Goreanische Steineschlepper

Mit Interesse beobachte ich momentan einen zumindest vereinzelt auftretenden Trend im Gor-RP zu Zweitspielplätzen, man ist auf Sim A meinetwegen Krieger, hat auf Sim B aber eine Gefährtin, die auch dort weiterhin spielen will, also spielt man nun je nach Lust und Laune auf beiden Sims. Oder man ist auf Sim C unterwegs als Steineschubser und auf Sim D als Bildhauer. Und, und, und…

Ich frage mich dabei nur wie das auf Dauer gut gehen soll. Erstens gibt es ja das Konzept des Heimsteins, das bedeutet ja schon mal die eigene Stadt steht über alles. Aufs RP übertragen bedeutet das - und das gilt aus ganz praktischen Gründen auch für Gruppen ohne solchen Heimstein wie Panther, Outlaws usw. - das man sich nicht auf Dauer zerteilen kann. Man kann nicht dauerhaft auf mehreren Hochzeiten gleichzeitig tanzen, so viel Zeit hat kaum jemand und es wird dabei zu Problemen kommen. Nein, besser ist es dabei wirklich, man spielt dauerhaft nur in einer Gruppe, dort dann aber auch richtig. Alles andere wird zu verworren, komplex und unpraktikabel.

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Neue Besen kehren gut oder: Linden Lab stellt massiv wieder ein!

Der neue Geschäftsführer von Linden Lab scheint einiges vorzuhaben. Jedenfalls ist es so, dass ja letztes Jahr knapp 1/3 der damaligen Belegschaft von 300 Mitarbeitern, also etwa 100 Mitarbeiter, mehr oder weniger auf einen Schlag entlassen worden sind. Darunter waren durchaus Koryphäen ihres Fachs wie Qarl Linden, dem wir den Flexi Prim und die Sculpties zu verdanken haben oder aber Babbage Linden, der an einer Möglichkeit C# als neue Skriptsprache zu verwenden arbeitete. Diese Leute wurden demals noch von Mark Kingdon rausgeworfen, der damals die Notbremse zog bevor er selber ging und Philip Rosedale auf den Chefsessel mitsamt des Mantras “Fast, Easy and Fun” zurückkehrte.

Nun ist Rosedale inzwischen ja auch wieder Geschichte und der aktuelle Geschäftsführer heißt also Rod Humble. Humble selber will ja erstmal SL wieder schön rund zum Laufen bringen, das wollten sie alle vor ihm auch. Es ist aber so, dass Linden Lab auf einmal wieder Parties schmeisst, um neue Entwickler anzuheuern.

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Arizona, Arizona...

Heute habe ich die RP-Regeln einer deutschsprachigen Westernsim zu Gesicht bekommen und war beeindruckt. Man sagt den Deutschen ja einen Hang zum Bürokratismus nach, aber das setzte wirklich dem Fass die Krone auf: jeder noch so kleine Furz wurde hier explizit in aller Ausführlichkeit behandelt und geregelt.

Zum Spaß habe ich den Text der Notecard dann mal in eine Textverarbeitung gekippt, um ein Bild von der Textmenge zu bekommen: insgesamt verteilen sich da 4078 Wörter auf satten 12 Seiten DIN A4 bei der Schriftart Times New Roman, 12 Punkt. Sapperlot!

Kurz und gut: dieses Regelwerk ist total unbrauchbar, da es kein Schwein lesen wird, besser ist wirklich es komplett zu entsorgen und es dann knapp neu zu fassen. Mehr als zwei Seiten DIN A4 sollten es am Ende nicht sein.

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Lydianische Stadtverschönerung

Stadtmauer und Wakandas Beitrag.
Stadtmauer und Wakandas Beitrag.

Oder mal aus der Rubrik “Ich hatte schon lange kein Bild mehr” ein kleiner Eindruck der neuen Stadtmauer aus Lydius samt Verschönerungsbeitrag der dortigen Waldfrauen, sieht doch ganz nett aus, ne?

