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Soweit der Kommentar zum deutschen, goreanischen Rollenspiel am Sonntag, den 22. März 2015. Entweder bin ich inzwischen zu sehr auf Krawall gebürstet oder der Rest hat sich nur noch alles so furchtbar dolle lieb, aber wirklich spannend und unterhaltsam war es nun alles nicht.

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Heute interessiert mich mal wieder eine dieser Fragen über Gor, die eigentlich letztendlich nicht genau und abschließend geklärt werden kann, weil einfach die Sache mal wieder zu unbedeutend ist, als dass sich dazu viel in den Büchern finden ließe.

Die Frage ist dabei ganz einfach diese: gibt es auf Gor eigentlich Runenpriesterinnen? Die Frage klingt einfach, aber einfach zu beantworten ist sie dann eben nicht.

Die Torvaldsländer, wie erinnern uns, stammen von den Wikingern der Erde ab, aber haben einige der goreanischen Gebräuche angenommen, wobei Sklaverei kannten die Wikinger auch schon auf der Erde, so ist es nicht. Die Wikinger brachten ihre eigene Religion mit, die nordische Mythologie, also den Glauben an Odin&Co.

Nun ist über die Religionsausübung vor der Christianisierung der Wikinger herzlich wenig bekannt, auf der Erde verbürgt aber gab es durchaus in der nordischen Mythologie bei manchen Völkern auch Priesterinnen. Ob das bei den Wikingern auch so war, wer weiß.

Man muss sich bei der Beantwortung der Frage eben an den anderen Religionen auf Gor orientieren, also zum Beispiel der weißen Kaste, wo es ganz klar heißt: Männer ja, Frauen nein. Ebenso der Haruspex bei den Wagenvölkern, der auch im Grunde nur ein Mann sein kann, da Frauen das Beten verboten ist.

Dazu kommt dann noch das übliche männliche Dominanzblabla auf Gor eben. Wenn man all das berücksichtigt, dann wird die Beantwortung der Frage doch recht einfach: nein, die gibt es aller Wahrscheinlichkeit eben nicht! Auf Gor gibt es nur männliche Runenpriester und damit hat es sich.

Das ist auch der Grund, warum die meisten Frauen auf Gor, die sich in der Sparte bewegen, als Wala oder Godia bezeichnen, denn streng genommen handelt es sich dabei um eine Art Seherin, die eben die Runen wirft, aber nicht um eine Priesterin. Wobei das natürlich auch Definitionssache ist, viele sehen sich dadurch automatisch als Runenpriesterin an.

Eine Godia jedenfalls müsste normalerweise vom Ansehen in ihrem Dorf mehr so als leicht spinnert bis potentiell gefährlich angesehen werden und daher mehr am Rande der Gesellschaft leben, wie früher bei uns die Kräuterhexen. So nach dem Motto: die ist mir nicht ganz geheuer, aber manchmal kann man sie doch schon ganz gut gebrauchen, aber ansonsten geht man der Hex' besser aus dem Weg!

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Ich habe mir heute mal mit einem Alt, der noch in Gor auf Deutsch drin ist, die aktuelle Werbung der Gruppe durchgelesen. Man hat ja sonst nichts zu tun und ab und an ist es ja mal ganz amüsant. Persönlich fehlt mir die Gruppe jetzt seit all den Monaten überhaupt nicht, es kommt meistens nur Müll durch die Gruppe, der Chat ist einfach nur nervig und der Besitzer ein undankbarer Patron.

Die Fundstücke:

Trible O!
Da gibt es also in irgendeinem Kaff einen RP-Markt. Neben G&S und CRS wird auch Trible O angeboten und gehandelt. Trible... Tribbel? Tribbles?  Da muss ich als alter Trekkie zuerst an das hier denken:

latest

Aber nein, erst dann kam es mir, damit ist Triple-O gemeint, also von oookusama Hirano aka Lady Kusa! Wenn man schon den Rest der Notecard wirklich gut schreibt, dann sollte auch das noch drin sein, verdammt nochmal!

