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Dies und das…

Es ist mal wieder eine interessante Zeit gerade. Mhhh, voller Änderungen und Neuerungen, die man sich so sicherlich nicht dachte.

Beispielsweise soll nun (endlich?!?) Star Wars Episode 7 als Projekt angepackt werden und 2015 in die Kinos kommen. Sagt wer, George Lucas? Nein, die Walt Disney Corporation! WTF?!?

Ja, klingt komisch, ist aber so – Disney hat mal eben für schlappe vier Milliarden US$ Lucas‘ Firma Lucasfilm gekauft und will nun direkt loslegen, George Lucas selber soll noch als Berater fungieren. Werden wir also Darth Vader in einer disneyfizierten Fassung erleben müssen? Wer weiß, aber wir werden es sehen, aber ziemlich sicher wird Disney Star Wars lieber unter dem Label „Lucasfilm“ publizieren, so dumm sind sie nun auch nicht.

Man stelle sich nur mal im Vorspann folgendes vor: „Walt Disney Pictures proudly presents: Star Wars Episode VII!“ – das wäre tödlich.

Außerdem – wo sollte die Handlung denn angesiedelt sein, wer mitspielen? Ich persönlich bin ja der Meinung, dass seit dem grandiosen und kurzlebigen „Spaceballs“ von Mel Brooks zu Star Wars alles gesagt worden ist, was es zu sagen gibt und man danach einfach hätte mit der Reihe aufhören sollen. Spaceballs ist ja für Star Wars das, was „Galaxy Quest“ für den Trekkie ist. Bei Grabtas Hammer!

In Second Life bricht nun allen Ortens Halloween an, wie immer und warum auch nicht, wer’s mag. Von mir aus soll man alle Süße-oder-Saures-Nerver in eine Waschküsche stopfen und erst an Allerheiligen wieder rauslassen, denn ich brauche diesen importieren Nervpseudofeiertag nun wirklich absolut nicht für meine Glückseligkeit.

Wieso eigentlich muss der Teutone immer das machen, was angeblich so cool ist, nur weil es in den USA gang und gäbe ist? Mangelndes Selbstvertrauen? Dummheit? Bequemlichkeit? Geilheit auf Süßigkeiten! Ich weiß es nicht, nerven tut es dennoch, aber die Intensität der Nervies lässt glücklicherweise seit zwei Jahren in meiner Kante wenigstens wieder nach.

Gleichwohl aber an die Beutejäger, die in Second Life unterwegs sein werden, noch einen (wertvollen?) Tipp: Linden Lab fährt üblicherweise zu Halloween immer einen Special Event. Ein spezieller Eventaccount namens ??? (Halloween Linden? Trickortreat Linden? Ich weiß den Namen leider nicht mehr auswendig noch kann ich ihn finden) wird online sein, und wer den per IM meinetwegen mit „Trick or Treat!“ anschreibt, bekommt von ihm eine Tüte voller nutzloser aber amüsanter Geschenke kostenlos zugestopft.

Ja, also eine schöne Sache für Leute, die so etwas mögen und gerne auf die Jagd nach Freebies und Geschenken jeglicher Art gehen.

Übrigens Freebies: Anidusa hat sich nun auch der Jagd nach solchen verschrieben und berichtet in ihrem reichlich bebilderten, neuen Blog „Anidusa entdeckt“ ausgiebig darüber je nach Lust und Laune. Welcome!

