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Epic Fail
Epic Fail

Es gibt nach Partikeln und den Avatar Rendering Costs (ARC) eine neue Sau, die durch das Dorf getrieben wird und für eine ordentliche Hexenjagd auf alle möglichen Avatare sorgt, nämlich die Möglichkeit der an einem Avatar gleichzeitig aktiven Skripte auszulesen und auf einer Tafel darzustellen.

Gesetzt den Fall, jemand geht zum Beispiel auf die Rollenspiel-Sim Stadt Schendi und er hat 101 aktive Skripte am Avatar laufen (Haare, Schuhe, HUD-Objekte usw.), wo liegt dann dort das Problem? Er bekommt einen automatisierten Arschtritt nach Hause nur mit einem lapidaren Hinweis, dass er zuviele Skripte gleichzeitig aktive hätte - und das war es gewesen.

Skripte sind etwas technisches, fraglos können sie zum Lag einer Sim beitragen, aber sie sind nicht die einzige Komponente, die dazu beitragen kann. Wenn man schon also dafür sorgt, dass die Skripte beim Betreten einer Sim gezählt werden, dann wäre es für den technisch unbegabten Spieler doch besser, man gibt ihm eine Handreichung an die Hand, wie er seine Skriptlast reduzieren kann und man erkläre ihm überhaupt mal, wieso zu viel Skripte nicht gerne gesehen sind. Denn aus diesem Wissen um die Grundlagen könnte dann ja so etwas wie Einsicht entstehen und daraus Taten folgen.

So aber kriegt man in Schendi nur einen gepflegten Arschtritt, der sich mit Hilfe anderer auch ganz simpel umgehen lässt und sorgt da nur für gehörigen Frust. So umgesetzt aber ist es ein einziger, epischer Fail.

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Es gab im Forum "Gor auf Deutsch" einen Thread in dem es darum geht, was denn so die Pro und Contras von Mambas im RP sind. Ich persönlich bin, und daraus mache ich auch keinen Hehl, absolut kein Freund dieser Rolle, denn ich kann mit Mambas im RP wenig bis gar nichts anfangen und gehe ihnen lieber so gut es geht aus dem Weg. Ich halte sie für eine Nischenrolle, die sich hochgehyped hat und irgendwann auch wieder von alleine wie früher die Tuchuk oder Kurii einschlafen wird, wenn all die hippen und coolen Mambas nämlich feststellen, dass kaum noch ein normaler Rollenspieler mit ihnen spielen mag. Dann wird es entweder wie bei vielen anderen Nischenrollen auch so werden, dass sie einfach aussterben werden, denn alleine im Lager rumsitzen ist nur öde und/oder ein Teil des Tribes wird zu vagabundierenden Mambas werden, der mal hier und da spielt, aber nicht mehr wirklich fest. Man wird es ja sehen, was da kommen wird.

Meine Probleme mit Mambas als Rolle an sich sind vielgestaltig, als da unter anderem wäre:

