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Damals, als die Atombombe noch neu war, da waren die Politiker und auch viele Wissenschaftler davon überzeugt, dass diese nicht nur für das Militär nützlich sei, sondern sich auch zivil einsetzen lasse. Man hatte große Pläne für eine zivile Nutzung der Atombomben und schmiedete einen Haufen, mehr oder minder heutzutage leicht schon größenwahnsinnig anmutender Pläne, wie man denn mit Hilfe von Atombomben die Zukunft um einiges schöner gestalten könne.

Natürlich mag man da einwenden: was ist an einer Bombe schon großes dran? Es macht Bumm und das Ding geht in die Luft. Richtig. Aber die Planung, was man mit den Folgen der Explosion anrichten kann, waren dann doch schon interessant.

Project Chariot
Die Amerikaner beispielsweise wollten 1958 durch Zündung einer Reihe von nuklearen Sprengkörpern in Alaska einen künstlichen Hafen schaffen. Project Chariot nannte sich der Plan, der Teil einer größeren, nationalen Anstrengung namens Operation Plowshare (Plugschar) war.

Der Plan wurde 1962 verworfen, unter anderem wegen Einwänden der lokalen Bevölkerung und weil man keinen Nutzen für einen neuen Hafen an dem Ort sah.

Man dachte auch über eine Nutzung von Kernwaffen in der Rohstoffgewinnung nach oder zur Erzeugung unterirdischer Höhlen und Kavernen, die dann Rohstoffe speichern könnte. Teilweise haben die Russen das in der Tat umgesetzt, die radioaktive Kontaminierung aber ist dabei das Hauptproblem.

Projekt Dädalus
1978 stellte die British Interplanetary Society Projekt Dädalus vor. Dies war ein Raumschiff, das mit Hilfe des gepulsten Rückstoßes von kleinen Detonationen (Trägheitsfusion) innerhalb von knapp 50 Jahren einen ca. 6,9 Lichtjahre entfernten Stern erreichen sollte.

Bedingung damals war, dass dieses Teil mit damals bereits vorhandener Technik realisierbar sein solle. Als Ort für den Bau erkor man den Jupiter aus, da nur dort das für die Fusion benötigte Helium 3 in ausreichenden Mengen zur Verfügung steht.

Verwirklicht wurde dieses Raumschiff bisher nicht.

Kernbetriebene Flugzeuge
Wenn man schon nach den Sternen greift, dann liegt es nur umso näher, damit auch Flugzeuge antreiben zu wollen. Und in der Tat gab es genug Pläne, Flugzeuge mit Hilfe von Kernreaktoren antreiben zu wollen. Unter anderem waren riesige Überschallflugzeuge in Planung.

Wenn man sich das alles so anschaut - und da gibt es noch vieles mehr - kann man froh sein, dass all diese technischen Höhenflüge niemals realisiert wurden. Richtig durchgesetzt als Antriebsquelle für Vehikel hat sich die Kernkraft nur im Bereich der Flugzeugträger und Ubooten, die als Abschussplattform für Kernwaffen dienen können.

In der Telepolis gibt es heute einen interessanten Beitrag zu dem Thema, wie ein Mensch eigentlich stirbt. Vieles, was wir eben im Fernsehen zu Gesicht bekommen, basiert auf Halbwissen oder ist gar falsch. Natürlich weiß man heutzutage dank der Wissenschaft sehr genau, was da passiert und in welcher Reihenfolge.

Wer also schon immer mal einen Tod so richtig realitätsnah ausspielen will und eine realistische Leiche abgeben, der wird in dem Artikel fündig. Der Rest lässt ihn wohl lieber links liegen.