Autor: Bartholomew Gallacher

Erstarrung in Schönheit

Nichts ist schlimmer für jedwede Art von Rollenspiel, als wenn man in Schönheit erstarrt. Damit hört man auf, lebendig zu werden und fängt an, langweilig zu werden. Ein bekanntes Beispiel dafür sind die verschiedenen Karnevalsgarden in den Hochburgen wie Köln, Düsseldorf oder Mainz.

Karneval war in seinen Ursprüngen hoch politisch und eine verdeckte Form des politischen Protests. Als beispielsweise in Köln die roten Funken im 19. Jahrhundert entstanden, da waren sie eine Parodie auf die Kölner Stadtsoldaten. Und wie sieht es in solchen Garden heute oft aus? Vom ursprünglichen Gedanken inzwischen sind viele sehr weit entfernt, und sie sind militärischer als das, was sie ursprünglich als eine Art LARP parodieren wollten. Die Stadtsoldaten gibt es schon lange nicht mehr, die roten Funken aber immer noch mit allem Prunk und Protz einer Armee, inklusive einem Haufen Orden.

Wo so viel Erstarrung ist, da gibt es mitunter auch Flüchtlinge aus derselben. In Köln entstand dann irgendwann in den 80ern eine alternative Karnevalssitzung mit dem schönen Namen „Stunksitzung“, die anfangs nicht auf Kommerz ausgerichtet war, sondern Spaß haben. Inzwischen sind aber auch die im Establishment angekommen und machen damit gutes Geld, dass sie noch alternativ riechen, aber nicht mehr alternativ sind.

Da ist also eine gewisse Systematik dahinter und oft ist es im Rollenspiel dasselbe. Den Mechanismus kann man wenn etwas lange genug besteht überall beobachten.

Minesweeper-Weltrangliste

Es gibt nichts, was es nicht gibt. Minesweeper dürfte so ziemlich jeder als kostenloses Dreingabespiel seit gefühlten Ewigkeiten unter Windows kennen. Hattet aber ihr auch gewusst, dass es eine offizielle Weltrangliste der besten Spieler überhaupt gibt?

Und so sieht sie aus:

minesweeper

Musik auf die Ohren

Da ich heute auf Youtube den glorreichen Kanal des glorreichen Benutzers Schlageraffe entdeckt habe, kann ich gar nicht länger an mich halten und muss mal ein paar Musikvideos posten. Es muss einfach sein!

Peter Schilling mit „Major Tom“ macht den Anfang. Erstaunlich, wie der Sänger sich kaum bewegt und überhaupt auch sonst kaum im Gesicht eine Regung zeigt. So etwas wäre heute wohl unmöglich.

http://www.youtube.com/watch?v=arfXMohnlS4

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Britney Spears als Piratenabwehrmaßnahme

Und hier noch eine verrückte Meldung aus dem wirklichen Leben: mit welcher nicht tödlichen Waffe schafft man es in der Meerenge um Somalia zuverlässig, sich die dortigen Piraten vom Leib zu halten? Richtig: mit Richtschallkanonen, die den Piraten heiße Musik von Britney Spears auf die Ohren geben. „Oops, I did it again“, „Toxic“ und „Hit me baby one more time“ sollen demnach die brutalstmögliche Wirkung entfalten, da den Piraten westliche Musik verhasst sei und westlicher ginge es kaum.

Schreibt jedenfalls The Guardian. Welche interessante Zeiten, Musik als Waffe – und Folterinstrument in Guantanamo.