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Eine Sache, womit im RP ja wenige Frauen auf Dauer wirklich etwas anfangen können und was sie einfach schnell los werden wollen ist der Gesichtsschleier. Das mag daher kommen, weil wir in unserem Kulturkreis es nicht gewohnt sind, solche Kleidung zu sehen noch die Frauen es gewohnt sind, sie zu tragen. Im Gegenteil, alles was nur entfernt in Verbindung mit Kopftüchern steht gilt ja bei uns als diskriminierend für die Frau und schlimmeres.

Der Kulturkreis, wo es auch heutzutage noch üblich ist, dass die Frau in der Öffentlichkeit weitestgehend verschleiert wandelt, ist nun einmal nach wie vor die arabische Welt. Woher kommt das? Für mich hat es primär ganz praktische Gründe: es ist dort Wüste, Wüste, Wüste, früher war der Lebensstil dort der von Beduinen und wer den ganzen Tag über in der Wüste unterwegs ist, der braucht eine Kopfbedeckung wenn er keinen Hitzschlag auf Dauer erleiden will, so einfach ist das. Zudem gibt es auch immer mal wieder auftretende Sandstürme, die die Augen und Schleimhäute in der Nase furchtbar reizen können, also ist man dann in einem solchen Fall für jedes Stück Stoff dankbar, das man um sein Gesicht legen kann. Das führt ja dazu, dass auch die Männer dort fast immer mit einer Kopfbedeckung unterwegs sind, um ebenfalls Schutz vor solchen Unbillen zu haben.

Das Pragmatische an der Sache - Sonnenschutz und stetiger Schutz vor Sandstürmen - ist dabei eine Seite der Medaille. Die andere Seite der Medaille ist dabei der Schutz vor den Männern. Die Öffentlichkeit dort ist zweigeteilt, es gibt eine für Männer und eine für Frauen. Das führt auch z.B. dazu, dass eine Frau durchaus gewisse Vorteile geniesst, aber auch Nachteile in Kauf nehmen muss. So oder so, ein Mann ist eben ein Mann, und wenn er eine Frau öffentlich unverhüllt sieht, ist das für ihn ein ungewohntes Bild. Zuhause ist eine Sache, in der Öffentlichkeit eine andere. Aber der Mann denkt (meistens) nicht im Traum daran, sich zu ändern, also gilt es die Frau vor den möglichen lüsternen Blicken des Mannes zu schützen, und daher der Schleier.

Das ist nun stark vereinfacht dargestellt und es gibt sicherlich noch viele andere Gründe dafür, in etwa aber trifft es das durchaus. Es gibt dabei auch regionale Unterschiede darin, wie verschleiert die Frauen nun wirklich rumlaufen müssen, in Ländern wie Kuwait oder Bahrain ist man da schon einiges weiter als in Saudi Arabien. Ich war in allen dort und habe es gesehen.

Die Gründe, warum nun eine Frau auf Gor einen Schleier anzieht, sind aber teilweise dieselben: Schutz vor den Männern, offene Dokumentation des sozialen Status und des Status der freien Frau als solche sowie Abgrenzung gegenüber den Sklavinnen. Wenn man sich das mal alles durch den Kopf gehen lässt, dann ist es eben nicht einfach nur ein Stückchen Stoff, sondern einiges mehr und eine sittsame Frau hohen Status wird darauf nicht verzichten wollen, im Gegenteil. Aber auch hier gilt, dass es natürlich regionale Unterschiede gibt und in anderen Kulturen noch anders gehandhabt wird (z.B Thorvaldsland) blablabla, aber für das "normale" Gor ist der Schleier aus genau diesen Gründen Standard.

Es gibt ja Leute, die früher gerne den Ascent-Viewer nutzten, weil Phoenix entweder bei ihnen nur am spinnen war oder aus anderen Gründen. Nun geht die Entwicklung von Ascent momentan nicht mehr wirklich spürbar voran, was aber nichts macht, da ein Resident namens Siana Gearz Ascent geforkt hat und es nun unter dem Namen Singularity Viewer in Eigenregie weiter entwickelt.

Der Singularity Viewer will dabei, so lange als möglich, auf der Codebasis von Snowglobe 1.5.x bleiben und bringt natürlich alle Features mit, die Ascent auch schon hatte. Neu hinzugekommen sind aber u.a. die Unterstützung für Displaynamen, Multiattachments nach Linden-Art, Bugfixes für Opensim und einiges mehr. Vor kurzem wurde zudem Singularity auch ins offizielle Third Party Viewer Verzeichnis der Lindens aufgenommen.

Wenn also jemand mit Phoenix nur Probleme hat und sich mit Viewer 2.x partout nicht anfreunden will, für den könnte es sich lohnen, mal einen Blick auf diesen Viewer zu werfen. Es lebe die Vielfalt!