dauernd und in Serie tot gesagt, aber allen Schwarzsehern zum Trotze konnte es sich bis heute halten. Das zeigt letzten Endes doch, dass trotz diverser CEO-Wechsel und Strapazen und Querelen zuminedst die Grundrichtung der Firma nach wie vor stimmt.

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"Stalking"

And now for something completely different. Was genau ist Stalking oder auf Deutsch Nachstellung? Wer sich §238 StGB anschaut, der bekommt die juristisch seit 2007 gültige Definition des Begriffs:

(1) Wer einem Menschen unbefugt nachstellt, indem er beharrlich 1.seine räumliche Nähe aufsucht,2.unter Verwendung von Telekommunikationsmitteln oder sonstigen Mitteln der Kommunikation oder über Dritte Kontakt zu ihm herzustellen versucht,3.unter missbräuchlicher Verwendung von dessen personenbezogenen Daten Bestellungen von Waren oder Dienstleistungen für ihn aufgibt oder Dritte veranlasst, mit diesem Kontakt aufzunehmen,4.ihn mit der Verletzung von Leben, körperlicher Unversehrtheit, Gesundheit oder Freiheit seiner selbst oder einer ihm nahe stehenden Person bedroht oder5.eine andere vergleichbare Handlung vornimmt und dadurch seine Lebensgestaltung schwerwiegend beeinträchtigt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

Also genau das und nichts anderes definiert das deutsche Rechtssystem als Stalking. Stalking ist eine Straftat und kann entsprechend rechtlich verfolgt werden. Die Juristen haben damit ein klar definiertes Bild, was zum Komplex Stalking gehört und was nicht.

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Es gibt wieder ein deutsches Port Kar

Ich war heute mal wieder kurz in Second Life und durfte feststellen: es gibt seit 18.5. wieder ein deutschsprachiges Port Kar. Warum auch nicht, nachdem das letzte schon lange genug im Klo der Geschichte vor sich hindümpelt und rumstinkt.

Dieses Port Kar hat sich, als hätten sie frühere Rants von ZeuselDAman beherzigt, sich selbst das Etikett GE (Gorean Evolved) verpasst. Das finde ich gut. Wirklich und ohne Ironie. Wo denn bitte sonst als in Port Kar sollen denn auch Piraten tun und lassen können, was sie wollen?

Das passt doch schon mal sehr gut zusammen, und ansonsten mal schauen, wie sich die Sim eben so macht. Oder auch nicht.

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Uneinheitliches Bild bei Third Party Exchanges

Nur der Vollständigkeit halber und um es mal langsam abzuschließen: das Bild, welches sich bei den Third Party Exchanges abzeichnet, ist uneinheitlich. Während manche von Linden Lab offenkundig klipp und klar gesagt bekam, dass sie nicht mehr tauschen dürfen steckt Virwox nach eigenem Bekunden in Verhandlungen mit Linden Lab, auch weiterhin seinen Geschäftsbetrieb aufrecht erhalten zu können. Sie bekamen von Seiten Linden Labs einen Vorschlag und schauen nun, was daraus werden wird.

Too big to vanish? Wer weiß. Für die Kunden von Virwox ist es eine gute Sache, wenn es denn klappen sollte, für den Rest - adieu. Schade, ist dann aber so und das Vertrauen kommt so und so eben nicht so schnell wieder.

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Vielen Dank für die Blumen, vielen Dank - wie lieb von Dir!

Auf Slinfo werde ich trotz meiner Abwesenheit dort seit Ende 2012 gerade wieder von Daemonika Nightfire munter zitiert. Stein des Anstoßes dabei ist es für sie, dass ich die ehemaligen Tauschbörsen als frühere Geschäftspartner von Linden Research bezeichne, was sie in ihren Augen niemals waren. Sie moniert dabei unter anderem, dass es auf wiki.secondlife.com keinerlei Auflistung der Tauschbörsen gäbe.

Tja, Daemonika - wie soll es die denn zum aktuellen Zeitpunkt noch geben, wenn von Linden Lab alles am 7. Mai gelöscht worden ist? Mhmh, das musst du mir dann doch mal genauer in Ruhe erklären.

