Kategorie: Personal

Haben wir aktuell nichts besseres zu tun, als ständig von den US-Vorwahlen zu hören?

Ich persönlich bin einer derjenigen Menschen in Deutschland, der keine Tageszeitung mehr abonniert hat noch diese regelmäßig liest, ebenso spielt das Fernsehen in meinem Leben eine total untergeordnete Rolle. Die politische Berichterstattung ist einfach zu grottig und viel zu sehr auf Mainstream gestriegelt, als dass es sich lohnen würde, dafür auch noch Geld auszugeben, und die normalen Preise für eine Zeitung in Relation zum gedruckten Einheitsmüll, den man bekommt, viel zu teuer.

Warum, bitte nur, nehmen die US-Vorwahlen schon seit Wochen in der aktuellen Berichterstattung unserer deutschen Tagespresse diesen massiven Platz ein? Das verstehe ich einfach nicht. Haben wir aktuell nicht wirklich besseres zu tun, wie beispielsweise endlich mal einen inhaltlichen Diskurs zur AfD anzufangen, denn wohin deren Dämonisierung und Ausgrenzung führt, das haben wir nun alle gesehen und es bringt uns nicht weiter, oder einen ehrlichen Diskurs zu der Flüchtlingsproblematik zu führen?

Ich finde, die Zeit ist reif dafür – nur unsere Tagespresse wird das nicht leisten, die US-Vorwahlen sind offensichtlich wichtiger. Wasser auf die Mühlen der Unzufriedenen.

Dein DJ, das unbekannte Wesen

In den letzten Tagen war ich in SL in einem Haufen Clubs unterwegs, und der Besuch in den meisten Clubs bereitete mir mehr Unbehagen als Freude.

Da gibt’s den alteingesessenen Club, wo ich auch öfters bin, mit dem alteingesessenen DJ, der erfahren ist. Da gab’s da nur Bäh-Radau-und-Krachbummmusik auf die Ohren, dass es ein wahrer Graus ist. So schnell war ich da selten raus wie da!

Der nächste Club war für mich neu, ein durchaus schönes Strandambiente, nicht zu glamurös, aber durchaus gut gemacht. Der Club glänzte vor allem durch eine Unmenge an absolut nervtötendem Gestengespamme, das ich so schon lange nicht mehr ertragen musste. Es führte dazu, dass ich letztendlich den lokalen Chat abschaltete, so dass ich ihn nicht mehr sah, weil es mir einfach zu blöde wurde. Auch nutzten manche Übersetzer und komischerweise erschien dann alles doppelt. Häh? Ich erlebte zwei DJs, der zweite DJ – eine Frau – schaffte es, Funk und Soul zu einem mindestens genau so schrecklichen Klangbrei zu verhunzen, wie im vorherigen Club die Industrial-Schlagmichtot-Sonstwasbilligmucke. Das war und ist schon eine beachtliche Leistung, denn bisher wusste ich nicht, dass so etwas geht.

Abgesehen davon war Madame gefühlt mindestens drei Meter von ihrem Mikrofon entfernt und hatte einen Mordshalleffekt, was die Sache auch nicht wirklich schöner machte. Es war einfach zum Davonlaufen.

In einem Gothic-Club dann erlebte ich DJ Quasselstrippe. Zunächst einmal gab’s in dem Club einen Suppenkasper, der dadurch auffiel, dass er zunächst einen Riesenavatar anzog, der gefühlt 50 Meter hoch war und mindestens 20 Meter breit, so nach dem Motto:  „Wie, ich falle noch nicht genug auf? Nun falle ich aber sicher auf!“ Die Musik ging eigentlich, aber man bekam auf dem Stream nicht wirklich so viel von der Musik mit, weil der DJ ständig alle 15 Sekunden mindestens einmal dazwischen quasselte und dumme Witze riss, über die nur er lachen konnte. Er war bemüht witzig, aber witzig waren seine „Witze“ absolut nicht. BAH!

Letzten Endes war dann ein alter 80er-Club die Rettung, eine schöne Atmosphäre, gute Musik und kein nerviger DJ. UFF!

Umfragen sind böse

Es gibt so mancherlei Angelegenheiten, die man nicht unbedingt verstehen muss, wenn man mal ein wenig darüber nachdenkt. Eine solche Angelegenheit ist diese: Lesley Diavolo startete in Slinfo.de eine Umfrage zum Thema, welcher Moderator des Forums denn der persönliche Favorit der Leser sei. Ursprünglich gab es an die 8-10 Auswahlmöglichkeiten und drei Stimmen, die man verteilen konnte. So weit, so gut.

