Kategorie: Personal

Manche Leute…

Ich habe vor einiger Zeit jemand Neues in Second Life kennen gehabt, das kommt vor, ist weder besonders originell noch was großartig Neues. Diese Person allerdings hatte es geschafft, mich nach über sieben Jahren mit Second Life auf dem Buckel zu verblüffen.

Das kam so: ich hatte einen etwas ungewöhnlich klingenden Displaynamen gehabt und bekam per IM die Mitteilung, was das für ein komischer Name sei, das sei ja nicht meiner. Das gab ich zu, weil es offenkundig war und gab zurück, der Name Hörmine von Dreubenstein (frei erfunden und absolut keine Namensähnlichkeit zum Avatar vorhanden) sei ja auch garantiert nicht ihr Name.

Ja, und dann wurde es interessant, weil aus einer harmlosen Unterhaltung im freundschaftlichen Plauderton wurde auf einmal irgend etwas anderes, weil ich dann von ihr zu hören bekam, dass das auch wohl nie jemand erfahren würde, und wenn doch, dann hätte ich eine Klage am Hals hängen. Alle Wetter, ich dachte da zuerst, ich hätte mich da verhört und fragte zaghaft mit „Mh?“ noch einmal kurz nach, wie sie das nun genau meint, da kam nur ein kurz angebundenes „Glaubst du mir nicht, oder?“ zurück. Damit meinte sie das absolut ernst.

Darauf gab es von mir nur die in meinen Augen einzig richtige Handlung, nämlich Stummschaltung mit dem Hinweis, dass ich auf solchen Mist in Second Life absolut keinen Lust habe und das einfach ein Unding ist, mal eben so völlig unvermittelt Leuten in Second Life mit irgendwelchen rechtlichen Konsequenzen zu drohen. Und tschüss.

Bei so etwas frage ich mich dann schon echt: was soll das? Was geht in den Köpfen solcher Leute vor sich? Wissen die da überhaupt eigentlich, was sie von sich geben? Ich weiß es nicht. Ich weiß nur eines: in solchen Sachen bin ich inzwischen recht radikal gestrickt und kappe dann sehr schnell den Kontakt, denn so etwas muss sich nun wirklich keiner gefallen lassen. Ich kann nur vermuten, was da schief läuft, höchstwahrscheinlich ist da keine richtige Trennung zwischen Second Life und Real Life vorhanden. Denn sonst macht so etwas wenig Sinn.

Wenn der Schwanz mit dem Hund wedeln will

Maria Korolov, ihres Zeichens begeisterte Jubelperserin für Opensimulator und rasende Boulevardjournalistin, hat mal wieder letzten Sonntag zugeschlagen; in einem offenen Brief an den Vorstand von Linden Lab legt sie ihre Ideen vor, wie sich Linden Lab als Unternehmen weiter entwickeln könnte.

Ihre Kernidee dabei ist, dass sich doch Linden Lab bitte gefälligst gegenüber Opensim öffnen solle. Land sei zu teuer und Opensim billig, wieso also verkaufe Linden Lab nicht auch Opensims als Anbieter, öffne seinen Assetstore für Opensim und würde man so endlich Opensim zu der Anerkennung verhelfen, die es verdiene?

Das Ganze leidet dermaßen an Realitätsverzerrung, dass es schon wieder interessant ist. Im Grunde ist der offene Brief von Korolov nichts anderes als ihr Eingeständnis, dass Opensim in der Masse gescheitert ist, man neidisch auf den Assetstore von Second Life ist und den endlich auch in Opensim zur Verfügung haben möchte, wo doch Copybotviewer so langsam uninteressant werden mal böse gesagt.

Genau das und nichts anderes bringt sie als Nachricht nämlich rüber; wäre ich Linden Lab, dann würde ich von dem, was Korolov sich vorstellt, genau das tun: nichts. Einfach sterben lassen und das „Problem“ erledigt sich von alleine.

Schwachsinnige Totschlagsargumentationen

Ich bin heute in Facebook einer neuen Gruppe beigetreten; das zugrundeliegende Thema ist dabei gegenseitige Hilfe in einem Bereich direkt in Second Life.

