Wollt ihr die alten Nachnamen in SL zurück? Hier ist die Chance!

Eine der umstritteneren Änderungen der letzten Zeit ist der Wegfall der alten Nachnamensregelung in Second Life. Früher war es so, dass der Benutzer zwischen ca. 150 verschiedenen festen Nachnamen wählen konnte, die irgendein Programm nach gewissen Kriterien zufällig erstellte (z.B. Gossipgirl, Krautrauch, Oh usw.) - das hatte in der Zeit vor Displaynamen den Vorteil, das wenn der Wunschvorname bei Nachname A schon vergeben war, er vielleicht bei Nachname B noch frei war. Seitdem es aber Displaynamen gibt, hat Linden Lab die Nachnamen alter Schule abgeschaltet, seitdem heißen alle neuen Bewohner schlicht und einfach Resident  mit Nachnamen - also Bewohner. Sie haben da keine Auswahl, dieses Verhalten ist fest eingebaut.

Jetzt ist dies bald seit einem Jahr so und die guten Vornamen sind meistens inzwischen natürlich schon alle vergeben. Displaynamen taugen eben aber nicht überall als Ersatz, weil es immer noch genügend Viewer gibt, die diese nicht anzeigen und damit umgehen können. Es ging damals ein Stück der alten Kultur verloren.

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Wo is'n hier des Hirn?

Erlassen aber sind die Gesetze, damit auf Furcht vor ihnen die menschliche Bosheit im Zaume gehalten und die Unschuld unter den Ehrbaren gesichert, dagegen unter den Böswilligen durch die Gelegenheit Schaden zu stiften, eingedämmt werden.

Lex Bauiuvariorum um 740

Das Mittelalter war eine gänzlich andere Zeit als unsere moderne Wirklichkeit. Oft ist das Bild, welches wir vom Mittelalter heutzutage haben, nur durch putzige Fachwerkstädtchen, schön anzusehende Burgen und Burgruinen geprägt, man hat eine stark romantisierende, gerade zu verniedlichende Vorstellung darüber, die im 19. Jahrhundert entstanden ist und sich oft bis heute in den Köpfen der Menschen gehalten hat. Alles war kleiner, sauberer, schöner, besser… ja, von wegen, die Wissenschaft ist da inzwischen längst weiter als der Durchschnittsbürger in dem Mittelalterbild.

Das schon alleine beim Bau der Burgen Leibeigene eingesetzt wurden, darunter auch viele starben, die Bauern den Zehnt an den jeweiligen Lehnsherren abdrücken mussten und auch zu Frondiensten herangezogen werden konnten, die Alphabetisierungsrate extrem niedrig war und es auch mit der allgemeinen Medizin und Hygiene nicht sonderlich weit her war, blenden viele aus. Die durchschnittliche Lebenserwartung lag bei 40 Jahren, die Kindersterblichkeit war extrem hoch dazu kam dann auch noch die Pest, die 1/3 der Bevölkerung Europas hinraffte,  wer das dreißigste Lebensjahr erreichte durfte sich schon fast Greis nennen und auch ansonsten war man mit Kriminellen nicht gerade besonders zimperlich. Wer das nicht glaubt, dem sei mal ein Besuch im Kriminalmuseum in Rothenburg ob der Tauber ans Herz gelegt, in den mittelalterliche Exponate wie die Doppelhalsgeige, das Rad zum Rädern, die Axt des Henkers samt seinem Block, die Streckbank oder die eiserne Jungfrau einem einen Einblick darüber verschaffen, was einem alles im Fall des Falles so blühen konnte.

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Ein Evergreen: die Diskussion um ein Gor-Gütesiegel

Momentan macht sich mal wieder in verschiedenen Diskussionen vor allem eine altbekannte Idee breit: die eines Gor-Gütesiegels. Dahinter steckt einfach die Idee, dass es eine Art verliehenes Prädikat geben sollte, um das sich Sims bewerben können und das von einem möglichst unabhängigen Gremium nach einem zuvor festgelegten Punktekatalog verliehen wird. Wer dieses Prädikatssiegel dann offiziell führen darf, der hat dann durch dieses Gremium bestätigt eine besonders goreanische Sim am Laufenund darf stolz auf sich sein. Es sollte natürlich ansprechend grafisch gestaltet sein und etwas, womit man werben kann. Damit man damit werben kann, braucht es wiederum eine kollektive Anerkennung dieses Sieges in der Spielergemeinschaft und es braucht ein gutes Image. Soweit die Idee, sie ist weder besonders neu noch jemals besonders weit gediehen gewesen.