  • die Mambas sind eine extrem kleine Nischenrolle, in den Büchern sehr vage beschrieben und örtlich im Auftreten begrenzt. Erst einmal die harten Fakten: es handelt sich dabei um ein Eingeborenenvolk des Dschungels, durchaus ernstzunehmende Kämpfer, die ihre Eckzähne feilen und Menschen fangen, um sie zu fressen. Ihre Feinde dabei sind unter anderem die Talunas, und sie sprechen sicher nicht alle Goreanisch, das war es denn auch gewesen. Für ein kleines RP mag das reichen, für ein Lagerleben an sich ist das aber als Basis viel zu dünn und daher haben die ersten Tribes, die es in SL so gab, auch auf Basis irdischer Naturvölker auf das Norman'sche Mambafundament einen mächtig großen Eigenbau gestellt. Das ist eine Sache, die ja im Gor-RP nicht unüblich ist und auch in anderen Rollen, wie z.B. den Assassinen oder Heilern, stattgefunden hat.
    Aber gerade im Falle der Mambas ist eben die Basis besonders dünn!
  • Mambas sind also in den Büchern im Vorkommen lokal beschränkt um die Dschungel um Schendi herum. Wenn man sich eine Gorkarte schnappt und da mal die Entfernungen anschaut, was soll dann bitte ein Mamba-Stamm meinetwegen in Kasra, Lydius oder Belnend? Es ist einfach unwahrscheinlich, dass er den schützenden Urwald überhaupt verlässt, und in solchen Städten könnte man auf Gor auch nichts mit Mambas anfangen, sondern würde sie einfach nach ihrem Aussehen behandeln, dazu später noch mehr.
  • Weiterhin sprechen die Mehrzahl der Mambas nicht mal Goreanisch, wenn man dann so einen Mamba im RP hat, der nur mit Ushindi-Translator vor sich herbrabbelt und ansonsten nichts emotet, was bitte soll man mit solch einem Genossen groß anfangen außer Freilassen oder Töten, wobei Freilassen noch mehr OOC-motiviert wäre?
  • Überhaupt ist mein Kardinalsproblem einfach, dass es nicht wirklich viel Möglichkeiten gibt, was man mit Mambas so im Fall einer Gefangennahme anfangen kann. Versklaven ist nicht wirklich drin, das wird sich keiner antun wollen, also bleibt dabei auch entweder nur Freilassen oder Töten.
  • Dazu kommt dann noch, dass es einfach nervt wenn ein Gruppe wie das manchmal Mambas (und auch Piraten, Panther, Outlaws, tralala...) auf eine Sim teleportieren und ohne großes, vorheriges RP eine Stadt angreifen, nur weil sie selber zu blöde sind, nicht eigenes RP auf die Reihe zu kriegen und zu etablieren neben dem üblichen Combat-Capture-Kennel-Rape-Ritus.

Mein Hauptproblem aber mit Mambas ist, dass die meisten eigentlich in Städten bei Erkennen Kill on sight sein müssten und selbst Panther/Talunas sind da um einiges flexibler in der Bandbreite, aber dass das Töten von Mambas nur eine sich endlos drehende, ständig steigende Gewaltspirale nach sich ziehen würde, also das aus reinen OOC-Überlegungen nicht empfehlenswert ist und man eigentlich so diese Rolle nicht wirklich so IC bearbeiten kann, wie es sein müsste. Das ist natürlich nicht nur bei ihnen der Fall, gilt für die Mambas aber besonders...

Warum, nur warum, versuchen die Leute ständig irgendwelche Nischenrollen aufs Biegen und Brechen zu beleben und reagieren dann nur verstockt und sauer, wenn die Mehrheit der Spieler eben darauf nicht gewartet hat und sie wegen der Rolle lieber meidet? Hätten sie sich mal eine normalere Rolle gewählt, dann hätten sie vielleicht auch mehr RP als nur unter sich in der Gruppe, so aber können sie das nicht wirklich erwarten.

Vermutlich wird sich das Problem Mamba aber, so wie die Kurii auch, von selbst erledigt haben, wenn es den Spielern zu dumm wird vom Rest der RP-Welt weitgehend wegen ihrer selbstgewählten Rolle gemieden zu werden und dann suchen sie sich eben etwas Normaleres aus und fertig.

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Beim Googlen durch das WWW habe ich durch Zufall den englischsprachigen Baukasten entdeckt, aus dem sich einige der auf Deutschgor spielenden Mamba-Tribes munter bedient haben, und hier ist er: Nocraphilia.

Wer sich das auf Englisch durchliest, der wird merken: es ist so, wie ich es schon ab und an vermutete. Das, was die Mambas spielen, basiert als Basis auf den wenigen Hard Facts aus den Büchern und darauf aufgebaut sind sehr viele, eigene Ideen, Interpretationen und Interpolationen.

Einer der dortigen Blogposts, in dem die dort erfundene Kultur gründlich erklärt wird, ist dieser: "Mamba Culture."

