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Es ist jetzt ziemlich genau eine Woche seit meinem Post über meine Erfahrungen in Lydius vergangen. Zweifelsohne hatte ich mit diesem Post unbeabsichtigt ein Monster erschaffen, mit teilweise bis zu 94 Kommentaren ist er der am heftigsten diskutierte Blogpost hier überhaupt, zudem sorgte er für eine Verdoppelung der täglichen Besuche.

Was gut ist, ist aber nun gut, das Thema ist für mich mehrfach durch, und mit dieser Nachlese schließe ich es ab. Ich habe einige unter die Gürtellinie gehende Kommentare gelöscht und das weitere Kommentieren für diesen Post abgeschaltet, 91 bleibende Kommentare sind mehr als genug. Wenn ihr euch weiterhin über Lydius, BtB, Transen und dergleichen kloppen wollt und wieso das gut ist oder nicht, dann könnt ihr das gerne woanders machen, aber nicht mehr hier.

Aber zum Abschluss von mir dazu noch ein paar Anmerkungen:

  • nein, ich bin kein Mitglied der lydianischen Spielgruppe, noch war ich es oder habe ich es vor das zu sein, auch habe ich keinen Alt in der Gruppe,
  • der Post entstand aufgrund meiner eigenen, persönlichen Wahrnehmung die sich in dem Fall im Laufe von einigen Wochen bildete - diese ist immer subjektiv, andere mögen es anders sehen und das konnte man ja an den Kommentaren auch erkennen,
  • mir persönlich ist es egal, ob nun in Lydius BtB 1000% oder nur 95% gespielt wird oder Disney. BtB ist für mich kein Allheilmittel noch alleine bereits Garantie für gutes Rollenspiel, wer dazu tiefergehendes lesen will, hier gibt's dazu einen lesenswerten Artikel von Zeus.
  • Was Disney und BtB ist, definiert noch jeder zuerst einmal ziemlich für sich selbst und die Meinungen dazu gehen bekanntermaßen extrem weit auseinander.
  • Wer zahlt schafft an, das war schon immer so und ist in SL auch nicht anders.
  • Ja, die Anzahl der Kommentare hat mich vom Hocker gerissen, dass das nun so ein Aufreger sein würde habe ich beim Posten nicht gedacht und vor allem über was dann alles noch so diskutiert wird erst recht nicht.

Ich weiß, dass der Post in Lydius intern selber tagelang für extremen Aufruhr mit Wut sorgte und man sich teilweise über mich den Mund fusselig redete. Gut, das ist dann eben so, ich habe mit ihm in ein Wespennest gestochen wie es aussieht.

Das allerdings die durch den letzten Post induzierte Stimmung so lange anhielt liest sicher nur teilweise an meinem Post. Lydius ist zweifelsohne eine schöne Sim, stabil und tragfähig finanziert, und man wird auch sicher noch in Zukunft sehr viel von ihr hören, die auch stark den Gemeinschaftsgedanken pflegt und von der einige, interessante Impulse für die Gemeinschaft ausgingen und sicher auch in Zukunft ausgehen werden.

Offensichtlich ist es auch eine Sim mit einer Spielerschaft, deren Vorstellungen von Rollenspiel sich stark von den meinigen unterscheiden, was kein Vorwurf ist sondern völlig normal und gut, denn wo wäre man im Spiel ohne die Vielfalt, aber das mit den differierenden Vorstellungen habe ich nun begriffen und ziehe für mich erstmal die Konsequenzen daraus.

Ich denke, es ist auch erst einmal gut nun und vielleicht werde ich mal wieder in ein paar Monaten vorbei schauen, im Moment zieht mich nichts wirklich mehr dahin, worüber die Lydianer sicher nicht traurig sein werden, und gut ist es.

Aber bitte, das betrifft nur mich und ist meine ureigene Meinung und Erfahrung. Es soll keinen davon abhalten, Lydius selber einmal zu besuchen, um sich ein eigenständiges Bild und seine eigenen Erfahrungen darüber zu bilden. Denn nach wie vor ist nichts besser, als sich über irgend etwas seine eigene Meinung zu bilden!

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Eigentlich wollte ich zu der Angelegenheit nichts mehr schreiben, da das Thema als Dauerbrenner schon oft genug durchgekaut worden ist, aber nun juckt es mich doch wieder in den Fingern, da es doch mal wieder soweit ist.