Und dann wäre da noch dies:

  • Brundisium wurde vor kurzem ein Jahr alt und ist damit die dienstälteste, durchgängig bespielte deutschsprachige Antiken-RP-Sim überhaupt. Herzlichen Glückwunsch noch nachträglich an Kenny und seine Mannen!
  • Cori philosophiert bei sich drüben unter dem Titel „Oberarschloch oder Lachnummer“ über rollengerechtes RP-Verhalten im Fall einer Gefangennahme. Es entsteht dabei die altbekannte Zwickmühle, wieso es wirklich niemand schafft das wie Talena bei Tarl zu machen, die ja recht offen sagte „Ich unterwerfe mich, um meinen Arsch zu retten und das ist erstmal alles“ wird in den ewigen Rätselbüchern des RPs ungelöst stehen bleiben.
  • Zasta hat für sich das Blog von Brom, dem Krieger mit dem umso berühmteren Speer, entdeckt und kommt aus dem Schmunzeln nicht mehr raus, vor allem amüsiert ihn dessen reichliches Sexualleben und diverse Rants da. Naja, und „not worksafe“ sei das Ding außerdem. Welch Skandal – oder so!
  • Übrigens Zasta – der war mal wieder in seiner „Warum ist wirklich gutes RP ohne Abstriche in SL nicht möglich?“-Phase, philosophierte über (falsche) Eliten und dergleichen mehr sowie darüber, dass der normale SL-Gamer einfach nur antikes Spießbürgertrum spielen will ohne zu leiden, und ihm schon das Lesen von drei Notecards mit den grundlegenden Infos über ein Setting dessen Hirn hoffnungslos überfordern. Ja, der moderne SL-Bewohner ist immer so schrecklich leidend und wehe dem, der gewisse Qualität im RP will, historische Akkuratesse wünscht und diese vielleicht sogar fordert – der hat sofort einen wütenden Lynchmob am Hals oder findet einfach nur keine Mitspieler. Kenny hat da auch schon drüber munter einen Rant geschrieben gehabt. Woran liegt’s? An der Faulheit der Leute, ganz einfach! Denn schon seit Wicky wissen wir doch alle, dass die Wikinger cool sind, behörnte Helme tragen, brandschatzend raubend durch die Gegend ziehen, zu Thor beten und haufenweise Met saufen! Das muss doch für ein anspruchsvolles RP nun bitte wirklich mehr als genügen, bei dem alle am Eingang vorne links ihr Hirn abgeben!!1! Wer sein Hirn nicht abgibt, der ist eben selber schuld! Intellektueller Anspruch ist im RP doch nicht erwünscht, denn wenn es das in diesem Lande wäre – seien wir mal ehrlich! – würden die Einschaltquoten von RTL unterirdisch sein und ARTE der Straßenfeger überhaupt. Na also!

Und weil ich doch noch ein wenig Halloween-Content bieten will gibt es nun dieses äußerst lehrreiche Video, wie der berühmteste aller schwedischen Köche seine Kürbisse schnitzt, viel Spaß damit!

http://www.youtube.com/watch?v=2Qj8PhxSnhg

Der parametrische Mesh-Deformer erneut beleuchtet

Nun ist es bald schon ein Jahr her (28.10.2011), seitdem die SL-Community 5,555 US$ ausgab, um durch Karl Stiefvater eine Lösung für das Problem mit dem automatische Anpassen der Meshes an die jeweilige Avatarstruktur in Auftrag zu geben.

Das Tempo seitdem war mal schneller und mal langsamer, Drittviewer wie Nirans bauten zuerst bei sich die jeweiligen Arbeitsfassungen des Deformers ein, und manchmal schien es als sei das Projekt auch auf der Kippe, als Oz Linden um Shapes bat aber ihm das nicht schnell genug ging.

Entgegen der ursprünglichen Befürchtungen ist die Unterstützung durch die Lindens doch recht gut gewesen, und es gab sogar einen offiziellen Project Viewer mit dieser eingebauten Technologie.

In der Zwischenzeit waren andere auch fleißig und so gibt es mindestens einen alternativen Ansatz, der auch funktionieren soll aber von dem meines Wissens außer den Ankündigungen der Macher bisher nur das Prinzip bekannt ist und man sonst wenig gesehen hat.