Alles in allem ist das mal schon interessant zu lesen, aber nichts was ich da drin lese bestärkt nun mein Verlangen darin, mit Mambas überhaupt RP zu machen noch würde ich es vermissen, wenn es im RP-Gebiet keine Mambas mehr gäbe. Die Rolle ist mir einfach zu vage in den Büchern, es wurde zu viel eigenes hinein interpretiert und vor allem ist die IC-Bandbreite dessen, was man mit einer gefangenen Mamba machen sollte - entweder freilassen oder töten - doch verdammt gering, dazwischen gibt es nicht viel.

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...oder so etwas in der Art, Gruppenauflösungen/Simwegfälle der letzten beiden Tage:

  1. Tappaja Mambas (Gruppe),
  2. Woodland (Sim),
  3. Caithris (Sim),
  4. Esalinus auf Nord Alesia (nach Mappe der Pyranas) sowie
  5. Kap Dun (Sim).

Im Gegenzug dazu eröffnet bald: Schendi, die vierte deutsche Version.

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BtB, Englisch die Abkürzung für "by the books" also auf Deutsch übersetzt "nach den Büchern" ist ja ein Schlagwort das in Bezug auf Gor immer wieder gerne gebraucht wird. Manche sagen auch es sei ein Schimpfwort.

Eigentlich steht es für eine Selbstverständlichkeit: man sollte normal, wenn man ein Rollenspiel egal welchen Settings zelebriert, sich an die Gegebenheiten des Rollenspiels halten, also an den Rahmen dem einen der Autor oder die Autoren vorgibt. Wenn man zum Beispiel im Herr der Ringe anfangen würde Phaser aus Star Trek einzuführen, dann wäre das dem Flair dieses Rollenspiels sicherlich nicht wirklich denkbar. Normalerweise gibt es im Herr der Ringe und ähnlichen Rollenspielen aber auch recht wenig Diskussion darüber, was nun buchnah ist und was nicht.

Anders da Gor, die Rollenspieler dieses Settings sind extrem leidensfähig oder diskussionsfreudig, auf jeden Fall gibt es kaum ein Setting in welchem verbissener darüber diskutiert wird, was denn nun eigentlich im Rahmen des Rollenspiels noch erlaubt ist und was nicht. Das Norman sich bei sehr vielen Erdkulturen für seinen fiktiven Planeten bediente, macht die Sache nicht gerade einfacher, ebenso wenig dass es auf Gor im Prinzip von mittelalterlicher Technik bis hin zu Alien High Tech alles gibt, was man sich denken kann - nur nicht für jedermann verfügbar. Bei manchen gehen auch die Gäule durch, wenn sie anfangen über BtB zu diskutieren und sie streiten darüber verbissener als mit dem Finanzamt über ihre Einkommenssteuererklärung .Da der Begriff nicht genormt ist, definiert es zudem jeder für sich selbst.

Nun ist aber die Frage, mit welchem Ansatz nähere ich mich dem buchnahen Spiel? Wer buchnahes Spiel betreibt, der wird früher oder später mehr als oft der Spezies Mensch begegnen, für die Normans Romane Gottes Wort ist, sein Wort ist Gesetz und daneben gibt es nichts. Dass der von seinen Fans dazu erkorene Gott sich selber im Lauf der über 40 Jahre, in denen alle bisherige 29 Bände entstanden sind, teilweise selber widerspricht, unlogisch ist oder gewisse Sachen nicht zu Ende gedacht hat, was soll's. Man gebe dem buchnahen Fundi - und solche Leute gibt es durchaus - Normans 29 Bände als Ebook in den Kindle, und derart bewaffnet werden sie alles nach Lust und Laune beweisen oder widerlegen können, denn es stehet ja geschrieben und ob man die Zitate dann aus dem Kontext reißt ist auch wurscht... also das ist in Wirklichkeit sicherlich nicht der beste Ansatz, denn aus irgendwelchen Beobachtungen alleine zieht man noch nicht automatisch die richtigen Schlüsse.

