Kategorie: Personal
Die Gerüchte über meinen vorzeitigen Tod sind stark übertrieben
Wer bloggt, der macht das meist genau dann, wenn er eben Spaß daran hat – und fertig. Es gibt Phasen, da ist die Frequenz größer und Phasen, da fällt und fällt und fällt einem einfach nichts ein. Das ist völlig normal und in Ordnung so, ein Blog ist schließlich keine Tageszeitung.
Nun hat Cori bei sich einen Blogpost mit über 600 Wörtern geschrieben, der sich einzig und alleine um die Frage dreht, wie es mir denn ginge. „Was ist nur mit Bart los?„, so genau und nicht anders heißt das Opus. Ja, das ist mal eine Besonderheit, das gab’s noch nie.
Ich denke, man kann meine Beziehung zu Cori und umgekehrt als kompliziert beschreiben. Die dürfte ungefähr so sein, wie man es den Deutschen bei den Italienern nachsagt: „der Italiener achtet den Deutschen, liebt ihn aber nicht.“ Ja gut, kommt vor, solange man sich nicht gegenseitig an die Gurgel geht, ist auch alles in Ordnung.
Nur mal eines:
Wenn Bart diese Frequenz beibehält, werden es im Februar nur noch 12 oder 10 Posts sein, was soll denn die Bloggosphäre in dieser Zeit lesen?
Das, liebe Cori, ist nicht mein Problem. Ich muss nicht zwanghaft den Unterhaltsdeppen für alles und jeden geben, ich schreibe wann ich es will und wie es mir passt, fertig. Und wenn bei mir mal Sendepause ist, dann können sich ruhig mal andere versuchen, das sehe ich ganz entspannt. Ich bin doch nicht die Sonne, um die sich die Erde dreht!
PS: Piefke lebt – in Chile!
Es gibt so viele, schöne Geschichten da draußen – nur wer archiviert sie?
Das ist gerade ein wirrer Gedanke, der mir durch den Kopf schoss: es gibt wirklich eine Menge an Blogs draußen, in denen haufenweise schöne RP-Geschichten erzählt werden. Von den Stilen und Perspektiven her völlig unterschiedlich auf eine Art und Weise, so dass da für wirklich jeden was mit dabei sein sollte.
Nur: wer archiviert diese Geschichten? Ein Blog entsteht und vergeht schnell, aber es wäre doch schade, wenn all diese Arbeit dann verloren ginge. Eine Art zentrale Bibliothek für solche Geschichtenblogs erscheint da doch wie eine interessante Idee, damit sie auf längere Sicht nachlesbar bleiben. Sozusagen sowas wie Web.archive.org, nur genau für diese Blogs, oder wenn man so will eine Art Projekt Gutenberg für diese Blogs, möglicherweise mit einer strikten Opt-In-Policy. Oder aber nicht?
Was ist eigentlich eine Kampfsub?
Da ich es ja gerade damit hatte, mal einige Gedanken zum Thema „Kampfsub“ und was ist das denn nun schon wieder bitte genau? Also… wie so oft, gibt es auch hier keine wirklich anerkannte einmalige Definition, sondern eine ganze Palette an unterschiedlichen Meinungen.
Man kann’s aber vielleicht mit Pferden vergleichen: die lammfrommen Pferde kann jeder problemlos führen und reiten. Dann gibt es aber auch die Abteilung der eigenwilligen Pferde, die nicht einfach zu führen sind, oft mit zum Besten gehören, was die Zucht zu bieten hat, aber das eigenwillige Pferd nur derjenige, der des Reitens eben auch wirklich mächtig ist. So.
Das bedeutet, im Fall der Kampfsub ist es nicht nur einfach ein „ich prüf den nun und irgendwann vielleicht unterwerfe ich mich und bin lammfromm“, sondern mehr ein „ich will zunächst wirklich genau wissen, dass der auch für mich der Richtige ist und danach gebe ich die Katze.“ Was nichts anderes bedeutet, als dass man immer mit einer gewissen Widerspenstigkeit rechnen kann, wie bei einer Katze, die mal schmusen will aber auch einmal die Krallen ausfährt, und so wird das immer ein wechselseitiges Spiel geben.
So, nun ist auch das eine Spielart des menschlichen Zusammenlebens, über die man keinesfalls pauschal den Stab brechen sollte, denn wie so oft gibt es auch genügend Leute, die daran ihren Gefallen finden und als Topf die Auswahl zwischen mehreren Deckeln haben. Erlaubt ist, was gefällt und ich sehe den Begriff auch nicht als negativ an. Er ist es nicht, er ist erst einmal nur eine Beschreibung einer besonderen Spielart, nicht mehr, nicht weniger.