Dabei ist ein wenig eigene Recherche gar nicht mal nun so schwer, beispielsweise über die Pressemitteilung von Eldex zum RISK-API, die ich seinerzeit verlinkte. Damit gerät man an folgende Weiterleitung im offiziellen Second Life Wiki: http://wiki.secondlife.com/wiki/L%24_Marketplace. Gut, das führt nun nur noch zur offiziellen Seite der LindeX.

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Waren L$-Tauschbörsen Partner von Linden Research? Ja!

Sleen ist ja der Meinung, die Tauschbörsen in dritter Hand waren keine Geschäftspartner von Linden Research. Nun ja, kann man sein, nur einige Fakten sprechen eben dagegen:

  1. Es gab das sog. “RISK API”, eine Programmierschnittstelle, die Linden Lab Drittparteien nach erforderlicher Registrierung bereit stellte und die Bonität eines Avatars zurücklieferte. Die Zielgruppe dieses APIs waren explizit “Linden Dollar Exchanges.” Warum sollte Linden Lab so etwas bereit stellen, wenn sie was gegen externe Umtauschbörsen haben und sie nicht als wichtig erachteten?
  2. Die Tauschbörsen selber sahen das auch anders. Es gab bei Linden Lab eine Seite, auf der die offiziell zertifizierten Tauschbörsen aufgelistet waren, die das RISK-API benutzten. Eldex beispielsweise warb offen damit.

Das ist dann alles doch etwas zu viel Aufwand für eine Sache, die Linden Lab nur als “Kunden” nach Meinung Sleens betrachtete. Externe Tauschbörsen waren von Linden Lab früher gewollt und man hat sie sogar noch programmtechnisch unterstützt.

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LindeX, Virwox, OMC und der Rest

Die Änderung der ToS und die Abschaffung der freien Wechselstuben in Second Life ist ja für die Benutzer eine schallende Ohrfeige ins Gesicht, die sich keine (Prepaid)-Kreditkarte holen können oder wollen.

Im Falle von Virwox hängt aber noch mehr daran als Second Life. Virwox ist ja eine der großen Tauschbörsen, die aber mit dem OMC auch in Sachen Opensim unterwegs ist. Rein mengenmäßig dürfte aber der Handel mit Lindendollar das Hauptstandbein der Firma gewesen sein, der Rest war/ist ausbaufähig und läuft mehr so mit, ganz einfach weil es in Opensim viel weniger Benutzer gibt.

Nun bricht Virwox aber Second Life weg und der OMC für Opensim aber bleibt. Da muss man sich dann schon mal die Frage stellen, ob der OMC in Zukunft noch überlebensfähig ist, da hier deutlich weniger Umsätze zu erwarten sind oder eben nicht. Die Firma wird sich sicherlich nach weiteren Standbeinen umschauen, die Frage ist aber, ob dies auch in der Kürze der Zeit gelingen wird. Denn ich kann mir nicht vorstellen, dass der OMC alleine die Firma in der jetzigen Form tragen könnte.

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Linden Lab setzt bei 3rd Party Exchanges die Axt an

Es ist mal wieder der Fall eingetreten, dass es neue Terms of Services, also Nutzungsbedingungen, gibt, die mit einer bisher lieb gewonnenen Sache aufräumen (sollen?), alles rennt nun panisch durch die Gegend und keiner weiß gerade so recht, was nun Sinn, Zweck und Ziel ist und nun wirklich werden wird.

Konkret geht es nun wohl den von dritter Seite betriebenen Linden Dollar Tauschbörsen an den Kragen. Die Motivation dahinter könnte ein neues US-Richtlinie zu virtuellen Währungen sein und dass so Linden Lab auf der rechtlich sicheren Seite ist. Der Text ist jedenfalls klar, L$ außer auf der LindeX tauschen ist ab sofort verboten. Was denn dann Linden Lab tatsächlich durchsetzen wird, das steht auf einem anderen Blatt.

Somit ist nun auf allen bekannten Tauschbörsen wie Eldex, Virwox usw. ein entsprechender Hinweis, dass sie nun nicht genau wissen was Sache ist und sie die Lindens um Klarstellung bitten wollen.

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