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TESO – na, lieber noch nicht

„The Elder Scrolls Online“ ist nun seit Anfang April im Livebetrieb und meine Entscheidung, bei dem Spiel nicht von Anfang an mit dabei zu sein, hat sich als gut erwiesen. Sicher, das Spiel sieht grafisch sehr schön aus, aber wie es nun einmal so ist, so hat jedes neue MMORPG seine eigenen Kinderkrankheiten und TESO ist davon beleibe keine Ausnahme.

Das beginnt schon mit dem Client: offiziell kostet er 59 Euro und enthält einen Monat Spielzeit. Das wäre noch vielleicht vertretbar, aber das Spiel lässt sich erst dann bei der Erstellung eines Kontos in Betrieb nehmen, wenn man da bereits Zahlungsinformationen hinterlegt, also ein Abo abschließt. Das hat etwas von der Mentalität einer Drückerkolonne an sich und der Hersteller Zenimax ist deswegen bereits von den Verbraucherschutzzentralen zu Recht abgemahnt worden.

Überhaupt fehlt die Möglichkeit eines Testzugangs, so dass man meinetwegen einen Charakter bis Level 20 spielen kann. Ich sehe es aber nicht ein, möglicherweise 59 Euro für was auszugeben, wo ich nicht sicher sagen kann, ob es mich nach einem Monat noch wirklich interessiert. Diese Zeiten sind bei mir lange vorbei und gerade deshelb gibt es ja bei guten Spielen eben einenTestzugang.

Ja, und dazu kommen noch Fehler auf den Servern, dass man sehr lange braucht bis man genug Gold zusammen hat, um sich überhaupt mal ein Pferd kaufen zu können und andere Sachen mehr, wie beispielsweise ein fehlendes Auktionshaus.

Da warte ich doch lieber ein paar Monate ab und schaue dann, wie sich das Spiel weiter entwickelt hat. Entweder hat bis dahin das Abomodell Bestand oder es ist zu F2P geworden, und wenn letzteres eingetreten sein sollte, dann hat sich auch die Sache mit dem Testzugang erledigt.

Starke vs. schwache Führungspersönlichkeiten

Eine starke Führungspersönlichkeit versucht, kraft ihres Wirkens eine gewisse Autorität zu erlangen, gutes Vorbild zu sein und durch dieses plus persönliche Gespräche, ihre Mitstreiter von gemeinsamen Zielen zu überzeugen. Andere Meinungen sind dabei kein Problem, sondern werden soweit als möglich in das Konzept der Führungskraft mit integriert und ggf. dabei ein wenig angepasst.

Unter einer starken Führungspersönlichkeit herrscht ein fruchbares Klima des konstruktiven Miteinanders, in dem jeder sich traut seine Meinung zu vertreten, wobei diese auch ihr Wirken und Tun oft genug kritisch hinterfragt. Sie reagiert im Idealfall situativ auf die Erfordernisse ihrer Mitstreiter.

Eine schwache Führungspersönlichkeit dagegen umgibt sich mit einem inneren Kreis von Ja-Sagern, die sie wie einen Schutzwall um sich schart um gegensätzliche Meinungen an sich abprallen zu lassen und schafft innerhalb ihres Einflußbereichs ein Klima der Angst und Intoleranz gegenüber anderen Meinungen. Sie ist oft ein Anhänger der Methode „Management by Champignon“: die Mitstreiter im Dunkeln lassen, gelegentlich mit Mist bestreuen und sollte sich ein heller Kopf zeigen: abschneiden.

Zweifelsohne ist dieser Führungsstil bequemer und vordergründig einfacher zu handhaben, aber ob er immer der Beste ist, ist fraglich, denn mit dieser einseitigen Sicht der Dinge agiert man schon mal gelegentlich am Kern einer Sache vorbei. Außerdem führt er bei gewissen, hellen Köpfen, die sehr schnell merken, wie da der Hase läuft, zu einem Brain Drain.

Vicious Vikings

Hier mal ein weiterer Clip aus „Horrible Histories“; manchmal wünschte ich mir, die selbsternannten Nordmänner aus „Torvaldsland“ würden sich, bevor sie ins Rollenspiel einsteigen, wenigstens mal so etwas angucken um zu wissen, wie man einigermaßen vernünftig gekleidet durchs Rollenspiel laufen kann.

http://www.youtube.com/watch?v=yPddAKZp5ro

Alles Neu und so

Ein kurzer Hinweis in eigener Sache: da mit dem Erscheinen von WordPress 3.8 und dem Update auf 3.9 die Installation hier immer ranziger wurde, musste ich heute das WordPress von Grund auf neu installieren. Sollte also etwas nicht so funktionieren wie bisher gewohnt, dann liegt das eben daran. Wenn jemanden so etwas auffallen sollte, dann bitte eine kurze Mitteilunge hinterlassen. Vielen Dank.

 

Was von „Nur wenn du in meinen Schuhen gelaufen bist, dann kannst du über mich urteilen“ zu halten ist

Es gibt einen Spruch, den viele gerne in unterschiedlichen Formulierungen in ihr Profil rein schreiben und der sehr populär ist. Dieser Spruch ist:

Nur wenn du in meinen Schuhen gelaufen bist, dann kannst du über mich urteilen

Das klingt gut, es klingt logisch und ist vor allem bequem.

Was aber ist von dem Spruch zu halten? Nicht viel, wenn man ihn auch nur ein bißchen kritisch beleuchtet.

Zunächst einmal ist dieser Spruch bei vielen einfach nur ein bequemes Schutzschild Marke „Kritk unerwünscht!“ – und warum? Richtig: siehe Spruch! Eigentlich könnten sie gleich auch bei sich „Kritik an mir ist unerwünscht!“ in ihr Profil rein schreiben, das wäre vom Sinn her dasselbe, nur wesentlich deutlicher formuliert. Nur so deutlich formuliert will das eben keiner in sein Profil rein schreiben, denn wer mag schon als kritikunfähig gelten? Eben: niemand!

Der zweite Aspekt ist, dass der Spruch deutlicher betrachtet in der Realität dahin schmilzt wie ein Eiswürfel in der Wüste Sahara. Warum? Es gibt einen ganzen Berufszweig, dessen einzige Aufgabe es ist, ständig über andere Menschen zu urteilen, er nennt sich Richter.

Und muss nun beispielsweise ein Richter an einem Landgericht erst selbst einen Mord begehen, um einen Mörder verurteilen zu können? Natürlich nicht. Muss man selber erst ein Tier quälen, um darüber urteilen zu können und um Tierquäler einfach nur als mies zu empfinden? Natürlich nicht.  Muss man als Gast in einer Gaststätte selber gut kochen können, um schlechtes Essen zu erkennen und zurück gehen zu lassen? Natürlich nicht! Der weiteren Beispiele gibt es viele, die die Aussage des Spruchs widerlegen.

Der Spruch ist damit im Grunde nichts anderes als ein wunderbar schön formuliertes „Ach, lass mich einfach in Ruhe!“ – und mehr eben nicht.

Der Mensch bildet sich nun einmal ständig, stetig und überall seine Urteile und Meinungen über alle möglichen Aspekte des Lebens und auch Personen. Das gehört zum Sozialverhalten dazu und wird daher auch niemals verschwinden.