Kaum war die Gruppe offen, da gab’s heute auch schon direkt einen Post von einer Person, die es offenkundig nicht ertragen kann in ihrem Leben, wenn andere auch nur irgendwie an etwas Spaß haben könnten und es sich daher zur Aufgabe gemacht hat, Spaß in all seinen Formen auszumerzen, wo es denn nur geht. „Wenn ich schon keinen Spaß mehr in meinem Leben habe, dann sollen andere gefälligst auch keinen Spaß mehr haben!“ als Motto – das kennt man ja.

Sie schwang also die übliche Moralkeule Marke „ich frage mich schon, wie man ernsthaft über so etwas nachdenken kann, wo es doch so viel wichtigeres im Leben gibt und ob ihr hier nicht einfach den Bezug zur Wirklichkeit verloren habt.“ Plus die üblichen Untertöne wie diese Leute haben kein Leben und anderes mehr.  Kurz gesagt, genau diese Art von moralinsaurer Rundumschlagskeule, mit der man im Grunde jedes Hobby madig machen und kaputt reden kann, denn es gibt immer etwas im Leben, was wichtiger ist als sein Hobby. Und genau das ist der Punkt und genau daher ist diese Argumentation im Grunde einfach nur absolut lächerlich, denn ein Hobby dient immer und vor allem der eigenen Erbauung, egal um welches es sich dabei handelt und weniger der Weltverbesserung.

Nur: wie man seine Freizeit verbringt entscheidet eben noch immer jeder selber und dafür muss sich auch keiner rechtfertigen, und wenn jemand Second Life zum Hobby auserkoren hat, dann ist das sein gutes Recht.

Also schlug ich der Person das mal direkt um die Ohren, wie daneben im Grunde diese Argumentation ist und dass sie doch sehr tief in die Person blicken lässt, die sie anwendet. Das war der erste Streich.

Dann kam die nächste, vorhersehbare Stufe, nämlich das Rumreiten auf dem Thema Meinungsfreiheit. „Offensichtlich gibt es hier keine Meinungsfreiheit, weil…“ – auch das kennt man ja. Da gab’s von mir dann zurück, dass das falsch ist, denn die Meinungsfreiheit ist doch gegeben, es kann doch jeder schreiben, was er/sie will. Vielmehr verwechsle da aber wohl jemand Meinungsfreiheit mit „meine Meinung muss automatisch allen hier gefallen“, das käme dann der Sache schon näher und ja, die Meinung missfalle mir, weil ich einfach was dagegen haben, wenn selbsternannte Moralapostel sich so verhalten wie hier und meinen, andere belehren zu müssen.

Dazu schlug ich dann noch vor, sofern nicht schon geschehen, ein soziales Engagement bei der Caritas/Diakonie anzufangen, da das deutlich mehr bringen würde als die Reden hier und ansonsten Leine zu ziehen.

Das Ergebnis war dann, dass der gesamte Kommentarblock auf eigenen Wunsch des Erstellers gelöscht worden ist.

Tja, das ist absolut nicht schade drum. Schade ist nur, dass dieses Verhaltensmuster einfach nicht ausstirbt, aber zum Glück kann man sich ja dagegen wehren oder man ignoriert es einfach.

Nerv

Es ist ja eine schöne Sache, wenn sich die Landbarons um ihre Kunden bemühen. Nichts dagegen, meinetwegen. Aber inzwischen scheinen sie mir verzweifelt zu sein.

Mir ist es in den letzten Tagen öfters passierf, dass ich auf einer Business-Sim eines bekannten Landbarons gelandet bin, und auf dem kürzesten Weg zum Shop wo ich hin wollte, eben eine zum Kauf stehende Parzelle überquert habe. Da ist ja nichts weiter dabei noch denkt man sich groß etwas dabei. Und sofort machte es DING und ich hatte schon einen motivierten Verkaufsmitarbeiter mit der Frage „Hello, my name is Mary Jane Rottencrotch from Superduperland Holdings. How may I help you?“ in der Leitung.

Und das passierte mir auf diversen Sims des Landbarons jedes Mal. Am Ende half einfach Mute und fertig. Man kann’s auch deutlich übertreiben…

So you want to brush up your English…

…then get going!

Ernsthaft, es gibt kaum was besseres um sein Englisch auf Vordermann zu bringen als Second Life, wenn man es denn vorhat. Man muss nur eben irgendwann damit anfangen, das ist „alles“ – der Rest ergibt sich dann fast von alleine.