Warum Second Life kein Reputationssystem braucht

Sporadisch höre ich in gewissen Forendiskussionen die Idee, dass Second Life doch ein Reputations- oder Karmasystem brauche. Das prominenteste Beispiel ist dabei der Blogger von New World Notes, der das zuletzt Anfang April diesen Jahres forderte und Reddit als Beispiel dafür brachte, wie segensreich doch so ein Benutzerbewertungssystem denn sei.

Ich bin der Meinung, so ein System würde in SL absolut nichts bringen. Zunächst einmal ist es so, dass es bis von irgendwann in 2004 bis Anfang 2007 genau ein solches in SL gegeben hat. Man konnte jeden Bewohner wahlweise in der Kategorie Behaviour (Verhalten), Appearance (Aussehen) sowie Building (Baukünste) für Zahlung von 1 L$ pro Bewertung entweder positiv oder negativ bewerten. Der Bewohner, der gerated wurde, bekam das per Mitteilung mit - und es gab an die SL-Bewohner für ihr Verhalten eine gewisse wöchentliche Auszahlung aus einem gemeinsamen Topf, denke mal nur an die Premiumuser.

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Die (vermeintliche?) Altschwemme

Ich habe mich gestern mal mit einigen alten Goreanern über die Lage der Nation unterhalten, weil sonst nichts weiter anstand. Es ist ja nach wie vor so, dass ich meine die Polarisierung der Lager Kampf<>RP immer stärker spüren zu können, der Graben wird immer größer und schwerer zu überbrücken, dazu kommt einfach die schwindende Spielerbasis. Es kommen weniger wirkliche Neulinge nach, und im Vergleich zu früher sind die Gruppen meistens kleiner geworden. Das, was die Panthertribes schon länger spüren, nämlich dass es schwer wird mehr als fünf Hanseln dauerhaft halten zu können, erreicht auch so langsam nach und nach die weiteren Gruppen. Soweit, so gut, nicht wahr.

Neu in dem Gespräch aber war ein Aspekt, nämlich dass wenn es vermeintliche Neulinge im Spiel gibt, das meistens nur noch Alts von alten Spielern seien. Alts, die häufig deswegen gemacht worden sind, weil der Hauptavatar einfach so verbrannt ist, dass der im RP kein Bein mehr auf die Erde bekommt - und der Alt meistens dann auch nicht auf Dauer, denn ändern tun diese Vögel ihr Verhalten selten und so kommt doch sehr flott heraus, welcher Wolf sich da im Schafspelz gibt.

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Second Life in nur fünf Programmzeilen BASIC

[code lang=“basic”]10 REM *** c64 SECOND LIFE! 20 PRINT “You are in your sim - what would you like to do ?” 30 INPUT A$ 40 PRINT “Sorry, we are experiencing technical difficulties at the moment… try again in 10 minutes” 50 GOTO 20[/code]

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Captain Obvious reitet wieder

Im März wurde Oz Linden bei Treet.TV zur Viewerentwicklung befragt. Unter anderem ließ er dabei diese Aussage vom Stapel:

“Our own viewer users are a minority. A significant minority – we’re the number three viewer behind, behind the two… Phoenix is far and away the number one viewer, although it’s quite steadily losing market share these days, has been for some months now. And Firestorm is the newer technology viewer from your project, is the number two, and it’s gaining market share… And our viewer is number three behind Firestorm.”

Damit bestätigt er nur das, was man mit den Viewertags alltäglich sah und sich so noch immer dachte: die Benutzer des lindeneigenen Viewers sind eine Minderheit. Die meisten Benutzergruppe hat nach wie vor der Phoenixviewer, der sich auf Platz 1 befindet aber an Marktanteilen verliert, gefolgt vom Firestormviewer, der Marktanteile langsam aber stetig gewinnt, und der Lindenviewer kommt dann auf Platz 3.

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Idling für Regionen kommt ins Second Life

Linden Lab ist gerade dabei, die Effizienz der Serverfarm zu optimieren, um Energiekosten und damit Geld sparen zu können so meine Vermutung. Das neueste Projekt in der Richtung ist ab sofort auf Sims mit BlueSteel RC aktiv und nennt sich Region Idling, auf Deutsch also ein Ruhemodus für Regionen nach Simon Linden. Wenn sich das auf BlueSteel bewähren sollte ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis es in allen Regionen aktiv sein wird.

Was genau darf man sich darunter vorstellen? Die Ausgangslage dabei ist diese: viele Regionen sind über Stunden oder Tage am Laufen, ohne dass jemals ein Avatar sie betreten geschweige denn ein Bot sie besuchen müsste. Dennoch führen die Server sie bisher mit derselben Priorität wie besuchte Regionen aus, was eine Verschwendung von Rechenleistung in Augen von Linden Lab darstellt. Wäre es nicht besser, eine Region würde in Zukunft erkennen, wann sie sich quasi selber in den Ruhemodus schalten soll, in dem nur noch die wichtigsten Funktionen ab und an ausgeführt werden, so dass die Rechenleistung des Servers von den anderen, aber genutzten Regionen besser ausgeschöpft werden kann? Wäre es, und genau das ist der Hintergedanke bei der Einführung.

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Gamification - ein Weg auch für den offiziellen Second Life Viewer?

Nirans Viewer macht es mit dem Release 1.36 gerade vor: es ist ein Errungenschaftssystem (Englisch: Achievements) eingebaut, wie man es von moderneren Spielen und MMORPGs kennt. Wie das aussieht, kann man bei Maddy ausführlich bewundern, daher erspare ich mir hier einfach die Screenshots davon.