Das Problem an der Sache ist zuerst einmal ganz simpel dieses: wer hat einen langen Atem und viel Leidensfähigkeit, so etwas wirklich ins Leben rufen zu wollen und will diese Arbeit übernehmen? Das sollte wenn schon besser jemand sein, der möglichst auch eine eigene Sim hat und einen anerkannten Ruf in der Community, also ein Leitwolf mit Autorität. Den zu finden ist schon mal sicherlich nicht so einfach. Es gab schon in der Vergangenheit mehrere, voneinander unabhängige Anläufe so etwas zu realisieren und alle sind mehr oder minder aus ähnlichen Gründen gescheitert. Der letzte Anlauf, der mir bekannt ist, war dabei von Joanne Jejces und man kann den dazugehörigen Thread bei Slinfo.de drüben lesen. Es ist ein Lehrbeispiel dafür, wie zwar viele eine Idee gut finden aber dann wenn es um die Sache geht man irgendwann - leider - alleine auf weiter Flur dasteht, und das macht dann auch keinen Spass mehr und dann hört man eben auf. Logisch, dabei hatte sie wirklich selber sehr viel und gute Arbeit geleistet gehabt, die dann aber so leider ohne große Wirkung verpuffte.

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Ernster Fehler in der SL-Rechtevergabe

Weil ich es gerade bei Slinfo.de schon gepostet habe verblogge ich es gleich auch noch hier: in der aktuellen Serverversion, die momentan in Second Life läuft, hat sich ein recht unangenehmer Fehler eingeschlichen.

Es handelt sich dabei um folgendes: wer jemandem auf der Freundeliste Rechte geben oder entziehen will, bei dem wird das zwar auch in der Liste angezeigt - nach dem nächsten Einloggen ist alles wieder beim alten und die Änderungen wurden in Wirklichkeit nie aktiv. Momentan funktioniert diese Art der Rechtevergabe - den Linden sei Dank - nur über die webbasierten Avatarprofile, aber die hat nicht jeder Viewer und auch da ist dann noch ein Relog dafür nötig!

Der Workaround ist sich bei my.secondlife.com anzumelden und die Rechte da zu vergeben; der Freund muss danach reloggen.

Der Originalpost von Oskar Linden zum Fehler ist hier und hier ist noch ein JIRA dazu.

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Am Samstag in der Oase

Am letzten Samstag gab’s in der Oase die großen Abschlussfeierlichkeiten zum vierjährigen Jubiläum. Es war als OOC-Kostümfest angeküdigt und DJ Emir legte vergnügt ein Lied nach dem anderen auf, und so ging ich hin - man beachte das schmucke, jugendhafte Aussehen und die sündhaft teure, dem Klima angepasste Kleidung:

Irgendwann überkam mich danach noch der Drang es dem Monster von Loch Ness gleich zu tun und ich begab mich so mal unter Wasser:

Schön war’s und ein guter Abschluss für das Jubiläum - bis zum nächsten Jahr!

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Unheilig? WÜRG!

Es gibt ja durchaus Moden im Musikgeschäft und damit auch in den diversen Clubs der SL-Szene. Eine Mode in SL, die vom RL her durchschlägt, ist dabei dass sehr viele Leute ständig irgendwelche Lieder der Gruppe Unheilig hören wollen, mehr noch manche DJs auch schon mal ein Set fast alleine mit Liedern dieser Gruppe bestreiten. WÜRG!

