Neulich war ich einmal mit jemanden als Beifahrer unterwegs, und es war doch wieder ziemlich interessant, was man in mancher Fahrschule für einen Mist lernt, der dann bei vielen unreflektiert jahrelang im alltäglichen Lenken eines Autos leider Bestand hat.
Worum es geht? Nun, um den allseits beliebten Film “Stirb langsam, Kupplung!”, der vielerorts in Deutschland zu tausenden, wenn nicht noch mehr, in unschuldigen Automobilen alltäglich stattfindet.
Viele lernen es in der Fahrschule so, ich übrigens damals auch: wenn man vor einer roten Ampel wartet, dann tritt man solange bei weiterhin aktivem Motor das Kupplungspedal und legt bereits den ersten Gang ein, um zügig losfahren zu können.
Und das ist der Fehler. Warum? Weil die Kupplungsscheibe eines Automobils ein Verschleißteil ist, je länger man das Kupplungspedal tritt, desto länger setzt man sie also total unnötigem Verschleiß aus.
Wie macht man es also richtig? So: Kupplung kurz treten, Gang raus, Fuß von der Kupplung und auf die Bremse treten. Wenn man dann anfahren will, dann Kupplung treten, Gang rein und los fahren.
Der Belag verschleisst allerdings nur wenn er reibt. Da er aber bei durchgetretenem Pedal gegen nix reibt verschleisst er dann eben gerade nicht. Im übrigen auch dann nicht wenn er fest aufliegt….das Pedal also gar nicht getreten wird. Was den Belag tötet ist alles dazwischen… also die sogenannte schleifende Kupplung….weil eben nur dann Reibung und damit Abrieb zwischen Scheibe und Mitnehmer stattfindet.
Die Alternative …. an der Ampel Gang raus und einkuppeln… erhöht hingegen die Kupplungszyklen und damit o.g. Schleifphase. Ergo ist die Kupplung unterm Strich hierbei einem höherem Verschleiss ausgesetzt. Dasselbe gilt für den Ausdrückring dem eine statische Belastung (konstant gedrücktes Pedal) weniger zusetzt als dynamische (bewegtes Pedal).
Das Euch das ne Talunther erklären muss…..man man man…. ;-)
Ahoi und fette Beute!