Goreanische Feministinnen und Asskicker
Die Kikara geben sich als Gesellschaftsrevoluzzer und werben so für ihren Stamm:

Du bist es leid, dich von Kerlen ständig dumm anmachen zu lassen? Du willst es den Männern mal zeigen und ihnen kräftig  in den Hintern treten? Dann bist du bei uns genau richtig -  als Verstärkung unseres glorreichen Stammes der Ki'Kara suchen wir noch Jägerinnen sowie weitere Scouts und natürlich alle, die sich von der Männerwelt lossagen möchten.

Danke - nein! Ich bin pyjamageschädigt, das reicht für's Leben, da muss ich mir nicht noch weitere Traumata für's Leben zulegen. Außerdem habe ich es nie verstanden, wie die EN von dem Verein OOC ziemlich wissend und belesen in Gorsachen rüber kommt und IC nur den absoluten Müll zusammen spielt, den sie eben so spielt, dass man nur noch stöhnend an den Kopf langen kann, so etwa wie hier:

jiFfM

Wah! Ich muss weg!

Sais am Vosk
Am 1.2.2015 wird Sais am Vosk aufmachen. Man spielt mit reinem RP-Titler und ROSI, dem Rollenspielsimulator - was auch immer nun das schon wieder sein soll. Es liest sich auf jeden Fall interessant und so, als habe man eine genaue Vision davon, was man so verwirklichen will und was nicht. Baulich kann ich nichts dazu sagen, denn ich war bisher nicht dort. Es ist definitiv aber mal einen Eintrag auf der Liste der zu besuchenden Sims wert.

Tempel der weißen Kaste
Jemand, der vor einiger Zeit ziemlich publikumswirksam seinen Abschied aus Deutschgor unter Hinweis auf seinen schlechten Gesundheitszustand in allen möglichen Gruppen kund tat, ist auf einmal aus der Versenkung wieder aufgetaucht und macht nun dort weiter, wo er aufgehört hatte. Ich deute das mal als unerwartete und glückliche Genesung.

Bonusmaterial: "Quick Rules"
Als Bonusmaterial gibt es noch das, was man sich auf der Sim "Asgard Forest/Axe Village" unter einer Schnellübersicht der Regeln vorstellt, auf gut Englisch also "Quick Rules." Hier nun ohne weitere Umschweife das Bild:

quickrules

Meine Fresse, was heutzutage alles unter "schnell" durchgeht ist ja phantastisch. Wo soll ich da nur anfangen, also über dieser überdimensionalen Steintafel steht noch "No unknow outlaws", was auch immer das genau sagen soll: ist es nun der Name einer Outlawgruppe oder aber will man keine unbekannten Outlaws auf der Sim haben?

Diese grüne Schrift da auf dem Steingrund ist alles, nur nicht gut lesbar. Die gelbe Schrift wirkt wie Augenkrebs. Beides zusammen sorgt schon mal dafür, dass man es lieber überliest als sich damit auseinandersetzt. Und dann ist einfach die schiere Menge an Regeln schon alles, nur nicht mehr schnell, sondern einfach zu viel und es wimmelt nur so vor Rechtschreibfehlern. Dazu kommt ein unsäglicher, denglischer Sprachmatsch, wie er im Lehrbuch des Vereins zur Wahrung der deutschen Sprache stehen könnte. Zumindest eine lobende Erwähnung bei den Kandidaten für den Sprachpanscher des Jahres sollte mit dieser eindrucksvollen Steintafel allemal drin sein!

Und überhaupt, wieso muss das auf Stein geschrieben sein? Es ist nicht ohne Grund, dass sich im Druckbereich schwarze Farbe auf weißem Grund durchgesetzt hat und wenn man gelesen werden will, dann sollte man sich auch in Second Life genau an diese Farbgebung halten! Für das Ding da oben jedenfalls sollte man Schmerzensgeld verlangen, denn das ist Augenkrebs im Quadrat!

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Vor kurzem hat ja die Schweizer Nationalbank den Franken vom Eurokurs entkoppelt und die Folgen ließen nicht lange auf sich warten: an den Devisenmärkten ist der Euro kräftig in den Keller gegangen. Kurz gesagt: man kriegt für seinen Euro nun deutlich weniger US-Dollar als vor einem halben Jahr beispielsweise, da bekam man noch irgendwas um 1,35 US$ dafür, nun nur noch knapp 1,15 US$.