Es gibt da den alten Witz vom Jesuiten, der einen Floh untersucht, der trifft es ganz gut:

Ein Jesuit untersucht Flöhe.
Ein Floh sitzt vor ihm auf den Tisch. Er ruft: "Spring!"
Der Floh springt.
Der Jesuit reisst dem Floh die Hinterbeine aus, setzt ihn auf den Tisch und ruft wieder: "Spring!"
Der Floh springt nicht.
Darauf notiert der Jesuit in sein Protokollheft: "So man einem Floh die Hinterbeine ausreisst, schlägt ihn Gott mit Taubheit."

Das bedeutet, wenn man sich schon um buchnahes Spiel bemüht, ist es zuerst einmal wichtig, die Grundlagen des jeweiligen Settings verstanden zu haben. Darüber hinaus dann noch für die Flora, Fauna, lokale Gegebenheiten, Gesellschaftsordnung und dergleichen und man hat schon viel erreicht. Da kann es natürlich bei Gor sicherlich mal nicht schaden, eines der Bücher einfach wirklich gelesen zu haben - die Stellen danach nach Belieben rauf und runter predigen muss man dennoch noch lange nicht. Außerdem gibt es genügend intelligente Zeitgenossen, die das netterweise schon vor einem getan haben, womit dazu noch die Zeit verplempern, wenn man denn auch spielen kann...

Ein weiteres Problem im buchnahen Spiel ist, dass natürlich längst nicht alles beschrieben sein muss, was es so gibt. Also auf Gor leben Menschen, wenn aber nicht beschrieben wäre, wie mal einer pinkelt, kann man noch lange nicht draus folgern, dass alle den Urin nur noch ausschwitzen.

Ich unterscheide daher mindestens, wenn es um buchnah geht, folgende Sachverhalte:

  • buchnah: das wurde so in den Büchern wirklich erwähnt und ist damit belegt,
  • plausibel und stimmig: das wurde zwar in den Büchern nicht explizit erwähnt, muss aber vorkommen sowie
  • plausibel und nicht stimmig: das könnte es zwar geben, wäre aber unwahrscheinlich (z.B. ein Priesterkönig verleiht öffentlich jemandem einem Medaille) und macht so keinen Sinn sowie
  • das Reich der eigenen Erfindungen, Mythen und Legenden: so ein Käse wie z.B. Kurii, die menschliche Frauen schwängern.

Es gibt einfach gewisse Sachen, die wird man im RP oder auch speziell SL-Gor nie wirklich hinbekommen, so ist dank Teleport ja z.B. jede Sim nur ein paar Sekunden entfernt, es gibt keine Raum-Zeit-Konvergenz und andere Sachen. Man wird immer gewisse Kompromisse eingehen müssen.

Nun ist es so, dass es durchaus buchnahe Fundamentalisten gibt, die nichts besseres zu tun haben, als das Spiel ständig nur an den Büchern neu justieren, dabei die Lebensfreude einer Betonwand versprühen und einfach durch und durch öde wirken. Sie halten sich für die Allerbesten, Allertollsten, manche blicken zu ihnen hinauf, aber in Wirklichkeit sind sie meistens nur ideenlos und fade. Sie vergessen nämlich über all ihrem Streben nach Perfektion den Spaß am Spiel.

Dann gibt es auch die Leute, die das Gegenteil sind, und meinen anhand der Bücher jede Spielweise belegen zu können. Ein Beispiel für so etwas ist die eine Stelle wo behauptet wird, es gäbe keinen Grund für eine Frau nicht als Söldnerin zu arbeiten. Damit hat es sich dann aber auch schon mit dem Zitat, einige Seiten später landet sie im Collar und mindestens 10000 Seiten Text drehen sich um die Herrschaft des Mannes auf Gor und wie Männer kämpfen und keine Frauen. Da kann man sich ja heraussuchen, wie relevant diese Stelle in Wirklichkeit ist - sie dient bestenfalls nur als schlechtes Beispiel und das war's auch.