Ich war mit meiner Gefährtin Elena in den letzten Tagen desöfteren auf Lydius' Straßen unterwegs und versuchte dort ein wenig buchnahes Spiel aufzuziehen. Nun ist es so, dass Lydius als Sim ja gerade nach den ganzen Umbau- und Erweiterungsmaßnahmen sich in stabilen und ruhigeren Fahrwassern befindet. Die Sim ist wieder ordentlich gewachsen, auch die Größe der eigenen Gruppe stieg gut an, es ist eine schön bebaute Sim und eigentlich spricht ja nichts gegen einen Besuch da.

Nur ist es in Lydius inzwischen so, dass sie da wieder mit Inbrunst daran arbeiten, ihrem alten Ruf als elitär im Spiel und inflexibel im Reagieren auf externe RP-Anreize, der so langsam verblasste, neuen Glanz zu verleihen.

Das bedeutet schlicht und einfach: wer sich nach Lydius begibt, der kann ungehindert mehrfach durch die Stadt latschen, ohne dass er auch nur von irgendjemandem angesprochen wird. Die eine Hälfte der Leute vergnügt sich munter in der Taverne, die andere Hälfte schmiedet irgendwelche Intrigen epischen Ausmaßes, wobei die meisten von Isnogud inspiriert sein dürften, und dazwischen gibt es nicht viel. Seitdem man neben die Taverne einen Katzentisch für die freien Frauen hingestellt hat, da diese scheinbar nicht in der Lage sind das pompöse Teehaus der Baumeisterin Bellatrix zu finden, ist auch im Teehaus natürlich tote Hose angesagt. Lydius ist sich momentan mal wieder selbst genug und das lässt es auch jeden seiner Besucher mit aller Wucht spüren, indem man sie wo es nur geht ignoriert.

Eine mögliche Erklärung wäre das schöne Wetter und Sommerloch, aber das ist mir zu wenig, denn die Sim ist abends durchaus mit 10-20 Avataren gut besucht, also es gibt genügend Potential für Spiel dort. Damit ist das Sommerloch keine passende Erklärung für das Verhalten.

Die andere Erklärung ist einfach diese, dass man es momentan nicht nötig hat, auf externe Reize überhaupt zu reagieren, sich selbst mehr als genug ist und seine eigenen Intrigen und Plots vorantreibt. Wozu man dann allerdings diese Veranstaltung als Handelsstadt betreiben muss, wenn es momentan kaum noch Handel gibt, ist eine weitere Frage.

Es ist nicht so, dass es nicht mal anders gewesen wäre. Vor dem großen Umbau waren die Lydianer durchaus reisefreudig, sie bereisten auch ab und an andere Sims und sorgten so für Intersim-RP. Aber seit der Beendigung des kräftezehrenden Umbaus ist das alles wie weggeblasen, man sieht sie woanders - egal ob in neutralen Städten oder bei Verbündeten - nur noch äußerst selten, und damit wird es auch immer schwerer, noch mit den Lydianern als Externer überhaupt irgendwelche Plays anzufangen.

Leider ist es wirklich so, wenn man als Besucher in Lydius momentan zu irgendwelchem RP kommen will, dann hilft nur noch die Brechstange. Sprich Sachen wie den Heimstein klauen, Administrator entführen, eine Belagerung der Stadt und ähnliches, darunter steigt man momentan offensichtlich nicht mehr wirklich auf Angebote ein. Einerseits deren Sache, andererseits schade, weil sich so mehr entwickeln könnte und alte, durchaus gute Möglichkeiten gerade hoffnungslos verrotten.

Ein Beispiel dafür, wie man es besser machen kann, ist für mich Kasra, das liegt dort am Konzept der Sim. Es gibt mit dem Feuerkrug einen sozialen Brennpunkt für Alle, und wer sich dort rein begibt, der wird zwangsläufig ins laufende RP eingebunden, denn man hört ja immer gerne Geschichten und ein Reisender kann viel erzählen. Neben dem Konzept gehört dazu aber auch eine gewisse Offenheit und Flexibilität für externe Anreize, die gibt es in Kasra, in Lydius sind sie während des Umbaus aber offensichtlich flöten gegangen.

Drüben bei Elena, die von sich aus schon über ihre Erlebnisse der letzten Zeit mit Lydius bloggte, hat sich in den dortigen Kommentaren zu ihrem Post auch Pea von den Wakanda zu Wort gemeldet. Das Bild, welches Pea da zeichnet, ist ernüchternd und ihre Frustration verständlich.