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Es gibt keine Community!

Oder anders gesagt: wer auch immer meint, es gäbe so etwas wie eine Community aller Gor-Rollenspieler bzw. zumindest der Simbesitzer, der ist wirklich schief gewickelt. Zunächst will die Finanzierung stehen, dabei ist jeder sich selbst der Nächste, und weil es nicht nur ein Gor, sondern viele Gors gibt, wird es auch niemals so etwas wie eine übergreifende Community der Spieler geben können. Dazu sind die Ansichten darüber, was Gor ausmacht und was nicht, zu unterschiedlich ausgesprägt und zu differenziert.

Der kleinste gemeinsame Nenner ist, das man Rollenspiel betreibt - darüber hinaus hört es dann auch schon auf.

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Hammerlimits oder: ich bin Gott, ich darf das!

Heute war ich mal wieder ein wenig clubben und traf in einem Club durch Zufall einen weiblichen Avatar, der normal auf Gor als Panther unterwegs ist. Als ich dann ihr Profil las und ihre Limitliste vorfand, die länger als eine Klopapierrolle ist, dachte ich mir nur: “Ja jetzt schlägt’s aber Dreizehn!” und kam aus dem Staunen nicht mehr heraus.

Hier ist besagte Limitliste, von mir nur in andere Form gebracht sowie in korrigierter Rechtschreibung:

  • kein Force-RP
  • zuerst Reden, dann Schießen,
  • keine Folter,
  • keine Gefangennahme,
  • kein Verkauf meiner Person,
  • ich submitte nie auf Gor,
  • keine gebrochenen Knochen,
  • halte dich an meine Limits, sonst werde ich es einem OOC-Admin melden und du kriegst großen OOC-Stress,
  • 10 Minuten ohne RP und ich bin weg,
  • keine Verstümmelungen,
  • keine Haare abschneiden,
  • kein permanenter Kill,
  • kein Force Kill,
  • überhaupt gar kein Kill,
  • Sex-RP mit Absprache - keine Männer,
  • fängst du mich, dann werde ich nicht mit dir gehen wegen psychischen Gründen und Angstzuständen, nach meinem Abschuss hast du gewonnen, lass mich einfach liegen, wenn du liegst dann habe ich gewonnen,
  • ich bin Jägerin und keine Sklavin, die Rolle der Gefangenen lässt mich ausrasten,
  • Gor ist ein humanitäres Desaster ohne Gleichen, ich mache mein Ding wie ich es will, hast du ein Problem damit, dann lass mich einfach in Ruhe und sprich mich nicht an.

Fehlt nur noch, dass sie kein Collar auflistet und bitte nicht mit rosa Wattebäuschchen nach mir schmeißen, jedenfalls habe ich eine solche Auflistung schwachsinniger Limits in einer einzigen Person konzentriert in meiner ganzen Laufbahn noch nicht gesehen gehabt und ich kenne wirklich viele. Respekt, das ist wirklich schwer zu toppen!

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Kuschelgor bei Gefährtenschaften

Gefährtenschaften sind ja an und für sich eine schöne Sache. Auch, wenn es meistens in 95% der Fälle die Leute wie eine echte Ehe handhaben - aber hey, warum nicht - und nicht wie ein Zweckbündnis, das es eigentlich ist, aber solange die Spieler es so wollen, ist es doch gut.

Nur eines nervt in letzter Zeit mehr und mehr: der zunehmende Hang zum Kuschelgor bei Gefährtenschaften! Erstens werden die Sims nämlich meistens immer zuverlässig ganz OOC erklärt, weil man entweder mit einem Angriff rechnet oder das werte Paar so viele Feinde verbrochen hat, dass ein Angriff wahrscheinlich wäre. Aber die Zeremonie ist dann selber doch wieder natürlich als IC anzusehen, sonst wäre es ja nutzlos. Also beisst sich hier der Hund selber in den Schwanz, es ist komisch, sollen sie doch ehrlich sagen es ist Safezone und fertig - oder den Mist einfach gleich sein lassen. Das hat noch niemandem geschadet.