Ansonsten ist das Hauptproblem, wenn wir das Reich der Mythen und Legenden mal fortlassen, das Spannungsfeld "plausibel und stimmig" mit "plausibel und unstimmig", denn hier kann man viel verwässern und Zeug einführen, was dem Spiel nicht wirklich dient.

Besser ist es, man arbeitet mit wirklich klaren, simplen Rollen die sich im Laufe der Zeit stringent entwickeln und damit hat man meistens sehr seine Freude, wenn sich so eine Rolle entwickelt, als wenn man einen schizophrenen Rarius mit Achillessehnenriss und Meniskusproblemen konzipiert, der zudem noch eine Arachnophobie hat und gerne einen über den Durst trinkt.

Buchnah selber wird dabei von vielen überbewertet, als Gütesiegel taugt es auch nicht wirklich, es ist vielmehr ein Anspruch, den man bestenfalls an sich selbst und andere erheben kann, ob man es dabei auch erreicht oder nicht steht auf einem anderen Blatt und ist gar nicht mal so wichtig, solange sich alle über die wesentlichen Grundsätze und Bedingungen des gemeinsamen Zusammenspiels einig sind. Die Hauptsache ist schließlich immer noch der Spaß am Spiel.

Ist es nur meine Einbildung oder laufen tatsächlich in letzter Zeit verstärkt Avatare auf Gor im besten Grunge Look herum, die man so direkt aus einem Urban Decay RP nach Gor gebeamt zu haben scheint? Fragen über Fragen und so wenig Zeit...

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Heute tickerte in GaD folgende Meldung durch den Kanal:

Tal,

in einer Woche sind wir IC.

Insel Asperiche hat das Terraforming fertig und Häuser aufgestellt. Die Sim ist 100% RP als Safe Zone ohne Meter.

Stadt Schendi ist full Prim. Erste Häuser  stehen. Diese Sim ist full Combat mit (GM) Zwang.

Ihr braucht die Gruppe "Schendi Urwald" um auf den Bauplatz zu kommen.

Wie immer kann man bei uns nichts mieten aber werden in Schendi Urwald ein Spielerlimit haben um den Wildwuchs von 2010 in der Landgruppe zu verhindern.

Also Schendi kommt wieder, das ist das Eine. Interessanter aber ist es, dass es auf einmal zwei Asperiches zu geben scheint. Das eine, das an Lydius so bald als möglich andocken wird und dieses Neue, wer auch immer da spielen mag.

Aber mal ehrlich: kann man das Kind nicht wenigstens anders nennen, sofern die Meldung zutreffend ist?

Zur Klarstellung: das ursprüngliche Asperiche ist damit nicht gemeint, das wird wie geplant den Verbund mit Lydius eingehen und fertig.

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Anbei einige Gedanken von mir zum Thema „Freie Frauen auf Gor“, um deren Rahmen einmal grob abzustecken und ihre Stellung zu verdeutlichen. Bei den Zitaten und Fallbeipielen gilt aber auch wie immer, dass es auf die jeweilige Situation und Region auf Gor ankommt. Ich beschreibe hier das Bild im normalen „Mittelgor“, also wie es in Ar sein könnte.

Fangen wir mit einem Zitat an, das die Stellung der freien Frau in der goreanischen Gesellschaft besonders gut ausdrückt:

„Es gibt zum Beispiel, keine höher stehende Person, niemand der mehr respektiert wird als die goreanische freie Frau.“

Das drückt ganz gut die Wertschätzung aus, die ihnen normal von Seiten der Männern gegeben wird. Freie Frauen sind zunächst genau mal eines: nämlich frei. Damit sind sie den Männern ziemlich innerhalb der Gesellschaft fast gleichgestellt, aber es gibt auch einige Unterschiede. So gibt es einige Kasten, in die sie nicht eintreten können (z.B. Initiaten, vermutlich die Assassinen) und sie unterliegen auch besonderen gesellschaftlichen Konventionen bezüglich ihrer Kleidung und Verhalten.