Zudem ist der Viewer inzwischen offiziell in der TPVD drin, herzlichen Glückwunsch!

Nun ist es ja so, dass nach Rod Humble Linden Lab im Moment genau darauf setzt, was Niran vormacht, nämlich Gamification. Achievementsysteme sind irgendwie das neue Buzzword in der Branche, und werden in Zukunft häufiger vorkommen, als man meint. Selbst so dröge Software wie die Compilersuites von Microsoft sollen Achievementsysteme verpasst bekommen, um die Programmierer zu Entdeckungen und besserer Arbeit zu animieren. Muss also was dran sein, und man kann sich das bei Kleinstweich für umme bereits runterladen!

Niran und Microsoft zeigen, was Gamification bedeuten kann. Nachdem Rod Humble in der Spieleindustrie jahrzehntelange Erfahrung hat, weiß er das auch auf dem Effeff. Die Frage ist daher: wie lange dauert es denn noch, bis auch der offizielle Lindenviewer solch ein System spendiert bekommt? Ist so etwas bei Linden Lab überhaupt bereits in Planung? Denn wenn Linden Lab es ernst mit der Gamification ist, dann wird sich das zu alleerst im Viewer zeigen müssen, wo denn auch sonst!

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Einige Gedanken zur Asset-Datenbank und deren Kosten

Bei Maddy drüben gibt’s eine interessante Schätzung, wie groß die Assetdatenbank von Second Life wohl aktuell sei. Linden Lab hat vor kurzem eine Art Mülleimerroutine laufen lassen, die nicht mehr genutzte Objekte in einen Papierkorb verschob und so gerade mal 85% der Datenbank auf Altenteil geschickt.

Die verbliebenen 15% machten dabei noch 192 Terabyte aus, damit wird der gesamte Datenbestand auf etwa 1280 Terabyte geschätzt. Das macht Sinn und ist in der Tat eine beeindruckende Datenmenge, die zu verwalten nicht mehr alltäglich ist. Die Zugriffe sollen ja flott geschehen, dazu kommt dass man davon auch Backups benötigt und dergleichen mehr. Zum Vergleich: die Gesamtmenge aller 20 Milionen Assets vom größten Opensimgrid, Osgrid, betrug im September 2010 ca. 480 Gigabyte (leider habe ich keine aktuelleren Zahlen gefunden).

Interessanter aber ist noch die Frage: was kostet es eigentlich überhaupt, sich solch eine Datenmenge zu leisten? Also was kostet ein Petabyte? Die Bandbreite dessen, was ein Petabyte kosten kann, ist dabei beachtlich.

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Modische Entgleisungen in Serie im Blog "One Way Home"

Was vielleicht manchen erstaunen mag aber dennoch wahr ist, ist dass ich regelmäßig auch einige Fashionblogs die auf meiner Wellenlinie liegen zumindest kurz überfliege. Warum? Um die Bilder zu sehen, zu sehen was gerade bekannt und modern ist, ab und an um gute Quellen für gehaltvolle Freebies zu ergattern sowie zu sehen, welche Marken es für gute Mode so gibt. Darum eben. Ich bin sicher nicht modevernarrt noch daran interessiert, jede Woche tausende von L$ in Mode zu investieren, da würde auch mein eigenes Blog total anders aussehen. Aber dennoch kann man schon soweit an sich in SL arbeiten, dass man vorzeigbar ist, das eine schließt das andere ja nicht aus.

Beim Profilstöbern stieß ich auf den Avatar Giulia Honig, die in SL ein Geschäft namens Diamond betreibt und ein Blog namens “One way home”, so weit so gut, schaut es euch ruhig einmal an. Als ich den Blog dann öffnete, dachte ich zuerst nur “Hä?”, dann “OH MEIN GOTT!” zu Kokoro und bekam dabei einen mittleren Brechreiz. Ehrlich, die Bilder welche dort alle gezeigt werden, könnten direkt bei Momo drüben als “Fun Pic der Woche” eingebaut werden, die müsste gar nicht mehr selber irgendwelche machen, die Bilder von One way home per Feed bei ihr eingebaut und die Rubrik brummt über Wochen.

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Breaking News: Lumiya Viewer bekommt 3D-Unterstützung!

Eine erste 3D-Ansicht in Lumiya
Eine erste 3D-Ansicht in Lumiya

Der Lumiya Viewer (Plattform Android und im Third Party Viewer Directory gelistet) hat etwas geschafft, was bisher selbst Linden Lab nicht gebacken bekommen hat: die Unterstützung für 3D endlich auf einer mobilen Plattform zur Verfügung zu stellen! Das bedeutet nichts anderes, als dass dieser nach wie vor junge Viewer ab sofort in der Lage ist, die 3D-Szenen von Second Life auf dem wachsenden Markt der Smartphones und Tablets darstellen zu können.

Der Support selber steckt zwar noch in den Kinderschuhen und es sieht recht gewöhnungsbedürftig aus, oder anders gesagt: es ist noch sehr ausbaufähig, aber das ist nicht der Punkt. Der Punkt ist dieser, dass es den ersten nativen Viewer gibt, der das nun kann und für eine der beliebten, mobilen Plattformen (Android, die andere wäre iOS) geschrieben worden ist. Die Entwicklung scheint zügig voranzuschreiten und es ist definitiv ein Viewer, den man daher im Auge behalten sollte.

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