Sie schreibt von einigen, sehr dominanten Spielmachern in Lydius, die kein Spiel neben dem ihrigen wirklich zulassen würden und auch geradezu eifersüchtig dafür sorgen würden, dass für den Rest nicht viel Luft bliebe. Sollte solch ein Spielmacher mit Avatar A denn mal in Lydius Pause haben, so hole er Alt B hervor, der ebenfalls eine Machtstellung in der Stadt innehabe und treibe so seine Spielchen weiter.

Die Wakanda haben immer wieder versucht, selber zu Spiel zu kommen, aber egal was sie auch machten, es blieb weitestgehend folgenlos oder man ging auf das Spiel erst gar nicht ein, wie z.B. die nicht ausgespielte Entführung von Zasta am offenen Lagerfeuer zur Zeit des Umbaus, der versuchte Heimsteinklau und vielerlei mehr. Dazu kommt dann noch der neue Handelsposten mit seiner kleinen Gruppe, dem man einerseits IC die Taverne abbrannte und dann aber auf die Folge-RPs von dort nicht einging. Kein Wunder, dass die Gruppe um den Wirt dort sich inzwischen auf Jorts Fähre niedergelassen hat.

Pea selber klingt in ihrem Fazit auch entsprechend enttäuscht, als sie schrieb:

Mien Tipp für Fussfassen in Lydius :
Spiele eien Rolle hoher Kaste , strebe nach Macht udn Führung, stelle dich gut und schleime dich ein bei den Spielemachern udn wage es nicht zu Kritisieren.
Dann wirst du aufgenommen werden und fliegst vieleicht auch bald einen Tarn oder befehligst Kriegschiffe.
Macht, Intriegen, Politik, Bürokratie, Stadtleben in einer Stadt die als Handelstadt es nicht nötig hat mit anderen zu Interagieren denn ihre Lager sind Randvoll.

Verstehen kann ich ihren Frust aber mehr als gut, irgendwie klingt Lydius nach dem Kommentar für mich ein wenig fast als die deutscheste aller deutschen Gorsims, es klingt jedenfalls alles andere als einfach.

Übrigens haben mich ja auch immer mal ab und an einzelne Lydianer gefragt, wieso denn ausgerechnet ich als von den Ideen her buchnaher Spieler nicht in Lydius spielen würde, manchmal gab es auch Abwerbungsversuche, die ich immer freundlich lächelnd abwiegelte.

Der Grund dafür ist ganz einfach: weil es in Lydius nichts gibt, was ich nicht schon habe und ich mich kenne, wäre ich in der lydianischen Spielgruppe drin, dann würde ich da ziemlich sicher erst einmal intern ordentlich mit der Keule reinschlagen, dass es so richtig schmerzt. Dazu kommt, dass ich seit August 2010 in Ivalo aktiv bin und mich da wohl fühle, ich bin gut integriert und habe da genug zu tun. Ivalo ist seit über drei Jahren existent, etabliert und stabil, auch hat das Betreibermodell - nur zwei Leute, die die Sim leiten und finanzieren - gegenüber dem Multiownermodell von Lydius inkl. den innewohnenden Reibungsverlusten und möglichen Hang zur Kakophonie etliche Vorteile.

Auch finde ich es prima, dass man sich auf Ivalo bisher einem Rat der Stadt strikt verweigert hat und der nicht kommen wird, in kaum einer andern Angelegenheit wird im RP mehr unnötig Energie verpulvert wie im Stadtrat, am Ende kommen die Leute dann meistens doch wieder direkt zum Scheffe und die Arbeit bleibt an ihm kleben, der einzige Unterschied zwischen einem Rat der Stadt und Ubar ist, dass beim Rat der Stadt noch zusätzlich alle Leute, die sonst nichts zu sagen haben, dann stundenlang darüber diskutieren, wieso ein dreibeiniger Tisch nicht wackelt, man zu den relevanten Details sowieso nicht kommt weil dann alle schlafen gehen müssen, aber Hauptsache man hat es einmal gesagt und sie haben Dampf abgelassen. Na danke aber auch!