Einer freien Frau ist es erlaubt, ihren Körper nach ihrem Belieben zu verhüllen, damit unterscheidet sie sich von der Sklavin. Die Roben der Verhüllung mit dem dazugehörigen Schleier sind auf Gor keine Strafe, sondern – ganz wichtig – ein Privileg der freien Frauen, es unterscheidet sie von den Sklavinnen und ist sichtbares Zeichen ihres Status als Freie. Schon alleine deshalb wird das jede freie Frau mit Freuden tun, sie will ja nicht in der Öffentlichkeit als Sklavin angesehen werden Je höher sie in der Gesellschaft steht, desto kunstfertiger die Roben und auch sicher mehr Schleier wird sie übereinander tragen. Sicherlich wird sie auch nicht das Parfum einer Sklavin nutzen noch deren Schmuck freiwillig tragen wollen.

Ganz wichtig ist dabei ein fundamentaler Grundsatz, den man sich vor Augen halten muss und den viele im RP gerne vergessen bzw. ausblenden: freie Frauen bewegen sich normalerweise relativ gefahrlos nur in dem gesellschaftlichen Rahmen, den ihnen die Männer zugestehen. Der Knackpunkt dabei ist, und man kann es nicht genug betonen: den ihnen die Männer zugestehen! Diese simple Tatsache vergessen im RP leider nämlich sehr, sehr viele!

Übertreten freie Frauen diesen Rahmen, sei es bewusst oder unbewusst, dann müssen sie die Folgen tragen, denn Gor wird von Männern beherrscht, es ist ein Patriarchat. Manche freie Frau aber ist innerhalb dieser Grenzen sehr dreist und nutzt diesen Rahmen stark für sich aus. Aber jede freie Frau ist sich normalerweise dieser grundlegenden Tatsache stark bewusst und handelt entsprechend!

Dazu kommt, dass freie Frauen ja nach Normans Lesart jedem Manne körperlich normal haushoch unterlegen sind. Sie wissen natürlich auch darum und werden sich entsprechend zu verhalten wissen. Freie Frauen tragen häufig einen Dolch und vergiftete Haarnadeln zur Selbstverteidigung. Ein Mann weiß ob der Tatsache, dass eine freie Frau mehrere Waffen versteckt am Körper tragen kann, so gleicht sie nämlich den körperlichen Vorteil des Mannes ihr gegenüber wieder aus. Männer selber dürften Giftwaffen eher als unehrenhaft ansehen und weitestgehend für sich selber im Gebrauch ablehnen. ...continue reading "Das Bild der freien Frau auf Gor"

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Counter Strike - ein oft mißverstandenes Teamspiel.

Es muss einfach mal gesagt werden: Counterstrike als Spiel ist um Längen gehaltvoller und fordernder als CM-Kampf mit Schwert und Bogen auf Gor in SL.

So, nun steinigt mich, aber das ist die reine Wahrheit, Counterstrike als Schimpfwort taugt einfach nicht, eigentlich müsste Gor-Combat als Schimpfwort gebraucht werden.

Wer das nicht glauben mag, der hat noch nie wirklich Counterstrike gespielt und weiß nicht, worum es in Counterstrike geht. Also hier kommt nun Bartis kleine Counterstrike-Intro.

Was ist Counterstrike?

Counterstrike (auf Deutsch also Gegenschlag) ist ein rundenbasierter, teamorientierter Egoshooter in dem sich der Spieler einer der beiden Fraktionen (Terroristen oder Antiterror-Einheit) anschließt und dabei innerhalb eines gewissen Zeitraums (oft maximal fünf Minuten) ein gewisses Ziel erreichen muss. Das klingt einfach, ist es aber nicht.