So oder so, der parametrische Mesh-Deformer, den viele ja als fundamentalen Bestandteil für den Durchbruch von Meshklamotten ansehen, er lässt nach wie vor eben auf sich warten, als schwebe er in Wartestellung. In der Tat sind zwar die offiziellen Kanäle recht ruhig, aber nach wie vor wird an dem Projekt gearbeitet, wie man bei Nalates Urriah nachlesen kann, momentan ist Feinschliff und Fehlerbehebung angesagt und vielleicht gibt es in einigen Wochen wieder einen neuen Projektviewer.

Bei den aktuellen Arbeiten allerdings handelt es sich um Patches von Darien Caldwell, und ob Karl die nun bei sich einbaut oder nicht und das Lab die haben will oder nicht steht auf einem anderen Blatt.

Die Arbeiten ziehen sich jedenfalls nun schon lange, länger als vielleicht manche anfangs dachten, und bisher hat man das fertige Produkt nach wie vor nicht in den Händen, weil es ganz einfach bisher diesen Status noch nicht erreicht hat.

Natürlich bleibt dabei immer noch die Frage bestehen, wieso Linden Lab eigentlich dieses sinnvolle Feature nicht von Anfang an selbst gebaut hat – genügend Manpower haben sie ja. Aber manches wissen eben nur die Lindens selber…

Die SL-Gridentwicklung der letzten Wochen im Diagramm

Das obige Diagramm von Tyche Shepherd zeigt die Gridentwicklung der letzten neun Wochen.

Wie man daraus sehen kann, hat Linden Lab in der Summe deutlich an Regionen verloren (das ist nichts Neues, das wissen wir schon) und es gab kaum Wochen, in denen sie wirklich mal wieder einen richtigen Zuwachs an Gridgröße hatten.

Wenn man alles zusammenzählt aber kommt eine massive Schrumpfung dabei heraus, wie man hier sehr gut sehen kann.

Man weiß nur, dass Linden Lab dran ist das wie auch immer ausgleichen zu wollen, ob es dann dauerhaft Erfolg haben wird, wird sich zeigen. Produkte wie Patterns oder Creatorverse sind dabei ein erster wichtiger Schritt in die Diversifizierung des Geschäftes.

Zweifelsohne wird Linden Lab, wenn der Trend anhalten sollte, entweder durch neue Features oder alternative Preismodelle irgendwann entgegensteuern müssen. Da das mit den Features aber bisher nicht so richtig klappt, dürfte die Wahl der passenden Mittel dann so langsam ein wenig eng werden.

Skriptdiebstahl in Second Life

In Sluniverse wurde vor zwei Tagen ein neuer Thread eröffnet, in dem ein Skripter namens Nebula behauptet, dass seine Skripte gestohlen worden seien.

Er hätte es daran erkannt, dass er einen Registrationsserver laufen lassen würde, und da auf einmal hunderte neue Anmeldungen sähe von Kopien, die er niemals verkauft habe.

Wenn das stimmt ist natürlich die Frage: wie ist das geschehen? Er vermutet einen neuen Bug im Server, der das ermöglicht haben könnte, genauer in den Permissions.

So oder so zeigt es eines – Skripter sind in Second Life auch nur solange sicher, solange Linden Lab seine Hausaufgaben zuverlässig gut macht. Wenn sich da mal ein Fehler einschleichen sollte, dann können auch sie von Copybottern betroffen sein!

(Ob es nun ein Bug ist oder auch nicht, wurde bisher von Linden Lab weder bestätigt noch dementiert.)

Ein paar Gedanken zu der schwindenden deutschen Community in Second Life

In irgendeinem der deutschen SL-Foren gab es neulich einen Thread, wo man sich mächtig düstere Gedanken darüber machte, was denn mit der deutschen Community in Second Life los sei und wieso diese langsam aber stetig am schwinden sei.

Den Gedanken finde ich höchst interessant, setzt er doch voraus, dass es so etwas ominöses wie eine deutsche Community in Second Life gegeben hat oder bis heute gibt. Die banale Frage, die ich mir dabei stelle, ist dann diese: ist das so?