Dann aber ging es auch schon direkt los: sofort war jemand angepisst und wollte von der Liste entfernt werden, da er dazu nicht sein Einverständnis gegeben habe. Und so ließen sich dann einige Leute von der Liste mit genau dieser Begründung nach und nach entfernen. Es entstand eine kleine Diskussion, dass solch eine Umfrage überflüssig und vor allem – Achtung! – diskreditierend sei. In dieses Horn bließ dann die große Mehrheit der Mitleser, und so kam es, wie es denn bald kommen musste: die Umfrage wurde nach knapp zwei Tagen geschlossen, aber lesen kann man sie immer noch.

Es folgte dann heute noch eine kleine Nachbetrachtung, die man lesen kann, wenn man den Text auswählt, da weiße Schrift auf weißem Grund. Auch diese Diskussion wurde flott geschlossen.

Was lernen wir daraus? Umfragen sind böse – selbst wenn damit nur Leute gelobt werden sollen. Oder wie es andere nennen: Cuddle U. vs. strengthen U.! Mikroaggresionen sind einfach die aktuelle Pest unserer Zeit und die nächste Eskalationsstufe der Political Correctness, denn irgendwer fühlt sich immer betroffen und damit kann man jede Diskussion im Keim ersticken!

Religion als Zivilisationshindernis

Was mir schon lange im öffentlichen Diskurs extrem sauer aufstößt ist, wenn unsere Worthülsenfabrikanten der C-Parteien vom „christlichen Abendland“ und dessen Werten sprechen und so tun, als sei unser heutiger Lebensstil eine Errungenschaft des Christentums. Manchmal wird dazu auch der Begriff des „christlich-jüdischen Abendlandes“ benutzt, und keiner, wirklich keiner stellt jemals dieses Konstrukt in Frage, noch gibt er Kontra! Das ist einfach beschämend!

Unsere heutige Gesellschaft nämlich ist nicht das Ergebnis des Christentums, sondern der Überwindung des Christentums und seines Einflusses auf die Gesellschaft und des Staatswesens! Genau so und nicht anders ist es!

Wie eine wirklich christlich geprägte Gesellschaft aussehen würde, dazu muss man sich nur mal die katholische Kirche ansehen: die haben nach wie vor keine weiblichen Pfarrer, ein klares Frauenbild und sind extrem rückständig.

Nein, unsere heutige Gesellschaft ist vor allem ein Ergebnis der Renaissance, als beispielsweise Gelehrte wie Leonardo da Vinci trotz Verbots der Kirche damit anfingen, Leichen zu sezieren und so den menschlichen Körper besser zu verstehen, zu begreifen und damit die Grundlage für die Anatomie legten, die die Medizin dringend benötigt. Die heutige Gesellschaft ist ein Ergebnis der französischen Revolution, vor allem aber der Postulierung der Menschenrechte und eines weltanschaulich neutralen Staates.

Und gerade dieser geminderte Einfluss der Religion auf den Staat und damit der Wissenschaft machte es erst wirklich möglich, im Bereich der Wissenschaft ungeheure Fortschritte zu erzielen, von den wir heute alle profitieren. Wäre die Religion des Christentums nämlich nach wie vor einflußreich, dann hätten wir einen ziemlich rückständigen Staat und diese Entwicklungen kaum durchlaufen. Die wären vielleicht woanders passiert, aber sicherlich nicht bei uns!

Wenn also wieder jemand vom „christlich-jüdischen Abendland“ und seinen Werten spricht, die es zu verteidigen gilt, dann sollte man diesem Hohlschwaller mal mit der Wirklichkeit konfrontieren, dass unsere Werte hauptsächich heutzutage auf der Renaissance, der französischen Revolution mit all ihren Ideen und der Säkularisierung gründen, aber die Religion Privatsache ist.

We proudly present: den SL-Treff!

Ich bin heute endlich dazu gekommen, ein von mir Ende 2014 begonnenes Projekt soweit zu entwickeln, dass es betriebsbereit ist. Einige gute Freunde von mir kannten es schon, aber es lief ungenutzt unter dem Radar – bis heute, denn ab sofort ist es für die Öffentlichkeit freigegeben.

Worum es dabei geht? Ganz einfach um ein neues, deutschsprachiges Forum zum Thema Second Life namens „Der SL-Treff“, erreichbar unter der Domäne sltreff.de, eine In-World-Gruppe gibt es dazu natürlich auch.

Warum ein neues Forum? Ausführlich habe ich meine Gedanken und Absichten dazu im Forum dargelegt, die Kurzfassung ist einfach diese, dass ich der Meinung bin, dass es einen berechtigten Platz als auch den Bedarf für ein weiteres und vor allem freundliches Forum dieser Art gibt und genau das versuche ich nun umzusetzen.

Also dann: auf gutes Gelingen!