Counterstrike basiert dabei auf verschiedenen Karten, Maps genannt. Jede Map enthält ein anderes Szenario. Ein Szenario kann z.B. sein, dass man innerhalb von fünf Minuten als Terrorist die Geiseln bewachen muss und dafür sorgen muss, dass sie gefangen bleiben - der Auftrag der Antiterroreinheit ist dementsprechend, die Geiseln innerhalb der Zeit zu befreien. Ein anderes Szenario und damit andere Map ist zum Beispiel, dass man auf einer Map als Terrorist an drei Orten nach und nach Bomben legen muss - der Auftrag der Antiterror-Einheit ist dementsprechend, die Terroristen entweder daran zu hindern oder die Bomben vor Ablauf der Zeit zu finden und entschärfen. Auf anderen Maps kann der Auftrag auch simpel dergestalt sein, dass man alle Mitglieder der anderen Fraktion ausschalten - also töten - muss.

Nun ist Counterstrike rundenbasiert und teambasiert. Teambasiert bedeutet, dass man nur wirklich dann einen Vorteil hat, wenn man als Team auch zusammenarbeitet und sich ergänzt. Der Einsatz von Voice (wie z.B. Teamspeak) ist ein gängiges Mittel dabei, sich als Team zu koordinieren und warum auch nicht, beide Mannschaften haben eben Sprechfunk und fertig. Das ist logisch erklärt und kein Problem.

Ein wesentliches Merkmal von Counterstrike-Runden ist dabei, dass wer tot ist für den Rest der Runde auch tot bleibt. Das bedeutet er kann nicht mehr ins Spiel eingreifen, sondern nur noch als "Geist" beobachten, wie der Rest miteinander spielt. Beim Beginn der nächsten Runde ist er dann wieder mit von der Partie.

Die Waffen in Counterstrike sind moderne Schusswaffen (Sturmgewehre, Pistolen, Maschinenpistolen, Scharfschützengewehre, Nahkampfwaffen wie Messer), die man nicht alle am Anfang zur Verfügung hat, sondern sich teilweise erst kaufen muss. Geld bekommt man leistungsabhängig nach Ablauf einer Runde ausgezahlt und hat am Anfang einer Runde kurz Zeit, sich auszurüsten. Waffen benutzen auch Munition, die Geld kostet, man kann sich ebenso Körperpanzerung kaufen und Waffen müssen auch mal nachgeladen werden. Nachladen kostet, wen wundert es, dabei auch ein wenig Zeit.

All das bedeutet, dass man zwar nach Rambo-Manier - also "Ich bin unverwandbar und mähe alles alleine platt!" - losziehen kann, aber damit nicht wirklich viel gewinnt, denn man wäre schnell erledigt. Man muss lernen, wirklich als Team zusammen zu arbeiten, einer macht meinetwegen mit dem Scharfschützengewehr Leute aus dem Hintergrund platt, während drei im Nahkampf unterwegs sind und das Feld aufmischen - sonst geht man unter.

Also alles in allem ein kurzes, knackiges und auch intelligentes Spielerlebnis, wenn man es richtig zu meistern weiß. Combat in SL-Gor ist dagegen dümmlicher zu bewerten und schon fast fade, ach ja und Lag ist in Counterstrike auch viel weniger das Problem als in SL, da die Karten ja vorgefertigt samt allen Texturen lokal auf dem Rechner liegen.

Counterstrike wird regelmäßig von Millionen Menschen gespielt, manche nennen es auch einen Esport, es gibt regelrechte Ligen samt Turnieren, in dem diverse Mannschaften - genannt Clans, meist in der Größe von 4-6 Leuten - gegeneinander antreten. Manche Spieler sind dabei so geschickt, dass sie je nach Können sogar vom Sport dabei ganz gut leben können.

Kurz und gut: wer Counterstrike als Schimpfwort gebraucht, der zeigt vor allem nur eines überdeutlich, nämlich dass er von Counterstrike absolut keine Ahnung hat.