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Alarm, die Hesse komme!

Die Hesse sind in dem Fall die Geschwister Bernd und Karl-Heinz Ulrich aus Hungen. Diese singen bereits seit den 70ern ununterbrochen als Duo deutsche Schlager, aber seit 2006 brummt es so richtig bei ihnen und sie haben inzwischen geschätzte fünf Millionen Tonträger verkauft.

Das Interessante an ihnen ist, dass der Musikstil immer gleich blieb, aber auf einmal sich ein Riesenerfolg einstellte, der bis heute anhält. Seitdem sind auch die Tourneen größer und gut frequentiert und sie in vielen Fernsehsendungen Dauergast. Dabei sehen sie ganz durchschnittlich aus, es zeigt also, dass Erfolg im Musikgeschäft nicht unbedingt etwas mit dem Aussehen zu tun haben muss, oder dem Alter oder dem Talent. Immerhin schreiben sie ihre Lieder und Texte selber.

https://www.youtube.com/watch?v=Y2hnKaiAvJs

Es war einmal…

Es war einmal eine Zeit, da gab es im deutschen Web eine gute Vielfalt an Foren: das fing an mit Slinfo.de, dann gab es das Second Forum – es existiert bis heute als leere Hülle -, dann gab es Slinside, das zu Avameet mutierte und zum 31.12.2014 endgültig verschwand, es gab das Zweite Leben, das auch wegen mangelndem Interesse schon vor Jahren verschwand, dann noch das Fair Forum, ebenfalls schon lange tot und diverse Nischenforen.

Die Amazonen, Schiffsratten, Bilderstürmer und andere haben ihre jeweiligen Nischenforen schon vor langem gegründet und sind nun da eben glücklich. Und daneben gibt es noch inzwischen das Fatzebuch und anderes Zeug, was sich für soziale Netzwerke hält, wie Google Plus sowie einen Haufen an diversen Blogs zu allen möglichen Themen.

Nun ja, es ist viel passiert, aber so ist es eben. Second Life wird weniger und damit die Foren und sonstige Beachtung, die es im Internet eben noch so findet.

Über den Sinn und Unsinn von Freundschaften in virtuellen Welten

Eine Sache, die man häufig in virtuellen Welten, Plattformen und Spielen hört – egal ob Second Life, World of Warcraft, SWTOR und ähnlichem – ist dies: „Das sind doch meine Freunde, die kann ich doch nicht alleine lassen!“ Was aber ist eigentlich genau da dran?

Viele Menschen machen es sich in solchen Spielen ja inzwischen zur täglichen Übung, stundenlang miteinander per Sprache zu kommunizieren – ob dabei das Mittel der Wahl nun Skype, Teamspeak oder etwas völlig anderes ist, ist dabei herzlich egal. Sie sind täglich stundenlang miteinander im Kanal, reden über Gott und die Welt, erleben möglicherweise gemeinsam Dinge und das nennen sie dann schon Zusammengehörigkeit und Freundschaft!

Ich finde, das greift denn doch ein wenig kurz. Nur weil man sich gut versteht und stundenlang miteinander spricht und zusammen spielt, hat man noch längst nicht eine Freundschaft miteinander. Dazu gehört einfach ein wenig mehr. Damit eine Freundschaft entstehen kann, muss man sich gegenseitig genügend kennen und auch gegenseitig helfen. Nur – und damit beginnt es schon – haben viele genau auch eben darauf aus guten Gründen einfach keine Lust. Die arbeiten täglich Vollzeit, stehen mit beiden Beinen mitten drin im Leben und wenn sie abends ins Spiel ihrer Wahl gehen, dann ist das letzte, was sie erleben wollen, wenn da andere noch ihre RL-Probleme breit treten und hoffen, da auf irgendwelche Hobbypsychologen zu treffen, die ihre lädierte Seele streicheln.

Echte Freundschaft braucht nicht viele Worte und dadurch, dass man täglich stundenlang zusammen hockt und über allen möglichen Blödsinn redet, entsteht noch längst nicht automatisch eine. Viele merken das erst ziemlich spät beim ersten Streit, wenn dann das Gegenüber den einfachsten Weg geht, nämlich das neue Hassobjekt ganz einfach völlig zu ignorieren. So groß kann die Freundschaft dann ja wohl nicht gewesen sein!

Damit ist nicht gesagt, dass nicht so etwas wie echte Freundschaft in diesen Plattformen entstehen kann. Aber häufig ist es so, wenn man meint, eine Freundschaft mit jemanden zu haben, dass man dann in Wirklichkeit der Idee nachrennt, mit der Person eine zu haben und dies eben glaubt, es bestenfalls aber eine gute Bekanntschaft ist.

Damit echte Freundschaft in solchen Plattformen entstehen kann, benötigt es eben Zeit und gegenseitiges Vertrauen. Dies wächst mal nicht so eben über Nacht und ist ein langsamer, kontinuierlicher Prozess, aber es ist durchaus möglich. Dass es möglich ist, sieht man an den vielen Beziehungen, die durch solche Plattformen entweder entstanden oder in die Brüche gegangen sind.

Es passiert aber viel seltener eben, als man normal annimmt. Eine möglichst große Liste mit vielen Kontakten ist eben erst einmal nur genau das – eine fette Liste mit Kontakten, die sind deswegen noch längst nicht automatisch alle meine Freunde. Wenn jemand wirklich darunter zwei bis drei gute Freunde gefunden haben sollte, dann ist das schon viel. Wenn nicht, dann ist es das eben so, es besteht ja keine Garantie noch Anspruch noch Notwendigkeit, dass man so etwas in einem Spiel findet und viele benötigen das ja auch nicht, weil sie mit beiden Beinen feste genug im Leben stehen.