Es ist keine explizit buchnahe Sim und die Stadt als solche nimmt auch grob nur 1/4 der Simfläche ein, aber man ist durch das Konzept im Umgang mit Fremden recht offen, durch die Schänke gibt es auch einen Ort an dem man meistens Leute antrifft und es so zu offenem RP kommt. Ivalo ist eben einfach meine Heimat im RP, und es wird so schnell auch keine andere Sim mehr geben, die genau dies mir bieten können wird, es hat nach meinem Weggang aus Port Kar lange genug gedauert, bis ich wieder auf solch eine Sim gestoßen bin, da wäre ich auch schön blöde es so einfach wegzuwerfen.

Dazu kommt, dass ich in meinen rollenspielerischen Ansichten flexibel wie Kaugummi bin, das heißt ich weiß zwar, wie es richtig sein sollte, aber mir bricht im Gegensatz zu anderen BtBlern, die schon die Krise kriegen wenn sie mal in einer Stadt keine Zylinder sehen kein Zacken aus der Krone, wenn das nicht der Fall sein sollte. Je nachdem auf welche Sim ich gehe, gehe ich da mit unteschiedlichen Erwartungen hín und habe da dann mein Spiel und fertig, allerdings gibt es auch gewisse Sims, auf die ich nicht gehen muss, aber die wird fast jeder Spieler haben.

Ich habe an meiner Blogroll hier einige Änderungen vorgenommen, als da wären:

  • "Das zweite Leben und wir" entfernt, da das Blog nicht mehr existiert und der dazugehörige Handelsposten auch nicht.
  • "Elenas Second Life" hinzugefügt, featuring Elena Gallacher.
  • Fatale von Mila Vendetta hinzugefügt.
  • Asinay, ein Blog aus Anango, hinzugefügt.
  • Kajirarolls hinzugefügt.
  • "Dinas zweites Leben" hinzugefügt.
  • "Kasra und mehr" hinzugefügt, der offizielle Blog des Feuerkrugs.

Mal schauen, was sich in Zukunft noch so tun wird...

Der Blog in 2010
Der Blog in 2010

Anbei ein lustiges Fundstück, so sah dieser Blog im Jahre 2010 aus. Für alle, die es interessieren sollte das war vor meinem Umstieg auf WordPress als Blogengine, damals lief der Blog hier noch mit Serendipity. Letztendlich gab die viel größere Anzahl an frei verfügbaren Themes und Plugins unter WordPress dann für mich den Ausschlag den gesamten Content nach WordPress zu migrieren. Bisher habe ich diesen Schritt auch nicht bereut.

 

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Aus Anlass der gerade mal wieder stattgefundenen, üblichen "Wo sind nur all die guten Männer hin"-Diskussion in Gor auf Deutsch mit dem wie üblich weggelassenen, aber dabei ständig im Raum offen stehenden Zusatz "Und warum kriege ich keinen einzig Guten ab?" mal ein passendes Zitat:

Frauen wollen einen Mann der so ist wie heißer schwarzer Kaffee! Dann geben sie Milch hinzu damit er nicht mehr so schwarz ist, Zucker, damit er nicht mehr so stark ist und kaltes Wasser, damit er nicht mehr so heiß ist. Und dann wundern sie sich, welch lauwarme Brühe nur noch übrig ist!

Oder auch anders gesagt: vor der Versklavung/Gefährtenschaft sagen viele Frauen "Mach doch, was du willst, Hauptsache ich bin bei dir!" und danach ist jede weitere Sklavin eine zu viel, vor allem bei denjenigen die immer so oft betonen, wie ach so goreanisch sie sind und wie toll sie IC und OOC trennen würden, gerade die sind oft die schlimmsten Eifersuchtsdramenbereiterinen überhaupt.

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Hier mal eine klare Ansage an alle, die sich nicht zu schade sind, in GaD und ähnlichen Kanälen nach Landmarken diverser Geschäfte zu fragen: ihr nervt! Und zwar ständig, immer, überall!

Damit wir uns da klar verstehen: ich meine damit nicht diejenigen freundlichen Mitmenschen, die auf der Suche nach besonders akkuraten/tollen/sonstwas Sachen sind und sich da mal umhören, was damit gemeint ist. Nein, die meine ich nicht, ich meine auch nicht damit diejenigen, die wussten es gab mal einen Store mit Namen XY so in etwa und wie bitte heißt dieser Shop nun richtig, sie kommen eben nicht drauf, suchen sich einen Wolf und holen sich so Tipps, die ihnen auf die Sprünge helfen. Beides legitim und nicht gemeint.