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Skinfair 2011

Been there, done that: heute war ich auf der diesjährigen Skinfair, stylisch gekleidet als nackter, unsichtbarer Avatar dank Ganzkörperalphalayer. Wider Erwarten klappte der Teleport auch sofort. Wichtig dabei ist, dass man wirklich so ziemlich alle geskripteten Objekte abschalten/ablegen sollte, hat der Avatar mehr als 50 aktive Skripte bekommt er einen Freiflug spendiert und darf die nächsten Stunden wieder damit zubringen, zu versuchen auf die Sim zu teleportieren.

Ansonsten war es für mich witzlos, trotz einer Scripttime < 4 ms in der Statistikleiste eine Laghölle pur und ein Paradebeispiel dafür, warum Second Life noch lange nicht für den Massenmarkt bereit ist. Schon das Bewegen war schlimmer als vieles, was ich erlebt habe, ab und an hatte dann die Sim ein kurzes Erbarmen, aber meistens war es extrem nervig. Ich denke die Macher haben eine wesentlich größere Reichweite, wenn sie alles auf einer Homepage fein präsentieren würden samt Kauffunktion anstelle einer Fullprimsim.

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Die Heiler und der Kastenwahn

Die zivilisierten Goreaner sind in Kasten organisiert. Kasten sind dabei für mich sehr gut mit mittelalterlichen Zünften vergleichbar, ein Zusammenschluss von Leuten der gleichen Profession zur Wahrung gemeinsamer Interessen, gegenseitiger Hilfe und dergleichen mehr. Kasten sind dabei ortsgebunden, die Kaste der Schreiber von Lydius zum Beispiel ist von der Kaste der Schreiber in Ar unabhängig. Soweit die Theorie.

In der RP-Praxis ist es so, dass eine Sim alleine meistens zu wenig Mitspieler hat, um eine wirklich funktionierende Kaste zu bilden. Meistens gibt es nur einen Schreiber, einen Heiler oder einen Sklavenhändler, also bilden sich dann freiwillige, simübergreifende Kasten, die sich der Einfachheit halber nur “Kaste der Schreiber”, “Kaste der Heiler” und ähnlich nennen.

Zudem ist es so, dass jede Kaste natürlich in den Büchern einen Regelkodex hat, aber viele davon sind nur vage bis gar nicht definiert. Also ist eine der typischen Aufgaben, dass sich die jeweiligen Kasten in SL selber einen in sich stimmigen Kodex selbst verpassen. Zudem bieten einige - nicht alle - Kasten eine in character Ausbildung an, die einem beim RP in der jeweiligen Rolle helfen soll, diese gut auszuüben.

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Second Life steigt bald auf Jabber um

Wir alle kennen das: Second Life wird in erster Linie ja als 3D-Chat angesehen, aber als Chat funktioniert es mitunter lausig. Schon der offene Chat laggt oft wie bescheuert, Gruppenkanäle sind häufig mehr unzuverlässig als sonst was und IMs kommen auch nicht immer unbedingt zuverlässig an. Kurz und gut: wer wirklich Wert auf Chat als solchen legt, der fühlt sich mitunter bei der Unzuverlässigkeit der Dienste in Second Life gehörig verarscht.

Die Lindens selber haben das auch - nach den bei ihnen üblichen Jahren - eingesehen und werden die im Hintergrund werkelnden Engine austauschen, die für den Chat zuständig ist. Zumindest die Gruppenkanäle wird das betreffen und als Basis wird dafür XMPP genommen, vielen auch besser bekannt als Jabber. Jabber ist ein offener, zuverlässiger und herstellerunabhängiger Standard für Chat, es gibt inzwischen sehr viele Clients dafür, wie z.B. Pidgin u.v.m., auch Google Talk basiert letzten Endes auf diesem Standard.

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