Damit wird der momentan schwache Euro für manche Rollenspielgruppe zum Problem, denn auf einmal kostet die Finanzierung derselben Fläche und damit Leistung in Euro deutlich mehr als früher.

Wie es sich entwickeln wird? Abwarten, ich gehe aber davon aus, dass deswegen einige Sims, die sowieso schon immer Spitz auf Knopf genäht waren, deswegen entweder zusammen rücken oder ganz verschwinden werden.

Vor kurzem gab es eine Einladung nach Turia, vormals Anango. Anango war immer eine der stilleren, deutschsprachigen Gorsims gewesen, es war immer da und präsent, aber hatte meist nie so den Mörderzulauf wie manch andere Sim gehabt. Dafür war es eben stabil und beständig.

Am 10. Januar wurde dann das siebenjährige Jubiläum der Sim mit einem Konzert gefeiert und danach die Sim abgeräumt. Das war es dann mit Anango, eine alte Sim weniger.

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Ich möchte mich kurz mit einem Satz auseinandersetzen in Bezug auf die Schließung Victorias, nämlich diesem hier:

Man hat die ganze Sache dort schon so tot geredet, das man es mehr oder weniger getötet hat.

Ich stelle hiermit fest: auch wenn manche es gerne hätten, da es einige Erklärungen vereinfachen würde, so besitze ich diese Macht nicht. Wer das wirklich und ernsthaft meint, der stellt mich auf ein Podest und überhöht meine Bedeutung und meinen Einfluss drastisch bar jedweder Realität. Kein Kritiker dieser Welt hat einen solchen Einfluss, es gab und gibt genügend Filme, die von Kritikern im Vorfeld rund gemacht wurden und dennoch an den Kassen enorme Erfolge hatten. Umgekehrt übrigens auch, es gab viele hochgelobte Filme, die finanziell einfach nur derbst floppten.

Ja, ich kritisiere desöfteren. Aber bisher hat es noch kein Kritiker alleine geschafft, auch nur irgendeine Gruppe mit einer Kritik alleine zu töten. Wer's nicht glaubt, der muss nur mal hier im Blog nach den Black Shark Piraten suchen, über die ich im Laufe der Jahre öfters schrieb, genauer gesagt hauptsächlich über ihre Festungsbauten. Das war auch alles, nur nicht immer schmeichelhaft.

Hätte ich diese Macht, wie oben dargestellt, dann hätte ich längst nicht wiederholt über diese Gruppe schreiben können. Da ich es aber konnte, relativiert sich die oben getroffene Aussage deutlich.

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Am 27.11.2014, also den kommenden Donnerstag, stellt Victoria den Spielbetrieb endgültig ein. Dazu möchte ich auch denn noch einige Takte anmerken, da ich bei Fauna gleich Voldemort namenlos genannt werde.

Also: wenn zwei öffentlichkeitswirksame Persönlichkeiten wie Nea und Beric eine Sim aufbauen, diese massiv öffentlich bewerben und betreiben, dann findet sich auf dieser Sim der übliche Kreis ihrer Anhänger sowie neuer Interessierter ein. Man verbindet die Sim und das auf ihr statt findende Spiel dann auch ganz einfach automatisch mit den Gründern. Diesen harten Kern gibt es durchaus, der sowohl in Turmus am Vosk, Neuville als auch in Victoria mit aktiv war als auch sicher einen gewissen Anteil Spieler, der eben in Victoria nur wegen den Beiden dort das Spielen anfing. Solange die Gründer also da sind und Flagge zeigen, solange ist alles mehr oder minder gut.

Wenn denn aber die Gründer eben aufhören, dann sind auch viele dieser Anhänger sehr schnell wieder fort und damit wird es denn für die Nachfolger schon sehr schwer, die entstandenden Lücken in der Gemeinschaft plottechnisch als auch einfach zahlenmäßig wieder auf zu füllen. Oft ist es so, dass man den Gründern eine gewisse, gute Qualität des RPs zubilligt und auch der Geschichtsentwicklung, dann aber den Nachfolgern häufig dies nicht zugesteht, es gleich tun zu können und lieber einfach geht, anstelle es zu probieren.