Ich meine damit diejenigen nervenden Mitmenschen, die offensichtlich zu dumm dafür sind, ihr Inventar in Schuss zu halten und die in Second Life eingebaute Suche zu beherrschen oder einfach nur zu faul, die Suche überhaupt zu bedienen. Wozu auch, in GaD gibt es ja mindestens 200 Dummies, die den lieben, langen Tag ja nichts besseres zu tun haben als die eigenen Anfragen zu beantworten, für irgend etwas muss diese Veranstaltung ja geeignet sein und wenn nur dafür!

Diese Nervies fragen dann regelmäßig mit einer unnachahmlichen Dreistigkeit in GaD nach den Landmarken von so unbekannten Stores wie Vigo, Opencollar HQ, Ripped und weiß der Geier was noch allem, was man bequem über die Suche finden könnte. Ja hallo, sagt mal kommt ihr euch da nicht selber komisch und blöde dabei vor eure Unfähigkeit/Faulheit die Suche anzuwerfen vor hunderten  fremder Menschen so offenkundig einzugestehen? Schlimmer alleine an der Tatsache alleine, dass solche bescheuerten Anfragen einfach nicht tot zu kriegen sind ist nur noch die Tatsache, dass sich meistens dann doch irgendeiner erbarmt und die Landmarke rüberreicht, weil dies das einfachste Mittel ist, den Quälgeist zur Ruhe zu bringen.

Bis zum nächsten Mal dann eben, die andere "Ich bin zu faul zum Suchen"-Variante in GaD ist dann die ständige Frage nach der aktuellen Liste aller Gorsims. Diese wird regelmäßig in den Mitteilungen von GaD gepostet, kann man also im Mitteilungsarchiv problemlos abgreifen und liegt auch an diversen Orten aus, oder - man staune - man tippe in der bösen Suche, die man ja aus Prinzip nicht benutzt, das Wort "goreanisch" ein. Welche Wunder, was man dann so alles finden kann, aber nein, das ist ja dann schon zu viel verlangt und wäre ja mal das schwabbelige Ding zwischen den zwei Ohren gebrauchen, das geht ja gleich mal gar nicht! Die Natur gab es wohl vielen Mitmenschen nur daher in den Kopf, dass dieser nicht durch zu viel Luft in sich zusammensackt, wäre ja schade, nicht wahr?

So oder so, es nervt einfach, es wird nicht aussterben - es sei denn, Linden Lab spendiert mal endlich gescheite Moderationsbefehle für die Gruppenkanäle und solange sie damit ans Ziel kommen, wozu die Strategie ändern, wenn man andere ja für sich arbeiten lassen kann? WÜRG!

Fast jeder von uns kennt das Märchen "Des Kaisers neue Kleider" von Hans Christian Andersen. In diesem Märchen geht es um einen Kaiser, der sich bei einem Betrüger neue Kleider anfertigen lässt, die angeblich die Eigenschaft haben, dass nur intelligente Mitmenschen sie sehen können, den Dummen aber würden sie verborgen bleiben. In Wirklichkeit gibt es selbst im Märchen diese Kleider nicht, und so kommt es, dass der Kaiser nackt durch die Straßen seiner Stadt stolz umherläuft, weil ihm sein ganzes Umfeld darin bestätigt, wie toll doch diese Kleider seien, nur um nicht als dumm erkannt zu werden, denn natürlich kann keiner diese nicht vorhandenen Kleider sehen. Das geht auch gut, bis ein Kind, dem gesellschaftliche Konventionen einfach da noch fremd und egal sind, lauthals "Aber der Kaiser ist ja nackt!" herausschreit und es ist so, als hätte man einen Schalter umgelegt - die ganze Peinlichkeit der Situation wird allen schlagartig bewusst und der Kaiser wird verlacht und verspottet.

Nun gibt es durchaus die eine oder andere Begebenheit, wo ich dieses Kind sein könnte. Nur ist dann die Frage, die ich mir stelle: wozu? und auch mitunter: auf welcher Plattform/Ebene?

Der Überbringer gewisser Nachrichten wird ja nicht immer geschätzt, was mir weitgehend egal ist, andererseits könnte es eben genau zu diesem Masseneffekt führen und damit zu einer Art Entzauberung, kritisches Überdenken des Selbstbildes und da frage ich mich dann schon: ja, könnte passieren, aber muss das denn sein und muss ich diesen Prozess anstoßen? Schließlich ist die Welt groß, es nimmt niemand daran Schaden und wenn jemand Träume hat und diese verwirklicht, ist es doch gut, wozu ihm diese nehmen?