Ein Problem dabei ist aber, wenn für den ständigen Machtkampf jedwedes gesunde Augenmaß dafür fehlen sollte, was nun noch wirklich geht und Spaß macht und was nicht und sich das stark ins Extrem verkehren sollte. Denn damit wird es dann eben schwer und ggf. hat jemand, der es überzieht sehr schwer, dann noch Anklang zu finden. Natürlich bleiben ja auch längst nicht alle auf einem Stand stehen, der Mensch entwickelt sich ja ständig weiter und so wird das auch hier passieren.
Nun ist ja auch RP – und Gor ist da keine Ausnahme – auch immer Datingkarussell. Viele gingen mit dem Vorhaben rein, jemanden für sich zu finden, andere gingen ohne dieses Vorhaben rein aber fanden wen. So. Nun gibt einem der ideologische Unterbau von Gor einem eine recht strikte Gesellschaftsordnung vor, die nach dem Motto „Solange du nicht zu stark aneckst, solange lebst du länger“ funktioniert, eben das Recht des Stärkeren. Und das Recht des Stärkeren bedeutet dann in dem Fall, dass man je nachdem, welche gesellschaftliche Stellung man innehat, solche Touren möglicherweise nicht lange unversehrt übersteht oder gar überlebt, wobei das noch immerhin eine Beschäftigung mit einem darstellt. Die einfachste und wirkungsvollste Methode, zu der dann aber viele in einem solchen Falle greifen, ist das Ignorieren der Person und Ausblenden aus dem RP.
Das ist eben der Grund, warum jemand der wirklich so ticken sollte, dann beispielsweise die Kajira im Rollenspiel gibt und es dabei gehörig übertreibt, es dann doch recht schwer haben wird, denn gerade diese überbordende Widerspenstigkeit ist mit dem, was eine Kajira eigentlich ausmacht nur schwer vereinbar, wenn überhaupt. Panthermädchen wäre da schon eher passend, aber dann wieder auch nicht so wirklich.
Und das ist das Problem an der Sache: Normans Welt lässt für diesen Typus devoter Menschen nur wenig Existenzberechtigung übrig, wenn sie es denn zu dolle treiben sollten, Recht des Stärkeren und so, wissen schon. Nicht, dass es ihn nicht geben mag, aber wenn man es wirklich probieren will, dann wird die Luft da doch schon arg, arg dünn weil die restliche Gemeinschaft meistens anders darauf reagiert, als man es sich selber erhofft. Und fertig.
Fortschrittsmeldung an meine Fanbase (?)
Ja die dummen Ideen sind manchmal die Besten. So kommt es, dass ich nun wirklich freundlicherweise von Cosma eingeladen worden bin, sobald es denn mal passt, das altehrwürdige Dark Refuge – welches übrigens bald sein 5-jähriges Jubiläum feiert – in eine Schlagerbude meiner Façon zu verwandeln. Der ungefähre Termin steht schon und wird noch zu gegebener Zeit veröffentlicht, aber soviel steht schon fest: es soll ein Samstagevent ab 20:00 Uhr werden.
Was bleibt bis dahin also zu tun? Die Setliste erweitern und meine Software auf Vordermann bringen, einmal an einem Nachmittag spontan den Krampf schon üben und irgendein hübsches Bild machen, welches man an den Plakatwänden vorzeigbar montieren kann. Vielleicht noch ein neues Outfit zulegen, wer weiß – wo ich nette Brusthaare in SL herbekomme weiß ich ja, aber gibt’s auch schöne Föhnwellen? Das wäre doch mal so richtig schick.
Wenn es denn mal dann soweit ist und ich die Menschheit mit meinen Liedern beglücke (?), wird die ungefähre Reihenfolge so aussehen: zuerst ich, danach kommt dann ziemlich sicher DJ Phoenixhawk und danach Kris, die Krachmadame.
Bis dahin verbleibe ich schon mal mit einer Kostprobe meiner allerschönsten Lieder, nämlich die Vergewaltigung von „Du“ durch David Hasselhoff, bitte sehr:
Und wem das noch nicht genug sein sollte, der wird sicher an dieser Rarität von Heino und den Westfälischen Nachtigallen (Mädchenchor der Stadt Ahlen) viel, viel Freude haben:
Schließen möchte ich denn mit dem leider inzwischen verstorbenen Ronny, einer der stillen Großen der deutschen Musikszene mit einer wunderbar unverwechselbar sonoren Stimme (und dem ursprünglichen Interpreten von Sierra Madre, das er übrigens auch selber schrieb) und bis 1976 Produzent von Heintje:

