Firestorm gone bad?

Fredi schreibt bei sich gerade, dass die Benutzung von Firestorm keinen Spaß mehr macht - zu langsam, zu instabil. Mir geht es momentan ähnlich, ich setze daher unter Windows lieber inzwischen den Cool Viewer ein.

Die Frage ist aber: woran liegt das? Dass die Macher von Firestorm durchaus fähig sind, einen flotten und schlanken Viewer zu bauen, sah man ja am alten Phoenix-Viewer. Friede seiner Asche.

Also ist ihnen entweder die Fähigkeit, einen gescheiten Viewer zu programmieren abhanden gekommen, was ich weniger vermute, oder es liegt an anderen Dingen. Wie beispielsweise den vielen, gleichzeitigen Baustellen, die Linden Lab momentan hat.

Diese sind teilweise voneinander abhängig und machen es den Entwicklern schwer, ihren eigenen Viewer auf den aktuellen Stand zu bringen, solange ein Projekt nicht abgeschlossen ist. Für die Lindens ist es natürlich kein Problem, da gute Viewer zu bauen, aber für Projekte mit begrenzter Manpower wird das dann schwierig. Abgesehen davon, man ist der Programmiergott Henri Beauchamp, denn der schafft das Unmögliche und Wunder ganz alleine.

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SSA im Selbstversuch

Diese Woche Dienstag hat ja Linden Research endlich nach langer Wartezeit das neue Feature namens “Serverside Appearance” aus dem Projekt Sunshine gridweit ausgerollt. Wer damit nichts anfangen kann: das Aussehen der Haut eines Avatars wird fortan grundsätzlich auf Rechnern von Linden Lab berechnet und nicht mehr, wie bisher, auf dem Client des jeweiligen Benutzers. Wer noch mit einem veralteten Viewer unterwegs sein sollte, der diese Umstellung nicht beherrscht, der sieht nur noch graue Avatare in Second Life.

In der Theorie soll es dazu führen, dass man das Aussehen eines Avatars quasi sofort betrachten kann. Vorher dauerte es ja je nach Region durchaus eine Weile, bis der Avatar gerezzed war, manchmal blieb auch eine Hälfte gar grau, wenn der Upload vom Client nicht klappte. Hält aber diese Theorie der Praxis auch stand?

Um das herauszufinden hilft nur ein Selbstversuch. Also habe ich mir den neuesten Firestormviewer geschnappt und installiert, einen Clean Install gemacht und den Cache geleert. Eingeloggt habe ich dabei auf einer Wassersim und gewartet, bis mein Avatar normal geladen war und dann ging es ab auf äußerst belebte Sims, wo sich sehr viele Avatare gleichzeitig tummeln, denn da kann man nunmal eben genau den Unterschied am Besten begutachten.

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Creeping featurism

Bei Linden Research ist die Featuritis ausgebrochen: momentan gibt es so viele unterschiedliche Projektviewer wie schon seit Ewigkeiten nicht mehr.

Einerseits ist das natürlich eine gute Sache, so zeigt es doch, dass man zu technischen Verbesserungen und Innovationen bereit ist und diese auch voran treiben will.

Andererseits aber ist es wiederum schlecht, wenn man zu viele Baustellen gleichzeitig hat und sich so verzettelt. Momentan scheint das bei Second Life der Fall zu sein. Und was noch schlimmer ist, es macht gerade die Arbeit von Entwicklern der alternativen Viewer nicht gerade unbedingt einfacher. Einerseits sollen sie die “shared experience” garantieren, aber wie sollen sie andererseits mit diesem Featuredschungel da noch gerade teilweise mithalten können?

So schön neue Features wie CHUI, SSA, das Materialsystem und weitere (wie der parametrische Meshdeformer) sein mögen, momentan scheint es doch ein wenig zu viel des Guten zu sein. Und so treten sich teilweise gerade alle Arbeiter gegenseitig auf den Füßen herum.