Andererseits habe ich natürlich auch eine Meinung, wie meistens, die durchaus viele mit mir teilen, aber auch bisher nicht wirklich verlautbart haben. Aber dann ist wiederum die Frage, die ich mir auch stelle: was bringt es, wieso tut es nicht ein anderer einfach und muss ich es sein, der das mal klar und deutlich verbalisiert und dann diesen lautstarken Mob erzeugt, der es ja schon immer gewusst hat und sich vielleicht auch Hyänen gleich dann auf den Kaiser stürzt?

Ich könnte mich natürlich auch auf den Standpunkt stellen, wenn ich es nicht mache, dann macht es früher oder später sowieso ein anderer, dessen Urteil vielleicht nicht so "gnädig" ausfallen würde, und dann lieber gleich mal selber noch einigermaßen nett formuliert und gut ist es. Andererseits hat manches schon lange gut funktioniert und wird es auch weiterhin, eben wegen der Freundlichkeit der Mitmenschen.

Alles in allem, schwer sehr schwer, aber ich denke mal nichts wird so heiß gegessen, wie es gekocht wird und schon die alten Römer hatten den Spruch "Si tacuisses, philosophus mansisses.", also wenn du geschwiegen hättest, dann wärst du Philosoph geblieben. In dem Sinne bleibe ich dann wohl doch lieber erst einmal Philosoph und ergehe mich lieber in Metagedankengängen als in Gedankengängen in den Sachen an sich.

In dem Sinne greift wohl auch der Spruch "Si libet, licet.", also wenn es gefällt, dann es ist erlaubt.

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Der momentane Überhype im Internet sind ja soziale Netzwerke, allen voran dabei inzwischen der Branchenprimus Facebook, der auch zunehmend den deutschen Eigengewächsen VZ-Netzwerken (StudiVZ, MeinVZ, SchülerVZ) das Wasser abgräbt und somit das Leben schwer macht.

Nun ist es Firmenpolitik der Lindens, verstärkt Second Life auch mit Facebook zu vernetzen, um so Traffic und damit letztendlich neue Benutzer von Facebook nach Second Life zu bringen. Eigentlich, trotz der Proteste vieler Residents, ist das nur ein logischer Schritt, kann man da doch Unmassen von Benutzern abgreifen wenn man es nur richtig anzustellen weiß. Manche bezeichnen ja gar Second Life als eine Art dreidimensionales, soziales Netzwerk, was in gewisser Weise sogar stimmen mag, allerdings sind ja die Benutzerzahlen in Second Life um mehrere Potenzen niedriger als in Facebook. Das hängt einfach damit zusammen, dass Facebook in jedem Browser funktioniert und ansonsten keine weiteren Installationen braucht.

Ein wesentlicher Unterschied aber, wieso Second Life niemals die Benutzerzahlen von Facebook erreichen wird, ist die Funktionsweise. Facebook ist wie Email, es ist vom Grundprinzip her asynchron. Ich kann da Webseiten links liegen lassen, und ob ich mir Sachen in einer Stunde oder einem Tag, wenn ich Zeit habe anschaue, spielt keine Rolle. Man versucht zwar durch die Spiele, Chat und andere Sachen die Leute länger an die Seite pro Besuch zu binden, aber zuerst einmal ist es vom Prinzip her asynchron und damit sehr bequem handhabbar. Ebenso asynchron sind z.B. Foren, Blogs usw.

Second Life dagegen ist vom Grundprinzip her ein 3D-Chat und damit synchron, also wie ein Telefongespräch. Wenn man jemanden anschreibt, dann erwartet man innerhalb einer gewissen Zeit eine Antwort vom Gegenüber - und umgekehrt. Damit ist eine ständige geistige Präsenz in SL erforderlich, und man kann nur kurz mal was nebenher machen, eben wie bei einem Telefongespräch, da lässt man seinen Gesprächstpartner ja auch bestenfalls nur kurz mal warten, alles andere wird als unhöflich angesehen. Das bedeutet auch, wenn man sich in Second Life einloggt, dass man gefühlt mindestens 30 Minuten am Stück erübrigen können sollte, denn ansonsten ist das zu wenig und nicht wirklich zielführend.