Das ist ganz einfach häufig die Natur des Menschen, sobald die bekannten und anerkannten Bezugspersonen an der Spitze weg sind, dann sind auch viele Indianer weg und der Rest darf dann erst einmal sehen, wo er bleibt.

Das ist nichts anderes, als wenn ein Regisseur eine bekannte Filmreihe von einem anderen Regisseur übernimmt. Auch da ist dann oft die heikle Frage, ob der Neuling es wirklich schafft, den Ton so zu treffen, dass die bisherige Zielgruppe damit zufrieden ist oder eben nicht. Bei Star Trek unter J. J. Abrams beispielsweise ist das weitgehend gelungen, aber bei dem von Stanley Kubrick an Steven Spielberg übergebenen A.I. definitiv nicht.

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Das Leben hat manchmal seltsame Irrungen und Wirrungen parat: seit knapp zwei Tagen bin ich im kompletten Südland wieder entbannt und seit heute auch ein Mitglied der Gruppe "Suedland - Bewohner."

Der Grund dafür ist einfach: Belnend als Gruppe wird in Bälde ins Südland ziehen und die Stadt dort neu aufgebaut werden. Genauer gesagt wird es auf die Sim Thassainsel gehen, die bisher Kasra Heimat bietet. Die Sim wird aufgeteilt und neu bebaut werden, so dass fortan beide Städte auf derselben Sim vorhanden sind. So weit eben der Plan.

Also ich bin gespannt, wie es werden wird. Ich werde es erleben.

Wer auf der Suche nach einer deutschsprachigen Rollenspielgruppe in Second Life sein sollte, die sich nicht um Gor oder Mittelalter dreht, sondern den ganzen Rest und die auch mit genug Leben ausgestattet ist, der sollte sich mal die "Deutsche Rollenspiel Community" (originale Schreibweise) genauer ansehen.

Bisher sind knapp 550 Avatare Mitglied und es gibt genug Infomeldungen zu Rollenspielen aller Art. Moderiert wird die Gruppe bisher kaum, daher darf man sich an ab und an aufflackernden Diskussionen darüber, wenn mal wieder eine Rollenpsielsim ihren Club bewirbt, nicht stören. Ansonsten ist der Chat meistens zu und die Gruppe recht informativ und nützlich.

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Meistens sind ja Endzeitrollenspiele in Second Life doch recht fantastisch und basieren beispielsweise auf einem freigesetzten Virus oder einem Terroranschlag durch Atombombenexplosion, wodurch eine Region eben in Quarantäne ist, verseucht und möglicherweise noch mit diversen Mutanten versehen, die dann besondere Fähigkeiten haben. (Unregulierte Mutanten können alles und sind sowieso der Tod jedes ernstzunehmenden Rollenspiels.)

Wie aber wäre es, wenn man einmal ein Endzeitrollenspiel auf eine etwas realistischere Grnudlage stellen würde, also beispielsweise die Weiterentwicklung unserer Welt in dreißig bis vierzig Jahren? Das ist ein Zeitraum, der einerseits noch in dem Rahmen ist, dass wir ihn erleben könnten, andererseits weit genug weg, dass wir längst nicht mehr die politische und technische Entwicklung wirklich gut voraussagen können. Manche Sachen hat eben kein Zukunftsforscher wirklich auf dem Plan gehabt, wie beispielsweise den Siegeszug der Mobiltelefone, das mobile Internet mit Smartphones oder das Ipad. Da ist also sehr viel Luft für alles Mögliche drin.

Was aber eignet sich denn als Grundlage für solch ein Szenario Marke "die Welt in 30 Jahren ist total im Arsch"? Ich bin da der Meinung, man sollte sich einfach den Klassiker der Zukunftsforschung nehmen, nämlich die Studie "Die Grenzen des Wachstums" des Club of Rome aus dem Jahre 1972. Damals setzten sich genügend kluge Leute zusammen und projektierten, wie es mit der Weltwirtschaft in der Zukunft aussehen könnte. Das Buch wurde viel diskutiert, viel zerrissen, aber ist und bleibt eine der traditionsreichsten, wachstumskritischen Publikationen, die wir eben haben.