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Lavabit macht zu

Nun wird euch der Name Lavabit absolut nichts sagen und von euch dürfte keiner wissen, was diese Firma getan hat. Da ist Abhilfe angesagt.

Lavabit war ein Freemailanbieter in den USA, der von einigen Leuten geschrieben worden ist, die mit dem Datenschutz von Gmail unzufrieden waren. Gmail speichert ja alles im Klartext und scannt Emails durch zur Anzeige nach Emails. Nun speichert Lavabit zwar prinzipbedingt auch alle EMails auf seinen Servern, verschlüsselt diese aber automatisch für die Benutzer. Wenn jemand nur die Server in die Hand bekommt und kennt das Passwort zum Öffnen des Schlüssels nicht, dann hat er lange zu tun, denn die benutzen da Schlüssel in Militärstärke.

Und so jemand sind eben nun die NSA. Edward Snowden hatte Lavabit eingesetzt, und da es eine US-Firma ist, sprachen die entsprechenden Behörden eben mal mit dem Hammer vor. Wer noch glauben sollte, die USA seien da auch nur in irgendeiner Art und Weise so etwas wie ein Rechtsstaat, der irrt.

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Alles so schlecht hier und überhaupt

Die Firestorm Version 4.4 stößt bei vielen gerade auf wenig Gegenliebe. Der einfache Grund: sie ist relativ fehlerhaft und macht keinen Spaß. Das kann bei einem Opensourceprojekt schon mal vorkommen, vor allem wenn die Firma Linden Research eben Druck macht und man gewisse Sachen einfach drin haben muss, wenn sie den Schalter umschalten.

Nun gibt es dazu passend auch den entsprechenden Heulthread in Slinfo. Sehr schön.

Was ich bei all diesen Sachen immer nie verstehe, ist folgendes: wenn alles so schlecht ist, und dieser Viewer so furchtbar - wieso benutzt man ihn dann noch? Es gibt genügend andere Viewer, die man genau so gut benutzen kann und wenn man mag, kann man ja auch die ältere Version benutzen. Alles kein Problem.

Und wer meint, Second Life sei voller Fehler und nur noch schlecht - was macht er dann noch hier? Warum ist er nicht schon gegangen? Es zwingt einen keiner dazu, Second Life zu benutzen, wenn man es nur noch unerträglich findet und es zwingt einen keiner dazu, einen Viewer zu benutzen, den man nicht mag.

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Alles so grau hier

Du weißt, dass Linden Lab mal wieder massiv am Basteln ist, wenn du online gehst und nach 10 Minuten ist die ganze Sim immer noch grau. So ging es mir jedenfalls heute bei meinem Abspecher ins Black Heaven Asylum. Die Prims luden teilweise, aber keine Texturen noch Height Maps bei Sculpties, es sah einfach nur gruselig aus und so schlimm wie schon lange nicht mehr.

Am Viewer kann es jedenfalls nicht gelegen haben, es war der Singularity 1.8.0 und aktuelle Firestorm. Beide haben nur so herrlich rumgesponnen, dass es krachte. Ich hoffe mal, dass Linden Lab diesen Mist relativ bald wieder in den Griff bekommt, denn Spaß machte das nun wirklich mal gar keinen.

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Es ist für Phoenix-Benutzer mal langsam an der Zeit über einen neuen Viewer nachzudenken

Wir erinnern uns: Phoenix ist seit Anfang des Jahres tot wie ein Dodo. Da kann und wird keinerlei Weiterentwicklung stattfinden, da Firestorm nun das einzige Projekt der Macher ist. Ich kann sie gut verstehen, dass sie ihren Zombie endlich beerdigt haben und froh darum sind.

Nun macht Linden Lab mit seinen Änderungen im Simulatorbereich langsam, aber sicher ernst, und erste neue Features wie die neuere HTTP-Bibliothek sind bereits auf gewissen Servern live. Da wird es auch nicht mehr lange dauern, bis das Serverside Baking (SSB) kommt und damit dann veraltete Viewer wie Phoenix die Avatare nur noch in schickem Grau sehen werden.