Unheilig hat für mich etwas vom Lied “Last Christmas” von Wham - solange man es ab und an hört ist es ein wunderschönes Lied, wird es aber wie bei uns zu Weihnachten mit schöner Regelmäßigkeit im Radio rauf- und runtergenudelt, dann verkommt das Lied zur akustischen Folter. So geschieht es auch bei der Gruppe Unheilig - ich kann es und mag es wirklich nicht mehr hören, die Gruppe ist fraglos gut, aber zu viel Unheilig macht auch einfach keinen Spaß und es reicht einfach. Unheilig ständig und überall, bis einem die Lieder vor lauter Dauergedudel schmerzhaft wieder zu den Ohren rausquellen, das muss doch wirklich nicht sein! Es ist ja nicht so, als gäbe es nicht noch andere gute, deutschsprachige Gruppen und Interpreten. Im Gegenteil! Wenn ich es mir recht überlege, dann sollten mal manche Clubs einen Tag ohne Unheilig einlegen, die werte Kundschaft wird es ihnen sicherlich danken.

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Früher war vieles schlechter aber was hatten wir für einen Spass!

Es ist momentan mal wieder die Zeit in der viele, langgediente Gorspieler so ein wenig das Sinnieren anfangen und sich über die diversen Modeerscheinungen auslassen, die auf Gor rumrennen aber nicht wirklich Gor sind.

Fredi zum Beispiel schreibt etwas über beratungsresistente Nordmänner, die auch bei Eiseskälte im tiefsten Norden es noch schaffen mit nacktem Oberkörper ihren Sixpack zur Schau zu zeigen - der Skin für 2000 L$ will schließlich der Damenwelt gezeigt werden - um so ihre Chance auf ein paarungswilliges Weibchen massiv zu erhöhen. Das Auge isst schließlich mit, und wenn alle im Herdentrieb so rumrennen wird man sich selber auch dem kaum verschließen können, nicht wahr, und Baggy Pants sind ja auch ganz ok, die hat man wohl irgendeinem Erdling mal abgenommen und ein unbekannter Schneider fertigt sie seitdem auf Gor in Serie. Es sagt ja schließlich keiner, dass jeder Furz in den Büchern beschrieben wird und das ist dann nunmal ein goreanischer Furz, nicht wahr, also wozu darüber aufregen? Fredi schreibt weiter, sie habe es inzwischen aufgegeben solche Leute bekehren zu wollen, denn das sei meistens hoffnungslos.

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Ein paar Randnotizen

Nur dies und das, was mir gerade so im Kopfe rumschwirrt:

  • die neue Moderationslinie in GaD trägt erste Früchte, es gibt weniger Rauschen, die Diskussionen sind zielgerichteter und auch oft freundlicher. Alles in allem eine schöne Sache.
  • Die Sim Germanius, auf der bisher Forst Haskins hauste, ist zu Kassau geworden oder am werden. Zumindest ist sie als “Kassau” bereits in der Ortesuche auffindbar.
  • Zora Design hat für immer seine Tore geschlossen. Kann sein, der Inhaber hat einen Käufer gefunden, der alles Full Perm übernahm, aber das wird man dann noch mitkriegen.
  • Ich war auf der Sim “Rive de Bois” und habe mir mal die Stadt Ostia angesehen. Die Sim ist englischsprachig und das Publikum da ist international, es gibt auch eine europäische Fraktion, die dort vertreten ist. Rive de Bois hatte früher den Ruf als Ballersim inne, aber das hat sich schwer geändert. Die Sim wirkt auf den ersten Blick recht einfach gebaut, ist aber sehr gut durchdacht und vor allem in sich stimmig. Sie wirkt vom Ambiente her sehr römisch antik, es gibt überall Wandmosaike, und obwohl sie etwas mehr als 1/4 der Sim einnimmt, kann man sich regelrecht drin verlaufen. Die Häuser sind meist mehrstöckig, es gibt einen richtig schönen Auktionsblock, einen netten Tempel für die Priesterkönige und eine tolle Hafenansicht. Auch gut gefiel mir, dass man beim Meter die Wahl hat zwischen dem normalen Gorean Meter und einem RP Titler. Wer also keinen CM-Kampf mag, der trägt einen einfachen Titler den es kostenlos gibt und mögliche Kämpfe werden dann mit Würfeln entschieden. Die Würfel gibt es auch kostenlos in der Skybox. Eigentlich ist das mal einen längeren Artikel wert, mal schauen wann ich dazu Zeit habe.
  • So langsam, aber sicher greift das böse Sommerloch um sich: wir werden alle störbennn!1!
  • Die Oase der vier Palmen hat ihr vierjähriges Jubiläum beendet. Was manchmal gerne vergessen wird ist dass es sich hierbei um die erste deutschsprachige Gorsim überhaupt handelt und die Leute dort haben damals Pionierarbeit geleistet und damit etwas initiiert, an dem heute sehr viele teilhaben.
  • Mila regt sich drüben bei sich über eine goreanische Copycat auf, die ihrer Ansicht nach viele Produkte von Fatale leicht abgewandelt nachbaut und dann verkauft. Eine unschöne Sache, aber da wird man wohl nicht viel machen können und der Marketplace Store ist voll mit Zeugs. “Imitation is the sincerest form of flattery” trifft wohl da am ehesten zu.
  • Die Wakanda sind umgezogen und haben ein neues Quartier im Südland bezogen.
  • Seltene Rollen: nach diesem Thread bei Slinfo gibt es tatsächlich ein, zwei Personen die Rencer spielen auf Deutschgor.
  • Drüben bei Suca gibt’s eine Abstimmung zum Thema “Auf welcher Sim gibt es das beste RP”. Die Liste ist recht klein, repräsentativ kann’s auch nicht sein, jeder möge daraus das schließen, was er meint.
  • Ansonsten ist alles wie gehabt: das RP lebt.
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Sind Meshes eine Totgeburt?