Nun gibt es auf einfache Fragen noch längst nicht immer einfache Antworten – wer’s nicht glaubt, sollte mal einem Kind auf die Frage „Warum gibt es keinen Weltfrieden?“ antworten, viel Spaß dabei! – aber ich denke, hier treffen einige Faktoren zusammen.

Zunächst einmal spielt die andauernd schlechte Großwetterlage eine gewichtige Rolle. Second Life verliert gerade in einem langsam besorgniserregenden Ausmaß Regionen, die nicht wieder kehren – und damit sicher auch quer durch die Bank weg Benutzer. Für viele hat trotz aller Liebe auch Second Life nur eine gewisse Halbwertszeit und danach wendet man sich eben anderen Hobbies zu.

Dann kommt aber sicherlich auch dazu, dass es so etwas wie die deutsche Community in Second Life nie gegeben hat und geben wird. Die Deutschen sind einfach zu viele in Second Life, als dass es nur mit einer Community getan wäre, denn: was ist das, eine Community? Wikipedia definiert Community ganz schlicht als eine Gemeinschaft von Menschen mit Zusammengehörigkeitsgefühl oder gemeinsamen Interessen.

Eine typische Community wären beispielsweise damit Modelleisenbahner, da ist das klar definiert. Reicht es aber nun aus eine Community einzig und alleine über die Tatsache konstruieren zu wollen, dass man dieselbe Plattform nutzt? Ich denke nicht, denn da gibt es doch viel mehr: es gibt die Community der deutschsprachigen Rollenspieler, die Geschäftstreibenden und und und, kurz gesagt eben nicht die deutsche Community, sondern eine Vielzahl an unterschiedlichen deutschsprachigen Communites mit gänzlich unterschiedlichen Inhalten.

Und darunter gab’s durchaus auch Leute, die sich absolut nicht riechen können und auch teilweise sicher Communities, die sich lieber aus dem Weg gehen.

Nun ist das bei einer Community ja so eine Sache, sie lebt von ihren Menschen und vor allem davon, dass es eben auch derer genügend gibt. Gibt es zu wenig Mitglieder, dann trägt sie sich nicht auf Dauer von alleine und stirbt ab. Das kommt täglich vor, eine ganz normale Sache ist das, aber es ist eben auch so, dass man sich nicht einfach mal auf Knopfdruck wie im Backofen einen Kuchen seine Wunschcommunity so backen kann, dazu gehört eben schon einiges mehr.

Generell werden die deutschen Benutzer weniger, weil ganz einfach allgemein die Benutzerzahlen von Second Life sinken, das eine geht Hand in Hand mit dem anderen daher. Und daher ist es nicht weiter verwunderlich, dass es auch aus der deutschen Ecke viel weniger Veranstaltungen, Impulse und Ideen als früher gibt.

Dazu mag noch ein gewisser schleichender Mentalitätswechsel bei den Bewohnern dazu kommen: heute reicht es ja vielen aus, irgendwo auf ihrer Parzelle zu hocken und bitte, böser Nachbar schau niemals bei mir vorbei, denn ich bin ja so furchtbar empfindlich und will einfach nur meine Ruhe haben, ab und an ein wenig einkaufen zu gehen und mich einfach so berieseln zu lassen. Der Drang, etwas wirklich selbst auf die Beine zu stellen oder zu erkunden ist längst nicht mehr so groß und ausgeprägt wie früher.

Second Life wandelt sich damit auch in der Massennutzung mehr und mehr von einem Paradies für Bob, dem Baumeister, weg hin zum alltäglichen Fernsehprogramm das eben irgendwie so da ist und durch das man sich dauer berieseln kann.

Das ist ja auch ganz schön, aber es ist auf Dauer kein besonders guter Nährboden mehr für Kreativlinge und eine wie auch immer geartete kulturelle Szene. Wenn diese nicht mehr genügend Anklang findet, dann zieht sie irgendwann ganz einfach weiter, und auch das passiert tagtäglich in Second Life, schleichend und langsam, aber es kommt vor.