Also ist es langsam aber sicher für die Phoenix-Benutzer an der Zeit, ihren Phoenix in den wohlverdienten Ruhestand zu schicken und über einen geeigneten Ersatz nachzudenken. Wer sich mit Firestorm und dem Interface nicht anfreunden kann (obwohl es ein Phoenix-Skin hat!), der sollte sich mal den Cool Viewer von Henri Beauchamp oder Singularity Viewer 1.8.0 anschauen. Beide sind auf diese kommenden Änderungen nämlich vorbereitet und werden ihre Benutzer da nicht im Stich lassen.

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Der Mensch ist ein Gewohnheitstier

Linden Lab macht langsam mit Sunshine ernst und bald kommen die Änderungen am HTTP-Transfersystem für Assets und dergleichen mehr. Maddy beschreibt das bei sich sehr schön.

Damit wird es auch nicht mehr allzu lange dauern, bis alle Sims auf dem Maingrid darauf umgestellt sein werden. Das Ergebnis wird sein, dass die Bewohnerschaft mal wieder zweigeteilt sein wird: während die einen, die noch immer technisch veraltete Viewer wie den Phoenix benutzen, jammern werden warum sie nur noch graue Avatare und anderes Zeug mehr sehen, werden sich diejenigen, die modernere Viewer benutzen einer besseren Geschwindigkeit erfreuen.

Aber man kann es nun einmal nie allen Recht machen und diese Änderungen sind sinnvoll. Nur das Gejammer wird trotzdem kommen.

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Ja, wo isser denn? Wo isser denn, der PMD?

Diese Frage stellte sich mir unwillkürlich, als ich mal wieder Meshklamotten sah und dabei an das von der Community finanzierte und in Zusammenarbeit mit Linden Lab verzapfte, vermeintliche Allheilmittel namens Parametric Mesh Deformer denken musste.

Es wird nun schon über ein Jahr und drei Monate an dem Ding programmiert, es gibt auf Seiten Linden Labs immerhin einen Projektviewer - und das war’s.

Ansonsten ist die Informationslage eher dürftig, und es beschleicht mich der Verdacht, dass Linden Lab es absolut nicht besonders eilig damit hat, dass dieses an und für sich sinnvolle Feature endlich serienreif wird und zum Einbau in jedem Viewer freigegeben wird.

Wenn ich mir so Nalates Blog durchlese, dann zieht das Projekt momentan langsam aber stetig unterirdisch seine Bahnen und seine Eltern sind zunehmend frustriert.

Woran es liegt, dass es nicht weiter ist? Angeblich, weil Linden Lab noch immer auf Shapes und Kleidungsstücke wartet, um daran Feinjustierungen vornehmen zu können und an mangelnden Ressourcen auf Seiten Linden Labs, die Oz einfordern will.

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Hohe Grafik essen Schuhe auf!

Nun, mir war ein wenig nach Rainer Werner Fassbinder, da ich erst kürzlich seine “Welt am Draht” sah. Ein sehr schöner, visionärer Film, den man heute so unaufgeregt und vor allem ruhig kaum noch drehen könnte. Daher ist er noch besser.

Aber das Problem, um das es geht, ist real und vielleicht schon dem einen oder anderem begegnet. So wie hier sieht ein normaler Schuh aus:

schuh1

Und so kann er wenn man Pech hat aussehen, wenn man Deferred Rendering, also Licht und Schatten aktiv hat:

schuh2

Ja, was ist denn da passiert? Simpel: wenn man Deferred Rendering aktiv hat, werden Invisiprims die früher hauptsächlich den Fuß verschwinden ließen, nicht gerendert. Das ist altbekannt und sollten die Schuhe aber noch damit und nur damit arbeiten, dann hat man ein Problem und es sieht eben so aus, wie hier gerade dargestellt.

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