Warum also sollte man nicht einmal anstelle von irgendwelchen phantastischen Szenarios dieses Buch und die mögliche Welt der Zukunft, die es beschreibt, als Grundlage für ein Endzeitrollenspiel nehmen? Also weniger Omega Mann, mehr Soylent Green als die Marschrichtung für ein Rollenspiel, in dem dann eben viele um's Überleben kämpfen!

Natürlich werden sicher einige auch sagen, wieso sollte man ausgerechnet dieses Buch nehmen, das mindestens zwei Updates seit 1972 erhielt und bisher leben wir immer noch recht und und in einem rechten Wohlstand in unserer Gesellschaft?

Die Antwort darauf ist ganz einfach: weil es bisher nicht wirklich jemand getan hat und die möglichen Folgen, die darin beschrieben werden, eben deutlich näher an der möglichen Realität sind.

Ein noch wichtigerer Grund ist, dass eine Forschergruppe der Universität Melbourne dis bisherigen Aussagen des Originals von 1972 einer wissenschaftlichen Überprüfung unterzog. Die Erkenntnisse aus dieser Überprüfung haben es jedenfalls in sich, denn die damaligen Vorhersagen der Studie wurden mit Daten einer MIT-Studie verglichen, die auf realen Datenerhebungen zu dem Thema bestehen.

Das Ergebnis: in allen wichtigen Punkten stimmt die damalige Vorhersage des Club of Rome mit der Studie des MIT überein, die damalige Prognose ist also mit der Realität im Einklang. Offensichtlich haben die Leute vom Club of Rome damals auffallend gut gearbeitet - oder die Studie aus Melbourne ist Mist. Das kann man sich wohl aussuchen.

Wenn die Studie aber auch weiterhin Recht behalten sollte, dann beginnt nun langsam die Phase des wirtschaftlichen Abstiegs und Verfalls, wobei der Zeitraum mit von 2015 - 2030 recht großzügig gehalten ist. Erste Anzeichen aber wären schon sichtbar.

Was nicht bedeutet, dass es dazu kommen muss, aber so langsam wohl sich die Wirtschaft endlich mal an die neuen Gegebenheiten anpassen werden muss, weil die Menschheit ansonsten langfristig eben ein gewaltiges Problem haben wird.

Mögliche Ideen dazu gibt es ja schon, beispielsweise "Power to Gas" als Energiespeicher für die gewaltigen Strommengen, die heutzutage in Deutschland die erneuerbaren Energien produzieren, die aber meistens dann, wenn man sie nicht gebrauchen kann. "Power to Gas" steht dabei dafür, dass man die überschüssige Energie von Windrädern und dergleichen dazu benutzt, mit Hilfe der Elektrolyse aus Wasser Wasserstoff zu gewinnen und Kohlendioxid aus der Atmosphäre dazu benutzt, aus beidem dann Methan herzustellen.  Dieses Gas könnte dann recht einfach gespeichert werden und wenn wirklich Bedarf besteht, in Gaskraftwerken verstromt werden. Dazu kommt, dass die dazu benötigte Infrastruktur eben schon längst vorhanden ist.

Und was wäre ein guter Standort für solche Gaskraftwerke? Wie wäre es denn mit den bisherigen Standorten von Kernkraftwerken? Hochspannungsleitungen und entsprechende Umspannwerke gibt es dort bereits sowieso, sowie Gewässer, denen man genügend Wasser zur Herstellung von Methan entziehen kann. Dann müsste man dorthin nur noch eine Pipeline und ggf. einen Gasspeicher stellen und kann die bisherige Infrastruktur sehr gut weiter nutzen.

Das wäre doch mal eine wirklich runde Sache. Jedenfalls ist dieses grundlegende Konzept "Power to Gas" ein Baustein für die Energiewende, den viele Physiker als höchst interessant ansehen.