Dieser Unterschied alleine sorgt schon dafür, dass Second Life niemals die Benutzerzahlen von Facebook erreichen können wird, denn es sind vom Grundprinzip her zwei total unterschiedliche Veranstaltungen, die beide ihren Existenzgrund haben.

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Nachdem Stiller drüben ja Rants jedweder Art schmerzlichst vermisst und ihm so manches momentan zu weichgespült daunenweich gar daherkommt, gibt es mal extra für Stiller ihm mit viel Liebe gewidmet einen ganz speziellen Rant, der aus meiner tiefsten Fundiseele kommt, nämlich über Masken und deren Verwendung im RP. Genauer gesagt über diese Maske namens Triopta made by Stiller himself.

Diese Maske alleine schon erzeugt für mich offen an einem Avatar getragen eine gefühlte Aura der Rundumgruseligkeit und Scheußlichkeit, die nur noch schwer zu überbieten ist. Diese Maske ist weder schön, noch ästhetisch oder sonst etwas, sondern einfach nur noch hässlich. Es mag ja sein, dass eine freie Frau des Tragens der Schleier müde ist, aber wie wir ja alle wissen, gibt es da regionale Unterschiede und wieso sollte sich eine Frau auch ständig so eine Maske an den Kopfe hängen, wo schon ein Schleier beim Atmen schwer genug sein kann? Dazu dann noch so eine Rostbeule wie dieses Ding, dessen Augen zudem noch einen sanften, ultragoreanischen rötlichen Gloweffekt eingebaut haben, damit es dramatischer wirkt?

Sicher, kreativ ist die Maske schon und so etwas könnte ich auch fraglos (bisher) nicht selber bauen, handwerklich gut gemacht ist sie auch. Aber bitte: was soll diese Maske ständig getragen im alltäglichen RP, noch dazu auf einer BtB-Sim, wenn man nicht gerade mal Karneval feiert? Da kann es doch nur wirklich einen überraschend einfachen und triftigen Grund dafür geben, der da heißt: Auffallen um jeden Preis. Warum auch sonst trägt man ständig etwas, was abseits der Norm ist? Wie soll man mit so etwas auch im RP groß umgehen? Ich persönlich entschied mich für links liegen lassen, alles andere wäre mehr oder weniger unschön geworden, da ich mein Spiel auf einer BtB-Sim nicht bereit bin so weit zu dehnen und fertig. Für Manche mag diese Maske ja RP-Anreiz sein, für mich und sicher andere auch ist sie ein Anreiz, das RP weitestgehend zu minimieren bis hin zur Vermeidung.

Natürlich kann man sich durch irgendwelche RP-Stories die Existenz und das ständige Tragen der Maske zu erklären versuchen, gar keine Frage. Die Frage ist dann, wie das Umfeld dabei mitzieht - oder auch nicht. Nur verwässert man durch solche Sachen auch ganz gehörig das normale Spiel, eigentlich ist bei der Avatargestaltung weniger eben doch mehr, ganz simpel und einfach kann dennoch sehr ästhetisch und in sich stimmig wirken.

Hier aber hat es eine offen zur Schau getragene Extravaganza der Meisterklasse. Sicher, im RP mag es erklärbar sein und die Story der Rolle ist auch sicherlich so gestrickt, aber muss man wirklich ständig ums Biegen und Brechen mit irgendwelchen kreativen Stories als Erklärung Sachen ins RP einführen, nur weil sie einem - so vermute ich - mal quasi direkt ins Gesicht sprangen, dann einen die Idee einer Headcrab in Half Life gleich nicht mehr los ließ und das "HABEN WILL!" so stark wurde, dass man das nun unbedingt im RP so haben und auch spielen will, damit das einem eigene Ästhetikempfinden zumindest mal für einen kurzen Moment Ruhe gibt bis man den nächsten Spleen in sich entdeckt? Ich denke doch mal nein.

Über Geschmack lässt sich bekanntlich nicht streiten, aber ich finde diese Maske einfach nur so GNAAAA und auf einer BtB-Sim absolut deplaziert. Alles, was man im RP erst durch irgendwelche Spezialkonstruktionen der Charakterstory erklären muss, ist auf lange Sicht gesehen heikel, wir tragen schon durch unsere Rolle Masken genug, so ein Ding da muss nun wirklich nicht auch noch sein!