Barts Blog Blog

Rin in de Kartoffeln, rut ut de Kartoffeln!

Cori zürnt mir gerade öffentlich: sie findet meine Spekulation, dass die Pyranas möglicherweise das Südland verlassen könnten unglücklich. Mag sein, mag nicht sein, aber das Bild kann nun einmal schon entstehen, wenn man sich ihr Elaborat zum Verlauf der Südlandsratssitzung so durchliest.

Sie schreibt dazu bei sich folgendes:

Nun mache ich meinem Ärger in einem Kommentar in meinem Blog Luft. Das führt aber nicht dazu, das die Welle nun abnimmt, sondern andere Blogautoren greifen das Thema auf und dichten einen bevorstehenden Umzug der Pyrana, weg von Südland in die Ereignisse hinein.

Liebe Cori, dazu sage ich dir folgendes: es hat dich keiner dazu gezwungen, deinen Ärger über die Südlandsratssitzung öffentlich zu machen. Das war einzig und alleine deine ureigene Entscheidung, du hast es aber getan, also dann lebe auch mit dem Echo.

Ein kleiner Tipp dazu: gewisse Sachen – genau wie den Verlauf dieser Sitzung beispielsweise – sollte man nicht öffentlich machen noch sich öffentlich darüber ärgern, wie du es getan hast. Schließlich willst du noch etwas von den Leuten und auch noch morgen und darüber hinaus mit denen spielen können.

Du aber hast die Sache aus eigenem Antrieb aus öffentlich gemacht, und spätestens das war der Zeitpunkt, wo das Kind in den Brunnen gefallen ist, weil ihr nicht mehr miteinander geredet habt, sondern nur noch übereinander. Der mögliche Schaden ist da, aber dass er da ist, den Stiefel darfst du dir getrost alleine anziehen, denn gewisse Sachen gehören einfach nicht in aller Öffentlichkeit breit getreten und es zwang dich dazu kein Mensch, genau das zu tun.

Muuuh!

Tja, soll nochmal einer sagen, es gäbe in Second Life keine Milchkühe:

muh_001

Ein Vögelchen hat mir gezwitschert…

…dass die Pyranas bald das Südland verlassen werden. Der Grund: unüberbrückbare Differenzen zwischen ihren Regelwünschen und der Südlandsleitung in Form von Thor Tracer.

Gut, das hat mir zwar kein Vögelchen gezwitschert und das oben ist reine Spekulation meinerseits, aber wenn ich mir mal durchlese, was die Pyranas an Regeländerungen fürs Südland gerne gehabt hätten und wie dann die Südlandsratssitzung aus Sicht von Cori (Stichwort: Demokratiesimulation) ablief, kann einem schon der Gedanke kommen, dass da wer auf zumindest halb gepackten Koffern sitzt und sich nach allen Seiten umschaut. Oder etwa nicht?

Wundern würde es mich jedenfalls nicht weiter!

Alle Jahre wieder…

Nein, kommt nicht das Christuskind, aber das Halbwissen über Sinn und Unsinn von Scriptscannern hält sich nach wie vor beeindruckend hartnäckig. Viele Simbesitzer sind offenkundig nach wie vor der Meinung, die Anzahl der am Avatar getragenen Skripte sage zuverlässig etwas über deren Einfluss auf die Simleistung aus.

Das mag mal so gewesen sein, doch heute ist man da deutlich weiter – nur haben die Besitzer das bis heute nicht kapiert und stellen munter nach wie vor die dummen Tafeln auf! Ja, denn da draußen gibt’s ja böse, böse Avatare, die keine ausreichende Skripthygiene betreiben und die muss man ja darauf hinweisen, wie böse doch die vielen Skripte sind!

Mal ehrlich: wenn ich auf eine Sim hingehe und deswegen automatisiert runtergeworfen würde, dann hätte diese Sim mich das letzte Mal gesehen, denn Dummheit soll einfach schmerzen. Und es ist nunmal einfach so, dass vermeintlich einfache Antworten auf komplizierte Sachverhalte nur selten wirklich zutreffend sind, so eben auch hier.