Freundschaft ist eben eine zarte Pflanze, die über die Jahre gehegt und gepflegt werden muss, bis daraus ein stattlicher Baum entsteht. Das Problem daran ist ganz einfach, dass viele den Begriff viel zu häufig verwenden und eine gute Bekanntschaft dann schon mit einer guten Freundschaft verwechseln. Dem ist eben nicht so, weder in diversen Spielen noch in Facebook!

Freunde bekommt man nicht eben mal so, dass man jemanden auf seiner Liste hinzufügt, sondern man muss dafür aktiv etwas tun, auch auf die Gefahr hin, dass einige einen enttäuschen werden und genau das werden einige sicher tun! Wer es aber nie probiert, der wird höchstwahrscheinlich auch niemals wirkliche Freunde in seinem Leben haben!

Besonders amüsant finde ich dann bei diversen Onlinespielen auch immer, wenn man damit aufhört, dass manche dann ja sagen: „Das sind meine Freunde, die kann ich doch nicht im Stich lassen!“ – Ach, ist das wirklich so? Viele Gilden gab es vor einem und wird es auch nach einem geben. Die werden vor einem und auch nach einem im Spiel das tun, was sie eben getan haben, häufig genug ist man ersetzbar und man ist nicht zwangsweise aufeinander angewiesen. Gerade vermeintliche Freunde, die einem dann zum Bleiben überreden wollen, sind in Wirklichkeit nämlich gar keine! Ein echter Freund frägt vielleicht nach den Gründen, wird aber die Entscheidung akzeptieren. Wer einen vom Gegenteil überreden will, der handelt meistens immer sehr egoistisch. Man geht eben eine gewisse Strecke irgendeines Wegs gemeinsam und dann trennen sich oft genug die Wege, ein Spiel ist eben nur ein Spiel und viele sind irgendwann damit einfach durch und fertig und gehen dann. Das sollte man akzeptieren und damit leben!

John Carter vom Mars

Der Pulp-Klassiker „John Carter vom Mars“ von Edgar Rice Borroughs, dem wir auch Tarzan zu verdanken haben, aus den Jahren 1912 – 1943 wurde 2012 verfilmt. Die Verfilmung stammte aus dem Hause Disney mit dem epischen Budget von 250 Millionen US$, weltweit spielte der Film 283 Millionen US$ ein, er war also ein kommerzieller Erfolg.

John Carter diente vielen Autoren und Regisseuren als Inspiration oder Vorlage für deren eigene Werke.

 

Je suis Charlie

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Im Gedenken an die toten Opfer des schändlichen Anschlags in Paris von der Satirezeitung „Charlie Hebdo.“ Es zeigt uns nur, dass vieles, was wir als selbstverständlich nehmen, mitunter auch verteidigt werden muss. Wie man im Namen einer Religion meint so handeln zu können und so diese Religion damit in den Dreck zieht, das muss ich nicht begreifen.

Dazu noch eine Geschichte, die ich selber vor einigen Jahren erlebte: dort unterhielt ich mich mit einem Ägypter, der in Kuwait lehrte und sein Studium vor allem in Salzburg und Wien bestritt. Seine beiden Töchter gingen zu dem Zeitpunkt selber schon in Österreich studieren, seine beiden Jungs waren gerade 10 und 12 Jahre alt. Alles in allem war er ein sehr gebildeter und kultivierter Mann, der wegen seines Studiums auch noch sehr gut Deutsch sprach und verstand.

Wir fanden damals in Kuwait ein Flugblatt mit einer dänischen Fahne und mehreren Inschriften auf Arabisch, das wir nicht verstehen konnten und zeigten es ihm. Das Flugblatt bezog sich auf die Mohammed-Karikaturen in der dänischen Zeitung „Jyllands Posten“ aus dem Jahre 2005.

Wir erlebten eine sehr erstaunliche Wandlung dieses sonst sehr ruhigen Mannes: er wurde auf einmal richtig wütend, ziemlich laut und redete sich richtig in Rage. Er beschwerte sich, wieso man denn mit diesen Karikaturen den Propheten Mohammed in den Dreck ziehen würde, das würde die Gefühle der Muslime stark verletzen und er begreife nicht, wieso man denn so etwas machen würde. Die Muslime würden doch auch nicht Jesus oder den Gott der Christen so in den Dreck ziehen.

Dieser Anfall dauerte jedenfalls fast zehn Minuten, da war erst dann die Wut verflogen und er kam langsam wieder runter. Als er dann bemerkte, wie er sich wegen des Flugblatts verhalten hatte, war ihm das sichtbar peinlich.

Dieser urplötzliche und total unerwartete Ausbruch zeigte eindrucksvoll, dass es da sehr starke, kulturelle Unterschiede zwischen dem Westen und der arabischen Halbinsel gibt, für uns ist es nur eine Karikatur, für gläubige Moslems mitunter pure Gotteslästerung. Das entschuldigt natürlich gar nichts, aber die Wirkung mancher Schrift ist oft stärker als gedacht.

Wenn man ernsthaft und dauerhaft miteinander in Frieden leben können will, dann benötigt man einen neuen, offenen und ehrlichen Dialog.