Von vielen als eine Art Heilsbringer angesehen und sehnsüchtig erwartet, befindet sich die neue Wunderwaffe für Content Designer namens Meshes momentan noch in der offenen Betaphase. Meshes werden die Möglichkeit bringen, innerhalb gewisser Grenzen direkt dreidimensionale Objekte nach Second Life zu bringen und das viel einfacher als bei Sculpties. Eines der ökonomischen Probleme an Meshes ist, dass ein Mesh sehr viele Prims ersetzen könnte und somit die Balance bei den Prims flöten gehen würde. Deswegen hat sich Linden Lab eine komplizierte Formel einfallen lassen, nach der für jedes Mesh die Anzahl ein Primäquivalenten berechnet wird - ein Mesh entspricht dabei also dann einer bestimmten Anzahl an Prims. Da die Wirtschaft bisher auf Prims basiert, klingt das zunächst einmal wie ein logischer Schritt. Das Problem an der jetzigen Formel ist, dass diese ein “work in progress” ist und längst nicht jeder Designer mit der bisherigen Formel zufrieden ist, dabei aber nach der Roadmap der Zeitpunkt für die Einführung von Meshes auf dem Maingrid immer näher rückt.

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Wie man Fragen richtig und erfolgreich stellt

Es gibt im englischen Sprachraum vom Opensourceevangelisten Eric S. Raymond ein klassisches Howto mit dem schönen Namen “How to ask questions the smart way”, also eine Anleitung wie man Fragen in Foren und Chats intelligent stellt. Intelligent bedeutet in dem Sinn, dass die Chance auf Beantwortung der Frage wächst, indem man die wichtigen Informationen rüberbringt, zeigt das man selber ein wenig recherchiert hat und den Leuten etwas zum Arbeiten gibt. Diese Anlitung lässt sich großteils auch problemlos auf Second Life Gruppenchats anwenden, da die Mechanismen überall dieselben sind, und wurde auch ins Deutsche übersetzt. Auf Deutsch heißt es einfach “Wie man Fragen richtig stellt”.

Eine typisch konfuse Fragesituation

Zuerst mal als Beispiel eine typische Fragesituation, die man besser in SL so vermeiden sollte. Chat ist dabei in Kursiv gesetzt.

Frager: Hallo, jemand da? A: Ja. B: Bestanden! C: X D: Hallo! E: Hallihallohallöle! F: Ja, guten Tag auch!

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