Vernetzte Gehirne arbeiten zusammen effizienter als alleine

Die interessanteste Meldung dieser Woche ist für mich eindeutig aus dem Bereich der Biologie. Es geht dabei um ein Experiment an Laborratten, die sich in Brasilien und den USA befanden.

Die Biologen haben dabei den Ratten beider Seiten Elektroden in dem Bereich des Gehirns eingepflanzt (aua!), der für die Körperbewegung zuständig ist. Dabei wurden die Signale dann mittels Internet auch noch über 6000 km weit übertragen.

In den Käfigen in Brasilien waren die Ratten darauf trainiert, wenn eine Lampe leuchtet einen kleinen Hebel zu drücken, dann bekamen sie Wasser. In den USA befand sich derselbe Versuchsaufbau, allerdings ohne Lampe.

Und nun geschieht das Interessante: dank der Signale aus Brasilien konnten die Ratten in den USA in 70% der Fälle das Problem dennoch lösen. Mehr noch, die Signalleitung funktioniert sogar in beide Richtungen, wenn sich die eine Ratte irrte, dann verstärkte die andere die Signale, um sie deutlicher zu machen und der Empfänger drückte häufiger auf den Hebel. Wie das genau funktioniert, da tappen die Forscher bisher im Dunkeln.

Warum ich diese Meldung interessant finde? Nun, was bei Ratten funktioniert und die Technik ist nunmal bereits jetzt existent, das muss im Grunde auch beim Menschen funktionieren. Denn bei aller Arroganz, die der Mensch häufig an den Tag legt, ist doch dessen Hirn aus biologischer Sicht betrachtet vereinfacht gesagt ja zwar eine erhebliche Weiterentwicklung des Rattenhirns, aber die grundlegenden Funktionalitäten sind dieselbe, da die Natur im Laufe der Evolution nunmal an ihren bewährten Grundbauplänen festhält. Die Forscher träumen ja von einer Art biologischen Rattencomputer, den sie dann vor diverse Aufgaben stellen wollen. Welche sollen das denn bitte sein? Dronen fliegen? Solche Forschungen findet wenn doch vor allem immer das Militär höchst interessant, die haben da schließlich das Abo drauf.

Was wir hier haben, ist eine funktionierende Datenaustauschschnittstelle zwischen zwei lebendigen und relativ einfach gebauten Gehirnen über eine große Entfernung. Wenn das auf diese Art und Weise funktioniert, dann werden die Forscher sicherlich alles daran setzen, die Sprache oder genauer die Codierung der Hirnströme zu entschlüsseln, um diese zu lernen, zu verstehen und per Hand nachbauen zu können. Das muss man sich mal in Ruhe durch den Kopf gehen lassen, damit sich der Gedanke sackt.

Wenn man denn erstmal die Sprache versteht, dann ist es vermutlich kein allzu großer Schritt mehr, ein biologisches Gehirn durch einen Computer zu ersetzen, der in dem Bereich tätig ist. Die Schaffung einer neuralen Hirn-Computerverbindung ist ja seit vielen Jahren ein Traum vieler Wissenschaflter.

Und wenn die Übertragung im Bereich von Bewegungsabläufen so gut funktioniert, wer sagt dann nicht, dass diese Technologie weiter entwickelt eines Tages dazu in der Lage sein wird, virtuelle Umgebungen direkt im Gehirn Wirklichkeit werden zu lassen? Das würde jedenfalls die Möglichkeiten und Grenzen unserer Wahrnehmung deutlich verschieben. 

Die Grundlagen dieser Entwicklung sind jedenfalls heute bereits vorhanden und funktionieren.  Die Frage dabei ist, wo uns diese Forschung noch hinführen wird, ich bin mir jedenfalls sicher, da ist noch viel Luft nach oben drin und der Anfang ist nunmal gemacht. Da gibt es kein Zurück mehr.